Auf ein Watt

Steuerliche Herausforderungen der Digitalisierung

Im Rahmen der Digitalisierung werden netzwerkbasierten IT-Dienstleistungen angeboten, bei denen der Nutzer z.B. auf Software, Rechner- und Speicherkapazitäten zugreift, die physisch nicht beim Nutzer vor Ort vorgehalten werden oder installiert sind. Die Folge hieraus können transformierte Geschäftsmodelle sein. Daher ist es sinnvoll, bereits bei der Einführung steuerliche Themen zu beleuchten, um spätere negative Folgen, z. B. im Rahmen einer steuerlichen Betriebsprüfung zu vermeiden.

Verteilnetzstudie Niedersachsen 2.0 – ab dem Sommer verfügbar

Unter Führerschaft der VKU-Landesgruppe Niedersachsen/Bremen führt PwC derzeit gemeinsam mit der Hochschule Osnabrück zum zweiten Mal eine Befragung der Verbandsmitglieder durch.

Standen in der ersten Studie v.a. die Herausforderungen des Verteilnetzausbaus durch die Einspeisung regenerativen Stroms im Vordergrund, zielt die zweite Studie im Schwerpunkt auf die Versorgungssicherheit in der Region ab. Untersucht werden der Grad der Umsetzung der Kaskade, notwendige Anreize zur Sicherung des Netzausbaus sowie dessen Finanzierung. Die Befragung findet im April und Mai statt, mit den Ergebnissen der Studie rechnen wir im Juli 2015.

Ihr PwC-Ansprechpartner zu diesem Thema ist Elke Beermann.

 

Kein Scherz! Bundesregierung verabschiedet das zweite Gesetz zur Änderung des EEG 2014

Heute hat die Bundesregierung den Entwurf zum “Zweiten Gesetz zur Änderung des Erneuerbare-Energie-Gesetz 2014″ mit kleinen Änderungen verabschiedet.

Hauptgrund für die Änderung ist die Aufnahme von Branchen der oberflächenveredelnden und wärmebehandelnden Unternehmen, sowie der Hersteller von Schmiede-, Press-, Zieh-, und Stanzteilen. Diese Branchen stehen den bereits in den Listen der Beihilfeleitlinien aufgeführten Branchen gleich und können daher ebenfalls in die Besondere Ausgleichsregelung aufgenommen werden. Diese Möglichkeit wird durch dieses Gesetz genutzt. Die Liste 2 des EEG 2014 wird somit um die beiden Branchen erweitert, so dass künftig stromkostenintensive Unternehmen dieser Branchen begünstigt werden können. § 103 Abs. 7 RegE wurde diesbezüglich noch einmal redaktionell überarbeitet und steht in der aktuellen Fassung auf unserer Website unter diesem Link bereit. (aktualisiert am 16.04.2015)

Bundesbürger sind aufgeschlossen für neue Stromanbieter

Eine aktuelle PwC-Umfrage zeigt…

…54 Prozent der Bundesbürger denkt darüber nach, in den kommenden zwölf Monaten seinen Stromanbieter zu wechseln. Vor allem jüngere Menschen sind offen für einen neuen Stromversorger. So haben mehr als 70 Prozent der Bundesbürger im Alter von 18 bis 29 Jahren in den vergangenen drei Jahren den Anbieter gewechselt. Wer sich bereits in der Vergangenheit für einen neuen Versorger entschieden hat, ist dafür aufgeschlossener. Über alle Altersgruppen hinweg hat in diesem Zeitraum nur jeder zweite Deutsche gewechselt. Hauptmotiv für einen Anbieterwechsel (90 Prozent) ist der Preis. Ein Artikel im Tagesspiegel (http://www.tagesspiegel.de/11571870.html) bekräftigt dieses Ergebnis. Ökostrom ist lediglich für 17 Prozent der Befragten der ausschlaggebende Grund; bei jüngeren Menschen liegt der Anteil mit 28 Prozent höher. Wenn es um die Strompreise geht, sind die Deutschen gut informiert. Fünf von sechs Deutschen kennen die Kosten ihres Stromverbrauchs. Im Schnitt geben die Bundesbürger pro Haushalt monatlich 88 Euro für Strom aus. 40 Prozent der Deutschen sind mit den Strompreisen unzufrieden, 75 Prozent haben sich im vergangenen Jahr über Stromanbieter und ihre Preise informiert. Das Internet ist dabei für 57 Prozent die wichtigste Quelle für Informationen.

Bundesregierung schmiedet an Plänen für Härtereien

Die Bundesregierung hat am 18. März 2015 die Verbändeanhörung eines „Zweiten Gesetzes zur Änderung des Erneuerbare-Energie-Gesetzes 2014“ eingeleitet.

Hauptgrund für die geplante Änderung ist die Aufnahme von Unternehmen aus Branchen der:

  • Herstellung von Schmiede-, Press-, Zieh- und Stanzteilen (25.59)
  • Oberflächenveredelung und Wärmebehandlung (25.61)

Diese Branchen stehen nach Auffassung der Bundesregierung den bereits in den Listen der Beihilfeleitlinien aufgeführten Branchen gleich und sollen daher ebenfalls in die Besondere Ausgleichsregelung aufgenommen werden.

Dies soll erreicht werden durch eine entsprechende Ergänzung der Liste 2 des EEG 2014.

Verfahren des Landes Berlin zur Vergabe der Gaskonzession an Berlin Energie vorerst gestoppt

Landgericht Berlin untersagt dem Land Berlin mit Urteil vom 09.12.2014 (Az.: 16 O 224/14 Kart) den Abschluss eines Gaskonzessionsvertrags auf der Grundlage des bisher durchgeführten Verfahrens.

In dem jetzt erst veröffentlichten Urteil begründet das Landgericht die Untersagung u.a. mit Verstößen gegen das Diskriminierungsverbot, das Transparenzgebot sowie weitere inhaltliche Fehler in der Aufstellung und Auswertung der Auswahlkriterien. Einen Schwerpunkt der Entscheidungsbegründung stellt allerdings die Argumentation des Gerichts dar, dass bereits die Zulassung der Berlin Energie zum Verfahren eine kartellrechtswidrige Behinderung der Mitbewerber dargestellt hätte.

Das neue Mess- und Eichgesetz – Auswirkungen auf Netz und Vertrieb

Nach über zehnjähriger Diskussion hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie die Neugestaltung des gesetzlichen Messwesens zum Abschluss gebracht. Das Inkrafttreten des neuen Mess- und Eichgesetzes (MessEG) zum 01.01.2015 hat grundlegende Veränderungen im Bereich des Messwesens herbeigeführt und besitzt hohe Praxisrelevanz für die Netzbetreiber und Energievertriebe. Das Gesetz sieht zwei neue Begrifflichkeiten vor, die es zu beachten gibt, um die maßgeblichen Marktrollen sauber voneinander trennen zu können – den Messwerteverwender (i.d.R. die Energievertriebe) und den Messgeräteverwender (Messstellenbetreiber/Netzbetreiber).

Steigende Bedeutung geeichter Zähler

Das neue Mess- und Eich-Gesetz (MessEG) fordert eine Verwendung geeichter Messgeräte im geschäftlichen oder amtlichen Verkehr sowie seit 01.01.2015 eine Anzeige neu installierter Messgeräte. Neben Bußgeldstrafen ergeben sich bei Zuwiderhandlung aber noch deutlich weitreichendere Folgen – der Nicht-Erhalt von Abgabeprivilegien im Energiebereich und in diesem Zusammenhang ggf. die Einleitung eines Ordnungswidrigkeitsverfahrens aufgrund einer Verletzung der Eichpflicht.

Betroffen sind alle Unternehmen, welche das Abgabeprivileg der Besonderen Ausgleichsregelung zur Reduzierung der EEG-Umlage in Anspruch nehmen sowie solche Unternehmen, die Energie an Dritte weiterleiten (z.B. als Versorger oder für einen Funkmast eines Mobilfunkanbieters auf dem Werksgelände). Für alle diese Fälle gilt die Verpflichtung zum Einsatz geeichter Stromzähler und -wandler. Sollten gerade im innerbetrieblichen Einsatz („hinter dem Versorgerzähler“) nicht geeichte Stromzähler zum Einsatz kommen, bestehen zwei Möglichkeiten zur Erfüllung der Verpflichtung:

Märkte ohne Grenzen – der 18. PwC CEO Survey 2015

Der strukturelle Wandel in der Energiewirtschaft spiegelt sich sehr stark in den branchenspezifischen Ergebnissen des 18. Global PwC CEO Survey wieder. Eine Vielzahl von Geschäftsführern der Energiewirtschaft (Energieversorgungsunternehmen und Öl & Gas Unternehmen) sind davon überzeugt, dass insbesondere die Regulation die Industrielandschaft in den nächsten fünf Jahren verändern wird.

Die Geschäftsführer von Energieversorgungsunternehmen stufen auch andere Trends, wie z.B. Änderungen im Konsumverhalten und neue Produktionstechnologien, sowie die steigende Anzahl der Wettbewerber auch aus anderen Branchen als durchbruchsfähig ein. Diese Geschäftsführer zeigen zudem bereits eine hohe Bereitschaft die Grenzen zu anderen Branchen zu überschreiten. Für die Öl & Gas Industrie und auch den Bereich der Energieversorger spielen sowohl digitale Technologien eine bedeutende Rolle, als auch die Kooperation mit diversen branchenfremden Partnern.