BNetzA veröffentlicht Festlegung zur Strukturdatenerhebung 3. Regulierungsperiode Strom

Die Daten zur Ermittlung der Effizienzwerte für die Stromverteilnetzbetreiber in der 3. Regulierungsperiode sind grundsätzlich bis zum 31. Juli 2017 der Bundesnetzagentur zur Verfügung zu stellen.

Vor dem Beginn der 3. Regulierungsperiode Strom im Jahr 2019 ermittelt die Bundesnetzagentur (BNetzA) unternehmensindividuelle Ineffizienzen der Stromverteilnetzbetreiber, welche am regulären Verfahren teilnehmen. In das von der BNetzA noch festzulegende Effizienzwertberechnungsmodell gehen neben Strukturdaten (Last-, Struktur- und Absatzdaten) auch Kostendaten der Unternehmen als Inputparameter ein. Die BNetzA hat am 27. April 2017 den Beschluss zur Erhebung der Daten zur Ermittlung der Effizienzwerte (BK8-17-0002-A) im Internet veröffentlicht. In diesem Beschluss werden die von den Stromverteilnetzbetreibern im Regelverfahren abzugebenden Strukturparameter definiert. Die Festlegung soll am 3. Mai 2017 im Amtsblatt Nr. 8/2017der BNetzA veröffentlicht werden.

Die Festlegung der BNetzA folgt nach der dazugehörigen Konsultation, die zwischen dem 17. Februar und 17. März stattfand (mehr Informationen hier). Gegenüber dem damals veröffentlichten Festlegungsentwurf ist der Erhebungsbogen erst zum 31. Juli (statt 30. Juni) 2017 an die BNetzA zu senden. Eine Ausnahme gilt nur für die Abfrage des Parameters „Versorgte Fläche“ in der Niederspannungsebene: die Angaben hierzu sind bis zum 15. September bereitzustellen.

Die BNetzA hat im Beschluss neben dem späteren Abgabedatum des Erhebungsbogens auch inhaltlich auf die zahlreichen Stellungnahmen der Branche reagiert und teilweise Abfragen geändert, konkretisiert oder gelöscht. Gegenüber der Konsultationsfassung der Strukturdatenerhebung vom 17. Februar sind Zähl- und Anschlusspunkte der Letztverbraucher, die über ein singulär genutztes Betriebsmittel angeschlossen sind, der Ebene ihres technischen Anschlusses zuzuordnen. Nicht physisch gemessene Pauschalanlagen sind bei der Abfrage der Zählpunkte gesondert zu berücksichtigen. Konkretisiert hat die BNetzA die Abfrage der regelbaren Transformatoren: Nur solche, die unter Last regelbar sind, sind zu berücksichtigen. Die Abfrage der Anschlusspunkte von Straßenbeleuchtungen ist zwischen drei definierten Anschlussvarianten vorzunehmen. Nicht mehr im Erhebungsbogen erhoben werden die Angabe der zeitungleichen Jahreshöchstlast auf der Umspannebene MS/NS, die Trassenlänge in Kilometer sowie die Rückspeisung in die gleiche Netz- oder Umspannebene. Darüber hinaus wurden weitere kleinere Änderungen vorgenommen, wie beispielsweise die Konkretisierung der zu berücksichtigenden Anschlusspunkte und der EEG-Erzeugungsanlagen.

Die BNetzA wird in einem späteren Verfahren das Modell des Effizienzvergleichs Strom bestimmen. Welche der aus dieser Erhebung abgefragten Strukturparameter einfließen werden, ist bis dahin unbekannt.

Ansprechpartner

Jan-Frederik Zöckler

Utilities & Regulation

Tel.: +49 69 9585 5530

E-Mail: jan.zoeckler@de.pwc.com

Matthias Schneider

Utilities & Regulation

Tel.: +49 211 981 4181

E-Mail: matthias.f.schneider@de.pwc.com

 

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.