Auf ein Watt

„Energiegespräche“: PwC Forum im Juni

Im Juni 2016 findet eine neue Runde der Fachtagung „Energiegespräche“ statt, einem Forum für Führungskräfte aus der Energieversorgungsbranche. Die Anforderungen an die Unternehmen werden immer höher. Derzeit suchen viele Versorger auf allen Ebenen nach neuen Geschäftsfeldern und Akquisitionswegen.

Im Fokus der Energiegespräche stehen dieses Mal die folgenden Themen:

  • Onlinemarketing
  • Geschäftsmodell im Bereich Smart Metering
  • FNN-Leitfaden zur Versorgungssicherheit beim Strom und seinen hochgesteckten Anforderungen

Neue Hinweispflichten für Energieversorgungsunternehmen

Durch neue Vorschriften auf nationaler sowie europäischer Ebene sollen Verbraucherrechte gestärkt werden. Insbesondere für Energieversorgungsunternehmen (EVU) ist dies mit neuen Hinweispflichten verbunden.

Seit März ist die neue „OS-Plattform“ zur Online-Streitbeilegung online. Rechtsgrundlage ist die EU-VO Nr. 524/2013 („ODR-VO“ – OnlineDisputeResolution). Die Plattform soll es Verbrauchern ermöglichen, außergerichtlich Streitigkeiten mit Unternehmen zu klären, die Kauf- oder Dienstleistungsverträge online eingehen, also u.U. auch EVU, die online Lieferverträge anbieten. Konkret müssen Unternehmen ab sofort einen Link zur Plattform auf ihrer Website einbinden, eine E-Mail-Adresse angeben und über die Existenz der Plattform und die Möglichkeit, diese zur Streitbelegung zu nutzen, auf der Website (ggf. E-Mail) und in den AGB informieren.

IT-Sicherheit: Befreiung von ISMS-Zertifizierung

Die BNetzA eröffnet insbesondere kleineren Netzbetreibern im Einzelfall die Möglichkeit, nicht unerhebliche Zertifizierungskosten einzusparen.

Strom- und Gasnetzbetreiber haben gem. § 11 Abs. 1a EnWG angemessene Schutzmaßnahmen gegen Bedrohungen für ihre TK- und EDV-Verarbeitungssysteme zu treffen. Sie müssen dazu den IT-Sicherheitskatalog der BNetzA umsetzen. Dieser fordert grundsätzlich die Etablierung eines Informationssicherheits-Managementsystems (ISMS) gemäß ISO 27001.

Transaktionsmonitor Energiewirtschaft – Ausgabe 4

Findet Vattenfall einen Käufer für sein Braunkohlegeschäft? Werden die geplanten Börsengänge der Tochtergesellschaften von E.ON und RWE erfolgreich sein? Und werden die Stadtwerke ihre Investitionen in Wind- und Solarparks fortsetzen? Die kommenden Monate versprechen viel Spannung, zumal auch durch den Gesetzgeber weitere Bewegung in den Energiemarkt kommt. Da ist zum einen die EnWG-Novelle, die mehr Rechtssicherheit in die Konzessionsverfahren bei kommunalen Energienetzen bringt.

10 Prozent Wachstum des Energieeffizienzmarktes durch Verpflichtung zu Energieaudits

Anbieter von Energieeffizienzlösungen in Deutschland haben im vergangenen Jahr hochgerechnet einen Umsatz von 135 Milliarden Euro erwirtschaftet und dabei über eine halbe Million Menschen allein in Deutschland beschäftigt. Der Markt ist damit zwischen 2014 und 2015 um knapp 10 Prozent gewachsen. Die auf Energieeffizienz spezialisierten Unternehmen wachsen dabei überdurchschnittlich stark im Vergleich zu den Branchen, denen sie angehören

Die zum vierten Mal durchgeführte Marktanalyse „Branchenmonitor Energieeffizienz“ basiert auf einer Unternehmensbefragung von PwC in Zusammenarbeit mit der der Deutschen Unternehmensinitiative Energieeffizienz e.V. (DENEFF) unter 190 Unternehmen aus verschiedenen Bereichen des Energieeffizienzmarktes (Energiemanagement- und Beratungsdienstleistungen, Gebäudetechnik, Baugewerbe, Contracting, Mess-Steuer- und Regelungstechnik, Maschinenbau und anderen).

„Maßgebliche Stromkosten“ können Quoten der EEG-Entlastung schmälern

Die EEG-Begünstigung im Rahmen der Besonderen Ausgleichsregelung nach §§ 63 ff. EEG 2014 und damit die Einsparung eines hohen Anteils der Energiekosten ist für viele Unternehmen ein zentraler Faktor, um die Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle als zuständige Behörde ist stetig darauf bedacht, praxisbedingte Umsetzungsschwächen der Regelung auszuräumen und die Leitplanke des EU-Beihilferechts einzuhalten, sodass nur diejenigen Unternehmen in den Genuss der Begünstigung kommen, die auch tatsächlich als energieintensiv eingestuft werden. Auch aus diesem Grund wird es im Antragsjahr 2016 erstmalig eine Änderung bei der Ermittlung der Stromkosten geben, deren Wirkung jedoch insbesondere in den kommenden Jahren für viele aktuell privilegierte Unternehmen zu spüren sein wird.

Präqualifikation von Windparks für Regelenergie

Seit Dezember 2015 ist die Präqualifikation von Windparks für die Erbringung von Minutenreserveleistung im Rahmen eines Pilotprojekts der Übertragungsnetzbetreiber möglich. Ein erster Anbieter hat bereits die Präqualifikation für einen Windparkpool mit 89 MW Leistung erhalten.

Die Pilotphase soll mindestens bis 31.07.2017 laufen. Ziel ist es, Erkenntnisse u.a. zu Verschattungseffekten zu gewinnen, die dann in die endgültigen Präqualifikationsbedingungen für Windenergieanlagen einfließen sollen.

Regionale Grünstromkennzeichnung

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) hat sein Eckpunktepapier Regionale Grünstromkennzeichnung veröffentlicht.

Das BMWi strebt eine Erweiterung der Kennzeichnung für Strom aus Erneuerbaren Energien an. Mit der Abschaffung des Grünstromprivilegs im Zuge der Novellierung des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes (EEG 2014) haben Marktakteure den Wunsch geäußert, dass künftig auch EEG-geförderter Strom wieder als Grünstrom gekennzeichnet werden kann. Durch eine Kennzeichnung als Grünstrom, der in der Region erzeugt wird, soll die Akzeptanz der Energiewende vor Ort gefördert werden.