Real Estate Blog

Brexit und die Auswirkungen auf die Rechnungslegung von Immobiliengesellschaften

UK hat entschieden und was nun? Viele Themen werden diskutiert und es wird Zeit, dass wir uns auch dem Thema Rechnungslegung in der Immobilienwirtschaft widmen.

 

Die größte Auswirkung auf die Rechnungslegung der Immobilienwirtschaft folgt aus der Unsicherheit

Die Unsicherheit ist das, was uns in der Rechnungslegung derzeit am meisten beschäftigt. Für aktuelle Immobilieninvestments, sowohl in UK als auch an anderen hoch gehandelten Standorten, stellt sich die Frage, ob sich die Bewertungsparameter seit der Entscheidung am 23. Juni 2016 tatsächlich geändert haben oder ob deren Bestimmung letztlich nur einer höheren Unsicherheit ausgesetzt ist. Die kurzfristigen Auswirkungen für die Rechnungslegung bestehen damit in umfangreicheren Angaben zu den Unsicherheiten der Bewertung. Es bedarf detaillierten Erläuterungen über die getroffenen Annahmen und die Unsicherheiten der Parameterbestimmung. Die Anforderungen an den Detaillierungsgrad der Erläuterungen wird dabei im Zeitablauf steigen.

IASB veröffentlicht einen Webcast zum Thema Definition eines „Business“

Das IASB hat einen Webcast veröffentlicht, der sich mit dem aktuellen Projekt zur Definition eines „Business“ beschäftigt. Das Projekt versucht, die derzeit in der Bilanzierungspraxis bestehenden unterschiedlichen Interpretationen, wann ein „Business“, d.h. ein Unternehmenserwerb, vorliegt oder nicht, zu mindern.

Warum ist das für die Real Estate Industrie so relevant wie nie? In der Bilanzierungspraxis gehen die Meinungen, wann beim Erwerb einer Immobilie ein Unternehmenserwerb vorliegt, weit auseinander. Während in Deutschland nur in sehr seltenen Fällen der Erwerb einer Immobilie – unabhängig davon, ob es sich um einen Share Deal oder Asset Deal handelt –  als Unternehmenserwerb abgebildet wird, wird in USA nahezu jeder Immobilienerwerb als Unternehmenserwerb abgebildet. Es bleibt also spannend, wie die Entwicklungen des Projektes die Bilanzierung von Immobilienerwerben zukünftig verändern wird.

Veranstaltung: Die Erstellung eines Jahresberichts nach KAGB

Beim bsi Bundesverband Sachwerte und Investmentvermögen e.V. findet am 11. Oktober 2016 ein Workshop zum Thema „Die Erstellung eines Jahresberichts – Herausforderungen bei Anwendung der Regelungen des KAGB“ statt. Inhaltlich beschäftigt sich der Workshop mit dem Inhalt und Umfang der Jahresberichte und den Zweifelsfragen der Bilanzierung nach KAGB. Theoretische Erläuterungen werden durch Praxisbeispiele ergänzt.

Interessiert? Hier gibt es mehr Informationen.

Veranstaltung: Regulatory Breakfast for AIFMs

PRIIPs-VO, MIFID II, EMIR, Solvency-II, Investmentsteuerreform … und noch mehr regulatorische Anforderungen müssen in den nächsten Monaten gemeistert werden.

Was ist zu tun?

Wer ist betroffen?

Wie kann man die Anforderungen effizient umsetzen?

All dies ist Gegenstand der Regulatory Breakfast Roadshow für AIFMs, die im September 2016 stattfindet.

 

 

Veranstaltung: Die Immobilientransaktion in Deutschland

Immobilientransaktionen sind i.d.R. komplex und den richtigen Weg zum Ziel zu finden mag nicht immer offenkundig sein. Von der Bewertung bis zu den steuerlichen Konsequenzen reichen die Herausforderungen. Am 21. September 2016 findet ein Workshop zum Thema „Die Immobilientransaktion in Deutschland – Financial/Tax Due Diligence und Strukturierung“ statt, der einige dieser Fragen zu beantworten sucht.

Zur Anmeldung.

 

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Praktische Herausforderungen der Leasingbilanzierung

Im Juni wurde ein Artikel zu den „Praktischen Herausforderungen bei der Einführung des neuen Leasingstandards IFRS 16 im Konzern“ veröffentlicht. Die Autoren A. Bardens, A. Duhr und A. Heining vermitteln eindrucksvoll, welchen Einfluss der neue Leasingstandard auf die Bilanzierung im Konzern hat.

Aus urheberrechtlichen Gründen können wir ihnen den Beitrag an dieser Stelle leider nicht zur Verfügung stellen.

 

Weitere Artikel zur Leasingbilanzierung finden Sie in Heft 11/20153/2016, 4/2016, 7/8/2016.

 

Umsatzrealisierung bei bestehenden Prinzipal-Agenten-Beziehungen

Bei vertragliche Beziehungen mit mehr als zwei Parteien stellt sich regelmäßig die Frage, ob nicht eine der Parteien eher als Vermittler und weniger als Leistungsverpflichteter auftritt. Diese Thematik adressiert das Prinzipal-Agenten-Konzept des IFRS 15 Umsatzerlöse. Dieser Frage geht der im aktuellen Heft der IRZ erschienene Artikel „Das Prinzipal-Agenten-Konzept des IFRS 15“ nach (Heft 7/8 S. 335 – 340).

Warum ist das Thema so interessant für Asset Management Gesellschaften?

European Fund Tax Reporting Regime

Für Investmentfondsanbieter, die sich im Fondsvertrieb nicht nur auf den europäischen Markt beschränken wollen, ist es eine Notwendigkeit, sich mit den verschiedenen Reporting-Anforderungen im europäischen Ausland zu beschäftigen. Die Publikation „Investment fund tax reporting regimes – The european landscape“ gibt einen Überblick über die Anforderungen in den verschiedenen Ländern.

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Auswirkungen von IFRS 16 auf die Real Estate Strategie

Das aktive Management von Immobilien wird zunehmend zu einer strategischen Notwendigkeit und die Neuregelung der Leasingbilanzierung in IFRS 16 stellt für Unternehmen einen Anreiz dar, ihre gegenwärtige Real Estate Strategie zu überdenken. Die vorliegende Broschüre gibt, neben einem kurzen fachlichen Überblick, insbesondere Einblick in Bereiche der Strategie, die betroffen sein können – dazu zählen z.B. Lease-or-Buy-Entscheidungen oder das Überdenken einer idealen Laufzeit von Leasingverträgen.

IFRS 16 CORPORATE REAL ESTATE FINAL

Wenn Sie an der Broschüre aus Sicht der Regelungen von US GAAP interessiert sind, dann finden Sie diese hier.

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