EBA zu Übergangsvorschriften und Risikovorsorge bei der Einführung von IFRS 9

Die European Banking Authority (EBA) hat am 06. März 2017 ihre Position bezüglich Übergangsvorschriften zur Berücksichtigung der Risikovorsorge nach IFRS 9 in den ersten Jahren nach der Erstanwendung veröffentlicht (Opinion on transitional arrangements and credit risk adjustments due to the introduction of IFRS 9 (EBA/Op/2017/02)).

Hintergrund

Am 22. November 2016 hat die EU der Implementierung von IFRS 9 und damit der Ablösung von IAS 39 zur Bilanzierung und Bewertung von Finanzinstrumenten zugestimmt. Für die Bewertung von Krediten ist damit auch der Wechsel vom sogenannten „incurred loss“ model zum „expected credit loss“ model (ECL) verbunden. Allerdings besteht die Sorge, dass dieser Wechsel bei der erstmaligen Einführung von IFRS 9 ab Januar 2018 zu ungewollten negativen Auswirkungen auf die Eigenkapitalquoten und damit letztlich auf die Fähigkeit der Banken zur Kreditvergabe führen könnte (zu den Auswirkungen ausführlich Regulatory Blog Beitrag: „An der Schnittstelle zwischen IFRS 9 und Aufsichtsrecht“ vom 06. September 2016).

 Statischer vs. dynamischer Ansatz

Die EBA bevorzugt entgegen den Vorschlägen der EU einen statischen Ansatz bei der Einführung der IFRS 9 und den damit verbundenen Auswirkungen.

Risikovorsorge

Nach Ansicht der EBA sollten die Effekte auf die Risikovorsorge nach IFRS 9 nicht voll neutralisiert werden sollte, wie es aktuell der Entwurf der CRR II vorschlägt.

Übergangsregelung

Nach Ansicht der EBA sollte die Anwendung der Übergangsregelung verpflichtend (baseline regulatory requirement) sein, um eine einheitliche Handhabung zu gewährleisten.

Mehr Einzelheiten zum Thema können Sie in unserem Accounting FS Blog nachlesen.

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