Accounting Advice Blog

IFRS 16 ist und bleibt eine Herausforderung

Die Implementierung des neuen Leasingstandards bleibt eine große Herausforderung für Unternehmen. Insbesondere die Fragen nach Anzahl und Verortung von Verträgen sowie Gestaltung der zukünftigen Prozesse und Verantwortlichkeiten und die Auswahl einer geeigneten Softwarelösung stehen hierbei im Vordergrund.

Das ergab eine Umfrage zu IFRS 16, die wir im Frühjahr 2016 durchgeführt haben und an der sich 135 Unternehmen in Deutschland beteiligt haben.

Über die Hälfte der Befragten hatten sich zu diesem Zeitpunkt bereits mit dem neuen Standard beschäftigt, ein weiteres Drittel sogar sehr intensiv. Ein Überblick über Leasingverträge auf internationaler und nationaler Ebene ist allerdings bei vielen noch nicht vorhanden. Der Prozess an sich und die Organisation der Einführung des neuen Standards werden als besonders problematisch im Rahmen der Umsetzung gesehen, wobei ein Viertel der befragten Unternehmen auch eine enorme Herausforderung hinsichtlich der IT-Systeme wahrnimmt.

Sehr große Auswirkungen der neuen Leasingbilanzierung werden bei den Anhangangaben und bei der Trennung von Leasing- und Nicht-Leasingkomponenten erwartet. In Bezug auf Organisation und Prozesse erwartet man im Rechnungswesen/Controlling, sowie im Einkauf/Vertrieb die stärkste Betroffenheit. Was die IT-Systeme angeht, rechnet die Mehrheit der Unternehmen mit Auswirkungen auf die Vertrags- und Datenerfassung, die Datenqualität und notwendige Schnittstellen durch die neue Leasingbilanzierung.

Auf unserer Webseite finden Sie detailliertere Informationen zur Kurzstudie.

Veröffentlichung von Enforcement-Entscheidungen zur Bilanzierung nach IFRS

Die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA, European Securities and Markets Authority) hat zum zwanzigsten Mal Kurzfassungen ihrer Enforcement-Entscheidungen zur Bilanzierung nach IFRS veröffentlicht. Dabei handelt es sich um 14 Entscheidungen von nationalen Enforcern aus der Zeit von März 2014 bis Juni 2016. Darunter ist beispielsweise eine Entscheidung zur Abgrenzung zahlungsmittelgenerierender Einheiten. Dies wiederum stellt einen DPR-Prüfungsschwerpunkt 2017 dar.

Ziel ist es, bilanzierenden Unternehmen und Adressaten von Abschlüssen relevante Informationen zur richtigen Anwendung der IFRS zu geben.

Europäische Enforcer überwachen Abschlüsse, die nach IFRS aufgestellt wurden, und beurteilen, ob sie mit den IFRS und anderen anwendbaren Berichterstattungserfordernissen übereinstimmen, einschließlich nationaler Vorschriften.

Die Veröffentlichung von Enforcement-Entscheidungen soll die Marktteilnehmer darüber informieren, welche Bilanzierungsmethoden nationale Enforcer innerhalb der EU als mit den IFRS übereinstimmend beurteilen, d.h. ob die Vorgehensweise innerhalb des von den IFRS akzeptierten Rahmens liegt. Die Veröffentlichung sowie die dazugehörige Begründung trägt zu einer konsistenten Anwendung der IFRS im Europäischen Wirtschaftsraum bei.

Die ESMA wird weiterhin in regelmäßigen Abständen Auszüge aus den Entscheidungen veröffentlichen; der nächste Auszug wird für Ende des ersten Halbjahres 2017 erwartet.

ESMA schlägt neues digitales Format zur Finanzberichterstattung vor

Die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA, European Securities and Markets Authority) möchte auf die Veränderung der Grundlagen zur Strukturierung und Formatierung der jährlichen Finanzberichterstattung hinwirken. So veröffentlichte sie 2015 erstmals ihren Vorschlag einer einheitlichen, vergleichbaren Richtlinie zur Gestaltung von Finanzberichten. Gefordert wird ein einheitliches elektronisches Format, das sog. European Single Electronic Format (ESEF), das von Standardbrowsern ohne spezielle Tools gelesen werden kann. Nun sprach sich die ESMA in einer jüngsten Stellungnahme für Inline XBRL als elektronisches Format speziell für IFRS-Konzernabschlüsse aus. Es sei die passendste Technologie, da sie sowohl von Maschinen als auch von Menschen lesbar ist. Im Zuge dessen sei auch die IFRS Taxonomie (herausgegeben durch die IFRS Foundation) als Grundstruktur für den IFRS-Konzernabschluss anzuwenden, was die Vergleichbarkeit der Abschlüsse stärkt. Mehr Transparenz für Analysten und Investoren soll hierbei das Ziel sein. Für Unternehmen ergibt sich allerdings zunächst ein großer Umstellungsaufwand, um die IFRS Taxonomie als auch die maschinenlesbare Formatierung zu adaptieren.

Mit einer endgültigen Entscheidung ist Ende 2017 zu rechnen. Hier erfahren Sie mehr zu dem Thema. Sprechen Sie uns hierzu jederzeit an.

 

EU endorsed nun auch IFRS 9!

Die Europäische Union hat im Amtsblatt vom 29. November 2016 die Verordnungen (EG) Nr. 2016/2067 vom 22. November 2016 zur Änderung der Verordnung (EG) Nr. 1126/2008 veröffentlicht und dadurch IFRS 9 Finanzinstrumente übernommen. Der neue Standard ist für Berichtsperioden anzuwenden, die am oder nach dem 01. Januar 2018 beginnen und ersetzt die bisher unter IAS 39 Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung vorgenommene Bilanzierung nun vollständig.

ESMA bereitet auf IFRS 9 vor

Die European Securities and Markets Authorities (ESMA) hat eine Stellungnahme zur Umsetzung von IFRS 9 veröffentlicht. Darin betont die ESMA die Bedeutung einer konsistenten und qualitativ hochwertigen Umsetzung des IFRS 9 sowie die Notwendigkeit der Transparenz hinsichtlich der Auswirkungen für die Finanzberichtsadressaten. Deshalb fordert die ESMA bereits für den Jahresabschluss 2016 sowie den Zwischenabschluss 2017 erste Einschätzungen zu den Auswirkungen des neuen Standards, auch wenn der Standard erst für Geschäftsjahre ab 1. Januar 2018 anzuwenden ist (vgl. Blogbeitrag zu den Prüfungsschwerpunkten der ESMA).

IFRS 9 ersetzt zum Großteil IAS 39 Financial Instruments: Recognition and Measurement und enthält neue Regelungen zur Erfassung von Wertminderungen und Änderungen zur Klassifizierung und Bewertung finanzieller Vermögenswerte.

Die Stellungnahme finden Sie hier auf der Internetseite der ESMA.

DPR veröffentlicht Prüfungsschwerpunkte für 2017

Die Deutsche Prüfstelle für Rechnungslegung (DPR) hat heute auf der 8. Jahrestagung Bilanzkontrolle und Abschlussprüfung des Deutschen Aktieninstituts (DAI) die von der ESMA bereits angekündigten einheitlichen europäischen Schwerpunkte übernommen und um zwei nationale Prüfungsschwerpunkte ergänzt: Anteile an anderen Unternehmen und Werthaltigkeitstest von Sachanlagevermögen. Bereits am 28.10.2015 hat die European Securities and Markets Authority (ESMA) die europäischen Prüfungsschwerpunkte bekanntgegeben: Darstellung der finanziellen Leistungskennzahlen des Unternehmens, Unterscheidung zwischen Eigenkapitalinstrumenten und finanziellen Verbindlichkeiten, sowie Anhangangaben zu den Auswirkungen der neuen IFRS auf den Konzernabschluss. Diese werden bei den Prüfungen im Jahr 2017 im Rahmen von Enforcement-Verfahren im Fokus stehen. Des Weiteren sollen sich die nationalen Enforcer mit den Auswirkungen des Brexit auf die Unternehmen beschäftigen. HIER gelangen Sie zur Webseite der DPR mit den Prüfungsschwerpunkten.

EU endorsed IFRS 15!

Nach diversen Diskussionen und Klarstellungen wird eine der größten Reformen der IFRS in den letzten Dekaden zu EU-Recht. Die Europäische Union hat im Amtsblatt vom 29. Oktober 2016 die Verordnungen (EG) Nr. 1126/2008 vom 22. September 2016 zur Änderung der Verordnung (EG) Nr. 1126/2008 veröffentlicht und dadurch IFRS 15 Erlöse aus Verträgen mit Kunden übernommen. Der neue Standard ist für Berichtsperioden anzuwenden, die am oder nach dem 01. Januar 2018 beginnen.

ESMA: Bekanntgabe europäischer Prüfungsschwerpunkte beim Bilanz-Enforcement

Die European Securities and Markets Authority (ESMA) hat heute die europäischen Prüfungsschwerpunkte bekanntgegeben: Darstellung der finanziellen Leistungskennzahlen des Unternehmens, Unterscheidung zwischen Eigenkapitalinstrumenten und finanziellen Verbindlichkeiten sowie Anhangangaben zu den Auswirkungen der neuen IFRS auf den Konzernabschluss. Diese werden bei den Prüfungen im Jahr 2017 im Rahmen von Enforcement-Verfahren im Fokus stehen. Des Weiteren sollen sich die nationalen Enforcer mit den Auswirkungen des Brexit auf die Unternehmen beschäftigen. Hinzu kommen noch von der Deutschen Prüfstelle für Rechnungslegung (DPR) festgelegte Schwerpunkte, die voraussichtlich am 3. November veröffentlicht werden.

Hier gelangen Sie zur Webseite der ESMA mit den Prüfungsschwerpunkten.

ESMA und IFRS Foundation bekräftigen engere Zusammenarbeit

Die IFRS Foundation und die European Securities and Markets Authorities (ESMA) haben ihre Zusammenarbeit nochmals bekräftigt. Bereits seit Jahren kooperieren beide Organisationen hinsichtlich der einheitlichen Anwendung der IFRS Standards. Ein neu veröffentlichtes Protokoll betont insbesondere das Zusammenwirken bei der Implementierung neuer oder geänderter Standards. Dieser Schwerpunkt zeigt sich auch an den jüngst veröffentlichten Public Statement der ESMA zum IFRS 15. Unverändert stehen auch die Weiterentwicklung der IFRS und die Überwachung ihrer Anwendung durch die Aufsichtsbehörden im Fokus. Regelmäßige Treffen der Vertreter beider Gremien sollen  beispielsweise den Austausch zu strategischen Sachverhalten, zur Weiterentwicklung der IFRS Standards, zu regulatorischen Entwicklungen und zu einzelnen Projekten fördern. Weitere Informationen finden Sie hier.

Veranstaltung: Geschäftsberichterstellung per Knopfdruck

Wir laden Sie herzlich zu unserem Webinar „Geschäftsberichterstellung per Knopfdruck“ am 17. November 2016 von 10:00 bis 11:00 Uhr ein. Im Rahmen des Webinars zeigen wir Ihnen, wie Sie mit Reporting-Softwarelösungen effizient die Vollständigkeitsprüfung Ihrer Angabepflichten erfüllen und Ihren Geschäftsbericht schnell und sicher online publizieren können. Zudem stellen wir Ihnen in objektiver Weise bewährte Reporting-Softwarelösungen (Disclosure Management-Lösungen) vor.

Unter www.pwc-events.com/reportingloesungen können Sie sich informieren und anmelden. Wir freuen uns über Ihre Teilnahme!