Kategorie: Finanzberichterstattung

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Feldtest zur Einführung eines einheitlichen elektronischen Berichtsformats – ESEF

Geschäftsberichte sollen europaweit vergleichbar gemacht werden – so lautet die Forderung der European Securities and Markets Authority (ESMA) und gibt mit ESEF (European Single Electronic Format) unter Verwendung des iXBRL-Formats und der IFRS-Taxonomie auch gleich einen Lösungsansatz vor (vgl. Beitrag „ESMA schlägt neues digitales Format zur Finanzberichterstattung vor„).

Die ESMA ruft nun kapitalmarktorientierte Unternehmen, die ihren Konzernabschluss nach IFRS aufstellen, sowie Softwareanbieter zur Teilnahme an einem Feldtest auf. Bewerbungen für den Feldtest werden bis zum 14. Juli 2017 entgegen genommen.

Im Rahmen von Workshops sollen die teilnehmenden Unternehmen ihre Jahresfinanzberichte in ein elektronisches Format auf Basis der entwickelten ESEF-Spezifikationen der ESMA überführen. Die ESMA unterstützt die Teilnehmer bei der Umsetzung in Form von vorbereitenden Webinaren, eines zweitägigen Workshops in Paris sowie durch Einrichtung eines Helpdesks. Auf Basis der Ergebnisse des Feldtests möchte die ESMA weitere Einzelheiten entwickeln und Detailfragen klären, um schließlich den Vorschlag eines technischen Regulierungsstandards bis Ende 2017 an die Europäische Kommission übermitteln zu können.

IASB veröffentlicht das Diskussionspapier „Principles of Disclosures“

Das International Accounting Standards Board (IASB) hat das Diskussionspapier „Principles of Disclosures“ veröffentlicht. Dies ist Teil der Disclosure-Initiative, mit der das IASB die Rahmenbedingungen geschaffen hat, die Berichterstattung unternehmensindividueller, fokussierter und damit auch effizienter vorzunehmen. Das Diskussionspapier schlägt u.a. sieben in Abschlüssen anzuwendende Leitlinien für effektive Kommunikation („Principles of effective communication“) vor und gibt Hinweise, an welcher Stelle bestimmte Informationen im Geschäftsbericht zu verorten sind. Des Weiteren werden mögliche Ansätze für eine Verbesserung der Veröffentlichungsgrundsätze diskutiert. Außerdem wird die Verwendung von Leistungskennzahlen, die sich nicht aus den IFRS Standards ergeben und in Jahresabschlüssen veröffentlicht werden, sowie die Darstellung von Bewertungsmethoden im Anhang thematisiert.

Ziel ist es, klare Prinzipien zur Offenlegung von Informationen im Jahresabschluss zu entwickeln. Hierfür sollen entweder die allgemeinen Regelungen des IAS 1 „Darstellung des Abschlusses“ überarbeitet oder ein neuer allgemeiner Disclosure Standard entwickelt werden.

Stellungnahmen zum Diskussionspapier sind bis zum 2. Oktober 2017 beim IASB einzureichen.

Das Diskussionspapier ist ein weiterer wichtiger Schritt zur Verbesserung der Art und Weise, wie Informationen in IFRS-Abschlüssen dargestellt werden. Die dort aufgeführten Vorschläge werden sowohl den Unternehmen helfen, ihre Berichterstattung effizienter und verständlicher zu gestalten bzw. die für die Abschlussadressaten relevanten Informationen zu identifizieren. Von der Kommentierung erwartet sich das IASB zudem eine Unterstützung bei der Verbesserung der Veröffentlichungsgrundsätze in den IFRS Standards.

IASB schlägt Änderungen an IFRS 8 und IAS 34 vor

Das International Accounting Standards Board (IASB) hat am 29. März 2017 als Zwischenergebnis des Post-implementation Reviews einen Entwurf für Änderungen an IFRS 8 Geschäftssegmente (ED/2017/2) veröffentlicht, der verschiedene Verbesserungen vorsieht. Dies betrifft im Wesentlichen die Identifikation und Funktion des Hauptentscheidungsträgers (sog. Chief Operating Decision Maker), die Angabepflicht zur Erklärung der Unterschiede zwischen den Segmentinformationen im IFRS-Abschluss und in der sonstigen Berichterstattung (z.B. Lagebericht, Pressemitteilungen), sowie eine Klarstellung bezüglich sonstiger Angaben in der Segmentberichterstattung. Zudem werden der Detailierungsgrad und die Beschreibung der sonstigen Abstimmungsposten der Überleitungsrechnung thematisiert.

Auch schlägt das IASB Änderungen zu IAS 34 Zwischenberichterstattung vor. Ändert sich die Zusammensetzung der berichtspflichtigen Geschäftssegmente, so sind die Segmentinformationen für alle Zwischenperioden des laufenden und des vorherigen Berichtsjahres anzupassen. Von dieser rückwirkenden Anpassung wäre nur abzusehen, wenn die Informationen nicht vorhanden oder die Kosten zu hoch sind.

Stellungnahmen zu dem Änderungsentwurf sind bis zum 31. Juli 2017 auf der Internetseite des IASB einzureichen.

ESMA schlägt neues digitales Format zur Finanzberichterstattung vor

Die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA, European Securities and Markets Authority) möchte auf die Veränderung der Grundlagen zur Strukturierung und Formatierung der jährlichen Finanzberichterstattung hinwirken. So veröffentlichte sie 2015 erstmals ihren Vorschlag einer einheitlichen, vergleichbaren Richtlinie zur Gestaltung von Finanzberichten. Gefordert wird ein einheitliches elektronisches Format, das sog. European Single Electronic Format (ESEF), das von Standardbrowsern ohne spezielle Tools gelesen werden kann. Nun sprach sich die ESMA in einer jüngsten Stellungnahme für Inline XBRL als elektronisches Format speziell für IFRS-Konzernabschlüsse aus. Es sei die passendste Technologie, da sie sowohl von Maschinen als auch von Menschen lesbar ist. Im Zuge dessen sei auch die IFRS Taxonomie (herausgegeben durch die IFRS Foundation) als Grundstruktur für den IFRS-Konzernabschluss anzuwenden, was die Vergleichbarkeit der Abschlüsse stärkt. Mehr Transparenz für Analysten und Investoren soll hierbei das Ziel sein. Für Unternehmen ergibt sich allerdings zunächst ein großer Umstellungsaufwand, um die IFRS Taxonomie als auch die maschinenlesbare Formatierung zu adaptieren.

Mit einer endgültigen Entscheidung ist Ende 2017 zu rechnen. Hier erfahren Sie mehr zu dem Thema. Sprechen Sie uns hierzu jederzeit an.

 

Veranstaltung: Geschäftsberichterstellung per Knopfdruck

Wir laden Sie herzlich zu unserem Webinar „Geschäftsberichterstellung per Knopfdruck“ am 17. November 2016 von 10:00 bis 11:00 Uhr ein. Im Rahmen des Webinars zeigen wir Ihnen, wie Sie mit Reporting-Softwarelösungen effizient die Vollständigkeitsprüfung Ihrer Angabepflichten erfüllen und Ihren Geschäftsbericht schnell und sicher online publizieren können. Zudem stellen wir Ihnen in objektiver Weise bewährte Reporting-Softwarelösungen (Disclosure Management-Lösungen) vor.

Unter www.pwc-events.com/reportingloesungen können Sie sich informieren und anmelden. Wir freuen uns über Ihre Teilnahme!

Neuerungen in der Quartalsberichterstattung

Die gesetzliche Pflicht für Unternehmen des Prime Standard zur Erstellung von Quartalsfinanzberichten für das erste und dritte Quartal ist mit Inkrafttreten des Gesetzes zur Umsetzung der Transparenzrichtlinie-Änderungsrichtlinie Ende November 2015 entfallen. Durch die aktualisierte Fassung der Börsenordnung der Frankfurter Wertpapierbörse (vom 30. November 2015) sind die Unternehmen für diese Stichtage nur zur Erstellung von sog. Quartalsmitteilungen verpflichtet. Quartalsmitteilungen unterliegen dabei deutlich geringeren Transparenzanforderungen.

Wir haben eine vollständige Analyse der Quartalsberichterstattung aller DAX-, MDAX- und SDAX-Unternehmen für das erste Quartal 2016 bzw. 2016/ 2017 vorgenommen. Hier zeigt sich zum einen, dass bereits in signifikantem Umfang die Unternehmen das neue Instrument der Quartalsmitteilung nutzen. Im DAX nutzten 7 von 30 Unternehmen das Instrument der Quartalsmitteilung (rd. 23%), im MDAX und SDAX waren es bereits jeweils 44% der berichtenden Unternehmen. Dabei ist ferner eine große Spannweite an Umfang und Inhalt der veröffentlichten Informationen erkennbar. Die Seitenanzahl der Quartalsmitteilungen liegt zwischen 3 und 46 Seiten. Zudem zeigt die Analyse bei Unternehmen, die weiterhin Quartalsfinanzberichte aufstellen, dass diese in Anlehnung an die Disclosure Initiative des IASB z.T. inhaltlich deutlich fokussierter dargestellt und im Umfang gestrafft wurden.

Auf unserem 16. Expertenforum am 21. September 2016 werden wir über die Ergebnisse unserer Analyse ausführlich informieren. Sehr gerne stehen wir Ihnen auch vorab zur Verfügung, wenn Sie einzelne Aspekte diskutieren möchten. Bitte sprechen Sie uns an.

Veranstaltung: 16. Expertenforum

Vom 20. bis 21. September 2016 findet zum 16. Mal unsere Veranstaltung „Expertenforum – Trends und Perspektiven der Rechnungslegung“ statt, zu der wir Sie herzlich einladen.

Hochrangige Vertreter aus Wirtschaft und Gremien sowie PwC-Experten nehmen Stellung zu aktuellen Entwicklungen rund um IFRS und HGB sowie zur Transparenz in der Unternehmensberichterstattung.

Am zweiten Veranstaltungstag bieten Ihnen zahlreiche Foren Einblicke und Erfahrungen aus der Praxis. Ob Ertragsrealisierung, Leasing, Finanzinstrumente oder HGB – Sie werden umfassend informiert!

Die Veranstaltung ist auch tageweise buchbar.

Unter www.pwc-events.com/expertenforum erfahren Sie mehr zur Veranstaltung und können sich anmelden.

 

Veranstaltung: Fokussierung der Finanzberichterstattung

In den vergangenen zehn Jahren ist der durchschnittliche Umfang der Finanzberichte um etwa die Hälfte angestiegen. Die Berichtsadressaten, insbesondere Kapitalmarktteilnehmer wie Investoren und Analysten, zeigen sich mit dieser Informationsflut und der wenig fokussierten Berichterstattung unzufrieden – klare und glaubwürdige Informationen über Strategie und Leistung des Unternehmens sind gefragt, keine überfrachteten Finanzberichte. Auch aus Sicht der Unternehmen steht der Umfang der IFRS-Abschlüsse mittlerweile in keinem akzeptablen Verhältnis mehr zum Nutzen der dadurch vermittelten Informationen. Das International Accounting Standards Board (IASB) hat mit der sogenannten Disclosure Initiative die Rahmenbedingungen geschaffen, die Berichterstattung unternehmensindividueller, fokussierter und damit auch effizienter vorzunehmen. In einigen Ländern und Unternehmen wurden durch die Neugestaltung der Berichterstattung bereits 2015 signifikante Kürzungen der Geschäftsberichte realisiert.

Wir möchten Ihnen am 11. Mai von 10:00-10:45 Uhr im Rahmen eines Webinars die neuen Anforderungen des IASB vorstellen sowie praktische Möglichkeiten aufzeigen, Ihre Finanzberichterstattung zu fokussieren. Gerne können Sie sich über die Internetseite www.pwc-event.com/webinar_geschaeftsbericht zum Webinar anmelden.

DPR Tätigkeitsbericht 2015

Die DPR hat heute ihren Tätigkeitsbericht veröffentlicht. Demnach stabilisierte sich in diesem Jahr die Fehlerquote, die sich bei der Überprüfung der Jahres- und Konzernabschlüsse deutscher kapitalmarktorientierter Unternehmen ergeben hat, mit 15 Prozent auf einem leicht höheren Niveau wie im Vorjahr. Nur 81 Unternehmen wurden von der DPR überprüft und in zwölf Fällen wurden Fehler in der Rechnungslegung festgestellt, die sich auf den Umfang und die Anwendungsschwierigkeiten bei den IFRS bei der Abbildung komplexere Geschäftsvorfälle sowie der unzureichenden Berichterstattung im Anhang und Lagebericht zurückführen lassen. So waren häufig die Ertragsrealisierung sowie bilanzielle Abbildung von Unternehmenserwerben und die Darstellung im Bereich der Eventualschulden/-forderungen fehlerhaft. Weitere Informationen zum DPR-Tätigkeitsbericht finden Sie auf unserer Internetseite „DPR Tätigkeitsbericht 2015: Stabile Fehlerquote bei einem Rückgang der Zahl angeschlossener Verfahren„.

Wir beraten Sie gerne und sicher, vor, während und nach einer DPR-Prüfung – sprechen Sie uns an!