Kategorie: SolvV

Bleiben Sie auf dem laufenden - der SolvV RSS-Feed

Regulatorische Agenda 2014 für Vorstand und Aufsichtsrat

Die Aufarbeitung der Finanzmarktkrise und die damit zusammenhängende Reformagenda beschäftigt die Finanzbranche seit Mitte 2007. Mit der finalen Fassung des CRD- IV-Pakets in 2013 ist der Reformprozess noch nicht abgeschlossen: Die Anforderungen der CRD IV-Richtlinie müssen in deutsches Recht umgesetzt werden. Entsprechend groß ist der Änderungsbedarf bei KWG und ergänzenden Verordnungen. Und obwohl die CRR aufgrund ihres Verordnungscharakters in Deutschland direkt anzuwenden ist, liegen viele der zur näheren Ausgestaltung und Definition seitens der European Banking Authority (EBA) zu erarbeitenden Regulatory Technical und Implementing Technical Standards noch nicht in der endgültigen Fassung vor.

Darüber hinaus ist die weitere Reformagenda sehr umfangreich: Sie betrifft zum einen Maßnahmen, die die Widerstandsfähigkeit der Institute und des Finanzsystems selbst sicherstellen sollen (Eigenkapital, Liquidität, Verschuldungsobergrenze, Vergütungsregeln, Governance). Zum anderen werden die Finanzmärkte und —infrastrukturen strenger reguliert, um einen transparenten Derivatehandel zu gewährleisten. Daneben sind weitere Reformen im Bereich des Anleger- und des Verbraucherschutzes auf den Weg gebracht worden.

Der Beitrag „Regulatorische Agenda 2014 für Vorstand und Aufsichtsrat“ unserer Regulatory-Experten Hiltrud Thelen-Pischke und Wiebke Sawahn gibt einen Ausblick über die regulatorischen Anderungen, die ab 2014 für die Institute bestimmend sein werden und geht darauf ein, welche Verantwortung Vorstände und Aufsichtsräte im Zusammenhang mit den regulatorischen Anforderungen haben.

Der Beitrag ist in der Zeitschrift für das gesamte Kreditwesen (ZfgK, 3/2014) erschienen.

CIS-User/innen stellen wir den Artikel auch in der CIS Knowledgebase zur Verfügung.

Sie haben keinen CIS-Zugang?

Hier lesen Sie mehr.

Banking Business in Germany – A practical guide for foreign banks in Germany

The newly revised and expanded 3rd edition of Banking Business in Germany presents an overview of the legal and economic framework for the banking sector in Germany. Banking Business in Germany covers all matters relevant for foreign banks considering whether to establish a subsidiary or a branch in Germany. Banking Business in Germany also provides a detailed overview of the structure of the banking industry in Germany, the relevant reporting requirements, employment relations and auditing issues. In recognition of their importance, issues relating to strategy & operations and outsourcing are dealt with in two separate chapters. The E-Book version can be ordered here.

The printed copy is available here.

Als Service bieten wir Ihnen die 3. vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage der Publikation ”Banking Business in Germany“  jetzt auch als fortlaufende Online-Kommentierung (“Onko“) in unserem Client Extranet (Anmeldung und Navigation in deutscher Sprache).

Mehr dazu erfahren Sie in unserem CIS-Blog.

Zinsänderungsrisiken im Anlagebuch – neue Regeln für Zinsschock und Eigenmittelanforderungen

Erträge durch  Fristentransformation aufgrund der Differenz zwischen kurz- und langfristigen Zinsen haben für viele Institute eine große Bedeutung. Die dabei in Kauf genommenen Zinsänderungsrisiken werden seitens der BaFin kritisch beurteilt.  Die langanhaltende Niedrigzinsphase scheint auszulaufen. Darauf folgende Zinssteigerungen könnten bei Instituten, die überdurchschnittliche Zinsänderungsrisiken eingegangen sind, dann zu existenzgefährdenden Risiken führen.

Um das Management der Zinsänderungsrisiken der Institute aufsichtlich frühzeitig im Blick zu haben, hat die BaFin einen neuen Entwurf des Rundschreibens zu den Zinsänderungsrisiken 7/2007 zur Konsultation vorgelegt. Die Konsultationsfrist läuft noch bis zum 22.07.2011, eine Anhörung ist zum 11.08.2011 geplant.

Im folgenden Beitrag möchte ich Sie über die geplanten Änderungen informieren.

 Hintergrund

Art. 124 Abs. 5 der  Bankenrichtlinie (Richtlinie 2006/48/EG) verpflichtet die BaFin als nationale Aufsichtsbehörde, die institutsinternen Prozesse und Verfahren zum Risikomanagement zu überprüfen und zu bewerten, um so eine solide Risikoabdeckung sicherzustellen.  Dazu kann die Aufsicht nach § 25a Abs. 1 Satz 7 KWG Vorgaben zur Ausgestaltung einer plötzlichen und unerwarteten Zinsänderung  festlegen.

Zwar wird das Zinsänderungsrisiko der Anlagebuchpositionen  derzeit nicht bei der Ermittlung der Eigenkapitalanforderungen nach  der SolvV berücksichtigt. Allerdings kann die BaFin nach § 10 Abs. 1 b Nr. 1 KWG bei der Beurteilung der Angemessenheit der Eigenmittel an ein Institut höhere Eigenmittelanforderungen stellen, wenn Risiken im Rahmen der Solvabilitätsverordnung (SolvV) nicht oder nicht  voll umfänglich berücksichtigt werden.

Bisher ist dieses Verfahren zur Überprüfung und Bewertung des Zinsänderungsrisikos im Rundschreiben 07/2007  festgelegt. Kernpunkt ist dabei die Simulation des  Zinsschocks. Bei Instituten, deren wirtschaftlicher Wert bei einer plötzlichen und unerwarteten Zinsänderung um mehr als 20 % ihrer Eigenmittel absinkt, sind die zuständigen nationalen Behörden gehalten, Maßnahmen zu ergreifen.

 

Umsetzung der CRD III in deutsches Recht – Eigenmittelunterlegung im Handelsbuch, Wiederverbriefung und Offenlegung

Im Rahmen der aktuellen Konsultation 12/2011 hat die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) einen Referentenentwurf der Zweiten Verordnung zur weiteren Umsetzung der geänderten Bankenrichtlinie und der geänderten Kapitaladäquanzrichtlinie vorgelegt. Mit diesem Entwurf sollen weitere Bestandteile der geänderten Richtlinien – insbesondere Regelungen zur Erhöhung der Eigenmittelanforderungen im Handelsbuch, zu  Eigenkapitalanforderungen für Wiederverbriefungen und zu den Offenlegungsanforderungen – in deutsches Recht umgesetzt werden. Die aktuelle Konsultation läuft noch bis zum 15.07.2011.


Mehr (Risiko-) Beurteilung ist gefragt – die neue PrüfBV

Nach langer Konsultationsphase ist sie nun da: die neue PrüfBV (veröffentlicht am 25. November 2009). Das seit 1998 geltende Berichtswesen wird der neuen Zeit angepasst. Zum einen werden endlich die zwischenzeitlich stattgefundenen umfangreichen regulatorischen Neuerungen berücksichtigt (Umsetzung der geänderten CRD Richtlinien in KWG, SolvV, GroMiKV, PfandbriefG, Geldwäschevorschriften etc.). Bedeutsamer sind jedoch die Änderungen, die den Prüfungsansatz betreffen. Der risikoorientierte Prüfungsansatz ist das zentrale Thema, das die Prüfungsberichte noch viel stärker als bisher bestimmen wird. Die wesentlichen Änderungen im Überblick:

Risikoorientierter Prüfungsansatz 

Hervorzuheben  ist die Berichterstattung über die Angemessenheit von Risikomanagement und Geschäftsorganisation (§ 10 PrüfbV). Gefordert ist die Beurteilung der Angemessenheit des Risikomanagements und der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsorganisation vor dem Hintergrund der individuellen Risikosituation des betreffenden Instituts. Entsprechend ist auch ein Gesamturteil zur Risikotragfähigkeit und zur Geschäftsorganisation in der Schlussbemerkung zu fällen. Mit der geforderten Einschätzung zum Management der verschiedenen Risikofelder  (Adressenausfall-, Marktpreis-, Liquiditäts- und operationelles Risiko sowie Zinsänderungsrisiko im Anlagebuch) wird wesentlich mehr Transparenz in der Risikobeurteilung erreicht.

Neuerungen der GroMiKV – Kompaktübersicht

Im Rahmen der Umsetzung der überarbeiteten Baseler Eigenkapitalvereinbarung (Basel II) sowie der Richtlinien 2006/48/EG und 2006/49/EG in nationales Recht sind zum 1. Januar 2007 die geänderten Vorschriften des Kreditwesengesetzes, die Neufassungen der Großkredit- und Millionenkreditverordnung (GroMiKV) und die Solvabilitätsverordnung (SolvV) in Kraft getreten.