Kategorie: Operationelles Risiko

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SREP Serie (Teil 6): Beurteilung der operationellen Risiken

Die Aufsichtsbehörden werden im Zuge von SREP auch den Themenkomplex operationelle Risiken als Teil der Beurteilung der Risiken in die Betrachtung aufnehmen. Besonders betont werden in diesem Kontext Reputations- Modell- und Conductrisiken sowie Risiken im Zusammenhang mit der Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologie (ICT-Risiken).

Wichtig ist eine stringente Ableitung des Risikoprofils über die operationelle Risikostrategie bzw. den Risikoappetit. Ferner ist den Instituten eine Ableitung von KPIs, die Definition von klaren Eskalations- und Kommunikationswegen sowie – soweit möglich – ein Peer Group-Vergleich zu empfehlen. Eine fachliche Auseinandersetzung mit den verschiedenen Ausprägungen von operationellen Risiken sollte ebenfalls erfolgen.

Weiterentwicklung des Standardansatzes für operationelle Risiken (BCBS Konsultationspapier)

Bereits 2004 mit der Einführung von Basel II und des Rahmenwerks für operationelle Risiken (OpRisk) kündigte der Baseler Ausschuss an, sofern mehr Daten zur Messung der operationellen Risiken vorliegen, die damals eingeführten Messverfahren zu überprüfen. Hierunter fallen der

  • Basisindikatoransatz (gem. §§ 270f. SolvV)
  • Standardansatz (gem. §§ 272ff. SolvV)
  • Alternativer Standardansatz (gem. § 274 SolvV)
  • fortgeschrittener Messansatz/AMA (gem. §§ 278ff. SolvV)

Nachdem sich die Verfahren zur Identifizierung und Speicherung von operationellen Risikosachverhalten weiterentwickelt haben und nicht zuletzt die Finanzkrise zu einer Erhöhung des OpRisk-Datenbestandes beitrug, hat der Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht (BCBS) in seinem Konsultationspapier „Operational risk –Revisions to the simpler approaches” aus Oktober 2014 die bisherigen Verfahren zur Quantifizierung von operationellen Risiken hinsichtlich ihrer Wirksamkeit bzw. Anwendbarkeit überprüft.