Energetische Quartierssanierung

Die Bundesrepublik Deutschland strebt eine Reduktion der Emissionen von Treibhausgasen um mindestens 40 Prozent bis zum Jahr 2020 bzw. um bis zu 95 zum Jahr 2050 im Vergleich zu 1990 an. Jeder Verursacher muss seinen Teil zur Reduktion der Emissionen beitragen. Insbesondere Kommunen haben hierbei eine wichtige Rolle. Denn ein wesentlicher Teil der Energie wird hier verbraucht und der Großteil an Treibhausgasemissionen freigesetzt. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) hat ein Förderprogramm entwickelt, um die CO2-Emissionen in den Stadt- und Ortsquartieren zu reduzieren.

Förderung für Kommunen

Eine energetische Sanierung von Bestandsquartieren stellt eine große Herausforderung für Kommunen dar. Mit Fördermittel aus dem Energie- und Klimafond (EKF) und des Bundesumweltministeriums (BMUB), können Konzepte zur Reduzierung der Emissionen erstellt und die Umsetzung von Maßnahmen begleitet werden. Mit bis zu 85 Prozent kann die Erstellung von Konzepten für die energetische Quartierssanierung bezuschusst werden. 65 Prozent werden hierbei von der KfW bundesweit zur Verfügung gestellt und in vielen Bundesländern zusätzlich nochmal 20 Prozent von der jeweiligen Landesbank. Die restlichen 15 Prozent können durch die Kommune oder begünstigte Dritte wie Stadtwerke oder Wohnungsgesellschaften eingebracht werden.

Stadterneuerung

Die Anforderungen an die energetische Gebäudesanierung, der Einsatz effizienter Energieversorgungssysteme und der Ausbau erneuerbarer Energien unter demografischen, ökonomischen, städtebaulichen und wohnungswirtschaftlichen Gesichtspunkten, müssen im Rahmen der energetischen Quartierssanierung betrachtet werden. Die Konzepte haben einen starken partizipativen Fokus, d.h. die Bevölkerung und Akteure Vorort werden von Anfang an in den Prozess eingebunden.

Ziel der energetischen Quartierssanierung

Das Ziel der energetischen Sanierung ist die CO2-Einsparung im Quartier. Maßnahmen zur Verbrauchsreduktion, Effizienzsteigerung und Nutzung erneuerbarer Energien sind hierbei notwendig. Um das Ziel zu erreichen, müssen die privaten und öffentlichen Gebäude unter Berücksichtigung wirtschaftlicher Faktoren saniert werden. Des Weiteren sollten die Verkehr und Infrastruktureinrichtungen optimiert werden. Um die CO2-Reduktion erfolgreich durchzuführen, müssen alle Akteure, wie Städte, Bürger, Energieversorger, Mieter und private Wohnungsunternehmen mobilisiert werden. Die Vorteile der Kosteneinsparung, Wertsteigerung und der Know-how-Transfer werden akzeptanzsteigernd frühzeitig an die Akteure kommuniziert.

Vorteile der Quartierssanierung

Durch die Quartierssanierung können die Kommunen den öffentlichen Raum und die kommunalen Infrastruktureinrichtungen optimieren. Zudem kann eine Analyse der Struktur der Siedlung auch vor dem Hintergrund des demografischen Wandels durchgeführt werden. Für Stadtwerke bietet die Beteiligung an der Erstellung von energetischen Quartierskonzepten die Möglichkeit sich in einem geförderten Projekt intensiver mit dem Wandel der Energiewirtschaft zu beschäftigten. Bewohner erzielen durch die Quartierssanierung eine Wertsteigerung der Immobilie und profitieren von möglichen Kostenersparnis beim Energieverbrauch.

Unsere Experten unterstützen und beraten Sie gerne bei der Umsetzung energetischer Quartierssanierungen.

Ansprechpartner:

Thomas Rudolph
Manager
Tel.: +49 211 981-4714
E-Mail: thomas.rudolph@pwc.com

Dr. Helge Maas
Senior Consultant
Tel.: +49 511 5357-5907
E-Mail: helge.maas@de.pwc.com

 

 

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