Auf ein Watt

Steigende Bedeutung geeichter Zähler

Das neue Mess- und Eich-Gesetz (MessEG) fordert eine Verwendung geeichter Messgeräte im geschäftlichen oder amtlichen Verkehr sowie seit 01.01.2015 eine Anzeige neu installierter Messgeräte. Neben Bußgeldstrafen ergeben sich bei Zuwiderhandlung aber noch deutlich weitreichendere Folgen – der Nicht-Erhalt von Abgabeprivilegien im Energiebereich und in diesem Zusammenhang ggf. die Einleitung eines Ordnungswidrigkeitsverfahrens aufgrund einer Verletzung der Eichpflicht.

Betroffen sind alle Unternehmen, welche das Abgabeprivileg der Besonderen Ausgleichsregelung zur Reduzierung der EEG-Umlage in Anspruch nehmen sowie solche Unternehmen, die Energie an Dritte weiterleiten (z.B. als Versorger oder für einen Funkmast eines Mobilfunkanbieters auf dem Werksgelände). Für alle diese Fälle gilt die Verpflichtung zum Einsatz geeichter Stromzähler und -wandler. Sollten gerade im innerbetrieblichen Einsatz („hinter dem Versorgerzähler“) nicht geeichte Stromzähler zum Einsatz kommen, bestehen zwei Möglichkeiten zur Erfüllung der Verpflichtung:

Märkte ohne Grenzen – der 18. PwC CEO Survey 2015

Der strukturelle Wandel in der Energiewirtschaft spiegelt sich sehr stark in den branchenspezifischen Ergebnissen des 18. Global PwC CEO Survey wieder. Eine Vielzahl von Geschäftsführern der Energiewirtschaft (Energieversorgungsunternehmen und Öl & Gas Unternehmen) sind davon überzeugt, dass insbesondere die Regulation die Industrielandschaft in den nächsten fünf Jahren verändern wird.

Die Geschäftsführer von Energieversorgungsunternehmen stufen auch andere Trends, wie z.B. Änderungen im Konsumverhalten und neue Produktionstechnologien, sowie die steigende Anzahl der Wettbewerber auch aus anderen Branchen als durchbruchsfähig ein. Diese Geschäftsführer zeigen zudem bereits eine hohe Bereitschaft die Grenzen zu anderen Branchen zu überschreiten. Für die Öl & Gas Industrie und auch den Bereich der Energieversorger spielen sowohl digitale Technologien eine bedeutende Rolle, als auch die Kooperation mit diversen branchenfremden Partnern.

Energieeffizienz: Verpflichtende Energieaudits ab Dezember 2015

Energieeffizienz ist nicht nur die zweite Säule der Energiewende in Deutschland, sondern auch eines der Hauptanliegen der europäischen Energiepolitik. Mit der Richtlinie 2012/27/EU – „Energy-Efficiency-Directive“ (EED), welche am 4. Dezember 2012 in Kraft trat, wurde ein gemeinsamer Rahmen für Maßnahmen zur Förderung von Energieeffizienz in der Europäischen Union (EU) geschaffen. Damit soll sichergestellt werden, dass das übergeordnete Ziel einer Steigerung der Energieeffizienz der EU um 20 Prozent bis 2020 erreicht wird.

Status Energiewende: Warum 2014 kein Jubeljahr war!

Kurz vor Weihnachten veröffentlichte die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AGEB) erste Hochrechnungen für den Energieverbrauch des Jahres 2014. Demnach stieg der Anteil Erneuerbarer Energien an der Bruttostromerzeugung auf 25,8%. Zur Deckung des Stromverbrauchs trugen sie sogar 27,3% bei – in beiden Fällen ein Rekord. Gleichzeitig fiel der Stromverbrauch auf ca. 576 TWh, was einer Reduktion um ca. 3,8% gegenüber 2013 gleichkommt. Nun stellt sich die Frage, ob für das Gelingen der Energiewende im Angesicht steigender Anteile erneuerbarer Energien und sinkender Stromverbräuche weitere umfangreiche Anstrengungen notwendig sind. Diese Frage ist eindeutig mit „Ja“ zu beantworten. Für eine erfolgreiche Energiewende reicht es nicht aus, allein die Stromversorgung auf Erneuerbare Energien umzustellen. Auch im Hinblick auf Effizienz und die Versorgungsstrukturen anderer Sektoren wie Wärme und Verkehr wurden ambitionierte Ziele festgelegt.

Die Alte und die Neue Welt: Handelsblatt Jahrestagung Energiewirtschaft

Sie ist der Branchentreff der Energiewirtschaft. Mehr als 1.200 Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Forschung kamen am 20. Januar nach Berlin zur Handelsblatt-Jahrestagung Energiewirtschaft, um drei Tage lang über die Zukunft der Energiewirtschaft zu diskutieren. Diskussionsstoff gab es reichlich, denn die Branche befindet sich im Umbruch. Die „Energy Transformation“, so nennen wir bei PwC diese Phase des Umbruchs, zwingt Unternehmen zum Umdenken – und Handeln. Traditionelle Geschäftsmodelle haben ausgedient, innovative Konzepte sind gefragt. Dr. Norbert Schwieters, Global Energy Leader bei PwC, zeigte in seinem Vortrag, wie globale Megatrends das Verhältnis von Energie und Information verschieben und eine neue Energie- und Informationswelt einleiten. Dezentrale, volatile Erzeugung löst die zentrale, konventionelle ab und verlangt nach flexiblen Marktmodellen. Es gibt bereits einige Ansätze, Demand Side Management ist einer davon, weitere müssen folgen.

Praxishandbuch: Verträge in der Energiewirtschaft – Strom, Gas, Erneuerbare Energien, KWK

Wir freuen uns heute direkt das zweite Fachbuch aus dem Hause PwC ankündigen zu können. Im Dezember 2014 ist das Praxishandbuch “Verträge in der Energiewirtschaft – Strom, Gas, Erneuerbare Energien, KWK” veröffentlicht worden.

Das Handbuch beinhaltet die wichtigen standardisierten Bilanzkreis- und Lieferverträge für die Bereiche Strom und Gas. Es werden vertragliche Regelungen im Zusammenhang mit Netznutzung, Netzanschluss sowie der Grund- und Ersatzversorgung und den Sonderkunden vorgestellt. Ebenso beinhaltet das Werk eine Vielzahl von Verträgen für die Integration von Erneuerbaren Energien unter Berücksichtigung der EEG-Reform im Sommer 2014 und die Kraft-Wärme-Kopplung sowie für das Messwesen.

Energiewende – Der (etwas) andere Blick – Fachbuch von women&energy

Wie bereits im Sommer 2014 angekündigt hat women&energy sein erstes Fachbuch aus der Sicht von Frauen aus der Energiebranche auf die Energiewende herausgebracht. Das Buch mit dem Titel „Energiewende – Der (etwas) andere Blick” wird am 21. Januar 2015 im Rahmen der Handelsblatt-Jahrestagung Energie im Berlin veröffentlicht.

Neben der bibliografischen Herausgeberin Frau Dr. Nicole Elert werden Hildegard Müller (BDEW) und Dr. Norbert Schwieters (PwC Leiter Energiewirtschaft) die Buchpräsentation von 15:00 – 16:00 Uhr im Hotel Intercontinental begleiten.

Die mehr als 40 Beiträge des Fachbuchs reichen von den veränderten Rahmenbedingungen über Unternehmensstrategien und Finanzierungsfragen bis hin zum Personal und der Unternehmenskultur. Hauptziel des Buches ist es Impulse zu setzen und die Energiewende im Kollektiv erfolgreich zu gestalten.

Aktionsplan Energieeffizienz

Neben dem Ausbau der erneuerbaren Energien und dem Ausstieg aus der Kernenergie stellt die Steigerung der Energieeffizienz die zweite Säule der Energiewende dar. Vor diesem Hintergrund wurde am 3. Dezember 2014 in Berlin der Nationale Aktionsplan Energieeffizienz der Bundesregierung vorgestellt. Dieser beschreibt die Energieeffizienzstrategie der Bundesregierung für die laufende Legislaturperiode. Angesichts des erwarteten Anstiegs der weltweiten Nachfrage nach Energie wird – neben einem verstärkt auf erneuerbaren Energien basierenden Energieerzeugungssystems – der effiziente Umgang mit Energie ein wesentlicher Baustein für den auch künftigen Wohlstand in Deutschland sein. Die Gebäudesanierungs-Offensive soll wesentlich dazu beitragen, das Ziel der Politik, bis 2020 40 Prozent weniger Kohlendioxid auszustoßen als 1990 (aktuell 25 Prozent), zu erreichen – wie Michael Bauchmüller in der Süddeutschen Zeitung schreibt (Beitrag hier). Neben Einzelmaßnahmen der Industrie, Gewerbe und privaten Haushalte sind auch neue Geschäftsmodelle, Innovationen und Produkten zur Energieeinsparung nötig, die Deutschland seinen Klimazielen näher bringt und darüber hinaus auf dem Weltmarkt platziert werden können. Gleichzeitig stellt die Energieeffizienz einen wichtigen Part einer Investitionsstrategie für Deutschland dar. Der Allokationsplan führt aus, dass Energieeffizienzinvestitionen eine überdurchschnittliche Rentabilität aufweisen und zielt darauf ab, durch einen geeigneten Mix an Instrumenten wie Beratung, Kommunikation und Förderung alle gesellschaftlichen Akteure für Energieeffizienzsteigerungsmaßnahmen zu gewinnen bzw. einzubinden. Nach einer Bestandsaufnahme in Form einer Darstellung von Zielen, Stand und Potenzialen der deutschen Energieeffizienzpolitik werden im Aktionsplan die Sofortmaßnahmen vorgestellt, mit denen die Bundesregierung neue Impulse zu setzen beabsichtigt.

Transaktionsmonitor Energiewirtschaft – Ausgabe 3

Die Bundesregierung steht nach wie vor zur Energiewende sowie zu den Klimaschutzzielen und will den Anteil erneuerbarer Energien an der Stromversorgung bis 2025 auf 40% bis 45% und bis 2035 auf 55% bis 60% steigern. Mit der Verabschiedung des EEG 2014 wurde erneut ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg dorthin erreicht. Für die Energieversorger herrscht dadurch zumindest im Bereich der erneuerbaren Energien wieder mehr Planungssicherheit. Dennoch sind unverändert wichtige und drängende Fragen in der Energiewirtschaft, wie beispielsweise die Implementierung eines Kapazitätsmarktes oder die Ausgestaltung der Netzregulierung ab dem Jahr 2019, offen.