BNetzA konsultiert Strukturdatenerhebung für den Effizienzvergleich der Verteilnetzbetreiber Strom

Die Bundesnetzagentur stellt die Entwürfe der Festlegung und des Erhebungsbogens zur Strukturdatenerhebung im Rahmen des Effizienzvergleichs Strom der 3. Regulierungsperiode bereit.

Zentraler Bestandteil der Anreizregulierung von Strom- und Gasverteilnetzen ist der Effizienzvergleich von Netzbetreibern vor Beginn einer Regulierungsperiode. In diesem Benchmark werden alle Unternehmen im regulären Verfahren anhand ihrer Kosten- und Strukturparameter (Last-, Struktur- und Absatzdaten) verglichen. Zur Durchführung des Effizienzvergleichs der Stromverteilnetze in der 3. Regulierungsperiode (2019 bis 2023) veröffentlichte die Bundesnetzagentur (BNetzA) am 17. Februar 2017 die Entwürfe von Datenerhebungsbogen und Beschluss (BK8-17-0002-A). Unternehmen können bis zum 17. März 2017 (Posteingang) Stellung dazu nehmen.

Teilnehmer des regulären Verfahrens in der 3. Regulierungsperiode Strom sollen im Vergleich zu den Verteilnetzbetreibern Gas zu einem früheren Zeitpunkt, nämlich bereits zum 30. Juni den von der BNetzA vorgegebenen Strukturdatenerhebungsbogen ausfüllen und an die Behörde übermitteln. Die Strukturdatenerhebung zum Effizienzvergleich erfolgt zentral durch die BNetzA.

Gegenüber der Abfrage zur 2. Regulierungsperiode sollen mehr Daten abgefragt werden: (Reserve-) Transformatoren sind nun getrennt zwischen regelbaren und nicht regelbaren Transformatoren anzugeben und die Abfrage der zeitgleichen Jahreshöchstlast der Einspeisungen ist zur Angabe der zeitgleichen Jahreshöchstlast der Ausspeisungen hinzugekommen. Darüber hinaus sind gemäß Entwurf auch die zeitungleiche Jahreshöchstlast sowie Angaben zum Einspeisemanagement zu nennen. Wie im Gasbereich zur 3. Regulierungsperiode sollen Anlagen, die mit genehmigten Investitionsmaßnahmen nach § 23 ARegV finanziert wurden, als Davonpositionen ausgewiesen werden. Bei der Aufzählung von Straßenbeleuchtungsleitungen sollen nur solche angegeben werden, welche im Ausgangsniveau der Erlösobergrenze 2016 berücksichtigt werden. Definitionsänderungen sind bei der Angabe der Freileitungs- und Kabellängen im Niederspannungsbereich zu beachten: Die Hausanschlussleitungen sind gegenüber der letzten Erhebung nicht zu berücksichtigen, aber weiterhin in einer gesonderten Abfrage auszuweisen. Auch weitere Definitionsänderungen sind zu beachten.

Verteilnetzbetreibern mit wahrscheinlicher Teilnahme am regulären Verfahren empfehlen wir den Beschlussentwurf zu prüfen und die Möglichkeit zur schriftlichen Stellungnahme bis zum 17. März 2017 zu nutzen.

Ansprechpartner

Jan-Frederik Zöckler

PwC Utilities & Regulation

Tel.: +49 69 9585 5530

E-Mail: jan.zoeckler@de.pwc.com

Matthias Schneider

PwC Utilties & Regulation

Tel.: +49 211 981 4181

E-Mail: matthias.f.schneider@de.pwc.com 

 

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