Kategorie: Leasing

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Vergleich von IFRS 16 und IAS 17 bezüglich Schätzungsänderungen und Vertragsanpassungen

Vertragsanpassungen, Schätzungs- und Sachverhaltsänderungen treten im Rahmen von Leasingverhältnissen häufig und auf vielfältige Weise auf. Aufgrund der Regelungslücke bei den derzeitigen Vorschriften nach IAS 17 hat sich in der Praxis und der Fachliteratur ein sehr uneinheitliches Bild der Bilanzierung herausgebildet. Mit den Regelungen des IFRS 16 werden erstmals klare Vorgaben für die bilanzielle Abbildung eingeführt. Die Umsetzung dieser komplexen Regelung erfordert jedoch eine kontinuierliche Überwachung der Verträge über die Vertragslaufzeit und stellt hohe Anforderungen an Prozesse und Bilanzierungssysteme der Unternehmen.

Der Artikel Schätzungsänderungen und Vertragsanpassungen nach IFRS 16 im Vergleich zu IAS 17 von Judith Gehrer, Joachim Krakuhn, Sven Meyer und Arne Erik Schillmann ist in der Februarausgabe der Zeitschrift KoR IFRS Kapitalmarktorientierte Rechnungslegung erschienen.

Aus urheberrechtlichen Gründen können wir Ihnen nicht den vollständigen Artikel zur Verfügung stellen.

Unseren PwCPlus-Kunden steht der Artikel zur Verfügung. Mehr über unsere Rechercheapplikation PwCPlus erfahren Sie hier: www.pwcplus.de.

IASB mahnt zur Eile bei der Umsetzung von IFRS 16

Das IASB hat sich bei IFRS 16 u.a. deshalb für den Erstanwendungszeitpunkt 01.01.2019 entschieden, dass den Unternehmen drei Jahre Implementierungszeit zur Verfügung stehen. Das IASB mahnt in einem Kurzartikel zur Eile, falls Unternehmen noch nicht mit der Umsetzung begonnen haben und verweist z.B. auf die zeitaufwendige Identifizierung von Verträgen und deren Erfassung in Accounting Systemen. In dem Kurzartikel stellt das IASB eine Zusammenfassung einiger der wesentlichen Herausforderungen bei der Umsetzung des IFRS 16 dar.

Angesprochene Themengebiete sind:

  • Entscheidung über Vereinfachungen bei der Erstanwendung und deren Auswirkungen
  • Zeitaufwand für die Identifizierung und Erfassung von Verträgen
  • Ermessensspielräume bei der Beurteilung von Verträgen
  • Herausforderungen bei der Bestimmung des Diskontierungszinssatzes
  • Vollständigkeit aktueller Notesangaben

Der IASB Artikel kann unter folgendem Link abgerufen werden: http://www.ifrs.org/Current-Projects/IASB-Projects/leases-implementation/Documents/IFRS16-Leases-Article-Jan2017.pdf

Wenn Sie mehr Details zu den angesprochenen Herausforderungen benötigen, sprechen Sie uns gerne an.

IFRS 16: Benchmark zum Status der Umsetzung

PwC führt gegenwärtig eine internationale Kurzumfrage zum Thema IFRS 16 Leasing durch. Es handelt sich dabei um 10 kurze Fragen zum Stand der Umsetzung (max. 5 min Zeitaufwand).

Wenn Sie an der Umfrage teilnehmen, erhalten Sie nach Abschluss der Umfrage ein Benchmarking zugesendet und können dadurch ein Bild gewinnen, wie Ihr Unternehmen im Vergleich zu den anderen Teilnehmern steht.

Sie können an der Umfrage bis zum 10. Dezember 2016 teilnehmen. Zur Umfrage gelangen Sie hier.

IFRS 16 – Auswirkungen von Kündigungs- oder Verlängerungsoptionen beim Leasingnehmer

Der neue Leasingstandard (IFRS 16) – Welche Auswirkung hat die erwartete Laufzeit von Mietverträgen mit Kündigungs- oder Verlängerungsoptionen auf die Höhe des Nutzungsrechts beim Leasingnehmer?

Das Vorliegen eines Leasingverhältnisses ist unabhängig von der Bezeichnung für sämtliche Verträge zu prüfen, die ein Nutzungsrecht an einem identifizierten Vermögenswert für eine bestimmte Zeitdauer einräumen. Damit sind, wie bereits nach IAS 17, Leasingverträge, Mietverträge, Pachtverträge und Erbbaurechtverträge im Anwendungsbereich des neuen IFRS 16. Auch können in Serviceverträgen Leasingverhältnisse enthalten sein. Das Nutzungsrecht aus einem Leasingverhältnis ist beim Leasingnehmer zu aktivieren und entspricht im Wesentlichen dem Barwert der Leasingzahlungen. Der Barwert wird wiederum insbesondere durch die erwartete Laufzeit des Leasingverhältnisses determiniert. Gerade bei Mietverträgen, die unter IAS 17 oftmals als Operating Leasing abgebildet wurden, kommt der Ermittlung der erwarteten Laufzeit des Vertrags unter IFRS 16 eine größere Bedeutung zu.

Die Laufzeit des Leasingverhältnisses entspricht der unkündbaren Grundmietzeit unter Berücksichtigung von Kündigungs-, Verlängerungs- und Kaufoptionen, soweit es hinreichend sicher ist, dass diese ausgeübt werden. Hierbei hat der Leasingnehmer sämtliche Tatsachen und Umstände zu berücksichtigen, die ihm einen wirtschaftlichen Anreiz bieten, die Optionen auszuüben. Dazu gehören:

  • Der Vergleich der vertraglichen Konditionen für die optionale Periode (z.B. die Verlängerungsperiode) zu den dann gültigen Marktkonditionen.
  • Wesentliche werterhaltende bzw. verbessernde Maßnahmen des Leasingnehmers, die einen wesentlichen Anreiz bieten, eine Verlängerungsoption oder Kaufoption auszuüben oder eine Kündigungsoption nicht auszuüben.
  • Die Kosten der Kündigung z.B. Strafzahlungen, Umzugskosten, Vertragskosten, Kosten der Identifizierung eines Ersatz-Vermögenswerts bzw. Kosten für dessen Integration in den Produktionsablauf beim Leasingnehmer.
  • Die Relevanz des Vermögenswerts für den Leasingnehmer
  • Das Verhalten des Leasingnehmers bei vergangenen vergleichbaren Vermögenswerten und die wirtschaftlichen Gründe für dieses Verhalten.

Die erwartete Mietdauer ist nach der neuen Leasingbilanzierung für den Ansatz des Nutzungsrechts von entscheidender Bedeutung, da diese wesentlich die Höhe des Nutzungsrechts und der Leasingverpflichtung bestimmt. Auch bei einer sehr kurzen Mindestmietdauer ist nach deren Ablauf nicht automatisch von einer Kündigung auszugehen. Hierbei kann es einen Unterschied machen, ob es sich um die Anmietung der Firmenzentrale oder eines standardisierten leicht austauschbaren Lagerhauses handelt. Dies ist jedoch im Einzelfall unter den oben genannten Kriterien wirtschaftlich zu beurteilen. Hier eröffnet sich ein nicht unerheblicher Ermessensspielraum. Auf jeden Fall ist eine ausführliche Auseinandersetzung mit den vertraglichen Vereinbarungen und den wirtschaftlichen Handlungsoptionen notwendig. Dies ist im Zeitablauf unter Umständen neu zu beurteilen. Die Dokumentation der Annahmen ist unerlässlich.

IFRS 16 – Webinar zur neuen Leasingbilanzierung

Nutzen Sie die Chance und lassen sich über die wesentlichen Neuerungen der neuen Leasingbilanzierung informieren. Erfahren Sie, was sich für Leasingnehmer und Leasinggeber ändert und welche Herausforderungen der neue Standard beinhaltet.

Lassen Sie sich von unseren Experten in einem einstündigen Webinar die Kernpunkte des IFRS 16 erklären. Bereits mehrere hundert PwC-Mandanten sind angemeldet.

Registrieren Sie sich unter folgendem Link und nehmen am 24.Februar um 10 Uhr an der Online-Veranstaltung teil.
www.pwc-event.com/leasing

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

Der neue Leasingstandard ist veröffentlicht

Das IASB hat heute den neuen Leasingstandard IFRS 16 veröffentlicht.

Die Erstanwendung ist für den 01.01.2019 vorgesehen. Eine vorzeitige Anwendung kann zusammen mit IFRS 15 zum 01.01.2018 erfolgen.

Für Leasingnehmer wird damit die grundsätzliche On-Balance-Bilanzierung von Leasingverhältnissen verpflichtend. Für die Bestimmung der Betroffenheit durch den neuen Standard sollten Leasingnehmer eine Bestandsaufnahme ihrer Leasingverhältnisse durchführen. Für Leasinggeber verbleibt es grundsätzlich bei der bestehenden Finance und Operating Lease Bilanzierung. Änderungen ergeben sich jedoch in den Details (z.B. bei der Bestimmung der Mindestleasingzahlungen, in Bezug auf Modifikationen und bei der Trennung von Leasing- und Nicht-Leasingkomponenten).

 

Erfahren Sie alles Wichtige in einem Online-Webinar. Wir stellen Ihnen die wichtigsten Neuerungen und Herausforderungen des Standards vor. Schicken Sie uns Ihren Namen und Ihre Email-Adresse und wir laden Sie herzlich zum Webinar am 26. Januar oder 24. Februar 2016 ein.

Sprechen Sie uns an!

Judith Gehrer – Partner FS CMAAS und zuständig für IFRS 16: judith.gehrer@de.pwc.com

Sven Meyer – Senior Manager FS CMAAS und zuständig für IFRS 16: sven.meyer@de.pwc.com

Michael Henneberger – Partner und Leiter FS Leasing: michael.henneberger@de.pwc.com

 

ED Leasing – Update aus der Deliberation Phase

IASB und FASB haben am 18. und 19. März 2014 erneut über die Leasingbilanzierung diskutiert. Beide Standardsetter verfolgen für die Bilanzierung beim Leasingnehmer weiterhin die Aktivierung eines Vermögenswerts (Right of Use Asset) für das Nutzungsrecht an dem Leasinggegenstand und die Passivierung einer Verbindlichkeit für die Verpflichtung aus dem Leasingverhältnis. Für die Abbildung in der Gewinn- und Verlustrechnung gehen das IASB und FASB jedoch getrennte Wege.

Das FASB verfolgt weiterhin den dualen Ansatz des Exposure Drafts (ED), nach dem für die Bilanzierung zwischen Typ A und Typ B unterschieden wird. Bei der Typ-A-Bilanzierung werden die Aufwendungen aus der planmäßigen Abschreibung des Vermögenswerts und der Zinsaufwand für die Leasingverbindlichkeit getrennt ausgewiesen, wodurch dem Charakter des Leasingvertrages als Ratenkauf Rechnung getragen wird. Bei der Typ-B-Bilanzierung ist ein einheitliches Leasingergebnis vorgesehen; dies unterstreicht den Charakter des Leasingvertrags als Nutzungsvereinbarung. Die Abgrenzung richtet sich im Prinzip nach den bisherigen Regelungen. Der überwiegende Teil heutiger Finance Lease Verträge würde danach nach Typ A bilanziert und der überwiegende Teil heutiger Operating Lease Verträge nach Typ B.

Das IASB hat sich für eine einheitliche Bilanzierung aller Leasingverträge nach Typ A (mit Ausnahmen bestimmter Erleichterungen für kurzfristige Leasingverträge) entschieden.

Die Bilanzierung beim Leasinggeber soll nach Ansicht beider Standardsetter unverändert nach Typ A und B unterscheiden, wobei die Typ-A-Bilanzierung im Wesentlichen dem heutigen Finance Lease nach IAS 17 entsprechen soll. Der geplante Receivable and Residual Approach für die Bilanzierung nach Typ A wird wieder gestrichen. Die Typ-B-Bilanzierung im ED unterscheidet sich nicht wesentlich von der Bilanzierung eines Operating Lease nach IAS 17. Ein Typ-A-Leasingverhältnis liegt vor, wenn der Leasinggeber im Wesentlichen alle Chancen und Risiken aus dem Leasinggegenstand auf den Leasingnehmer übertragen hat (konzeptionell entspricht dies den Kriterien des IAS 17).

Für die Laufzeit eines Leasingvertrags sind Verlängerungs- oder Kündigungsoptionen nur noch dann zu berücksichtigen, wenn es nahezu sicher ist (virtually certain), dass sie ausgeübt werden. Die Hürde für eine Berücksichtigung wird damit im Vergleich zum bisherigen Kriterium „significant economic incentive“ des ED erhöht und entspricht damit eher der derzeitigen Definition von „virtually assured“ nach US GAAP.

Die beiden Boards haben die Vereinfachungsmöglichkeit bei kurzfristigen Leasingverträgen (bis zwölf Monate) bestätigt, die den Grundprinzipien der heutigen Operating Lease Bilanzierung entsprechen. Zudem sollen unwesentliche Leasingverträge sog. small ticket leases vereinfacht abgebildet werden können, indem diese auf Portfolioebene bilanziert werden. Dies soll in den nächsten Board Meetings weiter konkretisiert werden.

Im Vergleich zu den bisherigen Anforderungen des ED ist zu erwarten, dass die Entscheidungen der Boards zu einer Vereinfachung der zukünftigen Leasingbilanzierung sowohl für den Leasingnehmer (nur noch Typ-A-Bilanzierung nach IFRS) und Leasinggeber (konzeptionell ähnlich zu Operating und Finance Lease Bilanzierung nach IAS 17) führen. Das Ausmaß wird von der endgültigen Formulierung des Standards abhängig sein. Bei Leasingnehmern bleibt es beim Ansatz von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen. Dies wird erhebliche Auswirkung auf die Bilanzkennzahlen haben. Banken sollten überprüfen, welche Auswirkungen dies auf Kreditvergabekriterien und bestehende Covenant Vereinbarungen mit Kunden hat. Banken als Leasingnehmer sollten frühzeitig die Grundgesamtheit ihrer Leasingverträge erheben um die Betroffenheit von den neuen Regelungen einschätzen zu können.

Lesen Sie hierzu auch unseren Beitrag im Accounting Aktuell Blog

IASB/FASB Meeting im Juli: Neues zum Effective Date von IFRS 9, Impairment, Leasing, Hedge Accounting und Offsetting

Erstanwendungszeitpunkt IFRS 9

Das IASB hat beschlossen, die verpflichtende Erstanwendung für IFRS 9 auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2015 beginnen, zu verschieben.

Aufgrund der hierzu erforderlichen Änderung des bestehenden IFRS 9 wird entsprechend den Statuten des IASB ein Exposure Draft veröffentlicht. Der Exposure Draft soll Anfang August 2011 veröffentlicht werden und eine 60-tägige Kommentierungsfrist enthalten.

Aktueller Stand Impairment nach dem Board Meeting am 20. Juli 2011

Im Rahmen des Board Meeting haben IASB und FASB am 20. Juli die Phase II Impairment des IFRS 9-Projekts weiter diskutiert. In diesem Zusammenhang wurden die Fragen aus den Staff Papers 7a (Transfer zwischen Buckets) und 7b (Bucket 1: Measurement) adressiert. Zu den Inhalten der beiden Staff Papers vgl. den Blogeintrag vom 11. Juli 2011.

Transfer zwischen Buckets (Staff Paper 7a)

Es wurde entschieden, dass der Kreditrisiko-Management Approach und damit eine Zuordnung in die einzelnen Buckets in Anlehnung an das interne Risikomanagement der Institute weiter verfolgt werden soll. Der „Event-basierte Approach“ (Vorschlag 1) wurde dagegen als nicht operabel verworfen.

Die Boards einigten sich außerdem auf die Umsetzung des Vorschlags 2b) „Relatives Kreditrisiko-Modell“. Nach diesem Ansatz sind alle originären und gekauften finanziellen Vermögenswerte bei Zugang dem Bucket 1 zuzuordnen und im Falle einer Erhöhung des Kreditrisikos in die Buckets 2 und 3 zu transferieren. Bei der Diskussion wurde die Behandlung von Krediten, die aufgrund von vorherigen Verlusten mit einem Abschlag erworben wurden, ausgeklammert.

Die Entscheidung gegen den Vorschlag 2a) „Absolutes Kreditrisiko-Modell“ wurde insbesondere dadurch begründet, dass dieser Ansatz bei Instituten deren Geschäftsmodell auch risikobehaftetes Geschäft (z.B. gekaufte Subprime Darlehen) beinhaltet, sofort zu einem Day 1 Loss führen würde, da annahmegemäß Subprime Darlehen im „Absolute Approach“ direkt in Bucket 2 gemappt würden. Damit würde das Modell der Anforderung nicht mehr genügen, die Verschlechterung der Kreditqualität angemessen abzubilden.

Bucket 1: Measurement (Staff Paper 7b)

Die Boards stimmten dem Vorschlag des Staff Paper zu, die Berechnung der Risikovorsorge in Bucket 1 so einfach wie möglich zu gestalten, auch wenn dies zu „Bright Line“-Effekten führen könnte.

Zeitplan des IASB aktualisiert

Das IASB hat seinen Zeitplan aktualisiert. Die Regelungen zum impairment werden danach vom IASB erneut überarbeitet und bis Ende des Jahres als neuer Entwurf (re-exposure oder review draft) veröffentlicht. Ein Zeitpunkt für die Verabschiedung des endgültigen Standards wird aber nicht mehr genannt.
Die Standards zu Leasing und zu Versicherungsverträgen werden voraussichtlich im ersten Halbjahr 2012 endgültig verabschiedet. Bis Ende des Jahres ist ebenfalls geplant, den Entwurf zum Macro Hedge Accounting und den endgültigen Standard zum Offsetting (Verrechnung von finanziellen Vermögenswerten und Verpflichtungen) zu veröffentlichen.

IASB/FASB Meeting im Juni: Neues zu Leasing, Offsetting und Revenue Recognition

Leasing

Im Juni haben sich das IASB und das FASB besonders mit der Leasinggeberbilanzierung, Subleases und kurzfristigen Leasingverhältnissen befasst.

Leasinggeber

Das IASB und FASB haben sich im Juni mit einem möglichen Single-Approach für den Leasinggeber beschäftigt. Diskutiert wurde die Erfassung einer Leasingforderung und eines Vermögenswerts in Höhe des Restbuchwerts des Objektes, in der Bilanz des Leasinggebers zum Zeitpunkt des Vertragsbeginns.

Subleases

Für Headlease und Sublease Verträge wurde die mögliche Behandlung unter dem Right-of-use Modell näher erörtert. Die Boards konnten sich auf folgende Punkte vorläufig verständigen:

  • Head- und Sublease Verträge sollen als eigenständige Verträge angesehen und behandelt werden.
  • Der zwischenliegende Leasinggeber hat die allgemeinen Bilanzierungsvorschriften des neuen Standards, sowie die für Leasinggeber (Sublease), als auch die für Leasingnehmer einschlägigen Regelungen (Headlease) anzuwenden.
  • Wenn sich die Boards bei der Leasinggeberbilanzierung nicht für einen Single-Approach, sondern z.B. für den Hybrid-Approach entscheiden, dann sollen Leasinggeber in Subleases den anzuwendenden Ansatz (Derecognition oder Purchase Obligation) nach dem Right-of-Use Asset aus dem Headlease ableiten.

 Kurzfristige Leasingverhältnisse

Die aus dem Exposure Draft bekannten Vereinfachungsregelungen, für Leasingverhältnisse mit einer maximalen Laufzeit von 12 Monaten, wurden nochmals bestätigt. Zusätzlich könnte ein Wahlrecht gewährt werden, welches auch den Ansatz kurzfristiger Leasingverträge, nach den allgemeinen Vorschriften des neuen Standards, beim Leasingnehmer ermöglicht. Durch erweiterte Anhangangaben soll dem Bilanzleser vermittelt werden, ob die aktuellen Leasingaufwendungen für kurzfristige Leasingverträge, in der Gewinn- und Verlustrechnung, auch repräsentativ für zukünftige Perioden sind.

Offsetting

Das IASB und das FASB haben drei Alternative zur Saldierung finanzieller Vermögenswerte und finanzieller Verbindlichkeiten besprochen. Das IASB hat – wie im Standardentwurf vorgesehen – folgende Saldierungskriterien vorläufig festgelegt. Danach besteht die Pflicht zur Saldierung eines finanziellen Vermögenswerts und einer finanziellen Verbindlichkeit, wenn

  • ein unbedingter und rechtlich durchsetzbarer Anspruch auf Saldierung jederzeit und auch bei Zahlungunfähigkeit, Insolvenz oder Konkurs vorliegt und
  • das Unternehmen beabsichtigt, entweder den Ausgleich auf Nettobasis herbeizuführen oder gleichzeitig mit der Verwertung des betreffenden Vermögenswerts die zugehörige Verbindlichkeit abzulösen.

Das FASB hat sich aber – entgegen dem Standardentwurf – vorläufig für eine Ausnahme für Derivate mit Sicherheitsleistungen unter Master Netting Agreements ähnlich, wie es zur Zeit nach US GAAP gehandhabt wird, ausgesprochen. Das IASB und FASB werden hierzu detaillierte Notesangaben besprechen, um eine Einigung zu ermöglichen.

Revenue Recognition

Die Besprechungen über das Feedback zum Standardentwurf sind abgeschlossen. Der neue Standard soll retrospektiv angewendet werden, aber es werden Übergangsregelungen mit Vereinfachungsmöglichkeiten enthalten sein. Der überarbeitete Standardentwurf soll im dritten Quartal 2011 veröffentlicht werden.