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Blickpunkt Osteuropa

Blickpunkt Osteuropa

Handelspartner und Investitionsstandort Bulgarien am 30. März 2017, PwC Berlin


Business Breakfast mit dem bulgarischen Wirtschaftsminister:

Handelspartner und Investitionsstandort Bulgarien. Herausforderungen und Erfolgsgeschichten

Der Osteuropaverein der deutschen Wirtschaft e.V. und die PricewaterhouseCoopers GmbH laden zum traditionellen gemeinsamen Business Breakfast ein, bei dem dieses Mal der Handelspartner und Investitionsstandort Bulgarien im Mittelpunkt steht. Ehrengast ist S.E. Professor Dr. Teodor Sedlarski, Wirtschaftsminister der Republik Bulgarien.

Nach einem Impulsvortrag von Herrn Stefan Ionkov, Leiter der Wirtschaftsabteilung der Botschaft der Republik Bulgarien in der Bundesrepublik Deutschland, berichten Unternehmen über Erfahrungen, Herausforderungen und Erfolgsgeschichten ihres Bulgarien-Geschäfts.

Anmeldung und weitere Details über Ina Enache: ina.enache@de.pwc.com.

Agenda

Estland: Gute Nachrichten für multinationale Konzerne


Zu der wahrscheinlich beachtenswertesten Änderung im Steuerrecht, auf die sich die neue Koalition geeinigt hat, gehört die Befreiung der Kapitalerträge aus der Veräußerung eines Anteils an einer ausländischen Tochtergesellschaft von der Körperschaftssteuer. Dies würde Estlands Attraktivität als Holdingstandort für multinationale Konzerne erheblich steigern.

Wenn beispielsweise eine estnische Holdinggesellschaft heute die Mehrheit ihrer Anteile an einer lettischen Tochtergesellschaft veräußern würde, würden die Nettoerträge bei späterer Verteilung als Dividenden der estnischen Körperschaftssteuer unterliegen. In vielen anderen europäischen Ländern würden Holdinggesellschaften in dieser Situation jedoch ganz oder teilweise von der Körperschaftssteuer befreit werden. Estland ist bei den Voraussetzungen für multinationale Holdinggesellschaften ganz klar in Verzug geraten. Es bleibt nun ein detaillierter Gesetzesentwurf des Finanzministeriums abzuwarten, der in naher Zukunft hoffentlich die richtigen Bedingungen dafür schaffen wird, dass Estland dem Wettbewerb um multinationale Holdinggesellschaften beitreten kann.

Tschechische Republik: Die Höhe der für eine Insolvenzforderung zu entrichtenden Mehrwertsteuer wurde erneut berichtigt.


Das tschechische Oberste Verwaltungsgericht hat die gegenwärtige Verwaltungspraxis im Zusammenhang mit einer Berichtigung von Umsatzsteuer für Insolvenzforderungen geprüft. Bisher wurde Artikel 44 Absatz 1 UStG vom Finanzministerium und der Generaldirektion für Finanzen dahingehend ausgelegt, dass Berichtigungen für Forderungen, die bei Eintritt der Zahlungsunfähigkeit des Schuldners länger als sechs Monate bestanden haben, möglich seien. Nun kam aber das Oberste Verwaltungsgericht zum Ergebnis, dass Berichtigungen nur für Forderungen in Betracht kommen, die spätestens sechs Monate vor Insolvenzeröffnung entstanden sind. Vor dem Hintergrund dieser Entscheidung ist eine Überprüfung der von der neuen Rechtsprechung betroffenen Forderungen aufgrund möglicher Steuerermäßigungen sehr empfehlenswert.