PwC

Blickpunkt Osteuropa

      Blickpunkt Osteuropa

        Der Wechselkurs EUR/RON für Verbrauchssteuern im Jahr 2015


        Der ab Oktober gültige Wechselkurs EUR/RON wurde am 2. Oktober 2014 im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht. Der Kurs liegt bei: EUR 1 = RON 4,4093.

        Da der Kurs im Vergleich zum letzten Jahr niedriger ist, wird entsprechend der nationalen Gesetzgebung ein Referenzkurs für die Berechnung von Verbrauchssteuern in Lei sowie für Erdöl aus interner Fertigung für das Jahr 2015 benutzt. Dieser Referenzkurs liegt bei: EUR 1 = RON 4,4485. Der entsprechende Betrag dieser Steuern in Lei ist anhand des jährlichen Verbraucherpreisindexes anzupassen, der im September 2014 berechnet worden ist.

        Der jährliche Verbraucherpreisindex ist bis zum 15. Oktober durch das nationale Institut für Statistik bekannt zu geben.

        Geplante Änderungen des polnischen Steuergesetzbuches


        Das Finanzministerium hat einen Änderungsentwurf zum Steuergesetzbuch veröffentlicht. Dieser Entwurf ist zwischenstaatlich beraten worden. Es handelt sich um eine wichtige und weitreichende Änderung, die mehrere Bereiche der Rechte und Pflichten von Steuerpflichtigen betrifft.

        Die wichtigsten Änderungen betreffen die Einführung einer Klausel gegen Steuervermeidung, die Veröffentlichung allgemeiner und individueller Interpretationsregeln zum Steuerrecht und zur Steuerschuld von Unternehmen ohne Rechtspersönlichkeit für Steuerrückstände, die durch eine Privatperson veranlasst wurden.

        Weitere Änderungen betreffen:

        • Verrechnungspreiszusagen (Advance Pricing Agreements),
        • Sicherstellung der Durchführung von Steuerverbindlichkeiten,
        • steuerliche Sicherheiten,
        • Haftungsbegrenzung durch Leistung einer steuerlichen Sicherheit,
        • Einführung von Zinssätzen zu 50 % und 200 % des Basiszinssatzes,

        Verlängerte Frist für Steuerrückerstattungen in Estland


        Der 30-Tage-Zeitraum, indem eine zu viel gezahlte Steuer durch die Steuer- und Zoll-behörde rückerstattet werden muss, wurde um 30 Tage verlängert. Die Steuerbehör-den haben nun einen zinsfreien Zeitraum von 60 Tagen, in dem Steuererstattungsan-sprüche zu bearbeiten sind. Diese Änderung gilt für Erstattungen ab dem 1. August 2014.

        Verrechnungspreise und Umsatzsteuer in Albanien


        Verrechnungspreise

        Die Anweisung Nr. 16 vom 18. Juni 2014 zu Verrechnungspreisen wurde zur Umset-zung des entsprechenden Gesetzes veröffentlicht. Es wurden neue Konzeptionen zu nahestehenden Personen, verbundenen Transaktionen, Verrechnungspreisanalyse und Dokumentation usw. eingeführt. Da die Abgabefrist für Verrechnungspreisdo-kumentation am 31. März 2015 abläuft, sollten Unternehmen, die in Verrechnungs-preistransaktionen involviert sind, vorab alle notwendigen Analysen und Verrech-nungspreis-Dokumentation erstellen.

         

        Umsatzsteuer

        Das neue Umsatzsteuergesetz tritt am 1. Januar 2015 in Kraft. Es steht in Einklang mit der Umsatzsteuerrichtlinie der Europäischen Union und liefert Klarstellungen und Einzelheiten, die im aktuellen Umsatzsteuergesetz nicht enthalten sind. Das neue Gesetz erweitert u. a. die Definition der Lieferung von Waren und Dienstleistungen und des Lieferorts bei Dienstleistungen. Auf der anderen Seite schafft es mehr Klar-heit zu Steuerereignissen, Vorsteuer, Reverse-Charge-Verfahren, Sonderregelungen usw.

        Änderungen des Einwanderungsgesetzes und der Regeln zur befristeten Aufenthaltserlaubnis in Lettland


        Am 1. September 2014 treten die Änderungen zum Einwanderungsgesetz aus dem Mai dieses Jahres in Kraft. Sie beinhalten neue Regeln für Ausländer, die wegen einer Investition in lettischen Grundbesitz oder in ein Kreditinstitut eine befristete Aufenthaltserlaubnis erlangen möchten. Neben dem Kauf von Grundbesitz oder der Unterzeichnung einer nachrangigen Schuldvereinbarung mit einem Kreditinstitut müssen diese Investoren auch Geld an die Regierung zahlen.
         

        Zusatzzahlung an die Regierung

        Wenn Investoren zum ersten Mal eine befristete Aufenthaltserlaubnis nach dem Kauf von Grundbesitz beantragen, müssen sie 5 % des Kaufpreises an die Regierung zahlen. Bei erstmaligem Antrag auf befristete Aufenthaltserlaubnis nach einer Investition in ein Kreditinstitut ist eine Zahlung an die Regierung in Höhe von EUR 25.000 fällig.

        Mögliche Änderungen im tschechischen Einkommensteuerrecht ab 2015


        Das Finanzministerium holt zurzeit zu seinen Reformvorschlägen im Einkommensteuerrecht externe Stellungnahmen ein. Anschließend erfolgen die Abstimmungen innerhalb der Regierung und die Debatte im Parlament. Die Änderungen sollen zum 1. Januar 2015 in Kraft treten.

         

        Befreiung von Naturaleinkommen

        Steuerfreies Naturaleinkommen von Angestellten im Bereich von Erholungs-, Gesundheits-, (Weiter-)Bildungs- und Sporteinrichtungen wird deutlich beschränkt. Eine Befreiung soll nunmehr bis zu einer Gesamthöhe von CZK 10.000 (ca. EUR 364) pro Jahr für sämtliches Naturaleinkommen dieser Art möglich sein. Eine Ausnahme, bei der die genannte Grenze von CZK 10.000 pro Jahr keine Anwendung findet, erfasst die Vorschulausbildung für Kinder. Weiterhin gilt, dass eine Befreiung nur möglich ist, wenn die entsprechenden Erwerbsaufwendungen auf der Seite des gewährenden Unternehmens steuerlich nicht in Abzug gebracht werden.

        Mögliche Änderungen im tschechischen Körperschaftsteuerrecht ab 2015


        Die wesentlichste Änderung, die die Steuerreform für Körperschaften mit sich bringt, betrifft Regelungen zu Investmentfonds. Mit der Änderung wird die Anwendung des ermäßigten Steuersatzes von 5 % auf bestimmte Investmentfonds (sog. Basis-Investmentfonds), beschränkt, die mehrere Bedingungen erfüllen müssen. Die Bedeutendste ist die Höchstgrenze für die Beteiligung eines jeden Anlegers von maximal 10 % für einen Zeitraum von mehr als zwölf Monaten. Die neue Regelung gilt nicht nur für neu gegründete Fonds, sondern auch für Fonds, die bereits vor dem Jahr 2015 aufgesetzt wurden. Erfüllt ein Investmentfonds nicht die vorgenannten Anforderungen, wird er mit dem regulären Steuersatz von 19 % besteuert. Die Ausschüttung ist dann auf Anlegerebene steuerfrei (sowohl bei natürlichen als auch juristischen Personen).

        Neue Regeln zur Gesellschafterfremdfinanzierung in Polen


        Am 7. Mai 2014 fand im polnischen Parlament die erste Lesung eines Regierungsent-wurfs zur Änderung des Körperschaftsteuergesetzes statt. Eine der wichtigsten Änderungen betrifft die Gesellschafterfremdfinanzierung mit der Einführung einer neuen Methode zur Bestimmung der Grenze für die Abzugsfähigkeit von Zinsen. Bislang klar ist, dass die neuen Regelungen große Auswirkungen auf die steuerliche Überleitungsrechnung polnischer Unternehmen haben können, die durch Kredite nahestehender Personen finanziert werden.

        Die neuen Regeln können die finanzielle Lage und Profitabilität Ihres Polen-Geschäfts beeinflussen. Darüber hinaus kann auch Ihre aktuelle Gesellschafterstruktur betroffen sein (einschließlich der mittelbaren Anteilseignerschaft, die bislang als Mittel galt, um Auswirkungen der Beschränkung von Gesellschafterfremdfinanzierung zu reduzieren).

        Austausch von Steuerinformationen in Lettland


        Im letzten Jahr ist Lettland dem globalen Forum für Transparenz und Austausch von Informationen zu steuerlichen Zwecken beigetreten. Innerhalb dieses multilateralen Rahmens wird die Arbeit im Bereich Transparenz und Austausch von Informationen seit 2000 von OECD-Mitgliedern und Nichtmitgliedern ausgeübt. Das Forum umfasst aktuell über 120 Staaten, die gemeinsam eine Standardisierung, Automatisierung und Förderung des grenzüberschreitenden Austauschs von Steuerinformationen anstreben.

        Eine Errungenschaft des Forums ist die Entwicklung einheitlicher Standards zum Informationsaustausch. Die Mitglieder des Forums führen Begutachtungen (sog. “Peer Reviews”) zur Überprüfung des Fortschritts zu einem vollständigen und effektiven Informationsaustausch durch. Sie identifizieren dadurch Methoden, durch die Staaten schneller Abkommen über den Austausch von Steuerinformationen unterzeichnen können.

        Elektronische Dienstleistungen in Aserbaidschan


        Das Ministerkabinett hat die Liste elektronischer Dienstleistungen von zentralen Regierungsbehörden in Aserbaidschan per Beschluss Nr. 105 vom 19. April 2014 um folgende Punkte erweitert:

         

        • Bereitstellung von Informationen über die Miet- und Pachtverbindlichkeiten bei Staatseigentum;
        • Anerkennung von Dokumenten und Anträgen zur staatlichen An- und Abmeldung von Grunddienstbarkeiten und Nießbrauch bei Immobilien;
        • Abriss von zerstörtem Staatseigentum sowie Rechte über solches Eigentum;
        • Bereitstellung von Informationen zu Grundstücken aus dem Staatsregister für unbewegliches Eigentum.