Förderprogramm „Wärmenetze 4.0“

Am 30. Juni 2017 wurde die Förderbekanntmachung zu dem Modellvorhaben „Wärmenetzsysteme 4.0 (Wärmenetze 4.0)“ veröffentlicht. Das Förderprogramm läuft befristet vom 1. Juli 2017 bis zum 31. Dezember 2020.

Gefördert werden die Planung und der Bau innovativer und flexibler Wärmenetzsysteme der vierten Generation soweit sie weitere Anforderungen erfüllen, die eine hocheffiziente und umweltschonende Bereitstellung von Wärme und Kälte sicherstellen. Die vierte Generation von Wärmenetzsystemen zeichnet sich insbesondere durch die Nutzung niedriger Temperaturbereiche aus. Die Förderung erfasst Wärmenetzsysteme, die mit Vorlauftemperaturen im Bereich von 20 bis 95 °C betrieben werden.

Antragsberechtigt sind u.a. Unternehmen, kommunale Betriebe und kommunale Zweckverbände, soweit sie eine Betriebsstätte oder Niederlassung in Deutschland haben, sowie Konsortien aus diesen Personen oder Körperschaften, außerdem Contractoren, die mit ihnen ein Vorhaben im Rahmen eines Contracting-Vertrags durchführen.

Die Förderung wird als Projektförderung in Form der Anteilsfinanzierung als nichtrückzahlbarer Zuschuss gewährt. Die Förderung umfasst zwei unterschiedliche Bereiche: Eine Machbarkeitsstudie zur Prüfung sowie Vorplanung der technischen Umsetzbarkeit und Wirtschaftlichkeit neuer Wärmenetzsysteme 4.0 oder der Transformation bestehender Netze zu einem Wärmenetzsystem 4.0 wird mit bis zu 60 % der förderfähigen Kosten bezuschusst. Die Förderung der Realisierung von Wärmenetzsystemen 4.0 setzt sich aus einer Grundförderung, einer Nachhaltigkeitsprämie und einer Kosteneffizienzprämie zusammen. Die Grundförderung beträgt bis zu 20 % der förderfähigen Kosten; soweit ein kleines oder mittleres Unternehmen Antragsteller oder Teil eines antragstellenden Konsortiums ist, beläuft sich die Grundförderung auf bis zu 30 %. Zusätzlich können eine Nachhaltigkeitsprämie für hohe Anteile erneuerbarer Energien und Abwärme sowie eine Kosteneffizienzprämie für besonders niedrige Wärmelieferungspreise die Förderquote um jeweils weitere 10 % erhöhen. Außerdem können Einzelkomponenten, die der industriellen Forschung entstammen, separat gefördert werden; hierbei beträgt die Förderquote 65 % oder bei einer Beteiligung kleiner oder mittlerer Unternehmen 75 %.

Der Antrag ist beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle zu stellen. Im Rahmen der Auszahlung der Förderung sind die Projektkosten z.B. in Form einer Kostenrechnung von einem Wirtschaftsprüfer zu testieren.

Mehr Informationen finden Sie hier.

Ansprechpartner
Dipl.-Ing. Rolf Miljes

PwC Utilities & Regulation

Tel.: +49 211 981-4499

E-Mail: rolf.miljes@de.pwc.com

Dipl.-Wirtsch.-Ing. Maik Sinagowitz

PwC Utilities & Regulation

Tel.: +49 211 981-2521

E-Mail: maik.sinagowitz@de.pwc.com

 

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.