Regulatory Blog

Basel IV – Die Neuerungen des Basel IV-Pakets in Ihrer Hand

Warum noch ein Buch ?

Basel IV haben wir in unserem Regulatory Blog und unserem regelmäßigen Basel IV Channel ständig im Blick. Der Umfang der Reformvorschläge des Baseler Ausschusses für Bankenaufsicht, die Komplexität der ins Auge gefassten Änderungen und die damit verbundenen Herausforderungen und vielen Fragen haben uns dazu bewogen, die Neuerungen des Basel-IV-Pakets kompakt in unserem aktuellen Buch: „Basel IV“ zusammenzufassen.

Unsere Regulatory-Experten aus allen Bereichen haben sich zum Ziel gesetzt, die umfangreichen Papiere für Sie zu strukturieren und Hilfestellung bei der Erfassung der komplexen Vorgänge, Methoden und Anforderungen zu geben. Herausgekommen ist eine übersichtliche, verständliche und praxisrelevante Darstellung des aktuellen Standes des Basel-IV-Pakets.

Basel IV Channel Folge 6: SA-CCR und CVA

Der Basel IV-Channel meldet sich zurück aus der Sommerpause!

Nach dem überwältigenden Erfolg des Basel IV-Channels in den letzten Monaten freuen wir uns, Sie auch zu den nächsten Episoden des Basel IV-Channels einladen zu dürfen.

Ziel des Basel IV-Channels ist es, Sie weiterhin zeitnah und flexibel über die bereits erschienenen und noch zu erwartenden Neuerungen im Zusammenhang mit Basel IV zu informieren. Bereits jetzt haben wir eine ganze Reihe neuer Themen für den Basel IV-Channel eingeplant. Hierzu zählen unter anderem Themen wie SA-CCR, CVA, Verbriefungen und Shadow Banking. Darüber hinaus möchten wir den Fokus des Basel IV-Channels erweitern um einen strategische Blickwinkel und um angrenzende Themengebiete wie Auswirkungen von IFRS 9 auf das Regulatory Reporting und weitere regulatorische Neuerungen.

An der Schnittstelle zwischen IFRS 9 und Aufsichtsrecht

Das IASB hat am 24. Juli 2014 den endgültigen internationalen Rechnungslegungsstandard zur Bilanzierung von Finanzinstrumenten (IFRS 9) verabschiedet, der die bestehenden Vorschriften von IAS 39 ablöst. Die verpflichtende Anwendung des neuen Standards ist für die Geschäftsjahre ab dem 01. Januar 2018 vorgesehen.

Der erwartete Zeitpunkt für die Indossierung des IFRS 9 in europäisches Recht (EU-Endorsement) wurde von der europäischen Beratungsgruppe für Finanzberichterstattung (European Financial Reporting Advisory Group, EFRAG) auf das zweite Halbjahr 2016 verschoben.

Wesentliche aufsichtsrechtliche Auswirkungen des IFRS 9

Während die Rechnungslegung nach IFRS die Vermittlung entscheidungsrelevanter Informationen als Zielsetzung verfolgt, stehen die Erhaltung der Stabilität des Finanzsystems sowie der Einlegerschutz im Fokus der bankaufsichtlichen Normen. Diese Ziele sollen vor allem durch die Begrenzung der übernommenen Risiken zur Vermeidung einer Bankinsolvenz erreicht werden.

Das finale Verbriefungsrahmenwerk des Baseler Ausschusses wurde durch die Kapitalanforderungen für STC Verbriefungen erweitert

Der Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht (BCBS) hat sein finales Rahmenwerk für Verbriefungen vom Dezember 2014 um die Neuregelungen zu „einfachen, transparenten und vergleichbaren“, so genannten (simple, transparent, comparable) STC-Verbriefungen ergänzt und am 11. Juli 2016 als überarbeiteten Standard zu der regulatorischen Behandlung von Verbriefungspositionen veröffentlicht (Revisions to the securitisation framework (BCBS 374)).

Hintergrund

Den Aktualisierungen im Verbriefungsregelwerk sind zwei Veröffentlichungen aus Basel hinsichtlich der STC Verbriefungen vorausgegangen. Ziel der im Juli 2015 zusammen mit der Internationalen Organisation der Wertpapieraufsichtsbehörden (IOSCO) veröffentlichten, finalen Kriterien für die Identifizierung der STC Verbriefungen (Criteria for identifying simple, transparent and comparable securitisations (BCBS 332)) ist es, einen Markt für qualifizierte Verbriefungen zu etablieren, der sowohl für Investoren als auch für Originatoren und andere Parteien mit treuhänderischen Verantwortungen die Vergleichbarkeit solcher Verbriefungen erhöhen soll. Zudem soll eine verstärkte Transparenz der Verbriefungsstrukturen eine zuverlässigere Einschätzung der mit diesen Strukturen verbundenen Risiken und Erträge hervorbringen.

AnaCredit – Anordnung der Deutschen Bundesbank zur Umsetzung von AnaCredit in Deutschland

Am 18. Mai 2016 wurde vom EZB-Rat die Verordnung für die Erhebung granularer Kreditdaten durch das Europäische System der Zentralbanken (ESZB) – Analytical Credit Dataset (AnaCredit) beschlossen (Einzelheiten dazu Regulatory Blog Beitrag: „AnaCredit – Finale Verordnung zum Analytical Credit Dataset der EZB veröffentlicht“ vom 26. Mai 2016).

Die nationale Anordnung der Deutschen Bundesbank, die die Auslegung der europäischen AnaCredit-Vorgaben für Meldepflichtige in Deutschland umfasst, liegt seit Juli 2016 vor (Mitteilung Nr. 8001/2016: Anordnung einer Kreditdatenstatikstik (AnaCredit)).

Kreditinstitute werden Kredite gegenüber juristischen Personen ab 25.000 EUR melden müssen. Eine erste Testmeldung ist in Deutschland für das 2. Halbjahr 2017 vorgesehen, erste Echtdaten-Meldungen sind ab Januar 2018 vorgesehen.

EBA Arbeitsprogramm – was steht an?

Die European Banking Authority (EBA) hat im Juni 2016 ihren Jahresbericht für 2015 veröffentlicht. Neben einem Überblick über die im Vorjahr begonnen Arbeiten, erläutert die EBA die aktuell im Fokus stehenden Themen. Der vorliegende Beitrag gibt einen Überblick über die wesentlichen Maßnahmen, die für die kommenden Monate noch auf der Agenda der EBA stehen.

Spezialfinanzierungen – Risikogewichte nach dem Slotting Approach

Die European Banking Authority (EBA) hat am 13. Juni 2016 den finalen Entwurf der „Regulatory Technical Standards on Assigning Risk Weights to Specialised Lending Exposures under Art. 153(9) CRR” (EBA/RTS/2016/02) veröffentlicht. Damit kommt sie ihrem Auftrag zur Präzisierung der Faktoren nach Art. 153 Abs. 5 CRR, die die Institute bei der Zuweisung von Risikogewichten bei Spezialfinanzierungen im Rahmen des Slotting Ansatzes zu berücksichtigen haben, nach.

Hintergrund

Ausfallrisiken und potentielle Verluste bei Spezialfinanzierungen (Specialised Lending – SL) sind in besonders hohem Maße vom wirtschaftlichen Erfolg des finanzierten Projektes abhängig. Daher sind diese Risikopositionen, die grundsätzlich der Forderungsklasse Unternehmen angehören, im Rahmen der Anwendung des IRBA immer dann zu separieren, wenn die in Art. 147 Abs. 8 CRR aufgelisteten Kriterien zutreffen:

EBA Entwurf zu den Leitlinien für die Offenlegung unter Teil 8 der CRR

Die Europäische Bankenaufsichtsbehörde (EBA) hat am 29. Juni 2016 einen Entwurf zu den Leitlinien für die Offenlegung unter Teil 8 der Verordnung 575/2013 (CRR) (Consultation on Guidelines on disclosure under Part Eight of Regulation (EU) 575/2013 (EBA/CP/2016/07)) zur Konsultation gestellt.

Hintergrund

Am 28. Januar 2015 hat der Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht (BCBS) eine Überarbeitung der regulatorischen Offenlegungsanforderungen in der Säule 3 (Revised Pillar 3 disclosure requirements – BCBS 309) veröffentlicht. Am 11. März 2016 wurde diese um ein Konsultationspapier ergänzt, das die Offenlegungsanforderungen für Eigenmittel, Verschuldungsquote, Liquidität und einige weitere Bereiche beinhaltet (Consultative Document – Pillar 3 disclosure requirements – consolidated and enhanced framework – BCBS 356). Die Überarbeitung der zielt besonders auf die Sicherstellung von Konsistenz und Vergleichbarkeit der offengelegten regulatorischen Anforderungen zwischen den Instituten und im Zeitablauf durch die Vorgabe einheitlicher Formate.

EBA veröffentlicht Konsultationspapier zur Bildung von Gruppen verbundener Kunden

Am 27. Juli 2016 hat die EBA das Konsultationspapier zu den Leitlinien zur Bildung von Gruppen verbundener Kunden veröffentlicht (Consultation on Guidelines on Connected Clients under Article 4 (1) (39) of Regulation (EU) 575/2013 (EBA/CP/2016/09)). Die Leitlinien konkretisieren die Tatbestandsmerkmale zur Zusammenfassung von einzelnen Kreditnehmern zu Gruppen verbundener Kunden (GvK) – Kontrolle und wirtschaftliche Verflechtungen – nach den Vorgaben des Art. 4 Abs. 1 Nr. 39 CRR. Die Konsultationsphase endet am 26. Oktober 2016.

Mit den neuen EBA-Leitlinien sollen die durch ihre Vorgängerorganisation CEBS in 2009 veröffentlichten „Guidelines on the implementation of the revised large exposure regime“ abgelöst werden (vgl. Blog-Beitrag „KWG und GroMiKV 2011 – Neue Regeln und Leitlinien für Großkredite – Teil II“ vom 11. Februar 2011).

Further enhancements of the Basel framework („Basel IV“) – auf einen Blick

Offiziell geht es um die Finalisierung von „Basel III“ – nach Meinung vieler Bankenvertreter reichen die Anforderungen des Baseler Ausschusses inzwischen aber so weit, dass in der Branche längst von „Basel IV“ die Rede ist.

Was genau aber fällt unter dieses Stichwort? Welche neuen Vorschriften kommen in den nächsten Monaten und Jahren auf die Banken zu?

Unser neues Basel IV-Poster bietet Ihnen einen umfassenden Überblick über alle anstehenden Regulierungsmaßnahmen des Baseler Ausschusses im Zusammenhang mit Basel IV – vom „Capital Floor“ bis zum „SA-CCR“, von den neuen Verbriefungsregeln bis hin zur CVA Capital Charge. Das Poster zeigt die gesetzlichen Grundlagen, benennt die relevanten Baseler Papiere und verdeutlicht die Verbindungen zwischen den einzelnen Regelungen untereinander.