Accounting FS Blog

EBA veröffentlicht angepasste IFRS 9 FinRep Tabellen

Nach der Übernahme von IFRS 9 in EU-Recht (siehe Blogbeitrag vom 30.11.2016) hat die EBA am 30. November 2016 die finalen IFRS 9 FinRep Tabellen veröffentlicht. Im Vergleich zu den Entwürfen aus dem Konsultationspapier vom Dezember 2015 wurden einige Anpassungen vorgenommen. Diese beziehen sich u.a. auf

  • den Bruttobuchwert,
  • kumulierte Fair value-Änderungen und
  • Angaben zu ökonomischen Hedge-Beziehungen.

Außerdem wurde die Struktur des Impairmentspiegels (Tabelle F 12.1) angepasst.
Die IFRS 9 FinRep Tabellen sind erstmalig zum Meldestichtag 31. März 2018 zu befüllen.

Auch die nGAAP FinRep Tabellen wurden im Rahmen der IFRS-9-Anpassungen überarbeitet, so dass von den Änderungen alle FinRep-Anwender betroffen sind.

Weitere Informationen finden Sie unter folgendem Link http://www.eba.europa.eu/-/eba-amends-supervisory-reporting-standards-due-to-the-new-ifrs-9.

Entscheidung der EU Kommission: Übernahme von IFRS 9 in EU-Recht

Die EU-Kommission hat entschieden, IFRS 9 Finanzinstrumente in das EU-Recht zu übernehmen. Diese Entscheidung wurde auf der Internetseite der EU-Kommission veröffentlicht (http://ec.europa.eu/finance/company-reporting/index_de.htm). Die Veröffentlichung der Verordnung (EG) Nr. 2016/2067 im EU-Amtsblatt erfolgte am 29. November 2016.

Der neue Standard tritt gemäß der Mitteilung der EU-Kommission am 1. Januar 2018 in Kraft und ersetzt den derzeit geltenden IAS 39 Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung. Eine freiwillige vorzeitige Anwendung ist zulässig. Was das Problem des unterschiedlichen Geltungsbeginns von IFRS 9 und IFRS 17 (dem künftigen Standard für Versicherungsverträge) betrifft, so befürwortet die Kommission die optionale befristete Verschiebung des Geltungsbeginns von IFRS 9 für die Versicherungsbranche.

EBA startet zweite Auswirkungsanalyse für Banken zu IFRS 9

Am 24. November 2016 hat die European Banking Authority (EBA) die zweite Befragung von Banken zu IFRS 9 gestartet. Die erneute Befragung basiert auf den am 10. November 2016 veröffentlichten Ergebnissen der ersten Auswirkungsanalyse und zielt insbesondere auf Umsetzungsherausforderungen und Wechselwirkungen zwischen IFRS 9 und aufsichtsrechtlichen Anforderungen ab.

Aufgrund des fortgeschrittenen Implementierungsprozesses erwartet die EBA aus der zweiten Befragung detailliertere und konkretere Erkenntnisse. Von der zweiten Befragung sind überwiegend die gleichen 50 europäischen Institute betroffen, wie bei der ersten Befragung.

Weitere Informationen finden Sie hier.

IFRS 16: Benchmark zum Status der Umsetzung

PwC führt gegenwärtig eine internationale Kurzumfrage zum Thema IFRS 16 Leasing durch. Es handelt sich dabei um 10 kurze Fragen zum Stand der Umsetzung (max. 5 min Zeitaufwand).

Wenn Sie an der Umfrage teilnehmen, erhalten Sie nach Abschluss der Umfrage ein Benchmarking zugesendet und können dadurch ein Bild gewinnen, wie Ihr Unternehmen im Vergleich zu den anderen Teilnehmern steht.

Sie können an der Umfrage bis zum 10. Dezember 2016 teilnehmen. Zur Umfrage gelangen Sie hier.

EBA und ESMA äußern sich zu IFRS 9

Die EBA hat am 10. November 2016 erste quantitative und qualitative Erkenntnisse hinsichtlich des Umsetzungsstandes der IFRS 9 Implementierung basierend auf einer im Dezember 2015 gestarteten Befragung von Finanzinstituten veröffentlicht. Sie sieht die Finanzinstitute zum Zeitpunkt der Befragung noch am Anfang der IFRS 9 Implementierung. Die durchgeführte Erhebung zeigt, dass Banken die wesentlichen Auswirkungen der IFRS 9 Implementierung im Bereich Impairment erwarten und mit einer Erhöhung der Risikovorsorge von durchschnittlich 18% im Vergleich zu IAS 39 rechnen. Außerdem erwarten Banken ein Absinken der CET1-Quote um durchschnittlich 59 Basispunkte aufgrund von IFRS 9.

Die EBA verfolgt auch weiterhin das Ziel, einen engen Austausch mit Banken und Wirtschaftsprüfern aufrecht zu erhalten, um die IFRS 9 Einführung zu beaufsichtigen. Gleichzeitig kündigt die EBA eine erneute Befragung hinsichtlich des IFRS 9 Umsetzungsstandes an.

Weitere Informationen sowie den vollständigen Bericht der EBA finden Sie hier.

Parallel zu den Veröffentlichungen der EBA hat die ESMA eine Stellungnahme zu den Herausforderungen bei der IFRS 9 Einführung veröffentlicht. Sie betont darin die Bedeutung einer konsistenten und von hoher Qualität geprägten IFRS 9 Umsetzung sowie die Notwendigkeit der Transparenz der Auswirkungen von IFRS 9 für den Bilanzleser.

 

Aufsichtsrechtliche Behandlung der Risikovorsorge nach IFRS 9

Der Basler Ausschuss für Bankenaufsicht hat gestern ein Konsultationspapier veröffentlicht, in dem die aufsichtsrechtliche Behandlung der Risikovorsorge nach IFRS 9 diskutiert wird. Das Papier enthält den Vorschlag, die aufsichtsrechtlichen Bestimmungen sowohl für den Standardansatz (Unterscheidung zwischen spezifischen und allgemeinen Kreditrisikoanpassungen) als auch für den IRB-Ansatz vorläufig beizubehalten. Darüber hinaus bittet der Ausschuss um Kommentierungen, ob aufsichtsrechtliche Übergangsbestimmungen für die Erstanwendung von IFRS 9 vorgesehen werden sollten, um Banken Zeit für die Anpassung an die geänderten Expected Loss Modelle zu gewähren.

Zusätzlich zu diesem Konsultationspapier hat der Basler Ausschuss für Bankenaufsicht ein Diskussionspapier zur langfristigen Lösung der aufsichtsrechtlichen Behandlung der Risikovorsorge nach IFRS 9 veröffentlicht.

Sie finden die Dokumente unter http://www.bis.org/bcbs/publ/d386.pdf, resp. http://www.bis.org/bcbs/publ/d385.pdf. Die Kommentierungsfrist für beide Dokumente endet am 13. Januar 2017.  

Sollten Sie Fragen zu den Dokumenten haben, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

 

Fortsetzung des IDW ERS HFA 48 zu Wertminderungen veröffentlicht

Der Hauptfachausschuss des IDW hat eine Fortsetzung des IDW ERS HFA 48 „Einzelfragen der Bilanzierung von Finanzinstrumenten nach IFRS 9“ verabschiedet. Diese befasst sich mit dem Wertminderungsmodell nach IFRS 9 und enthält u.a. Ausführungen zu den folgenden Themen:

  • Anwendungsbereich der Wertminderungsregelungen
  • Bestimmung einer signifikanten Erhöhung des Kreditausfallrisikos
  • Bemessung der erwarteten Kreditverluste
  • Verwendung von angemessenen und belastbaren Informationen.

Der Entwurf der IDW Verlautbarung kann auf der Internetseite www.idw.de abgerufen werden. Sollten Sie Fragen zum IDW ERS HFA 48 oder allgemein zum IFRS 9 haben, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

More flexibility in the application of IFRS 9 – IASB publishes an amendment to IFRS 4

On 12 September 2016, the International Accounting Standards Board (IASB) published an amendment to IFRS 4, ‘Insurance contracts’. This addresses the concerns of insurance companies about the different effective dates of IFRS 9, ‘Financial instruments’, and the forthcoming new insurance contracts standard. The amendment to IFRS 4 provides two different solutions for insurance companies: a temporary exemption from IFRS 9 for entities that meet specific requirements (applied at the reporting entity level); and the ‘overlay approach’. Both approaches are optional.

IFRS 4 (including the amendments that have now been issued) will be superseded by the forthcoming new insurance contracts standard. Accordingly, both the temporary exemption and the ‘overlay approach’ are expected to cease to be applicable when the new insurance standard becomes effective.

Temporary exemption from applying IFRS 9

For annual periods beginning before 1 January 2021, the amendment to IFRS 4 allows insurers to continue to apply IAS 39, ‘Financial Instruments: Recognition and measurement’, instead of adopting IFRS 9, if their activities are ‘predominantly connected with insurance’. The exemption can only be applied at the level of the reporting entity. To assess whether activities are ‘predominantly connected with insurance’, two tests have to be performed. Only if both tests are passed are an insurer’s activities considered to be predominantly connected with insurance.

First, an insurer assesses whether the carrying amount of its liabilities arising from contracts within IFRS 4’s scope is significant, compared to the total carrying amount of all of its liabilities.

Secondly, the insurer compares the total carrying amount of its liabilities connected with insurance with the total carrying amount of all of its liabilities. In addition to liabilities arising directly from contracts within IFRS 4’s scope, liabilities connected with insurance include

  • non-derivative investment contract liabilities measured at fair value through profit or loss applying IAS 39, and
  • liabilities that arise because the insurer issues, or fulfils obligations arising from, those insurance and non-derivative investment contracts.

The second test is passed if the resulting percentage is either: greater than 90%; or if it is less than or equal to 90% but greater than 80%, the insurer is not engaged in a significant activity unconnected with insurance.

The assessment is made, based on the carrying amounts as at the annual reporting date that immediately precedes 1 April 2016. Under certain circumstances, a reassessment is required or permitted.

Overlay approach

Under IFRS 9, certain financial assets have to be measured at fair value through profit or loss; whereas, under IFRS 4, the related liabilities from insurance contracts are often measured on a cost basis. This mismatch creates volatility in profit or loss. By using the ‘overlay approach’, the effect is eliminated for certain eligible financial assets. For these financial assets, an insurer is permitted to reclassify – from profit or loss to other comprehensive income – the difference between the amount that is reported in profit or loss under IFRS 9 and the amount that would have been reported in profit or loss under IAS 39.

Financial assets are eligible for designation for the ‘overlay approach’ if they are measured at fair value through profit or loss under IFRS 9, but not so measured under IAS 39. In addition, the asset cannot be held in respect of an activity that is unconnected with contracts within IFRS 4’s scope. If a designated financial asset no longer meets the eligibility criteria (for example, because it is transferred so that it is now held in respect of an entity’s banking activities or because the entity ceases to be an insurer), it shall be de-designated; in that case, any balance accumulated in other comprehensive income relating to this financial asset is reclassified to profit or loss.

The ‘overlay approach’ is applied retrospectively. Accordingly, the difference between the fair value of the designated financial assets and its carrying amount is recognised as an adjustment to the opening balance of accumulated other comprehensive income. Following the same logic, if the entity stops using the overlay approach, it adjusts the opening balance of retained earnings for the balance of accumulated other comprehensive income.

Impact

Both the temporary exemption and the ‘overlay approach’ allow entities to avoid temporary volatility in profit or loss that might result from adopting IFRS 9 before the forthcoming new insurance contracts standard. Furthermore, by using the temporary exemption, an entity does not have to implement two sets of major accounting changes within a short period, and it can take into account the effects of the new insurance standard when first applying the classification and measurement requirements of IFRS 9.

Groups that contain insurance subsidiaries should be aware that the temporary exemption only applies at the level of the reporting entity. So, unless the whole group is eligible for the temporary exemption, whilst an eligible insurance subsidiary can continue to apply IAS 39 in its individual financial statements, the subsidiary will have to prepare IFRS 9 information for consolidation purposes. Furthermore, it should be noted that, under both approaches, significant additional disclosures are required.

IFRS 9 temporary exemption

IFRS 9 temporary exemption: aligning the scope for fair value disclosures with that for credit risk disclosures

Highlights from the IASB Meeting on 18 July 2016

At the July 2016 meeting the IASB voted on a sweep issue relating to the amendments to IFRS 4 Insurance Contracts (IFRS 4), Applying IFRS 9 Financial Instruments (IFRS 9) with IFRS 4.

All Board members voted in favour of an amendment to the previously made tentative decision about the scope of fair value disclosures when an entity applies the temporary exemption from IFRS 9. Under the revised decision, an entity would disclose the fair value at the end of the reporting period and the change in the fair value during the reporting period for the following two groups of financial assets separately:

  • Financial assets that pass the ‘solely principal and interest’ (SPPI) test, excluding those held for trading or managed on a fair value basis; and
  • any financial assets that either (1) fail SPPI test or (2) are held for trading or managed on a fair value basis.

This change aligns the required groupings for fair value disclosures with those for the credit risk disclosures under the temporary exemption.

The previous tentative decision would have required separate fair value disclosures for assets held for trading or managed on a fair value basis that meet the SPPI test from those that failed the SPPI test. The IASB members agreed to the revised simplified disclosures, observing that there is no need to look at the characteristics of cash flows when assets are managed on a fair value basis and that they are more consistent with the disclosures required by IFRS 9. Entities applying IFRS 9 are not required to separately disclose the fair value just for financial assets that have cash flows that are not SPPI. This is because an entity applying IFRS 9 is not required to perform the SPPI assessment if it first determines that the assets are held in an ‘other’ business model.

The Board expects to issue final amendments to IFRS 4 in September 2016.

IDW ERS HFA 48 wurde veröffentlicht

Veröffentlichung des Entwurfs der IDW Stellungnahme zur Bilanzierung von Finanzinstrumenten nach IFRS 9 (IDW ERS HFA 48)

Am 18. Mai 2016 hat das IDW den Entwurf der Stellungnahme zur Rechnungslegung: Einzelfragen der Bilanzierung von Finanzinstrumenten nach IFRS 9 veröffentlicht.

Der vom Hauptfachausschuss des IDW veröffentlichte Entwurf mit Stand 13. Mai 2016 befasst sich mit den Themen Anwendungsbereich des IFRS 9, Abgang von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, Klassifizierung (Geschäftsmodellanalyse und Zahlungsstrombedingung) sowie Bewertung ohne Wertminderungen.

Die Kommentierungsfrist endet am 19. August 2016.

Informationen zur Veröffentlichung sowie eine Downloadmöglichkeit des Entwurfs finden Sie auf der IDW Homepage.