Leasing OnLine

MaRisk-Novelle 2017 – Auslagerungen: Die Herausforderungen für Leasinggesellschaften im Zuge der Neufassung des AT 9 MaRisk

Die Aufsicht beabsichtigt mit der Neufassung des AT 9 MaRisk eine effektivere Steuerung und Überwachung der Auslagerungen zu gewährleisten, um Störungen im Betriebsablauf im Zusammenhang mit Auslagerungen entgegenzuwirken. Welche wesentlichen Änderungen vorgenommen wurden und welche Herausforderungen daraus für Leasinggesellschaften resultieren, ist im Nachfolgenden dargestellt.

I. Definition & Abgrenzung nach AT 9 Tz. 1 MaRisk n.F.
Anpassung bzw. Veränderung Herausforderung für Leasinggesellschaften

Institutsvergütungsverordnung – überarbeiteter Entwurf veröffentlicht

Die BaFin hat am 19. Januar 2017 den finalen Entwurf der neuen Institutsvergütungsverordnung (InstitutsVergV) veröffentlicht. Die neue Verordnung wird wie im Dezember letzten Jahres angekündigt voraussichtlich am 1. März 2017 in Kraft treten. Mit der überarbeiteten Fassung wurden im Wesentlichen die Leitlinien für eine solide Vergütungspolitik der Europäischen Bankenaufsichtsbehörde EBA umgesetzt. Die Novellierung beinhaltet u.a.:

  • Eine schärfere Konturierung der Vergütungsarten.
  • Eine größere Differenzierung hinsichtlich variabler Vergütung.
  • Spezifizierung der ex post-Risikoadjustierung mit vorgeschriebenen Clawback-Klauseln (Möglichkeit zum Rückgriff auf bereits ausbezahlte variable Vergütungselemente).

IFRS 16 maßgeschneidert, das neue PwC-Poster

Mit der Veröffentlichung des IFRS 16 stehen insbesondere Leasingnehmer künftig bei dessen Umsetzung vor großen Herausforderungen. Um hierfür gewappnet zu sein, haben wir die wesentlichen Regelungen im Poster „Schnittmuster für die neue Leasingbilanzierung“ übersichtlich zusammengefasst. Auch Leasinggeber bietet das Poster die Gelegenheit, sich über die neuen Fragestellungen und Ansprüche ihrer Kunden zu informieren um mögliche Maßnahmen frühzeitig abzuleiten.

Das Poster „Schnittmuster für die neue Leasingbilanzierung“ steht Ihnen in unserem PwC-Publikations-Shop zur Bestellung zur Verfügung.

Risikotragfähigkeit – Auswirkungen der neuen MaRisk für Leasinggesellschaften

Jede Leasinggesellschaft hat – wie bereits bekannt – einen internen Prozess zur Sicherstellung der Risikotragfähigkeit einzurichten. Die in diesem Zusammenhang eingesetzten Verfahren müssen sowohl das Ziel der Fortführung als auch den Gläubigerschutz vor Verlusten angemessen berücksichtigen.

Die neuen MaRisk stellen nunmehr klar, dass es einen führenden Steuerungskreis und einen ergänzenden Steuerungskreis zu geben hat. Der ergänzende Steuerungskreis ist hierbei so auszugestalten, dass er dem führenden (ersten) Steuerungskreis hinsichtlich der vollen Anforderungen an diesen Steuerungskreis Rechnung tragen kann. Die Aufsicht macht damit deutlich, dass der ergänzende Steuerungskreisso gut“ sein muss, dass er den führenden Steuerungskreis ersetzten könnte, ohne dass es zu einer maßgeblichen Beeinträchtigung der Steuerungsqualität kommen würde.

PwC Leasing Team wünscht frohe Weihnachten

Liebe Blogleserinnen und -leser,

die Leasingbranche blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2016 zurück, mit einer Rekordentwicklung im Neugeschäft und sehr geringen Ausfallraten. Neben der guten Marktentwicklung war das Jahr aber auch durch vielfältige gesamtwirtschaftliche Veränderungen (z.B. dem Brexit) sowie durch Herausforderungen für Leasinggesellschaften geprägt. Die Veröffentlichung des IFRS 16 zur Leasingbilanzierung im Februar 2016, die Konsultationspapiere zur fünften MaRisk-Novelle und die Neuerungen zur Institutsvergütungsverordnung werden die Branche auch in den nächsten Jahren beschäftigen. Hinzukommen Themen wie Datensicherheit, die fortschreitende Digitalisierung und die sich abzeichnenden weiter verschärften aufsichtsrechtlichen Anforderungen an Leasinggesellschaften.

Umsatzsteuer – Haftung bei Abtretung, Verpfändung oder Pfändungen von Forderungen

Bei einer Abtretung, Verpfändung oder Pfändung einer Forderung kann es passieren, dass bei Einzug der Forderung durch den Forderungserwerber der abtretende Unternehmer finanziell nicht mehr in der Lage ist, die von ihm geschuldete Umsatzsteuer gegenüber dem Finanzamt zu entrichten. Dieser mögliche Umsatzsteuerausfall soll durch § 13c UStG vermieden werden: Der Forderungserwerber haftet nach § 13c UStG für die in den Forderungen enthaltene Umsatzsteuer begrenzt auf die im Zeitpunkt der Fälligkeit nicht entrichtete Steuer.

Update zur neuen Institutsvergütungsverordnung (InstitutsVergV)

Wie die BaFin am 12. Dezember 2016 auf ihrer Homepage mitteilte, wird die neue InstitutsVergV nicht wie geplant Anfang 2017 in Kraft treten sondern erst am 1. März 2017.

Weiter kündigt die BaFin an, dass noch vor Weihnachten ein neuer Entwurf der InstitutsVergV-Novelle veröffentlicht wird.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.bafin.de

Bankaufsichtliche Anforderungen an die IT (BAIT) – Neue Herausforderungen für Leasinggesellschaften

Als Finanzdienstleistungsinstitute müssen Leasinggesellschaften umfangreiche aufsichtsrechtliche Anforderungen erfüllen. Mit den BAIT verschärft die Aufsicht ihren Fokus auf den Bereich IT – neben den Anforderungen aus der erwarteten MaRisk Novelle 2016 – weiter.

Was sind die BAIT?

Mit den BAIT will die BaFin die MaRisk um spezifischere Anforderungen mit Bezug zur IT konkretisieren. Speziell betrifft das die im allgemeinen Teil 7.2 der MaRisk „Technisch-organisatorische Ausstattung“ noch nicht oder noch nicht abschließend geregelten Sachverhalte. Diese sollen detaillierter aufgegriffen und damit die Erwartungshaltung der Aufsicht transparenter dargestellt werden.

IFRS 16 – das Leasingverhältnis

Um ein grundlegendes Verständnis über den IFRS 16 zu gewinnen, bieten die „PwC-Shortcuts“ eine gute Gelegenheit. Hierbei werden einzelnen Aspekte und Fragestellungen visuell aufgearbeitet und Lösungen anschaulich erklärt. In der ersten Folge werden die Besonderheiten und Herausforderungen bei der Identifizierung von Leasingverhältnissen an einem praktischen Beispiel dargestellt.

Übernahmen von IFRS 9 in EU-Recht

Durch die Veröffentlichung der Verordnung (EG) Nr. 2016/2067 im EU-Amtsblatt am 29. November 2016 hat die EU Kommission IFRS 9 Finanzinstrumente endgültig in EU-Recht übernommen. Der neue Standard tritt am 1. Januar 2018 in Kraft. Eine vorzeitige Anwendung ist zulässig.

Der neue Standard beinhaltet Vorgaben zur Klassifizierung und Bewertung, ein neues Wertminderungsmodell zur Abbildung erwarteter Verluste und neue Regelungen zum Hedge Accounting.