Leasing OnLine

PwC Global FinTech Studie – auch für Leasinggesellschaften von Bedeutung!

Banken, Versicherungen und Finanzdienstleistungsunternehmen haben gem. einer aktuellen Studie von PwC das Veränderungspotential durch FinTechs für die Branche erkannt. Neun von zehn Finanzdienstleistern weltweit gehen dabei davon aus, Marktanteile an FinTechs zu verlieren und suchen daher den Schulterschluss mit den neuen Marktteilnehmern. Grundlage der kürzlich veröffentlichten Umfrage von PwC, ist die weltweite Befragung von 1.300 Branchenmanagern. Die Studie stieß in Deutschland auf große Resonanz (Handelsblatt, FAZ, Welt u.v.m.) und ist auch für Leasing- und Factoringgesellschaften interessant.

MaRisk 2016 – Risikoberichterstattung BT 3

Die Risikoberichterstattung steht immer mehr im Fokus der Aufsicht und wird auch vermehrt im Rahmen von Sonderprüfungen überprüft. Die Änderungen und Neuerungen im Rahmen der MaRisk Konsultation 2/2016 bestätigen diesen Eindruck. In den MaRisk 2016 werden erweiterte und verschärfte Anforderungen an die Risikoberichterstattung gestellt. In dem BT 3.1 werden die Allgemeinen Anforderungen an die Risikoberichterstattung geregelt, in BT 3.2 wird die Berichterstattung der Risikocontrolling-Funktion geregelt.

Chancen im Rahmen des erhöhten Informationsbedarfs der Leasingnehmer nach IFRS 16

Am 13. Januar 2016 ist der finale IFRS-Standard zur Leasingbilanzierung (IFRS 16) erschienen. Er ist für alle nach IFRS bilanzierenden Unternehmen ab dem 1. Januar 2019 anzuwenden, eine vorzeitige Anwendung ist möglich. Die IFRS-Regelungen sehen vor, dass sämtliche Leasingverhältnisse beim Leasingnehmer in Form von Nutzungsrechten mit korrespondierender Leasingverbindlichkeit in der Bilanz erfasst werden. Dies erhöht die Komplexität und den Aufwand bei der Bilanzierung von Leasingverhältnissen für Leasingnehmer und kann damit die Attraktivität von Leasing für nach IFRS bilanzierende Leasingnehmer deutlich reduzieren bzw. die von Alternativen (z.B. Kauf) stärken.

Stärkung der wirtschaftlichen Eigentümerstellung bei Vorliegen eines Andienungsrechts

Die Zurechenbarkeit des Leasingobjekts beim Leasinggeber oder –nehmer ist eine zentrale Fragestellung mit weitreichenden steuerlichen Auswirkungen. Dabei ist die Beurteilung der Zurechnung des wirtschaftlichen Eigentums (§ 39 Abs. 2 Nr. 1 AO) an dem Leasingobjekt entscheidend. Besondere Bedeutung hat diese Fragestellung bei Sale-and-Lease-Back Verträgen.

In Urteilen mehrerer Finanzgerichte ist das wirtschaftliche Eigentum anhand der vertraglichen Vereinbarungen und des mutmaßlichen (vernünftigen) wirtschaftlichen Verhaltens der Beteiligten beurteilt worden. Bei Vorliegen eines Andienungsrechts sei darauf abzustellen, ob mit dessen Ausübung zu rechnen ist.

Auch für Leasinggesellschaften ein Thema – Neuerungen im Bereich Geldwäsche

Das BMF hat am 24. November 2016 den Referentenentwurf zur Umsetzung der 4. EU-Geldwäscherichtlinie zur Ausführung der EU-Geldtransferverordnung und zur Neuorganisation der Zentralstelle für Finanztransaktionsuntersuchungen veröffentlicht. Die nationale Umsetzung hat bis zum 26. Juni 2017 zu erfolgen.

Infolge der Umsetzungen sind u.a. Anpassungen im GwG, KWG, Versicherungsaufsichtsgesetz, Zahlungsdiensteaufsichtsgesetz sowie im Kapitalanlagegesetzbuch erforderlich.

Für Leasinggesellschaften sind insbesondere folgende Neuerungen bedeutend:

  • Stärkung des risikobasierten Ansatzes des Geldwäscherechts

MaRisk-Novelle 2017 – Auslagerungen: Die Herausforderungen für Leasinggesellschaften im Zuge der Neufassung des AT 9 MaRisk

Die Aufsicht beabsichtigt mit der Neufassung des AT 9 MaRisk eine effektivere Steuerung und Überwachung der Auslagerungen zu gewährleisten, um Störungen im Betriebsablauf im Zusammenhang mit Auslagerungen entgegenzuwirken. Welche wesentlichen Änderungen vorgenommen wurden und welche Herausforderungen daraus für Leasinggesellschaften resultieren, ist im Nachfolgenden dargestellt.

I. Definition & Abgrenzung nach AT 9 Tz. 1 MaRisk n.F.
Anpassung bzw. Veränderung Herausforderung für Leasinggesellschaften

Institutsvergütungsverordnung – überarbeiteter Entwurf veröffentlicht

Die BaFin hat am 19. Januar 2017 den finalen Entwurf der neuen Institutsvergütungsverordnung (InstitutsVergV) veröffentlicht. Die neue Verordnung wird wie im Dezember letzten Jahres angekündigt voraussichtlich am 1. März 2017 in Kraft treten. Mit der überarbeiteten Fassung wurden im Wesentlichen die Leitlinien für eine solide Vergütungspolitik der Europäischen Bankenaufsichtsbehörde EBA umgesetzt. Die Novellierung beinhaltet u.a.:

  • Eine schärfere Konturierung der Vergütungsarten.
  • Eine größere Differenzierung hinsichtlich variabler Vergütung.
  • Spezifizierung der ex post-Risikoadjustierung mit vorgeschriebenen Clawback-Klauseln (Möglichkeit zum Rückgriff auf bereits ausbezahlte variable Vergütungselemente).

IFRS 16 maßgeschneidert, das neue PwC-Poster

Mit der Veröffentlichung des IFRS 16 stehen insbesondere Leasingnehmer künftig bei dessen Umsetzung vor großen Herausforderungen. Um hierfür gewappnet zu sein, haben wir die wesentlichen Regelungen im Poster „Schnittmuster für die neue Leasingbilanzierung“ übersichtlich zusammengefasst. Auch Leasinggeber bietet das Poster die Gelegenheit, sich über die neuen Fragestellungen und Ansprüche ihrer Kunden zu informieren um mögliche Maßnahmen frühzeitig abzuleiten.

Das Poster „Schnittmuster für die neue Leasingbilanzierung“ steht Ihnen in unserem PwC-Publikations-Shop zur Bestellung zur Verfügung.

Risikotragfähigkeit – Auswirkungen der neuen MaRisk für Leasinggesellschaften

Jede Leasinggesellschaft hat – wie bereits bekannt – einen internen Prozess zur Sicherstellung der Risikotragfähigkeit einzurichten. Die in diesem Zusammenhang eingesetzten Verfahren müssen sowohl das Ziel der Fortführung als auch den Gläubigerschutz vor Verlusten angemessen berücksichtigen.

Die neuen MaRisk stellen nunmehr klar, dass es einen führenden Steuerungskreis und einen ergänzenden Steuerungskreis zu geben hat. Der ergänzende Steuerungskreis ist hierbei so auszugestalten, dass er dem führenden (ersten) Steuerungskreis hinsichtlich der vollen Anforderungen an diesen Steuerungskreis Rechnung tragen kann. Die Aufsicht macht damit deutlich, dass der ergänzende Steuerungskreisso gut“ sein muss, dass er den führenden Steuerungskreis ersetzten könnte, ohne dass es zu einer maßgeblichen Beeinträchtigung der Steuerungsqualität kommen würde.

PwC Leasing Team wünscht frohe Weihnachten

Liebe Blogleserinnen und -leser,

die Leasingbranche blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2016 zurück, mit einer Rekordentwicklung im Neugeschäft und sehr geringen Ausfallraten. Neben der guten Marktentwicklung war das Jahr aber auch durch vielfältige gesamtwirtschaftliche Veränderungen (z.B. dem Brexit) sowie durch Herausforderungen für Leasinggesellschaften geprägt. Die Veröffentlichung des IFRS 16 zur Leasingbilanzierung im Februar 2016, die Konsultationspapiere zur fünften MaRisk-Novelle und die Neuerungen zur Institutsvergütungsverordnung werden die Branche auch in den nächsten Jahren beschäftigen. Hinzukommen Themen wie Datensicherheit, die fortschreitende Digitalisierung und die sich abzeichnenden weiter verschärften aufsichtsrechtlichen Anforderungen an Leasinggesellschaften.