Kategorie: Regulatory

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AnaCredit für Leasinggesellschaften – Kommt! Kommt nicht! Oder doch?

Der EZB-Rat billigte am 18. Mai 2016 die Verordnung zur Implementierung eines granularen statistischen Kreditmeldewesens (sog. „AnaCredit“), welche zum 31. Dezember 2017 in Kraft tritt. Ziel von AnaCredit: europäisches Projekt zur Unterstützung der Aufsicht bei der Wahrnehmung wichtiger Zentralbankaufgaben des Eurosystems (z.B. der Geldpolitik, des Risikomanagements und der Finanzstabilitätsüberwachung).

Mittelfristig soll AnaCredit dazu beitragen, bestehende statistische Meldungen zu konsolidieren oder sogar ganz abzulösen.

Erhebungsmethodik nach AnaCredit: Vorgesehen ist eine neuartige Erhebungsmethodik auf Einzelkreditebene. Diese granulare Datenbasis ermöglicht eine hohe Auswertungsflexibilität und auf Grund der EWU-weit harmonisierten Inhalte und Methoden werden durch AnaCredit zukünftig länderübergreifend vergleichbare Informationen zur Verfügung stehen. Umfang der Meldungen nach AnaCredit: In der aktuellen Fassung prinzipiell alle Kreditarten (ohne Derivate und außerbilanzielles Geschäft) von Kreditinstituten an Kreditnehmer, die keine natürlichen Personen sind, über einer Meldegrenze von € 25.000 je Kreditnehmer bei einem Kreditinstitut. Es werden 67 Attribute zu Krediten und Kreditrisiken sowie 22 Merkmale zu Kreditnehmern abgefragt. Einführung von AnaCredit: Für die Einführung ist ein mehrstufiges Verfahren vorgesehen, wobei bislang nur der Umfang der ersten Phase definiert ist und Kreditinstitute erfasst. Über weitere Phasen mit zusätzlichen Berichtspflichtigen, Instrumenten oder Kreditnehmern entscheidet der EZB-Rat nach einer erneuten Kosten-Nutzen-Analyse zu einem späteren Zeitpunkt. Erstmalige Meldung: Die erste Datenübermittlung erfolgt für Kreditdaten spätestens zum Referenzmonat „September 2018“, für Stammdaten der Vertragspartner (Kreditnehmer, Sicherungsgeber, Originatoren, Servicer) spätestens zum Referenzmonat „März 2018“. Für Bestandskredite und kleine Kreditinstitute sieht die Verordnung Erleichterungen vor.

Was bedeutet dies für die Leasinggesellschaften?

  • AnaCredit findet in der ersten Phase noch keine Anwendung für die Leasinggesellschaften, eine spätere Einbeziehung ist nicht ausgeschlossen.

Aber:

  • Die weiteren Entwicklungen sind daher eng zu beobachten.
  • Eine frühzeitige Umsetzung und laufende Erfassung von melderelevanten Daten reduziert den Umsetzungsaufwand in Bezug auf Datenverfügbarkeit und –Qualität deutlich.
  • Eine freiwillige Erfassung der melderelevanten Daten könnte die Aussagekraft des Risikomanagementsystems deutlich erhöhen und damit eine bessere interne Steuerung ermöglichen.

Weitere Informationen finden Sie unter:

AnaCredit

Abschlussprüfungsreform – Auswirkungen auch auf Leasinggesellschaften?

Seit dem 17. Juni 2016 gilt die neue Abschlussprüfungsreform (AReG), die sich vor allem an Unternehmen von öffentlichem Interesse (Public Interested Entities „PIE“) und deren Abschlussprüfer richtet.

PIEs sind wie folgt definiert:

  • Unternehmen, deren übertragbare Wertpapiere zum Handel auf einem geregelten Markt zugelassen sind,
  • Kreditinstitute,
  • Versicherungsunternehmen und
  • Unternehmen, die von den Mitgliedstaaten als Unternehmen von öffentlichem Interesse bestimmt werden.

Im Gegensatz zu Kreditinstituten – sofern diese das Kredit- und das Einlagengeschäft betreiben – gelten Finanzdienstleistungsinstitute nicht als geborene PIE, weshalb der überwiegende Teil der Leasinggesellschaften nicht unter die PIE-Definition. Ausnahmen können sich ergeben, sofern Leasinggesellschaften z.B. börsennotiert sind. Gehören Leasinggesellschaften einer Unternehmensgruppe an, welche auch einen PIE beinhaltet, können die Auswirkungen aufgrund interner Gruppenvorgaben auch für die Leasinggesellschaft relevant werden.

Die Abschlussprüfungsreform betrifft vor allem die folgenden Bereiche:

  • Externe Rotation des Abschlussprüfers,
  • Durchführung von Nichtprüfungsleistungen durch den Abschlussprüfer,
  • Aufgaben des Prüfungsausschusses (als Teil des Aufsichtsorgans) sowie,
  • die Berichterstattung des Abschlussprüfers (Bestätigungsvermerk).

Leasinggesellschaften sollten sich daher auch mit den Regelungen der Abschlussprüferreform vertraut machen und die Relevanz der neuen Regelungen auf ihr Unternehmen überprüfen. Für mehr Informationen Klicken Sie auf folgenden Link:

http://www.pwc.de/de/abschlusspruefungsreform.html

MaRisk 2016 – Risikoberichterstattung BT 3

Die Risikoberichterstattung steht immer mehr im Fokus der Aufsicht und wird auch vermehrt im Rahmen von Sonderprüfungen überprüft. Die Änderungen und Neuerungen im Rahmen der MaRisk Konsultation 2/2016 bestätigen diesen Eindruck. In den MaRisk 2016 werden erweiterte und verschärfte Anforderungen an die Risikoberichterstattung gestellt. In dem BT 3.1 werden die Allgemeinen Anforderungen an die Risikoberichterstattung geregelt, in BT 3.2 wird die Berichterstattung der Risikocontrolling-Funktion geregelt.

Die neuen Regelungen an die Risikoberichterstattung resultieren aus dem „Dreiklang“ – Erwartungen der Adressaten, Anforderungen der Aufsicht und Interne Infrastruktur. Um diesem Dreiklang gerecht werden zu können ist eine vollständige, genaue und aktuelle Datengrundlage unverzichtbar. Die Sicherstellung der Reportingqualität stellt zudem Anforderungen an die Datengranularität. Nur wenn das Institut sichergestellt hat, das diese Themen ordnungsgemäß gemanagt werden, sind die Voraussetzungen für die Erfüllung der Anforderungen und Erwartungen an die Risikoberichterstattung überhaupt gegeben, da die neuen MaRisk nun wesentliche Informationen zu den einzelnen als wesentlich eingestuften Risikoarten fordern. Daneben sind weitere Informationen über die Angemessenheit der Kapitalausstattung genauso wie Angaben zum ökonomischen Kapital sowie der Prognose zur Entwicklung der Kapitalausstattung, der Liquiditäts- und der Refinanzierungspositionen anzugeben. In möglichen Stressphasen muss gerade die Risikocontrolling-Funktion schneller und präzise Bericht erstatten können um sowohl Steuerungsmaßnahmen ableiten also auch nachweisen zu können, dass die Berichterstattung sich weiterentwickelt hat.

Was sind nun die Auswirkungen und Herausforderungen für die Institute:

  1. Eine Anpassung der Berichtsprozesse ist – sofern noch nicht bereits validiert und angepasst – erforderlich, da über alle wesentlichen Risikoarten – bis auf das operationelle (jährlich) Risiko – quartalsweise zu berichten ist.
  2. Prognosen zur Entwicklung der Kapital- und Liquiditäts- sowie der Refinanzierungsposition sind in die Berichterstattung ebenfalls quartalsweise zu integrieren. Es sind deshalb spezifische Prozesse in Zusammenarbeit mit den verschiedenen Abteilungen zu implementieren.
  3. Bisher häufig auftretende Schwächen in der Berichterstattung wie z.B. die nicht ausreichende Flexibilität bei der Aufbereitung und ggfs. den Anpassungsmöglichkeiten der Risikodaten und Risikoberichten sowie die zu umfangreichen Erstellungsdauern, sind zu beheben. Ebenso sind die häufig fehlende Qualitätssicherung und Abstimmung der Risikoberichterstattung zu beheben.

MaRisk-Novelle 2017 – Auslagerungen: Die Herausforderungen für Leasinggesellschaften im Zuge der Neufassung des AT 9 MaRisk

Die Aufsicht beabsichtigt mit der Neufassung des AT 9 MaRisk eine effektivere Steuerung und Überwachung der Auslagerungen zu gewährleisten, um Störungen im Betriebsablauf im Zusammenhang mit Auslagerungen entgegenzuwirken. Welche wesentlichen Änderungen vorgenommen wurden und welche Herausforderungen daraus für Leasinggesellschaften resultieren, ist im Nachfolgenden dargestellt.

I. Definition & Abgrenzung nach AT 9 Tz. 1 MaRisk n.F.
Anpassung bzw. Veränderung Herausforderung für Leasinggesellschaften
  • Auslagerungstatbestand ist unabhängig von der möglichen zivilrechtlichen Ausgestaltung der (Auslagerungs-) Verträge, wobei die Auslagerungsdefinition zunächst nicht durch den einmaligen oder gelegentlichen Fremdbezug von Gütern und Dienstleistungen erfüllt ist
  • Unterstützungsleistungen für bezogene Software des Risikomanagements bzw. der Kerngeschäftssysteme sind fortan generell als Auslagerung zu verstehen
  • Validierung bestehender Auslagerungs- und Abgrenzungsdefinitionen sowie ggf. Anpassung von Prozessen bzw. der schriftlich fixierten Ordnung.

→ Grundlage für die Einstufung ist dabei der Vertragsinhalt und nicht die rechtliche Vertragsgestaltung z.B. in Form von Werkverträgen

  • Analyse der externen Unterstützungsleistungen für risikomanagementrelevante IT und Kerngeschäftssysteme

 

II. Auslagerbarkeit der Kontrollbereiche AT 9 Tz. 5 MaRisk n.F.
Anpassung bzw. Veränderung Herausforderung für Leasinggesellschaften
  • Vorhalten fundierter Kenntnisse und Erfahrungen im Unternehmen als Auslagerungsvoraussetzung, um wirksame Überwachung sowie ggf. effektives Re-Insourcing zu gewährleisten
  • Grundsätzlich keine Vollauslagerung der besonderen Funktionen möglich

Ausnahmen:

RisikocontrollingFunktion: bei nicht wesentlichen Tochterunternehmen innerhalb einer Institutsgruppe

Compliance-Funktion sowie Interne Revision: nur bei kleinen Instituten

  • Auf- und Ausbau von Kompetenzen innerhalb des Unternehmens (trotz Auslagerung) bedeutet i.d.R. höheren Ressourcen- und Schulungsbedarf.

 

 

  • Umfangreicher Bedarf an eigenen Ressourcen für wesentliche Tochterunternehmen und mittelgroße bzw. große Leasingunternehmen (vorhalten von Abteilungen, Schulungsmaßnahmen u.ä.)

 

 

III. Exit-Prozesse & Handlungsoptionen AT 9 Tz. 6 MaRisk n.F.
Anpassung bzw. Veränderung Herausforderung für Leasinggesellschaften
  • Festlegung sog. Exit-Prozesse – soweit sinnvoll und möglich – sowie entsprechender Handlungsoptionen für unbeabsichtigte oder unerwartete Beendigungen von wesentlichen Auslagerungen

Ausnahmen:

Gruppen- und verbundinterne Auslagerungen: Keine Notwendigkeit zur Erstellung von Exit-Prozessen

  • Definition von Exit-Prozessen – soweit sinnvoll und möglich – unter Berücksichtigung der Aspekte:

o  Aufrechterhaltung von Kontinuität und Qualität der ausgelagerten Aktivitäten und Prozesse

o  Wiederherstellung in angemessener Zeit

  • regelmäßige und anlassbezogene Überprüfungen der Handlungsoptionen

 

IV. Zentrales Auslagerungsmanagement AT 9 Tz. 12 f. MaRisk n.F.
Anpassung bzw. Veränderung Herausforderung für Leasinggesellschaften
  • Einrichtung eines zentralen Auslagerungsmanagement abhängig von Art, Umfang, Komplexität der Auslagerungen
  • Erstellung eines jährlichen Reportings an die Geschäftsleitung über die institutsinterne Bewertung der Dienstleistungsqualität des Auslagerungsunternehmens
  • Überprüfung ggf. vorhandener Prozesse sowie Weiterentwicklung bestehender Methoden und Verfahren für ein angemessenes Auslagerungsmanagement
  • Festlegung von Qualitätskriterien sowie Prüfung der Verfügbarkeit der Daten zur Erfüllung der Anforderungen an das Reporting

 

Institutsvergütungsverordnung – überarbeiteter Entwurf veröffentlicht

Die BaFin hat am 19. Januar 2017 den finalen Entwurf der neuen Institutsvergütungsverordnung (InstitutsVergV) veröffentlicht. Die neue Verordnung wird wie im Dezember letzten Jahres angekündigt voraussichtlich am 1. März 2017 in Kraft treten. Mit der überarbeiteten Fassung wurden im Wesentlichen die Leitlinien für eine solide Vergütungspolitik der Europäischen Bankenaufsichtsbehörde EBA umgesetzt. Die Novellierung beinhaltet u.a.:

  • Eine schärfere Konturierung der Vergütungsarten.
  • Eine größere Differenzierung hinsichtlich variabler Vergütung.
  • Spezifizierung der ex post-Risikoadjustierung mit vorgeschriebenen Clawback-Klauseln (Möglichkeit zum Rückgriff auf bereits ausbezahlte variable Vergütungselemente).

Das Verhältnismäßigkeitsprinzip in Form von Schwellenwerten, bei deren Erreichen oder Überschreiten die besonderen Anforderungen an die Risikoadjustierung der variablen Vergütung von Risikoträgern zwingend vorgeschrieben werden, wurde beibehalten. Institute, die das Leasing und das Factoring betreiben, müssen als Nicht-CRR-Institute, sofern sie nicht bedeutend im Sinne der InstitutsVergV sind, weiterhin keine Risikoträger identifizieren und nur die allgemeinen Anforderungen in Abschnitt 2 und ggf. die Anforderungen in Abschnitt 4 erfüllen. Die Bilanzsummen-Grenze für bedeutende Institute wurde bei € 15 Mrd. belassen und nicht wie von der EU Kommission beabsichtigt auf € 5 Mrd. verringert.

 

Den von der BaFin überarbeiteten Entwurf finden Sie hier.

Risikotragfähigkeit – Auswirkungen der neuen MaRisk für Leasinggesellschaften

Jede Leasinggesellschaft hat – wie bereits bekannt – einen internen Prozess zur Sicherstellung der Risikotragfähigkeit einzurichten. Die in diesem Zusammenhang eingesetzten Verfahren müssen sowohl das Ziel der Fortführung als auch den Gläubigerschutz vor Verlusten angemessen berücksichtigen.

Die neuen MaRisk stellen nunmehr klar, dass es einen führenden Steuerungskreis und einen ergänzenden Steuerungskreis zu geben hat. Der ergänzende Steuerungskreis ist hierbei so auszugestalten, dass er dem führenden (ersten) Steuerungskreis hinsichtlich der vollen Anforderungen an diesen Steuerungskreis Rechnung tragen kann. Die Aufsicht macht damit deutlich, dass der ergänzende Steuerungskreisso gut“ sein muss, dass er den führenden Steuerungskreis ersetzten könnte, ohne dass es zu einer maßgeblichen Beeinträchtigung der Steuerungsqualität kommen würde.

Was gilt es zu überprüfen?

  • Welcher Steuerungskreis ist als der führende Steuerungskreis definiert worden?
  • Liefert der ergänzende Steuerungskreis die gleichen Steuerungsergebnisse bzw. Steuerungsimpulse wie der führende Steuerungskreis?
  • Kommt es zu unterschiedlichen Ergebnissen oder Impulsen für die Steuerung, so sind die Ursachen zu analysieren und Maßnahmen zu ergreifen, die sicherstellen, dass als Ergebnis aus beiden Steuerungskreisen die gleichen Steuerungsimpulse resultieren.

Was ist das Fazit für die Leasinggesellschaft?

In welchem Umfang es zwei Steuerungskreise grundsätzlich zu geben hat und wie diese auszugestalten sind hängt maßgeblich von Art, Umfang, Risikogehalt und Komplexität (Proportionalität) der Leasinggesellschaft ab. Sollte sich das Institut nicht sicher sein, ob hier Handlungsbedarf besteht ist im Zweifel ein Experte zu konsultieren. Die Ergebnisse der Konsultation sind zu dokumentieren, in das Fachkonzept zur Risikotragfähigkeit aufzunehmen und umzusetzen.

Wichtig ist zu beachten, dass diese Anforderung aufgrund des klarstellenden Charakters der Novellierung in diesem Punkt bereits nach der derzeitig gültigen Fassung der MaRisk umzusetzen ist.

Update zur neuen Institutsvergütungsverordnung (InstitutsVergV)

Wie die BaFin am 12. Dezember 2016 auf ihrer Homepage mitteilte, wird die neue InstitutsVergV nicht wie geplant Anfang 2017 in Kraft treten sondern erst am 1. März 2017.

Weiter kündigt die BaFin an, dass noch vor Weihnachten ein neuer Entwurf der InstitutsVergV-Novelle veröffentlicht wird.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.bafin.de

Bankaufsichtliche Anforderungen an die IT (BAIT) – Neue Herausforderungen für Leasinggesellschaften

Als Finanzdienstleistungsinstitute müssen Leasinggesellschaften umfangreiche aufsichtsrechtliche Anforderungen erfüllen. Mit den BAIT verschärft die Aufsicht ihren Fokus auf den Bereich IT – neben den Anforderungen aus der erwarteten MaRisk Novelle 2016 – weiter.

Was sind die BAIT?

Mit den BAIT will die BaFin die MaRisk um spezifischere Anforderungen mit Bezug zur IT konkretisieren. Speziell betrifft das die im allgemeinen Teil 7.2 der MaRisk „Technisch-organisatorische Ausstattung“ noch nicht oder noch nicht abschließend geregelten Sachverhalte. Diese sollen detaillierter aufgegriffen und damit die Erwartungshaltung der Aufsicht transparenter dargestellt werden.

Welche Inhalte sind zu erwarten?

Bereits jetzt ist erkennbar, dass mit den Anforderungen das unternehmensweite IT-Risikobewusstsein im Institut und gegenüber seinen Auslagerungsunternehmen erhöht werden soll. Die BAIT definiert Anforderungen u. a. in den Themenbereichen IT-Strategie, Informationssicherheitsmanagement, Informationsrisikomanagement und Berechtigungsmanagement.

Wann kommen die BAIT?

Die Übersendung der Konsultationsentwürfe erfolgt voraussichtlich Anfang 2017. Das Datum der finalen Veröffentlichung ist heute noch nicht bekannt, wird jedoch für das Jahr 2017 erwartet.

Gibt es Erleichterungen?

Für Leasing-Gesellschaften gelten diese Anforderungen dann gemäß dem bereits bekannten Proportionalitätsprinzip.

Fazit:

Der aufsichtsrechtliche Regulierungsdruck für Leasinggesellschaften im Bereich IT wird sich neben der MaRisk Novelle 2016 auch durch diese BAIT kurzfristig weiter erhöhen. (Finanzdienstleistungs-)Institute sollten sich daher frühzeitig mit den neuen Anforderungen vertraut machen und noch bestehende Schwachstellen identifizieren.

MaRisk 2016 – Herausforderungen für die Leasingbranche im Überblick

Zum Jahresbeginn hat die BaFin den Startschuss für die lang geplante fünfte Novelle der MaRisk gegeben. Die Anpassungen resultieren dabei insbesondere aus Erkenntnissen aus Sonderprüfungen sowie Empfehlungen des Basler Ausschusses für Bankenaufsicht zu Grundsätzen der Aggregation von Risikodaten und Risikoberichterstattung (BCBS 239).

Damit Sie umfassend über den aktuellen Stand informiert sind, möchten wir den folgenden kurzen Überblick geben und Sie in weiteren Beiträgen detaillierte auf die neuen Herausforderungen vorbereiten.

  • Wie ist der aktuelle Stand der Konsultation?

Der Konsultationsprozess ist abgeschlossen. Es sind im Vergleich zum Zwischenentwurf vom 24. Juni 2016 nur redaktionelle Anpassungen und Klarstellungen zu erwarten.

  • Wann werden die MaRisk in finaler Fassung veröffentlicht?

Wir gehen davon aus, dass die neuen MaRisk noch vor Weihnachten veröffentlicht werden.

  •  Wann sind die MaRisk 2016 umzusetzen?

In Bezug auf die Umsetzungsfrist ist zwischen Neuerungen, Änderungen und Klarstellungen zu differenzieren. Die Klarstellungen konkretisieren bereits bestehende Anforderungen und finden somit unmittelbar Anwendung. Diese Klarstellungen sind somit bereits bei der Jahresabschlussprüfung 2016 vom Wirtschaftsprüfer zu beurteilen. Die sollte die Leasinginstitute dazu veranlassen, die konkrete und sachgerechte Umsetzung frühestmöglich zu überprüfen. Die Neuerungen/ Änderungen werden voraussichtlich erst nach einer gewissen Umsetzungsfrist ihre Wirkung entfalten .

  • Welche Neuerungen, Änderungen und Klarstellungen sind zu erwarten?

Neben den Neuerungen zur Risikoberichterstattung, zum Datenmanagement, zu Auslagerungen und zur Risikokultur sind in der fünften Novelle Klarstellungen und teilweise Änderungen zur Risikotragfähigkeit (RTF) und zum Stresstesting, zum Liquiditätsmanagement sowie zu IT-Risiken enthalten. Weitere Neuerungen lassen sich unter die Begriffe Validierung, Neue-Produkte-Prozess (NPP), Cooling-off bei Personalwechsel, Konkretisierungen bei den besonderen Funktionen und der Prüfungsplanung der Internen Revision subsumieren.

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