Entwurf mit Änderungen an IFRS 8 und IAS 34 veröffentlicht

Der IASB hat gestern einen Entwurf mit Änderungen an IFRS 8 „Geschäftssegmente“ und IAS 34 „Zwischenberichterstattung“ (ED/2017/2) veröffentlicht.

Die vorgeschlagenen Änderungen an IFRS 8 adressieren Kritikpunkte, die im Rahmen des Post-Implementation-Reviews des IFRS 8 geäußert wurden. Themenbereiche sind

  • Klarstellungen zur Identifikation des Hauptentscheidungsträgers sowie diesbezügliche Angabepflichten
  • Klarstellungen zur Aggregation von Geschäftssegmenten zu Berichtssegmenten
  • Anhangangaben bei abweichenden Segmentierungen zwischen Abschluss und weiteren Teilen der Unternehmensfinanzberichterstattung
  • Möglichkeit der Offenlegung von nicht an den Hauptentscheidungsträger berichteten Informationen
  • Angabepflichten zu Abstimmungsposten (reconciling items) im Rahmen der notwendigen Überleitungsrechnungen

In Bezug auf IAS 34 wird vorgeschlagen, festzuschreiben, dass der erste Zwischenbericht nach einer Änderung der Berichtssegmente angepasste Vergleichszahlen i.S.d. IAS 34.16A(g) für sämtliche vorangegangenen Zwischenberichte des Geschäftsjahres sowie alle Zwischenberichte der Vergleichsperioden enthalten muss, es sei denn, die entsprechenden Informationen sind nicht vorhanden und ihre Bereitstellung wäre nur zu unverhältnismäßig hohen Kosten möglich.

Dies hätte z. B. bei einer quartalsweisen Zwischenberichterstattung, bei der die Zusammensetzung der Berichtssegmente zum 1. Mai 2017 geändert wird, zur Folge, dass im ersten darauf folgenden Zwischenbericht (hier 30. Juni 2017) angepasste Vergleichszahlen grundsätzlich für alle vier Quartale 2016 sowie für das 1. Quartal 2017 zu geben wären.

Die Kommentierungsfrist endet am 31. Juli 2017.