IASB veröffentlicht ED zur Anpassung von IFRS 9 hinsichtlich negativer Vorfälligkeitsentschädigungen

Nach der Ankündigung im Januar [siehe Blog-Beitrag vom 24. Januar 2017] hat sich das IASB entschlossen, IFRS 9 bzgl. der Klassifizierung von Finanzinstrumenten mit vertraglich vereinbarten Vorfälligkeitsentschädigungen anzupassen. Nach der bisherigen Regelung des IFRS 9 konnten Finanzinstrumente mit einer negativen Vorfälligkeitsentschädigung nur dann zu fortgeführten Anschaffungskosten (oder FVOCI) bilanziert werden, wenn derjenige, der von seinem Kündigungsrecht Gebrauch macht, eine angemessene Entschädigung entrichten muss.

Mit dem am 21. April 2017 veröffentlichten Änderungsentwurf des IASB (ED/2017/3) stimmte das IASB den Schlussfolgerungen des Interpretations Committee betreffend negativer Vorfälligkeitsentschädigungen („Prepayment Features with Negative Compensation“) zu. Dies bedeutet, dass auch im Falle einer Kündigung und einer dadurch verursachten Zahlung einer Vorfälligkeitsentschädigung vom Gläubiger an den Schuldner eine Bilanzierung zu fortgeführten Anschaffungskosten (oder FVOCI) möglich ist. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass der beizulegende Zeitwert des Kündigungsrechts beim erstmaligen Ansatz des finanziellen Vermögenswerts unwesentlich ist.

Die Änderung soll zeitgleich mit dem Inkrafttreten des IFRS 9 am 1. Januar 2018 verpflichtend anzuwenden sein. Die Kommentierungsfrist des Exposure Drafts endet am 24. Mai 2017.

Weitere Informationen finden Sie hier auf der Seite des IASB.

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