Kategorie: Internationale Institutionen

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Argentinien und Brasilien – die zwei größten Volkswirtschaften Südamerikas im Vergleich

Als Teil der BRIC-Staaten und neuntgrößte Volkswirtschaft der Welt, stand Brasilien im globalen Augenmerk bis Anfang dieses Jahrzehnts für hohes Wachstums- und Investitionspotential. Brasilien ist zudem seit Jahrzehnten wichtigstes Zielland deutscher Exporteure und Investoren in Südamerika. Bis vor wenigen Jahren prosperierte die brasilianische Wirtschaft angesichts der hohen Rohstoffpreise – die Arbeitslosigkeit sank, die Löhne stiegen, der Zugang zu Kapitalmärkten wurde erleichtert und schließlich wurde auch ein hohes Niveau an ausländischen Direktinvestitionen verzeichnet. Doch spätestens als 2014 der Abwärtstrend der Rohstoffpreisentwicklung einsetzte sowie zudem die niedrige Produktivität und steigende Verschuldung des Privatsektors hervortraten, ging der Wirtschaftsboom zu Ende. Seither befindet sich das Land in einer Rezession und das Vertrauen der Investoren, Unternehmen und Konsumenten in die Politik sowie die Wirtschaft steht auf wackeligen Beinen.

Brasilien weist weiterhin die absolut höchsten Direktinvestitionen in Südamerika auf, allerdings kann der Nachbar Argentinien in 2016 mit positiven Wachstumsraten aufwarten und bietet als zweitgrößte Volkswirtschaft Südamerikas ein ähnlich breites Spektrum an Handels- und Investitionspotentialen. Ganz gegenläufig zur brasilianischen Wirtschaftsentwicklung erholt Argentinien sich gerade von jahrelangen Konjunkturtalfahrten und wird im Zeitraum von 2017 bis 2019 laut Prognosen des Internationalen Währungsfonds wieder einen deutlichen Anstieg der Wirtschaftsleistung verzeichnen können. Diese Entwicklung lässt sich maßgeblich auf die politische Neuausrichtung des seit 2015 regierenden argentinischen Präsidenten Maurico Marci zurückführen. Marci fokussiert seither den Weg vom Protektionismus hin zur Wirtschaftsliberalisierung sowie Weltmarktintegration.

Sowohl Argentinien als auch Brasilien haben für die deutsche Industrie eine große Bedeutung und sind außerdem wirtschaftlich eng miteinander verbunden. Selbst bei positiven Wachstumsaussichten in einem Land verbleiben allerdings aufgrund der lokalen Strukturen aber auch externer Faktoren zahlreiche Risiken für Exporteure und Investoren.

Gegen solche Risiken und Ungewissheiten bieten die Investitions- und Exportkreditgarantien des Bundes eine wirkungsvolle Absicherungsmöglichkeit. Mit Exportkreditgarantien (Hermesdeckungen) können Exporteure und finanzierende Banken wirtschaftlich und politisch bedingte Forderungsausfälle aus Ihren Liefer- und Leistungsgeschäften absichern und dadurch die Geschäftsbeziehungen zu Ihren ausländischen Kunden auch in schwierigen Zeiten aufrechterhalten. Dass eine Absicherung auch in Boomphasen von Vorteil sein kann, zeigt sich am Beispiel Brasiliens. Exporteure, die Ihre Risiken abzusichern wussten, haben nun in Zeiten der Rezession mehr Sicherheit und weniger negative Effekte zu fürchten, was es Ihnen leichter macht, sich auf neue Geschäfte und einen möglichen erneuten Aufschwung vorzubereiten. Sowohl für Brasilien, als auch Argentinien bestehen grundsätzlich Deckungsmöglichkeiten für Lieferungen und Leistungen an staatliche wie private Besteller sowohl zu kurzfristigen als auch zu mittel- und langfristigen Zahlungsbedingungen.

Für Investitionen in Brasilien ist eine vollumfängliche Absicherung mittels Investitionsgarantien auf Grundlage der nationalen Rechtsordnung bereits heute grundsätzlich möglich. Für Argentinien können derzeit aufgrund eines Schadensfalles noch nicht wieder Investitionsgarantien übernommen werden. Sobald der Schadensfall bilateral zwischen Deutschland und Argentinien gelöst ist, würde die Bundesregierung die Übernahme von Investitionsgarantien für deutsche Projekte in Argentinien erneut prüfen. Anträge können bereits heute – aktuell noch gebührenfrei – gestellt werden.

Weite Informationen zu diesem Thema sowie das Interview mit Bernd Papenstein erhalten Sie hier.

Ansprechpartner:

Bernd Papenstein
Tel.: +49 211 981-2639
E-Mail: bernd.papenstein@de.pwc.com

Michael Huber-Saffer
Tel.: +49 40 6378-2083
E-Mail: michael.huber-saffer@de.pwc.com

 

3. Bayerischer Energiedialog

Wir laden Sie am 31.03.2017 gemeinsam mit unserem Programmpartner, der VKU-Landesgruppe Bayern, herzlich zum 3. Bayerischen Energiedialog ein, bei dem die Rolle kommunaler und regionaler Energieversorger sowie von Kommunen beim Thema Elektromobilität im Mittelpunkt steht.

Neben einer allgemeinen Diskussion zu Mobilitätskonzepten und zur Bedeutung von Elektromobilität im Energiesystem der Zukunft stehen dabei konkrete Fragestellungen im Vordergrund:

Was können Stadtwerke und Kommunen tun, um von Elektromobilität zu profitieren?
Wie können Sie eine wirtschaftlich tragfähige Ladesäuleninfrastruktur aufbauen, die sich sinnvoll in das Stromnetz integriert?
Welche Abrechnungsmodelle stehen zur Wahl und welche internen Prozesse benötigen Stadtwerke hierfür?

Schauen Sie vorbei und diskutieren Sie mit!
3. Bayerischer Energiedialog – Einladungskarte

Key findings from the government & public services industry 20th CEO Survey

Each year, PwC’s Annual Global CEO Survey captures the issues at the top of the agenda for the world’s business community. Comparing and contrasting the views of business and government enables a better understanding of the policy and delivery responses today, and how public sector organisations themselves can get ready for tomorrow’s challenges.

Inclusive, good growth: the new agenda

Over the past 20 years CEOs have seen much change due to globalisation and technological change. Geopolitical uncertainty is seen as a top 5 threat to growth while 58% of the CEOs surveyed think it’s becoming harder to compete on the world stage due to more closed national policies. There are no silver bullets but policy action can help if directed to support the top drivers for growth, identified by the CEOs surveyed as innovation, technology and human capital.

Globalisation, technology & skills

People worry that globalisation will take away their jobs, and they’re even more nervous about the impact of technology. Yet CEOs are still hiring – and looking most for skills that can’t be replicated by machines, such as creativity & innovation (77%), leadership (75%) and emotional intelligence (64%). CEOs are searching more widely for talent. For many public bodies facing pay restraint and job cuts, it is therefore even more important for public leaders to invest in their people and offer attractive careers.

Trust: the currency of the digital age

Trust has been climbing steadily up the CEO agenda, and technology has exacerbated the challenge. In a more digitised world, CEOs say it’s harder to gain and keep trust in areas like data privacy and ethics, IT disruptions and artificial intelligence. Trust is really the currency of the digital age and those CEOs with government backing appear to appreciate this most acutely.

Closing the gap between rich and poor?

The vast majority of CEOs (90%+) think globalisation has helped to facilitate trade, connectivity and a skilled workforce. But sizeable percentages of CEOs don’t believe globalisation has helped at all to: close gap between rich and poor (44%); enhance the fairness and integrity of global tax systems (35%); and avert climate change and resource scarcity (28%). Government action is needed but on its own is not enough: business has an important role too. CEOs believe that collaboration between business and government is needed to drive the kind of systemic change which can result in the proceeds of globalisation and new technology being distributed in a way that can help to close the gap between rich and poor.

For more Information and descriptive graphics click here.

Contact Person:
Alfred Höhn
Tel.: +49 30 2636 1270
E-Mail: alfred.hoehn@de.pwc.com

Technisches Sicherheitsmanagement (TSM) – Organisationssicherheit und Effizienz für Energie und Wasserversorger

Das Technische Sicherheitsmanagement (kurz: TSM) ist ein Managementsystem für Strom-, Erdgas-, Trinkwasser- und Fernwärmeversorger. Diese Unternehmen sind gesetzlich verpflichtet, die technischen Regeln der Verbände VDE, DVGW und AGFW einzuhalten und ein TSM zu implementieren. Darüber hinaus ist auf freiwilliger Basis eine Überprüfung (Zertifizierung) des TSM durch die Verbände möglich.

Das Gütesiegel „TSM-geprüft“ ist ein wertvoller Beitrag zum Unternehmensimage. Konzessionsbewerbungen oder Neugründungen von Stadtwerken sind heute ohne geprüftes TSM nicht mehr vorstellbar. Bei schwerwiegenden Störungen oder Unfällen kann mithilfe des geprüften TSM ein Organisationsverschulden durch die verantwortlichen Personen in der Regel ausgeschlossen werden, sodass eine Haftung des Unternehmens und/oder die strafrechtliche Verfolgung der Unternehmensleitung von vornherein vom Tisch sind.

Eine nachhaltig TSM-konforme Aufbau und Ablauforganisation ist heute der Benchmark für gute Unternehmensführung im Versorgungsunternehmen. Sie hält alle gesetzlichen Anforderungen ein und schafft gleichzeitig Transparenz über die Prozesse, welche eine Grundvoraussetzung für die wirksame Steuerung der Netzkosten und damit des Netzergebnisses ist.

Mehr Informationen zu diesem Thema erhalten Sie hier: Technisches_Sicherheitsmanagement

Ansprechpartner:

Henry Otto
Partner
Tel.: +49 211 981 2023
E-Mail: henry.otto@de.pwc.com

Dr.-Ing. Thomas Hiller
Manager
Tel.: +49 89 5790 5161
E-Mail: thomas.hiller@de.pwc.com

Spannende Beiträge zum Thema Energy finden Sie hier.

 

Globale Megatrends und ihre Auswirkungen auf Sicherheit und Verteidigung

Die Unternehmensberatung PwC Strategy& hat fünf globale Megatrends identifiziert, die sich mittel- bis langfristig als maßgebliche Treiber gesellschaftlicher, politischer und ökonomischer Veränderungen manifestieren. Diese bilden auch bei der strategischen Ausrichtung von Regierungsinstitutionen, Unternehmen und Nichtregierungsorganisationen wichtige Leitplanken, deren Berücksichtigung zum Prüfstein erfolgreichen Managements wird.

Auch der Bereich Sicherheit und Verteidigung und seine privatwirtschaftlichen und insbesondere staatlichen Organe werden von diesen Megatrends maßgeblich beeinflusst, sowohl global als auch national. Im Ergebnis heißt das: Die Bedrohungen werden komplexer, damit steigen die Herausforderungen an Sicherheitssysteme hinsichtlich Effektivität und Agilität.

Weitere Informationen finden Sie hier: ES&T_02_2017_PwC_FINAL

Ansprechpartner:

Dr. Rainer Bernnat
Tel.: +49 69 97167-414
E-Mail: rainer.bernnat@strategyand.de.pwc.com

Dr. Germar Schröder
Tel.: +49 69 97167-426
E-Mail: germar.schroeder@strategyand.de.pwc.com

Dr. Jan Wille
Tel.: +49 40 6378-1989
E-Mail: jan.h.wille@strategyand.de.pwc.com

Satzungsgestaltung und Steuerrecht

Eine Satzungsgestaltung bietet erhebliche steuerliche Gestaltungsspielräume, die im Zweifel genutzt werden sollten. Umgekehrt stellen sich bei jeder Unternehmung und Satzungsgestaltung steuerliche Risiken dar, die durch die richtigen Klauseln minimiert werden können. Sollen also kommunalwirtschaftliche Tätigkeiten in einer bestimmten Organisationsform ausgeübt werden, sehen einige Gesetze zwingend die Notwendigkeit einer Satzung für diese vor.

Der Ausgangspunkt für eine Satzung ist immer die angestrebte Tätigkeit. Bei der Satzungsgestaltung ist zu beachten, dass diese sich unmittelbar auf die Besteuerung auswirkt. Hoheitliche Tätigkeiten sind grundsätzlich nicht steuerbar und es ergeben dadurch entsprechend geringe steuerliche Anforderungen an die Satzung. Bei einer wirtschaftlichen Tätigkeit hingegen folgt aus der Wahl der mittels Satzung zu errichtenden Rechtsform eine Grundentscheidung hinsichtlich des anzuwendenden Besteuerungsregimes. Das jeweilige Besteuerungssystem macht teilweise unterschiedliche Gestaltungen erforderlich, um den steuerlichen Besonderheiten Rechnung zu tragen. Bei einer gemeinnützigen Tätigkeit ergeben sich besondere Anforderungen an die Satzung. Danach können Kapitalgesellschaften, Stiftungen, Vereine und BgA unter der Voraussetzung der ausschließlichen und unmittelbaren Ausführung von gemeinnützigen Zwecken, von der Körperschaftsteuer befreit werden können.

Allgemeine Steuerfolgen können sich auch aus der Satzung und der in ihr getroffenen Regelungen im Hinblick auf ihre rechtliche Wirksamkeit oder inhaltliche Ausgestaltung ergeben. So stehen zivilrechtlich unwirksame Vereinbarungen und Regelungen einer steuerlichen Anerkennung grundsätzlich nicht entgegen (§ 41 AO). § 42 AO stellt klar, dass die Steuergesetze nicht durch Missbrauch von Gestaltungsmöglichkeiten umgangen werden können. Im Falle eines Missbrauchs entsteht der Steueranspruch so, wie er bei einer den wirtschaftlichen Vorgängen angemessen rechtlichen Gestaltung zustande kommt (§ 42 Abs.1 S.3 AO)

Die Gestaltungsfreiheit kann auch die Steuervermeidung umfassen; sie muss jedoch einen vernünftigen wirtschaftlichen Grundes haben und darf nicht ausschließlich der Steuervermeidung dienen. Entscheidend ist dabei der Fremdvergleich.

Um Risiken vorzubeugen und im Rahmen einer Satzung in jederlei Hinsicht die günstigste Vertragsgestaltung zu wählen, empfiehlt sich ein dreistufiges Vorgehen. Die erste Stufe ist die Zielplanung, bei welcher der angestrebte Zweck einer Gesellschaft bzw. der konkrete Unternehmensgegenstand im Vordergrund steht. Das sich daraus ergebende Ziel bestimmt die Mittel und die Rechtsform, und ermöglicht eine Abschätzung der damit verbundenen Risiken. In der zweiten Stufe folgt die sogenannte Erfüllungsplanung, wobei die bestmögliche Gestaltung zur Erreichung des Ziels erörtert wird. Unter Abwägung der angestrebten Tätigkeiten erfolgt die Entscheidung für eine geeignete Rechtsform. Ist diese gefunden, ist zu berücksichtigen, welches Spezialgesetz welche Mindestanforderungen stellt. Ebenfalls wird bei der Erfüllungsplanung eine genaue Beschreibung des konkreten Unternehmensgegenstands vorgenommen, um mögliche Konkurrenztätigkeiten der Gesellschaft und ihrer Gesellschafter sowie vertretungsberechtigten Organen zu bewerten. In der dritten Stufe findet eine Risikoplanung statt, in der die Abwägung von Vor- und Nachteilen der verschiedenen Gestaltungen beginnt. Steuerrechtlich ergeben sich insbesondere für Kapitalgesellschaften bei mehreren Punkten immer wieder Probleme im Zusammenhang mit verdeckten Gewinnausschüttungen und verdeckten Einlagen, welche Auswirkungen auf das zu versteuernde Einkommen der Gesellschaft, der Gesellschafter sowie Vertretungsorganen haben können. Zusätzlich sind unter Berücksichtigung von Einzelfällen je nach Ausgestaltung der Rechtsbeziehungen zwischen der jeweiligen Gesellschaft und ihren Vertretungs- und Aufsichtsorganen neben den ertragsteuerlichen Auswirkungen auch umsatz- und lohnsteuerliche Folgen denkbar.

Falls die angestrebte Tätigkeit durch eine GmbH & Co. KG durchgeführt werden soll, ergeben sich dabei Vorteile wie die generelle Haftungsbegrenzung, ein hohes Maß an Flexibilität sowie umfangreiche und gestalterische Freiheitsgrade. Es sind allerdings Besonderheiten bei dieser Gesellschaftsform zu beachten, mit der Folge, dass die Einheit der Personengesellschaft auf der einen Seite und die vielfältigen Interessen der Gesellschafter auf der anderen Seite sorgfältig aufeinander abgestimmt sein müssen.

Weitere Informationen erhalten Sie hier.

 

Ansprechpartner:

Ulf Erik Belcke
Rechtsanwalt / Steuerberater
Tel.: +49 211 981-2355
E-Mail: ulf.erik.blecke@de.pwc.com

Nils Kürten
Rechtsanwalt, LL.M.
Tel.: +49 211 981-2436
E-Mail: nils.kuerten@de.pwc.com