„Smart“-Deals: EVUs investieren in digitale Technologien und Geschäftsfelder

Cloud Computing, Predictive Maintenance, Künstliche Intelligenz, transaktionsfähige Mobilgeräte sowie Big Data haben Einfluss auf alle Wertschöpfungsstufen von EVUs. Diese sollten genutzt werden, um ein auf die individuellen Bedürfnisse zugeschnittenes Geschäftsmodell zu entwickeln. Dabei müssen vier Hebel berücksichtig werden:

  • Eine digitale Kundeninteraktion kann durch verstärkte Nutzung von Social Media, Online-Kundenservice via Web und mobil sowie über Online-Kundenakquisition aufgebaut werden
  • Digitale Prozesse, besonders automatisiertes Auftragswesen und Abrechnungsprozesse, risikobasierte Wartung und Instandhaltung sowie intelligentes Workforce-Management können die Prozesse vereinfachen
  • Digitale Produkte und Services, wie digitale Zähler, smarte Haushaltsgeräte sowie Smart Home und Smart Grid sollten im Geschäftsmodell enthalten sein
  • Zudem sollte das Geschäftsmodell über digitale Analysen mit Nutzung von strukturierten und unstrukturierten Markt-, Kunden-, Technik- sowie Unternehmensdaten verfügen

Erfahrungen zeigen, dass EVUs über die richtige Anwendung der Hebel Umsatzsteigerungen von 3 bis 7 Prozent sowie Kostensenkungen von 4 bis 8 Prozent erzielen können.

Wie kann ein EVU diese digitalen Chancen erschließen?

Digitale Technologie-Plattformen, eine passende Organisation und Governance, entsprechende Fähigkeiten in Marketing, Vertrieb und IT müssen in allen Wertschöpfungsstufen miteinander koordiniert werden. Zu Beginn der Reise hat ein EVU diese Fähigkeiten nur bedingt. Wie kann mit dieser Situation umgegangen werden? Wie können die benötigten Fähigkeiten inkrementell über Mitarbeiterschulungen entwickelt werden? Die Antwort auf diese Fragen lautet: Kooperationen, Partnerschaften, Beteiligungen an digitalen Spezialisten oder gar Übernahmen.

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.