Kategorie: Aktuelles

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Umfrage der EFRAG zur Anwendung der FV OCI Option auf Eigenkapitalinstrumente

EFRAG hat eine Umfrage veröffentlicht, die die Anwendung der FV OCI Option auf Eigenkapitalinstrumente adressiert:

Der Fragebogen kann hier heruntergeladen werden: Fragebogen

Interessant ist die Umfrage insbesondere im Hinblick auf die Thematik der Klassifizierung von Investmentvermögen nach IFRS 9 als „Fremdkapitalinstrumente“. Für Unternehmen, die die Regelung des IFRS 9.BC5.21 für nicht sachgerecht halten und die ggf. auch hierdurch Änderungen ihrer Asset Allocation diskutieren, bietet sich hiermit eine Gelegenheit die Problematik der EFRAG nahe zu bringen.

Die Umfrage endet am 30. September 2017.

 

 

Änderungen in der KARBV und der KAPrüfBV stehen zur Konsultation

Am 25. Juli 2017 hat die BaFin die Änderungsverordnungen zur Änderung sowohl der KARBV als auch der KAPrüfBV auf ihrer Webseite veröffentlicht. Die Konsultationsfrist endet am 15. August 2017. Es bleibt also nicht viel Zeit sich mit den neuen Regelungen auseinander zu setzen.

Die Änderungsverordnungen ergänzen die KARBV und die KAPrüfBV um Regelungen für die Bilanzierung und Prüfung von Gelddarlehen und setzen EU-Verordnungen um. Darüber hinaus werden auch Anpassungen und Klarstellungen vorgenommen, die Fragestellungen der Praxis adressieren sollen.

Die beiden Verordnungen haben sehr große Bedeutung für die Asset Management Industrie – ein detailliertes Auseinandersetzen mit den Regelungen ist daher unerlässlich.

Die Änderungsverordnungen stehen auf der Webseite der Bafin zum Download zur Verfügung.

Webcast: Disclosure Initiative – Principle of Disclosures

In diesem Webcast zur Disclosure Initiative – Principle of Disclosures gibt Gary Kabureck, ein Mitglied des IASB, und weitere Mitglieder des IASB eine Einführung in das Discussion Paper Disclosure Initiative—Principles of Disclosure und diskutieren dieses.Das Discussion Paper wurde vom IASB im März 2017 veröffentlicht. Der Zeitraum für die Kommentierung endet am 2. Oktober 2017. Anbei finden Sie den Link auf das Discussion Paper. In dem Discussion Paper werden Problempunkte im Kontext der IFRS-Anforderungen für Anhangangaben thematisiert und erörtert, inwiefern neue bzw. verbesserte Prinzipien im IFRS-Regelwerk diese Probleme adressieren können. Die in dem Discussion Paper dargestellten Verbesserungsvorschläge sollen

  • eine Hilfestellung für Abschlussersteller bei der Anwendung der IFRS-Vorgaben bewirken,
  • die Effektivität der Anhangangaben für den Abschlussadressaten im Allgemeinen verbessern sowie
  • den IASB unterstützen, Verbesserungen hinsichtlich der Vorgaben für Anhangangaben im IFRS-Regelwerk umzusetzen.

Einen Snapshot, welcher einen Überblick über das Discussion Paper gibt, finden Sie unter folgendem Link.

Der Webcast umfasst im Wesentlichen die folgenden Themen:

  • den Hintergrund und Ziel des Principles of Disclosures-Projektes;
  • Fragen der Offenlegung, welche vom IASB identifiziert wurden;
  • mögliche Ansatzpunkte, um diese Fragen der Offenlegung zu lösen, wobei die vorläufigen Stellungnahmen des IASB hierbei berücksichtigt werden; und
  • die Fragen, zu welchen das IASB um Rückmeldungen bittet.

Um den Webcast anzusehen, klicken Sie bitte auf folgenden Link.

 

BaFin konsultiert Auslegungsschreiben zu extern verwalteten AIF-Investmentgesellschaften

Die BaFin hat ihren Entwurf eines Auslegungsschreibens zur Konsultation gestellt. In dem Auslegungsschreiben werden die Aufgaben der externen Kapitalverwaltungsgesellschaft diskutiert. Die BaFin geht dabei von der Grundannahme aus, dass sich für die externe Kapitalverwaltungsgesellschaft einer Investmentgesellschaft nichts anderes ergeben darf wie für die Kapitalverwaltungsgesellschaft eines Sondervermögens. Unberücksichtigt bleibt dabei, dass es sich bei einer Investmentgesellschaft um eine Rechtsform mit eigener Rechtspersönlichkeit handelt, die über gesetzliche Vertreter verfügt, die gesellschaftsrechtlichen Rechten und Pflichten (einschließlich Haftungsregelungen) unterliegen.

Die Branche der geschlossenen Investmentfondsanbieter tut gut daran, sich mit dem Inhalt des Schreibens gründlich auseinander zu setzen und die eigene Einschätzung zu den Regelungen der BaFin mitzuteilen. Noch ist Zeit, denn die BaFin hat die Konsultationsfrist bis zum 3. März 2017 verlängert.

 

20ter Global CEO Survey 2017 in Davos vorgestellt

Zum 20ten Mal  erscheint in diesem Jahr der PwC Global CEO Survey. Vorgestellt wurde der Survey erneut in Davos. Seit der ersten Ausgabe hat sich viel verändert. Finden Sie mehr heraus in dem 20th Anniversary Special.

Firmenlenker weltweit sehen Deutschland im internationalen Vergleich als drittwichtigste Wachstumsquelle, hinter den USA und China. In diesem Fall unterscheidet sich die Einschätzung der Asset & Wealth Management Industrie nicht wesentlich von denen aller anderen Befragten. Dies ist aber nicht bei allen Fragen der Fall. Einen Industrieblick auf die Antworten erlaubt die Funktion „Explore the data„.

Weitere Informationen dazu gibt es hier.

 

 

 

Bilanzierung von Investmentanteilen im Konzernabschluss eines Investors

Die Regelungen des IFRS 9 zur Bilanzierung von Finanzinstrumenten und deren Auswirkungen auf die Bilanzierung von Investmentvermögen beim Investor führen in der Bilanzierungspraxis regelmäßig zu großem Erstaunen. Insbesondere die Frage, ob es sich bei Anteilen an Investmentvermögen bei Anwendung des IFRS 9 um Eigenkapitalinstrumente oder doch eher um Fremdkapitalinstrumente handelt, wird hoch emotional diskutiert. Dieser Frage geht der im aktuellen Heft der IRZ erschienene Artikel „Bilanzierung von Investmentanteilen im Konzernabschluss eines Investors“ nach (Heft 1, Januar 2017, http://rsw.beck.de/rsw/upload/IRZ/irz_2017_01_5.pdf).

Warum ist das Thema so interessant für Asset Management Gesellschaften?

Hintergrund der Befürchtungen bzw. Diskussionen ist dabei, dass Anteile an Investmentvermögen, die der langfristigen Vermögensanlage dienen, aufgrund ihrer verpflichtenden Klassifizierung als at fair value through profit or loss zu kurzfristigen Bewertungsänderungen und damit zu einer erhöhten Volatilität in der Gewinn- und Verlustrechnung des Investors führen könnten. Befürchtet wird auch ein negativer Effekt auf die Attraktivität von Investmentvermögen im Vergleich zur Direktanlage bzw. auf die Asset Management-Industrie insgesamt.

In dem Beitrag werden zunächst die Regelungen des IFRS 9 zur Bilanzierung von Anteilen an Investmentvermögen beim Investor erläutert und den Regelungen des IAS 39 gegenübergestellt. Danach werden Zweifelsfragen der Bilanzierung konsolidierungspflichtiger Investmentvermögen nach IFRS 9 behandelt.

Aus urheberrechtlichen Gründen können wir Ihnen den Artikel jedoch an dieser Stelle nicht zur Verfügung stellen.

 

 

Mindestanforderung an das Risikomanagement von Kapitalverwaltungsgesellschaften (KAMaRisk) veröffentlicht

Die BaFin hat mit ihrem heute veröffentlichten Rundschreiben, die inhaltliche Überarbeitung der InvMaRisk abgeschlossen und Mindestanforderungen an das Risikomanagement von Kapitalverwaltungsgesellschaften festgelegt, die nunmehr unmittelbar für allen Kapitalverwaltungsgesellschaften gelten.

Die Überarbeitung setzt nicht nur die Regelungen der Delegierten Verordnung zur AIFM-Richtlinie um und konkretisiert die Vorgaben zur Organisation, zum Risikomanagement und zur Auslagerung. Sie enthält darüber hinaus auch Mindestanforderungen an das Risikomanagement von AIF-Kapitalverwaltungsgesellschaften, die für Rechnung des AIF Gelddarlehen vergeben oder in unverbriefte Darlehensforderungen investieren. Inhaltlich orientieren sich diese neuen Vorgaben an den Mindestanforderungen an das Risikomanagement von Banken (MaRisk).

 

 

IFRS 10 – Fragen und Antworten zur Anwendung des IFRS 10 im Asset Management

Die Anwendung des IFRS 10 „Konzernabschlüsse“ auf Investmentvermögen und Asset Manager ist nicht immer einfach. Die Publikation „IFRS 10 for asset managers and other related issues“ beantwortet einige der sich hierbei stellenden Fragen.

Inhaltsverzeichnis:

A. Power over the relevant activities
Defining relevant activities
Substantive or protective rights
B. Exposure to variable Returns
C. Ability to affect the Returns
Principal-agent analysis
De facto agent considerations
D. Silos                                                                                                             
E. Investment entities                                                                                     
F. Other related issues                                                                                        
Investments in associates and Joint arrangements
Subsidiaries held for sale

 

 

DPR-Prüfungsschwerpunkte 2017 – Anforderungen im Überblick

Die ESMA hat am 28. Oktober 2016 ihre Prüfungsschwerpunkte für 2017 veröffentlicht, die für alle europäischen Enforcer – und damit auch die DPR – gelten. Am 3. November 2016 hat dann die DPR ihrerseits noch zwei zusätzliche nationale Schwerpunkte veröffentlicht – damit ergeben sich für deutsche Unternehmen die folgenden 5 Prüfungsschwerpunkte für 2017:

  • Darstellung der finanziellen Performance (IAS 1)

Die ESMA setzt mit diesem Schwerpunkt einen Fokus auf die Darstellung zusätzlicher, nicht von den IFRS geforderter Informationen, wie z.B. zusätzliche finanzielle Kennzahlen. Die Aufnahme solcher Informationen darf nicht dazu führen, dass die tatsächliche Performance eines Unternehmens verschleiert wird.

Aus der Disclosure Initiative heraus sind Änderungen am IAS 1 für Geschäftsjahre mit Stichtag 31.12.16 erstmals verpflichtend anzuwenden. Daraus können sich z.B. zusätzlich angegebene Posten in der Bilanz bzw. Gesamtergebnisrechnung ergeben – hier hat das IASB klargestellt, dass eine klare und verständliche Darstellung erforderlich ist. Diesem Punkt wird sich die DPR damit auch widmen.

Darüber hinaus hat die ESMA unter dem Aspekt der Darstellung der finanziellen Performance auch ein Augenmerk auf Segmentangaben nach IFRS 8, die Darstellung der Veränderungen des sonstigen Ergebnisses (OCI) und Angaben zum Ergebnis je Aktie gelegt.

  • Unterscheidung von finanziellen Verbindlichkeiten und Eigenkapital (IAS 32)

Mit diesem Prüfungsschwerpunkt wird das Augenmerk auf die Klassifizierungsentscheidungen gelenkt, die nicht eindeutig in IAS 32 geregelt bzw. ermessensbehaftet sind. Die ESMA erwartet in diesem Zusammenhang insb. Angaben zur gewählten Bilanzierungsmethode und den getroffenen Ermessensentscheidungen.

  • Angabe der etwaigen Auswirkungen der neuen IFRS Standards (IFRS 9, IFRS 15 und IFRS 16) auf die Abschlüsse

IAS 8.30 f. fordert Angaben hinsichtlich Art der Änderung der neuen Regelung, des beabsichtigten Erstanwendungszeitpunkts sowie qualitativer und nach herrschender Meinung auch quantitativer erwarteter Umstellungseffekte. IAS 8.30 weist an dieser Stelle darauf hin, dass die Informationen bekannt bzw. einigermaßen zuverlässig schätzbar sein müssen.

  • Anteile an anderen Unternehmen (IFRS 10, IFRS 11, IFRS 12, IAS 28, IAS 24)

Bei diesem nationalen Prüfungsschwerpunkt der DPR soll es insb. um sog. „atypische“ Fälle gehen – d.h. Angaben zu Unternehmen, die z.B. konsolidiert wurden, obwohl keine Stimmrechtsmehrheit vorliegt oder Beteiligungen, die nicht nach der Equity-Methode bewertet wurden, obwohl Indikatoren aus IAS 28 erfüllt sind.

Darüber hinaus sollen auch Änderungen in den Beherrschungsverhältnissen – insb. die Fair Value Bewertung zuvor gehaltener bzw. zurück behaltener Anteile – sowie die quantitative und qualitative Unwesentlich nicht konsolidierter Tochterunternehmen im Fokus stehen.

  • Werthaltigkeitstest von Sachanlagevermögen (IAS 36, IAS 1)

Die DPR hat im Zusammenhang mit Werthaltigkeitstests wiederholt Feststellungen in den Verfahren gehabt, sodass dieses Thema erneut zu einem nationalen Prüfungsschwerpunkt erklärt wurde. Dabei soll der Fokus insb. auf unterlassenen Wertminderungen trotz Vorliegens von Trigger Events, Plausibilität von Annahmen bei der Ermittlung des erzielbaren Betrags einer CGU oder der Berücksichtigung von Schulden bei der Ermittlung des Nutzungswerts (und der Ermittlung des Buchwerts) einer CGU liegen.

Über die europäischen Prüfungsschwerpunkte hinaus, hat die ESMA die Erwartung formuliert, dass Unternehmen, sofern sie vom Brexit betroffen sind, die Auswirkungen auf ihre Geschäftstätigkeiten im Anhang darstellen.

Weitere Einzelheiten zu den Prüfungsschwerpunkten können Sie in der Ausgabe der International Accouting News vom November 2016 nachlesen.

Frohes neues Jahr 2017!

Die Feiertage liegen hinter uns und so heißt es jetzt, den Blick nach vorne zu richten, auf das, was uns in 2017 an spannenden Themen erwarten wird.

Wirft man einen Blick auf das Arbeitsprogramm des IASB, sieht man, dass das Thema „Definition eines Geschäftsbetriebs“ nach IFRS 3 weiter auf der Agenda des IASB steht. Über die weitere Vorgehensweise für eine Änderung an IFRS 3 soll im ersten Quartal entschieden werden. In diesem Zusammenhang wurde auch aus dem Post Implementation Review des IFRS 3 heraus, das Thema Impairment von Goodwill thematisiert. Zu diesem Punkt wird sich das IASB im zweiten Halbjahr 2017 zum weiteren geplanten Vorgehen äußern. Daneben stehen viele Aspekte des umfassenden Disclosure Initiative Projekts auf dem Arbeitsprogramm des IASB – so soll z.B. das final Practice Statement zur Wesentlichkeit im 2. Halbjahr veröffentlicht und weitere verwandte Themen diskutiert werden (z.B. Abschlussbestandteile (Primary Financial Statements)). Das alles hat das IASB unter der großen Überschrift „Better Communication“ zusammengefasst. Wir können also gespannt bleiben!

Daneben wird dieses neue Jahr natürlich insbesondere auch durch die weiter voranschreitende Umsetzung der drei großen neuen Standards – IFRS 9 Finanzinstrumente, IFRS 15 Umsatzerlöse und IFRS 16 Leasing – geprägt sein. Wir freuen uns darauf, Sie über die aktuellen Diskussionen auf dem Laufenden zu halten.

Auch die regulatorischen und nationalen Anforderungen (z.B. 2. FiMaNoG oder die ggf. weiteren Änderungen des KAGB und der KARBV) werden uns in 2017 weiter beschäftigen.

Es bleibt also auch in 2017 spannend und wir für Sie am Ball.

Anita Dietrich     Bernd Kirsch     Annette Malsch     Carolin Stoek