Auf ein Watt

Kundenmagazin pwc: public services

In unserer Kundenzeitschrift Public Services berichten wir über aktuelle rechtliche und steuerliche Themen aus der öffentlichen Wirtschaft. Schwerpunkte sind Informationen für die Bereiche Versorgung, Entsorgung/Umwelt und Corporate Governance, ferner Non Profit und Wohnungswirtschaft. Steuerliche Themen finden sich in einer eigenständigen Rubrik. Ebenso steht ein fester Teil der Zeitschrift für Rechtsthemen, die den öffentlichen Bereich in besonderem Maße betreffen, zur Verfügung: etwa für das Kommunal-, Beihilfe oder Vergaberecht. In einem Sonderthema bereitet Public Services ausgesuchte Themen ausführlicher auf. Zu jedem Beitrag wird ein Ansprechpartner genannt, der Ihnen bei Fragen weiterhilft.

Als Mandant von PwC können Sie die Zeitschrift hier kostenfrei abonnieren.

PwC-Praxishandbuch „Entflechtung und Regulierung in der deutschen Energiewirtschaft“ erschienen

Das Dritte EU-Binnenmarktpaket, das Energiewirtschaftsgesetz 2011 sowie eine Vielzahl weiterer Gesetze, Verordnungen und regulierungsbehördlicher Vorgaben haben die Rahmenbedingungen für die Energieversorgung in Deutschland maßgeblich neu gestaltet. Die hinzukommende Diskussion um die Energiewende hat dazu geführt, dass sich ein Paradigmenwechsel auf beinahe jeder Stufe der Wertschöpfung vollzieht.

Vier Jahre nach Erscheinen der Vorauflage behandelt das vorliegende von PwC herausgegebene Werk nun die Weiterentwicklung des Regulierungsrahmens und zeigt die für die betroffenen Unternehmen entscheidenden Neuerungen und Umsetzungserfordernisse auf.

Neben Fragen der Energiewirtschaft beziehungsweise des Energiewirtschaftsrechts werden angrenzende Fachgebiete – wie zum Beispiel das Steuerrecht, Arbeitsrecht, Vergaberecht oder Kartellrecht – ebenso berücksichtigt wie organisatorische und rechtliche Gestaltungsvarianten sowie die Auswirkungen auf interne IT-Systeme.

IFRS IC diskutiert Bilanzierung von regulatorischen Vermögenswerten und Schulden

Vor einigen Wochen hat das IFRS IC zum wiederholten Mal mit der Bilanzierung von sogenannten regulatorischen Vermögenswerten und Schulden befasst, die beispielsweise bei Liefervolumendifferenzen in einem preisregulierten Umfeld auftreten können. Anlass war eine IFRS IC Submission, die durch die Tatsache motiviert war, dass mehr und mehr Staaten IFRS anwenden und damit die Bilanzierung von Vermögenswerten und Schulden infolge von Regulierungsmaßnahmen wieder in den Fokus rückt. Die sich daraus ergebenden Diskussionen können auch für europäische Energieversorgungsunternehmen interessant werden.

Die IFRS IC Submission skizzierte ein klassisch kostenbasiertes preisreguliertes Umfeld in einer Monopolsituation und beinhaltete  die folgenden Fragen:

Bilanzielle Abbildung des Regulierungskontos

Gemäß § 5 Absatz 1 ARegV werden Mehr- bzw. Mindererlöse aus Netzentgelten Strom und Gas, die aus der Differenz zwischen den zulässigen und den tatsächlich erzielten Erlösen eines Kalenderjahres entstehen, auf dem Regulierungskonto erfasst. Die Aktivierung eines Anspruchs auf künftig höhere Netzentgelte, der durch Mindermengen innerhalb eines Kalenderjahres entstanden ist, darf nach HGB aufgrund des Realisationsprinzips nicht aktiviert werden. Um eine Aktivierung eines solchen Anspruchs zu ermöglichen, werden zurzeit verschiedene Ansätze diskutiert. Ein Vorschlag sieht vor, das EnWG wie folgt zu ändern:

Lohnt sich die Optimierung der Datenqualität zur Verbesserung der energiewirtschaftlichen Prozesse?

Die zahlreichen regulatorischen Anforderungen führen zu einem immer komplexeren Marktumfeld und erfordern schnellere Abläufe. Speziell die Anforderungen zur standardisierten Marktkommunikation (aus u.a. GPKE, Geli Gas, MaBiS oder WiM) sowie die durch das EnWG noch beschleunigten Lieferantenwechselprozesse benötigen funktionierende Prozesse und gute Datenqualität, um die Anforderungen fristgerecht erfüllen zu können. Die Intensivierung der Marktkommunikation hat allerdings auch zur Folge, dass die Energieunternehmen nicht mehr die Hoheit über die für die energiewirtschaftlichen Prozesse benötigte Datengrundlage haben. Sie müssen auf von Dritten zur Verfügung gestellten Daten aufbauen und auf die Plausibilität und Richtigkeit vertrauen und wenn möglich diese plausibilisieren und kontrollieren.