Kategorie: KAGB

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BaFin konsultiert Auslegungsschreiben zu extern verwalteten AIF-Investmentgesellschaften

Die BaFin hat ihren Entwurf eines Auslegungsschreibens zur Konsultation gestellt. In dem Auslegungsschreiben werden die Aufgaben der externen Kapitalverwaltungsgesellschaft diskutiert. Die BaFin geht dabei von der Grundannahme aus, dass sich für die externe Kapitalverwaltungsgesellschaft einer Investmentgesellschaft nichts anderes ergeben darf wie für die Kapitalverwaltungsgesellschaft eines Sondervermögens. Unberücksichtigt bleibt dabei, dass es sich bei einer Investmentgesellschaft um eine Rechtsform mit eigener Rechtspersönlichkeit handelt, die über gesetzliche Vertreter verfügt, die gesellschaftsrechtlichen Rechten und Pflichten (einschließlich Haftungsregelungen) unterliegen.

Die Branche der geschlossenen Investmentfondsanbieter tut gut daran, sich mit dem Inhalt des Schreibens gründlich auseinander zu setzen und die eigene Einschätzung zu den Regelungen der BaFin mitzuteilen. Noch ist Zeit, denn die BaFin hat die Konsultationsfrist bis zum 3. März 2017 verlängert.

Mindestanforderung an das Risikomanagement von Kapitalverwaltungsgesellschaften (KAMaRisk) veröffentlicht

Die BaFin hat mit ihrem heute veröffentlichten Rundschreiben, die inhaltliche Überarbeitung der InvMaRisk abgeschlossen und Mindestanforderungen an das Risikomanagement von Kapitalverwaltungsgesellschaften festgelegt, die nunmehr unmittelbar für allen Kapitalverwaltungsgesellschaften gelten.

Die Überarbeitung setzt nicht nur die Regelungen der Delegierten Verordnung zur AIFM-Richtlinie um und konkretisiert die Vorgaben zur Organisation, zum Risikomanagement und zur Auslagerung. Sie enthält darüber hinaus auch Mindestanforderungen an das Risikomanagement von AIF-Kapitalverwaltungsgesellschaften, die für Rechnung des AIF Gelddarlehen vergeben oder in unverbriefte Darlehensforderungen investieren. Inhaltlich orientieren sich diese neuen Vorgaben an den Mindestanforderungen an das Risikomanagement von Banken (MaRisk).

Erlaubnispflicht nach KWG für Anlagevermittlung und -beratung auf dem Sekundärmarkt ab 31. Dezember 2016

Unternehmen, die die Anlagevermittlung i.S.d. § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 1 Kreditwesengesetz (KWG) oder die Anlageberatung i.S.d. § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 1a KWG betreiben, erfüllen die materiellen Voraussetzungen eines Finanzdienstleistungsinstitutes nach § 1 Abs. 1a KWG und unterliegen damit grundsätzlich dem Erlaubnisvorbehalt nach § 32 Abs. 1 KWG. Eine Bereichsausnahme besteht nach § 2 Abs. 6 Satz 1 Nr. 8 lit. e) KWG für solche Unternehmen, die ausschließlich die Anlagevermittlung und die Anlageberatung in Aktien oder Anteilen an solchen Investmentvermögen, die zum Vertrieb im Inland zugelassen sind, zwischen Kunden und inländischen Instituten, Instituten oder Finanzunternehmen mit Sitz in einem anderen Staat des Europäischen Wirtschaftsraums, die die Voraussetzungen nach § 53b Abs. 1 Satz 1 oder Abs. 7 KWG erfüllen, Unternehmen, die auf Grund einer Rechtsverordnung nach § 53c KWG gleichgestellt oder freigestellt sind, Kapitalverwaltungsgesellschaften, extern verwalteten Investmentgesellschaften, EU-Verwaltungsgesellschaften, ausländischen AIF-Verwaltungsgesellschaften oder Anbietern oder Emittenten von Vermögensanlagen nach § 1 Abs. 2 VermAnlG betreiben.

Veranstaltung: Die Erstellung eines Jahresberichts nach KAGB

Beim bsi Bundesverband Sachwerte und Investmentvermögen e.V. findet am 11. Oktober 2016 ein Workshop zum Thema „Die Erstellung eines Jahresberichts – Herausforderungen bei Anwendung der Regelungen des KAGB“ statt. Inhaltlich beschäftigt sich der Workshop mit dem Inhalt und Umfang der Jahresberichte und den Zweifelsfragen der Bilanzierung nach KAGB. Theoretische Erläuterungen werden durch Praxisbeispiele ergänzt.

Interessiert? Hier gibt es mehr Informationen.

IDW veröffentlicht erweiterte FAQ-Liste zur Rechnungslegung von Investmentvermögen

Der IDW Investmentfachausschuss (IVFA) hat am 2. Februar 2016 weitere Fragen zur Rechnungslegung von Investmentvermögen verabschiedet. Die FAQ-Liste, die vom IDW AK OIV erarbeitet wird, enthält Fragen aus den Bereichen Rechnungslegung, Bewertung und Prüfung von Investmentvermögen. Weitere Ergänzungen werden folgen.

Die aktualisierte Liste wurde inzwischen auch auf der Webseite des IDW (www.idw.de) im Mitgliederbereich veröffentlicht. Aus urheberrechtlichen Gründen können wir die Liste an dieser Stelle leider nicht zur Verfügung stellen.

Neues KAGB bringt Änderungen für bisher nach § 2 Abs. 4 KAGB registrierte AIF

Alternative Investment Funds, die als Spezial-AIF lediglich über eine Registrierung nach § 2 Abs. 4 KAGB verfügen und die nicht als Investmentkommanditgesellschaft oder Investmentaktiengesellschaft firmieren, waren bislang von der Rechnungslegungspflicht nach KAGB ausgenommen (siehe hierzu auch Rechnungslegung registrierungspflichtiger Kapitalverwaltungsgesellschaften). Darüber hinaus waren nur wenige aufsichtsrechtliche Anforderungen für diese Spezial-AIF einschlägig.

Nach der nun erfolgten Änderung des KAGB durch das OGAW-Umsetzungsgesetz, welches am 28. Januar 2016 vom Bundestag beschlossen wurde und ohne weitere Änderungen am 18. März 2016 in Kraft treten soll, könnte sich auch die Welt der lediglich registrierten Spezial-AIF ändern.

Rechnungslegung nach investmentrechtlichen Regelungen

Rechnungslegung und Prüfung von Investmentvermögen

In der 5. Auflage des Buches „Sonderbilanzen“ enthält erstmals auch ein Kapitel zur Rechnungslegung von Investmentvermögen nach dem KAGB. Inhaltlich beschäftigt sich das Kapitel mit:

  • „Rechnungslegung und Prüfung von Sondervermögen“ der Autoren Norbert Winkeljohann und Annette Malsch sowie
  • „Rechnungslegung und Prüfung von Investmentgesellschaften“ der Autoren Norbert Winkeljohann und Anita Dietrich.

Das Buch „Sonderbilanzen“ ist erhältlich im Beck-Verlag.

 

 

Europäische Immobilienfonds – Ein Vergleich der unterschiedlichen Regelungen

Investoren wie Fondsstrukturierer stehen immer wieder vor der Frage, welches Investmentfondsvehikel ist für den angestrebten Zweck sinnvoll. Die im November 2015 erschienene Publikation „Choosing an Investment vehicle – European Real Estate Fund Regimes“ vergleicht die Regelungen von mehr als 30 unterschiedlichen Strukturen aus unterschiedlichen Ländern.

Einen weltweiten Vergleich der Real Estate Investment Trusts enthält die ebenfalls im November 2015 erschienene Publikation „Compare and contrast – Worldwide Real Estate Investment Trusts (REIT) Regimes„.

Sofern Sie an früheren Versionen ähnlicher Publikationen interessiert sind:

Rechnungslegungs- und Berichtspflichten nach KAGB

Am 18. November findet in den Räumen des bsi Bundesverband Sachwerte und Investmentvermögen e.V. in Berlin wieder ein bsi-Workshop statt, diesmal mit dem Thema „Die neuen Rechnungslegungs- und Berichtspflichten nach KAGB“.

Der Workshop hat zwei Schwerpunkte – die Rechnungslegung nach KAGB und die regulatorischen und technischen Anforderungen an BAFin-Meldungen.

Zweifelsfragen der Bilanzierung von Anschaffungsnebenkosten beim Erwerb von Sachwerten

Das KAGB sieht für geschlossene Publikums-InvKGen in § 271 Abs. 1 Nr. 2 KAGB einen gesonderten Ausweis und die Abschreibung der Anschaffungsnebenkosten von direkt gehaltenen Sachwerten über maximal 10 Jahre vor. In der Bilanzierungspraxis ergeben sich bezüglich der Anwendung der Regelung auf Sachwerteinvestments immer wieder Fragen.

1. Ist die Regelung auch für geschlossene Spezial-AIF anwendbar?

Dem Wortlaut der Vorschrift nach, ist die gesonderte Erfassung und Abschreibung der Anschaffungsnebenkosten alleine für geschlossene Publikums-AIF verpflichtend. Die Regelungen zur Bewertung von geschlossenen Spezial-AIF verweisen nicht auf § 271 KAGB, sondern lediglich auf die allgemeinen Bewertungsvorschriften der §§ 168, 169 KAGB. § 30 Abs. 2 Nr. 1 KARBV, welcher eine analoge Regelung für die Bewertung von Immobilien enthält, verweist ebenfalls nicht auf die Regelungen zur Bewertung von geschlossenen Spezial-AIF.