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Blickpunkt Osteuropa

    Blickpunkt Osteuropa

    Welche mongolischen Steuerfragen sollten ausländische natürliche Personen im Hinblick auf die sich nähernde Abgabefrist berücksichtigen?


    Da die Abgabefrist (15. Februar 2015) naht, sollten ausländische natürliche Personen, die sich in der Mongolei befinden, relevante Steuerfragen wie z. B. Steuerwohnsitz, steuerpflichtiges Einkommen, Steuersätze, individuelle Steuererklärungen, Zahlungspflichten und –fristen sowie potenzielle Strafen, beachten.

     

    Das Einkommen, das außerhalb der Mongolei erwirtschaftet wurde, könnte ebenfalls der mongolischen Steuer unterliegen.

     

    Steuerwohnsitz

    Eine ausländische natürliche Person ist in der Mongolei steuerlich ansässig, wenn sie sich mindestens 183 Tage des Steuerjahres in der Mongolei aufhält oder ihren Wohnsitz in der Mongolei hat (Art. 6.1.1 und 6.1.2 des mongolischen Einkommensteuergesetzes). Die Tage berechnen sich dabei entsprechend der Anzahl an Kalendertagen seit dem ersten Tag in der Mongolei. Bei mehreren Aufenthalten werden die Gesamttage der jeweiligen Aufenthalte in der Mongolei zusammengerechnet.

    Neue Steuergesetze in der Mongolei


    Aktuell arbeiten das Finanzministerium und das Ministerium für wirtschaftliche Entwicklung an neuen Entwürfen und Änderungen von Steuergesetzen. Die mongolische Industrie- und Handelskammer hat die Geschäftswelt auf ihrer Homepage nach ihrer Meinung zu den Gesetzesentwürfen befragt.

    Für folgende Gesetze gibt es neue Entwürfe und Änderungen:

     

    • Allgemeines Steuergesetz;
    • Körperschaftsteuergesetz;
    • Umsatzsteuergesetz;
    • Einkommensteuergesetz;
    • Erbschafts- und Schenkungssteuergesetz;
    • Untergrundgebührengesetz;
    • Bergbau- und Erdölgebührengesetz;
    • Immobiliensteuergesetz;
    • Umweltverschmutzungsgebührengesetz;
    • Abgabengesetz bzgl. der Nutzung von natürlichen Ressourcen;
    • Zollgesetz;
    • Gesetz über Zollabgaben;
    • Gesetz über städtische Abgaben;
    • Registrierung von Barzahlung und bargeldloser Zahlung sowie Vergütung;
    • Lotteriegesetz.

    Änderungen einiger mongolischer Steuergesetze mit Wirkung zum 1. Januar 2013


    Einkommensteuer

    Für Dividendeneinkünfte sowie bei bestimmten Zinseinkünften von natürlichen Personen wird nunmehr ein Steuersatz von 10 % angewendet. Bislang waren die Einkünfte noch steuerfrei gewesen.

    Bis zum 1. Januar 2016 werden Zinseinkünfte mongolischer Staatsbürger bei festverzinslichen Anlagen allerdings vorerst nur dann besteuert, wenn die Laufzeit weniger als ein Jahr beträgt und dabei Erträge von mehr als MNT 100 Millionen (ca. EUR 53.808) erzielt werden. Für ausländische Anleger ergeben sich keine Änderungen, da bei ihnen ohnehin sämtliche Zinseinkünfte bei mongolischen Banken einer Quellensteuer bzw. der Einkommensteuer unterliegen.

     

    Umsatzsteuer und Zollabgaben