Kategorie: Allgemein

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Die European Securities and Markets Authority (ESMA) veröffentlicht Hinweise zur Implementierung von IFRS 9

Am 10. November 2016 hat die ESMA eine Stellungnahme zur Implementierung von IFRS 9 veröffentlicht (Public Statement – Issues for consideration in implementing IFRS 9: Financial Instruments). In ihrer Stellungnahme betont die ESMA die Notwendigkeit einer konsistenten und qualitativ hochwertigen Implementierung von IFRS 9 sowie die Notwendigkeit einer (frühzeitigen) transparenten Darstellung der hieraus resultierenden Auswirkungen auf den Abschluss. Weiterhin werden spezifische Empfehlungen zur Implementierung von IFRS 9 bei Banken und beispielhafte Angaben zu den Auswirkungen der IFRS 9 Erstanwendung in den Jahresabschlüssen 2016 und 2017 sowie den Zwischenabschlüssen des Jahres 2017 einer Bank dargestellt.

Alternative Leistungsindikatoren – Ein Dauerbrenner

Der IASB-Vorsitzende Hans Hoogervorst äußerte sich jüngst in einer Rede zur Nutzung alternativer Leistungskennzahlen (sog. APM = alternative performance measures). Untersuchungen zeigten, dass diese von vielen Unternehmen veröffentlicht werden, um ihre Ergebnisse um nicht wiederkehrende, einmalige oder ungewöhnliche Effekte zu bereinigen. Da häufiger Aufwendungen – wie z. B. für Wertminderungen oder Restrukurierung – als Erträge herausgerechnet werden, verdächtigt Hoogervorst die Unternehmen, ihre Ergebnisse unangemessen zu „schönen“. Oder um wie er Warren Buffet zu zitieren: „Business seldom operate in a tranquil, no surprise environment, and earnings simply don’t advance smoothly“. Hoogervorst plädiert an die Regulierer, die Anwendung derartiger „non-GAAP measures“ einzuschränken. Gleichzeitig erkennt er aber auch Schwächen in den derzeitigen IFRS. So sieht er für das IASB die Aufgabe, das betriebliche Ergebnis (operating income) und die einzelnen Ergebnisbestandteile genauer zu definieren und die Einordnung bestimmter Ergebnisbestandteile zum sonstigen betrieblichen Ergebnis (OCI) grundsätzlich zu überdenken. Nur ein Ergebnis, das sämtliche Ergebnisbestandteile – wiederkehrender und außergewöhnlicher Art – also nicht bereinigt zeigt, stellt nach seiner Meinung die Realität am besten dar und dient den Investoren.

DPR gibt Prüfungsschwerpunkte 2016 bekannt

Nachdem die European Securities and Markets Authority (ESMA) am 27. Oktober 2015 die europäischen Prüfungsschwerpunkte für in 2016 durchzuführende Prüfungen verkündet hat (siehe Blog vom 29. Oktober 2015), hat nun auch der nationale Enforcer, die DPR, zwei zusätzliche nationale Prüfungsschwerpunkte veröffentlicht:

  1. Umsatzerlöse (IAS 18, IAS 11, IAS 8, IFRS 8, § 315 HGB) und
  1. Unternehmenszusammenschlüsse (IFRS 3)

15. Expertenforum – 29./30.9.2015

Fachliche Expertise in Fragen der Rechnungslegung ist eine der Kernkompetenzen von PwC – und wir möchten dieses Wissen mit Ihnen teilen. Daher bieten wir Ihnen auch in diesem Jahr auf unserer zweitägigen Fachkonferenz interessante Einblicke in brandaktuelle Rechnungslegungsthemen.

Hören Sie am ersten Tag Vorträge unserer Experten aus diesem Blog zu aktuellen und zukünftigen Entwicklungen in der nationalen und IFRS-Rechnungslegung sowie Ausführungen hochrangiger Unternehmensvertreter und Vertreter aus dem IASB und der DPR zu Herausforderungen bei der Umstellung auf neue Rechnungslegungsstandards und kommen Sie auf der anschließenden Abendveranstaltung ins Gespräch.
Am zweiten Veranstaltungstag können Sie sich individuell in drei Foren zu unterschiedlichen Fragestellungen, z. B. im Zusammenhang mit IFRS 9, IFRS 15 oder auch dem BilRUG einwählen.

Reverse Factoring – Entwurf zur Ergänzung des IDW RS HFA 9

Das Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) hat am 7. Mai 2015 einen Entwurf zur Ergänzung des IDW Rechnungslegungsstandards HFA 9 (IDW RS HFA 9) veröffentlicht, der diesen um Erläuterungen hinsichtlich der Bilanzierung von Reverse-Factoring-Transaktionen ergänzt. Bei Reverse-Factoring handelt es sich um eine Finanzierungsform über Forderungsverkäufe, die im Unterschied zum „typischen“ Factoring nicht vom Gläubiger (Lieferant), sondern vom Forderungsschuldner (Kunde) oder der finanzierenden Bank initiiert wird. Im Rahmen von Reverse-Factoring-Vereinbarungen werden in der Regel die Vertragsbedingungen der ursprünglichen Forderung geändert, z.B. Verlängerung des Zahlungsziels, Vereinbarung zusätzlicher Zinszahlungen, oftmals auch verbunden mit der Erklärung eines Einredeverzichts durch den Kunden.

Entscheidung der Schweizer Nationalbank zur Entkoppelung des Schweizer Frankens vom Euro kann Lageberichtspflichten auslösen

Am 15. Januar 2015 hat die Schweizer Nationalbank die Entscheidung getroffen, die Koppelung des Schweizer Frankens an den Euro aufzugeben. Bei dieser Entscheidung handelt es sich um ein wertbegründendes Ereignis, das nach dem Stichtagsprinzip keine Auswirkungen auf Bilanz, GuV und Anhang eines handelsrechtlichen Abschlusses zum 31. Dezember 2014 haben darf.

Ungeachtet dessen können sich jedoch Berichtspflichten im (Konzern-)Lagebericht ergeben, denn im sogenannten Nachtragsbericht als Bestandteil des (Konzern-)Lageberichts soll auf Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, eingegangen werden. Die Entkoppelung des Schweizer Frankens vom Euro kann darüber hinaus bei der (Konzern-)Lageberichterstattung über die künftige Entwicklung des bilanzierenden Unternehmens zu berücksichtigen sein. Dies betrifft insb. die Prognoseberichterstattung, sofern sich die Wechselkurs-Entkoppelung auf die zu prognostizierenden Leistungsindikatoren auswirkt, sowie die Risikoberichterstattung, sofern die Wechselkurs-Entkoppelung zu einem wesentlichen Einzelrisiko führt oder ein solches erhöht.

14. Expertenforum

Fachliche Expertise in Fragen der Rechnungslegung ist eine der Kernkompetenzen von PwC – und wir möchten dieses Wissen mit Ihnen teilen. Auf unserer zweitägigen Fachkonferenz bieten wir Ihnen interessante Vorträge und Einblicke aus der Praxis zu brandaktuellen Rechnungslegungsthemen. Darüber hinaus haben Sie die Möglichkeit, Ihre individuellen Rechnungslegungsfragen mit unseren Fachleuten zu besprechen.

Zur Anmeldung

DPR gibt Prüfungsschwerpunkte 2014 bekannt

Die Deutsche Prüfstelle für Rechnungslegung e.V. (DPR) hat ihre neuen Prüfungsschwerpunkte für die in 2014 durchzuführenden Prüfungen bekanntgegeben. Als neue Themenschwerpunkte hat sich die DPR die Konsolidierung nach den neuen Standards IFRS 10 bis IFRS 12 sowie Unternehmenszusammenschlüsse gesetzt. Im Falle einer vorzeitigen Anwendung der neuen Konsolidierungsstandards werden die Abgrenzung des Konsolidierungskreises, die Beurteilung der gemeinsamen Vereinbarungen im Hinblick auf das Vorliegen einer gemeinschaftlichen Tätigkeit oder eines Gemeinschaftsunternehmens sowie die Angabepflichten gemäß IFRS 12 untersucht. Bei einer erstmaligen Anwendung der neuen Standards IFRS 10 bis IFRS 12 im Jahr 2014 konzentriert sich die DPR vor allem auf die Anhangangaben zu den erwarteten Auswirkungen gemäß IAS 8.30. Der Fokus im Bereich Unternehmenszusammenschlüsse liegt bei der Fair-Value-Bewertung gemäß den Regelungen des IFRS 13 sowie bei den Angabepflichten zur Entstehung eines Goodwills bzw. negativen Unterschiedbetrags und zu den finanziellen Auswirkungen eines Unternehmenszusammenschlusses (IFRS 3.59f, IFRS 3 Anhang B64 (e), (n), (q)). Weitere Prüfungsschwerpunkte sind der Goodwill-Impairmenttest, die Bilanzierung von leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen sowie die Konzernlageberichterstattung gemäß DRS 20. Die genauen inhaltlichen Einzelheiten je Prüfungsschwerpunkt können der aktuellen Pressemitteilung der DPR unter folgendem Link entnommen werden. 

Gesetz zur Änderung des Handelsgesetzbuches in Kraft getreten

Am 9. Oktober 2013 wurde das Gesetz zur Änderung des Handelsgesetzbuches im Bundesgesetzblatt bekannt gemacht (BGBl. I S. 3746) und ist am 10. Oktober 2013 in Kraft getreten.

Abgesehen von der Beseitigung eines Redaktionsversehens in § 264 Abs. 2 HGB dient es im Wesentlichen der Reform des Ordnungsgeldverfahrens. Materielle Änderungen zum vom Kabinett am 17. April 2013 beschlossenen Entwurf eines Gesetzes zur Reform des Ordnungsgeldverfahrens gibt es nicht. Ein Überblick über die drei wesentlichen Bausteine der Reform bietet deshalb unser Blog-Beitrag vom 24. April 2013.

13. Expertenforum

Fachliche Expertise in Fragen der Rechnungslegung ist eine der Kernkompetenzen von PwC – und wir möchten dieses Wissen mit Ihnen teilen. Auf unserer zweitägigen Fachkonferenz bieten wir Ihnen interessante Vorträge und Einblicke aus der Praxis zu brandaktuellen Rechnungslegungsthemen. Darüber hinaus haben Sie die Möglichkeit, Ihre individuellen Rechnungslegungsfragen mit unseren Fachleuten zu besprechen.

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