Regulatory Blog

Further enhancements of the Basel framework („Basel IV“) – auf einen Blick

Offiziell geht es um die Finalisierung von „Basel III“ – nach Meinung vieler Bankenvertreter reichen die Anforderungen des Baseler Ausschusses inzwischen aber so weit, dass in der Branche längst von „Basel IV“ die Rede ist.

Was genau aber fällt unter dieses Stichwort? Welche neuen Vorschriften kommen in den nächsten Monaten und Jahren auf die Banken zu?

Unser neues Basel IV-Poster bietet Ihnen einen umfassenden Überblick über alle anstehenden Regulierungsmaßnahmen des Baseler Ausschusses im Zusammenhang mit Basel IV – vom „Capital Floor“ bis zum „SA-CCR“, von den neuen Verbriefungsregeln bis hin zur CVA Capital Charge. Das Poster zeigt die gesetzlichen Grundlagen, benennt die relevanten Baseler Papiere und verdeutlicht die Verbindungen zwischen den einzelnen Regelungen untereinander.

Konsultationspapier der Europäischen Kommission – Umsetzung der NSFR in der EU

Am 26. Mai 2016 hat die Europäische Kommission ein Konsultationspapier zum Thema Umsetzung der Net Stable Funding Ratio (NSFR) in der Europäischen Union (Consultation Document: On Further Considerations for the implementation of the NSFR in the EU) veröffentlicht.

Ausführliche Informationen zur NSFR finden sich im Regulatory Blog Beitrag: „Liquiditätsmeldewesen im Wandel – Teil 2: Finales Papier des Baseler Ausschusses zur Net Stable Funding Ratio“ vom 05. November 2015. Zudem hat der Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht zuletzt ein lang erwartetes FAQ-Dokument zur NSFR veröffentlicht (Basel III – The Net Stable Funding Ratio: frequently asked questions (BCBS 375)).

EZB – Bericht des SSM zu Governance und Risikobereitschaft

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat am 21. Juni 2016 die Ergebnisse ihrer thematischen Überprüfung zu Governance und Risikobereitschaft bei allen Leitungsorganen bedeutender Institute des Euroraumes veröffentlicht. Diese Veröffentlichung gibt eine Bestandsaufnahme im Hinblick auf die Umsetzung der Grundsätze des Single Supervisory Mechanism (SSM) wieder.

Der Bericht umfasst zwei Teile: Teil I behandelt die Governance (Organisation, Zusammensetzung, Diskussionskultur und Dokumentation der Entscheidungsprozesse), Teil II die Ausgestaltung und Umsetzung des Rahmens für die Risikobereitschafts (Risk Appetite Framework (RAF). (Zu den Ergebnissen der Überrüfung der Risikobereitschaft verweisen wir auf den Risk Blog Beitrag: „Erklärung der EZB-Bankenaufsicht zur internen Governance und zum Risikoappetit„).

Basel IV Channel – Episode 5: Constraints on the use of Internal Models: Basel und EBA / ECB

Nachdem wir in den vorangegangenen Ausgaben des Basel IV Channel am 13. Mai und 17. Juni 2016 die Neuerungen bei den Marktrisiken vorgestellt haben, wenden wir uns im 5. Basel IV Channel erneut dem Kreditrisiko zu. Diesmal stehen die Qualität Interner Modelle und die Zukunft des Internal Rating Based Approach (IRBA) im Fokus unseres kommenden Basel IV Channels. 

BaFin Konsultation zur Umsetzung der EBA-Leitlinien zur Begrenzung von Forderungen an Schattenbanken

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat am 22. Juni 2016 den Entwurf des Rundschreibens über Obergrenzen für Risikopositionen gegenüber Schattenbankunternehmen veröffentlicht und die Konsultationsphase eröffnet (Konsultation 05/2016 – Rundschreiben zur Umsetzung der EBA Leitlinien über Obergrenzen für Risikopositionen gegenüber Schattenbankunternehmen).

Hintergrund

Das im Entwurf befindliche Rundschreiben bezieht sich auf die am 14. Dezember 2015 von der EBA erlassenen und im Nachgang in die EU-Amtssprachen übersetzten „Guidelines on limits on exposures to shadow banking (EBA/GL/2015/20)“. Im Zuge des sog. „Comply or Explain“-Verfahrens haben die nationalen Aufsichtsbehörden „alle erforderlichen Anstrengungen“ zu unternehmen, um den Leitlinien der EBA nachzukommen. Für den Fall, dass die nationalen Aufsichtsbehörden den Leitlinien nicht zu folgen beabsichtigen, ist gegenüber der EBA eine Erklärung abzugeben. Gegenstand des vorliegenden BaFin-Entwurfs vom 22. Juni 2016 ist nun die vollständige Umsetzung der EBA-Leitlinien („Comply“); die BaFin sieht somit keinen Grund, den EBA-Leitlinien nicht zu folgen.

Aktuelle Kapitalpufferanforderungen sowie Berechnung der zusätzlichen Kapitalanforderungen im Zusammenhang mit dem SREP

Die regulatorischen Eigenkapitalanforderungen an Banken wurden durch die Vorgaben der Eigenkapitalverordnung (Capital Requirements Regulation 575/2013 (CRR)) deutlich ausgeweitet. Als Reaktion auf die Finanzmarktkrise wurde die Mindestquote für das vorzuhaltende harte Kernkapital erhöht. Zusätzlich wurden die qualitativen Kriterien für die Eigenkapitalbestandteile verschärft, um die Verlustabsorptionsfähigkeit der Banken zu erhöhen. Darüber hinaus wurden im Zuge der Umsetzung der CRD IV (Richtlinie 2013/36/EU) weitere Kapitalpuffer in das Kreditwesengesetz eingeführt, um die Widerstandsfähigkeit der Banken zu stärken (vgl. hierzu auch den Blogbeitrag „ Update: Neue Beschlüsse zum CRD IV-Umsetzungsgesetz vom 23. Mai 2013).

Aktuelle Regelungen zu Kapitalpuffern (Säule I)

  • Kapitalerhaltungspuffer (§ 10c KWG)

Liquiditätsmeldewesen im Wandel – Teil 5: Ausblick: EBA Leitlinien zur Offenlegung und untertägigen Liquidität

Mit der Einführung der CRR hat eine Regulierungswelle mit besonderem Fokus auf dem Thema Liquidität begonnen. Auch nach Beginn der Meldeverpflichtung für die beiden Liquiditätskennziffern Liquidity Coverage Ration (LCR) (dazu Regulatory Blog Beitrag: „Liquiditätsmeldewesen im Wandel – Teil 1: die Delegierte Verordnung zur Liquidity Coverage Ratio“ vom 16. Mai 2015) und der Net Stable Funding Ratio (NSFR) (dazu Regulatory Blog Beitrag: „Liquiditätsmeldewesen im Wandel – Teil 2: Finales Papier des Baseler Ausschusses zur Net Stable Funding Ratio“ vom 05. November 2015) steht das aufsichtliche Rad nicht still. Daher stellt sich nun die Frage wie und in welcher Form das Thema Liquidität in die Offenlegung einfließen wird. Der Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht (BCBS) hat hierzu bereits in 2014 und 2015 Vorschläge erarbeitet (Liquidity coverage ratio disclosure standards (BCBS 272) und Net Stable Funding Ratio disclosure standards (BCBS 324)), die im Laufe des Jahres 2016 durch die European Banking Authority (EBA) konkretisiert werden sollen.

Ausübung der im Unionsrecht eröffneten Optionen und Ermessensspielräume durch die EZB – Verordnung (EU) 2016/445

Am 24. März 2016 wurde die finale Verordnung (EU) 2016/445 über die Nutzung der im Unionsrecht eröffneten Optionen und Ermessensspielräume im Amtsblatt der Europäischen Union (EZB/2016/4) (nachfolgend „Verordnung“) veröffentlicht.

Hintergrund

Sowohl die Richtlinie 2013/36/EU („CRD IV“) als auch die Verordnung 575/2013 („CRR“) enthalten zahlreiche Optionen und Ermessensspielräume für die zuständigen Behörden, die die EZB als zuständige Aufsichtsbehörde für die SSM-Institute ausübt. Ziel der vorliegenden EZB Verordnung ist es, die Aufsichtspolitik über die bedeutenden Institute zu vereinheitlichen und transparenter zu gestalten.

Konsultationspapier der Europäischen Kommission – Ansätze zur Ermittlung der Eigenmittelunterlegung des Marktpreisrisikos und Berechnung des Kontrahentenrisikos

Am 26. Mai 2016 hat die Europäische Kommission ein Konsultationspapier zum Thema Verhältnismäßigkeit der zukünftigen Eigenmittelunterlegung des Markpreisrisikos sowie zur Überprüfung der Exposure Berechnung bei Kontrahentenrisiken (Consultation Document: Proportionality in the future market risk capital requirements and the review of the original exposure method) veröffentlicht.

Hintergrund

Die Europäische Kommission hat ein Konsultationspapier zur Berücksichtigung der Vorschläge des Baseler Ausschusses zur Überarbeitung des Marktrisikorahmenwerks („Fundamental Review of the Trading Book“ – FRTB) und der Methoden zur Messung des Kontrahentenausfallrisikos in einer künftigen Novellierung der CRR veröffentlicht. Insbesondere in Bezug auf den FRTB hinterfragt die Kommission, ob der vorgeschlagene neue Standardansatz auch für Institute die nur in geringem Umfang Handelsgeschäfte betreiben, angemessen ist. In Bezug auf das Kontrahentenrisiko soll geklärt werden, ob der neue Standardansatz für Kontrahentenrisiken („Standardized Approach for Counterparty Credit Risk“ – SA-CCR) durch alle Institute anzuwenden sein wird, oder ob weiterhin die bestehenden Verfahren (insbesondere Marktbewertungsmethode, Ursprungsrisikomethode) unter bestimmten Bedingungen angewendet werden dürfen.

Regulatory Roadshow 2016: „Basel IV“?! Welcome to the Next Generation of RWA

Basel IV

Die Bankenaufsicht in Europa bleibt in Bewegung. Der Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht hat in den zurückliegenden Monaten eine Reihe von Konsultationspapieren veröffentlicht, die weitreichende Änderungen in der Ermittlung der risikogewichteten Aktiva vorsehen. Hierdurch kommen, unabhängig von der betrachteten Risikoart – Kreditrisiko, Marktrisiko, operationelle Risiken – und den genutzten Verfahren – Standardansätze oder interne Modelle – zahlreiche neue Anforderungen auf die Banken zu. Das inoffizielle Schlagwort „Basel IV“ ist bereits in aller Munde. Doch auch die europäischen Bankenaufsichtsbehörden arbeiten ihre umfassenden Arbeitsprogramme in den kommenden Jahren ab – frei nach dem Motto „Eine fundamentale Überarbeitung der aufsichtsrechtlichen Anforderungen innerhalb der Säule I der Baseler Standards allein reicht nicht aus, um den Bankensektor robuster und krisenfester zu machen“.