ESMA schlägt neues digitales Format zur Finanzberichterstattung vor

Die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA, European Securities and Markets Authority) möchte auf die Veränderung der Grundlagen zur Strukturierung und Formatierung der jährlichen Finanzberichterstattung hinwirken. So veröffentlichte sie 2015 erstmals ihren Vorschlag einer einheitlichen, vergleichbaren Richtlinie zur Gestaltung von Finanzberichten. Gefordert wird ein einheitliches elektronisches Format, das sog. European Single Electronic Format (ESEF), das von Standardbrowsern ohne spezielle Tools gelesen werden kann. Nun sprach sich die ESMA in einer jüngsten Stellungnahme für Inline XBRL als elektronisches Format speziell für IFRS-Konzernabschlüsse aus. Es sei die passendste Technologie, da sie sowohl von Maschinen als auch von Menschen lesbar ist. Im Zuge dessen sei auch die IFRS Taxonomie (herausgegeben durch die IFRS Foundation) als Grundstruktur für den IFRS-Konzernabschluss anzuwenden, was die Vergleichbarkeit der Abschlüsse stärkt. Mehr Transparenz für Analysten und Investoren soll hierbei das Ziel sein. Für Unternehmen ergibt sich allerdings zunächst ein großer Umstellungsaufwand, um die IFRS Taxonomie als auch die maschinenlesbare Formatierung zu adaptieren.

Mit einer endgültigen Entscheidung ist Ende 2017 zu rechnen. Hier erfahren Sie mehr zu dem Thema. Sprechen Sie uns hierzu jederzeit an.

 

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