Kategorie: Energiewende

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Aktueller Stadtwerke-Strategiereport von PwC: EVUs von Umsatzrückgängen betroffen – es gibt jedoch auch Gewinner!

Im Strategiereport 2016 hat PwC wieder die Jahresabschlüsse von 200 Stadtwerken und EVU untersucht und die wichtigsten Kennzahlen zur Unternehmensentwicklung und Marktpositionierung von 2011 bis 2016 ermittelt. Obwohl 54% der Unternehmen ihren Umsatz von 2014 zu 2015 steigern konnten, erwirtschafteten die untersuchten EVU in der Summe 2015 jedoch rund 0,9 Mrd. EUR weniger Umsatz als noch im Vorjahr.

Der Wechselbereitschaft auf der Spur – Wie mit datenbasierten Entscheidungen die Kundenbindung gesteigert werden kann

Im dynamischen Marktumfeld bestehen

Die zunehmende Verbreitung digitaler Technologien im Energieversorgungsmarkt und der damit einhergehende Zuwachs an Angeboten von ehemals branchenfremden Unternehmen führen zu veränderten Kundenbedürfnissen: Kunden erwarten zunehmend die Nutzung digitaler Kontaktkanäle in der Interaktion mit ihrem Energieversorgungsunternehmen sowie maßgeschneiderte Tarife und Services in der Kundenbetreuung. Zudem ermöglicht das Internet die permanente Vergleichbarkeit verschiedener Angebote und erhöht dadurch die Verhandlungsmacht der Kunden. Dabei wird die zur Verfügung stehende Auswahl an Angeboten stetig größer: Start-ups und ehemals branchenfremde Unternehmen drängen in den Markt und bedrohen die Wettbewerbsfähigkeit konventioneller Energieversorgungsunternehmen. Dieses dynamische Marktumfeld stellt Energieversorger vor die Herausforderung die sich ändernden Bedürfnisse ihrer Kunden zu bedienen und wertvolle Kundenbeziehungen aktiv zu gestalten, um konkurrenzfähig zu bleiben. Hierzu ist es erforderlich, profitable sowie wechselgefährdete Kunden rechtzeitig zu identifizieren, ihr Verhalten zu verstehen und ihre individuellen Bedürfnisse zu kennen. Dabei muss die im Zuge der Digitalisierung stetig wachsende Menge verfügbarer Daten als Chance verstanden werden.

10 Prozent Wachstum des Energieeffizienzmarktes durch Verpflichtung zu Energieaudits

Anbieter von Energieeffizienzlösungen in Deutschland haben im vergangenen Jahr hochgerechnet einen Umsatz von 135 Milliarden Euro erwirtschaftet und dabei über eine halbe Million Menschen allein in Deutschland beschäftigt. Der Markt ist damit zwischen 2014 und 2015 um knapp 10 Prozent gewachsen. Die auf Energieeffizienz spezialisierten Unternehmen wachsen dabei überdurchschnittlich stark im Vergleich zu den Branchen, denen sie angehören

Die zum vierten Mal durchgeführte Marktanalyse „Branchenmonitor Energieeffizienz“ basiert auf einer Unternehmensbefragung von PwC in Zusammenarbeit mit der der Deutschen Unternehmensinitiative Energieeffizienz e.V. (DENEFF) unter 190 Unternehmen aus verschiedenen Bereichen des Energieeffizienzmarktes (Energiemanagement- und Beratungsdienstleistungen, Gebäudetechnik, Baugewerbe, Contracting, Mess-Steuer- und Regelungstechnik, Maschinenbau und anderen).

„Maßgebliche Stromkosten“ können Quoten der EEG-Entlastung schmälern

Die EEG-Begünstigung im Rahmen der Besonderen Ausgleichsregelung nach §§ 63 ff. EEG 2014 und damit die Einsparung eines hohen Anteils der Energiekosten ist für viele Unternehmen ein zentraler Faktor, um die Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle als zuständige Behörde ist stetig darauf bedacht, praxisbedingte Umsetzungsschwächen der Regelung auszuräumen und die Leitplanke des EU-Beihilferechts einzuhalten, sodass nur diejenigen Unternehmen in den Genuss der Begünstigung kommen, die auch tatsächlich als energieintensiv eingestuft werden. Auch aus diesem Grund wird es im Antragsjahr 2016 erstmalig eine Änderung bei der Ermittlung der Stromkosten geben, deren Wirkung jedoch insbesondere in den kommenden Jahren für viele aktuell privilegierte Unternehmen zu spüren sein wird.

Schrittweise Überführung von Braunkohlekraftwerksblöcken mit einer Leistung von 2,7 GW in die Sicherheitsbereitschaft zur Erreichung der Klimaschutzziele – Verständigung zwischen Bundesregierung und Energiekonzernen

In einer Eckpunktevereinbarung vom 1. Juli 2015 hatte die Bundesregierung festgelegt, dass die deutsche Braunkohlenwirtschaft einen zusätzlichen Beitrag zum Aktionsprogramm Klimaschutz leisten soll. Bis 2020 sollen die Treibhausgasemissionen in Deutschland um 40 Prozent gegenüber 1990 reduziert werden.

Nach übereinstimmenden Pressemitteilungen der beteiligten Parteien haben sich nunmehr das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) und die Energieunternehmen Mibrag, RWE und Vattenfall auf die befristete Einrichtung einer Sicherheitsbereitschaft von Braunkohlekraftwerken in einem Umfang von 2,7 Gigawatt und deren anschließende Stilllegung verständigt. Ein Gesetzentwurf zur Ausgestaltung der Maßnahme soll im November im Bundeskabinett beschlossen werden. Wenngleich gemäß Verlautbarung des BMWi bereits intensive Gespräche mit der Europäischen Kommission erfolgt sind und man zuversichtlich ist, dass diese Maßnahme beihilferechtlich genehmigungsfähig ist und noch offene Fragen geklärt werden können, ist das formelle Verfahren noch nicht abgeschlossen.

Energy Risk Cockpit – Ihre Gesamtrisikosituation auf einen Blick

Kennen Sie Ihre Risikotragfähigkeit und Ihren Risikoappetit ?

Neuartige und bestehende Risiken transparenter darzustellen gewinnt bei Unternehmen der Energiebranche zunehmend an Bedeutung. Hintergrund sind nicht zuletzt die neuartigen Risiken, die aus der Energiewende resultieren. Einige Energieversorger orientieren sich bei Aufbau und Weiterentwicklung von Risikomanagementsystemen an den Mindestanforderungen für das Risikomanagement (MaRisk), die für Banken verpflichtend einzuhalten sind. Eine Ableitung der Risikotragfähigkeit und des Risikoappetits – wie in den MaRisk vorgesehen – erfolgt hierbei jedoch in der Energiebranche häufig noch nicht. Ein solches Risikotragfähigkeitskonzept ist aber als Steuerungsgröße für die Gesamtrisikosituation sehr hilfreich und PwC wird folgerichtig zunehmend von Unternehmen aller Größenordnung der Branche auf die Thematik angesprochen.

Neuauflage Verteilnetzstudie Niedersachsen: Auswirkungen der Energiewende auf die Netzbetreiber in der Region

PwC hat, wie schon 2013, gemeinsam mit dem VKU und der Hochschule Osnabrück die Auswirkungen der Energiewende auf die Netzbetreiber in der Region ermittelt. 17 von 60 befragten Netzbetreibern beteiligten sich; diese versorgen rund 50% der Fläche Niedersachsens/Bremens.

Die Studie zeigt für 2013/14 einen beschleunigten Zubau von EE-Anlagen und eine deutlich höhere Durchschnittsleistung je Anlage gegenüber der Prognose der ersten Studie. Diese Zubaugeschwindigkeit determiniert die Netzausbauerfordernisse. Einige Netzbetreiber gaben an, dass ihre Netze an die Grenzen der Aufnahmefähigkeit für EE-Strom stoßen. Bei 3 der 17 Studienteilnehmer kam es zu Überspeisungen. In vier weiteren Fällen liegt der Quotient zwischen 0,8 und 1; hier könnte künftig bei weiter anhaltendem Anlagenzubau eine Überspeisung drohen.

Vernetzte Energiewelt

Die Energiewirtschaft steckt mitten in einem radikalen Transformationsprozess. Es entsteht ein System, das von Millionen Strom- und Wärmeerzeugern gespeist wird.  Der Trend geht weg von großen Kraftwerkseinheiten, die nach starren Lastprofilen die Energienachfrage bedienen. Stattdessen werden weltweit Abermillionen von dezentralen Erzeugern in einem Netzwerk mit noch mehr Verbrauchern so miteinander verknüpft sein, dass jederzeit ausreichend und preiswert Energie zur Verfügung steht.

Ein Strommarkt für die Energiewende: Ergebnispapier des BMWi (Weißbuch)

Vor wenigen Tagen veröffentlichte das Bundesministerium für Wirtschaft das Weißbuch zum Strommarktdesign. Richtungsweisend ist die Abkehr vom Kapazitätsmarkt zu Gunsten eines Strommarkts 2.0. PwC begrüßt diese Entscheidung, sieht aber weiteren Handlungsbedarf. Hier die zentralen Punkte des Papiers samt anknüpfender Analyse.

Kerninhalte

  • Hauptthema des Weißbuchs ist die Grundsatzentscheidung für einen Strommarkt 2.0 und die damit verbundene Absage an einen Kapazitätsmarkt zu Gunsten eines Energy-Only-Marktes. Wie bereits im Grünbuch angekündigt, wird der Strommarkt 2.0 durch eine Kapazitätsreserve flankiert werden.
  • Das BMWi hat sich u.a. aus den folgenden Gründen für den Strommarkt 2.0 und gegen einen Kapazitätsmarkt entschieden:
    • Der Strommarkt 2.0 gewährleiste die Versorgungssicherheit unter Berücksichtigung des grenzüberschreitenden europäischen Stromhandels, der Belohnung von Flexibilität auf Angebots- und Nachfrageseite (durch sog. Flexibilitätsoptionen) und einer Kapazitätsreserve.
    • Der Strommarkt 2.0 fördere den Abbau von Überkapazitäten und ermögliche es umgekehrt durch die hervorgerufenen Preisspitzen tatsächlich benötigte flexible Kapazitäten zu refinanzieren. In der Folge geht das BMWi davon aus, dass sich die Marktteilnehmer durch langfristige Liefer- und Absicherungsverträge als Instrumente zur Risiko- und Kostenoptimierung gegen die Preisspitzen absichern werden.
    • Ein Energy-Only-Markt sei kostengünstig und fördere den Einsatz kosteneffizienter Technologien. Vorausgesetzt dass (insb. regulatorische) Hemmnisse abgebaut werden, könnten sich Flexibilitätsoptionen zukünftig im Markt durchsetzen.
    • Durch Wettbewerb sollen Anreize für Innovationen und Nachhaltigkeit geschaffen werden. Die freie Preisbildung soll dabei innovative Lösungen u.a. zur besseren Integration erneuerbarer Energien ermöglichen und damit Möglichkeiten für neue Geschäftsfelder eröffnen.

Hohe Ausschüttungen verschlechtern Finanzierungsfähigkeit von Energie- und Versorgungsunternehmen

Die Energiewende fordert Energie- und Versorgungsunternehmen weiterhin heraus. Wie sich dies auf die Finanzierungsfähigkeit der Branche auswirkt, hat PwC anhand von 233 Jahresabschlüssen im Zeitraum 2009-2013 untersucht und in der aktuellen Studie „Finanzwirtschaftliche Herausforderungen der Energie- und Versorgungsunternehmen“ zusammengefasst. Danach hat sich die Ertragssituation der Branche zuletzt zwar insgesamt stabilisiert, die Verschuldung aber weiter zugenommen und Bilanzstrukturen sich tendenziell weiter verschlechtert. Insgesamt ist eine hohe Spreizung zu erkennen: Bei im Durchschnitt zufriedenstellender Ausprägungen weist rund ein Viertel der untersuchten Unternehmen Finanzkennzahlen aus, die zunehmend kritische Größen erreicht haben und zum Teil deutlich von dem Branchenmedian und typischen Finanzierungsrichtwerten abweichen. Ursache hierfür sind insbesondere der hohe Fremdkapitalanteil an der Finanzierung von Investitionen und die nach wie vor hohen Ausschüttungsquoten.