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Russland-News

      Russland-News

        Business Breakfast “Update zum russischen Gesellschaftsrecht” am 25.11.2014 in Berlin


        Heute möchten wir Sie gern auf die folgende Veranstaltung aufmerksam machen:

        Der Osteuropaverein der deutschen Wirtschaft e.V. und die PricewaterhouseCoopers AG laden ein zum Business Breakfast zum Thema: Update zum russischen Gesellschaftsrecht: Gesellschaftsrechtsreform, Haftung von Generaldirektoren, Vorstandsmitgliedern und Aufsichtsräten sowie Joint Venture Agreements.

        Programm 

        Anmeldung

        Anmeldefrist: 18.11.2014

        Ansprechpartnerin: Jacqueline Grundmann (030 – 590 099 575)

        Speicherung persönlicher Daten auf Servern in Russland, ggf. bereits ab 1. Januar 2015 Pflicht


        Nach einem Gesetzesentwurf FZ Nr. 5534246 werden ab dem 1. September 2016 alle ausländische Unternehmen verpflichtet, persönliche Daten russischer Internetnutzer auf Servern innerhalb der Russischen Föderation zu erheben und zu speichern. Die Änderungen betreffen alle Organisationen, die persönliche Daten von russischen Internetnutzern speichern. Zu persönlichen Daten gehören u.a. E-Mail-Adressen, private Online-Korrespondenz, etc.

        Veröffentlicht in Recht

        Anfechtung von Ablehnungsbescheiden der Steuerbehörde bei der Registrierung von juristischen Personen


        Durch das Änderungsgesetz vom 21. Juli 2014 Nr. 241-FZ wird das Gesetz „Über die staatliche Registrierung von juristischen Person und Einzelunternehmer“ vom 08. August 2001 Nr. 129-FZ durch neue Regelungen hinsichtlich der Anfechtung von Ablehnungsbescheiden ergänzt.

        Lehnt die Steuerbehörde einen Antrag auf Registrierung einer juristischen Person oder eines Einzelunternehmens ab, so regelt das neue Gesetz nunmehr das Recht des Antragstellers, gegen die Ablehnung eine Beschwerde beim übergeordneten Registrierungsorgan zu erheben. Vor der Gesetzesänderung war die Möglichkeit einer Beschwerde nicht vorgesehen, sodass die betroffene Person sich nur direkt an ein Gericht wenden konnte.

        Veröffentlicht in Recht

        Meldepflicht für russische Staatsbürger


        Meldepflicht für russische Staatsbürger, sofern diese eine zusätzliche ausländische Staatsbürgerschaft, eine ausländische Niederlassungserlaubnis oder sonstige ausländische Aufenthaltserlaubnisse besitzen – Verstöße können strafbar sein

        Russische Staatsbürger werden durch das Änderungsgesetz Nr. 142 – FZ vom 4. Juni 2014 verpflichtet, weitere ausländische Staatsbürgerschaften, ausländische Niederlassungserlaubnisse oder sonstige Aufenthaltserlaubnisse in einem anderen Staat dem territorialen Föderalen Migrationsdienst (FMS) an ihrem faktischen Wohnsitz binnen 60 Tagen nach Erhalt der ausländischen Staatsbürgerschaft oder der Niederlassungs- bzw. Aufenthaltserlaubnis mitzuteilen. Für minderjährige Kinder sowie sonstige beschränkt geschäftsfähige Personen muss die Meldung durch deren gesetzlichen Vertreter erfolgen. Russische Staatsbürger, die bereits jetzt eine ausländische Staatsbürgerschaft besitzen oder eine Niederlassungs- bzw. eine Aufenthaltserlaubnis in einem Drittstaat haben, müssen davon den Föderalen Migrationsdienst binnen 60 Tagen nach Inkrafttreten des Gesetzes in Kenntnis setzen.

        Ab sofort sind weitere Informationen über juristische Personen und Einzelunternehmer über die elektronische Plattform des staatlichen Steuerdienstes in Russland zugänglich


        Ab sofort sind mehr Informationen als bisher über juristische Personen und Einzelunternehmer über den Service auf der offiziellen Website des Föderalen Steuerdienstes (FNS) „Prüfe Dich und Deinen Vertragspartner“ zugänglich. Dabei werden öffentlich zugängliche Informationen aus dem Einheitlichen Staatlichen Register der Juristischen Personen (EGRJUL) und dem Einheitlichen Staatlichen Register der Einzelunternehmer (EGRIP) in die Datenbank des FNS übertragen und bei Erforderlichkeit aktualisiert.

        Unter anderem gehören nun zu zugänglichen Daten über eine juristische Person neben ihrem vollständigen Firmennamen, der Registrierungsnummer (OGRN) und anderen Registerdaten auch Informationen über Gründungsgesellschafter, Liquidation, Reorganisation, Höhe des Stammkapitals, Lizenzen, Filialen und Repräsentanzen, den Klassifizierungsschlüssel nach dem Verzeichnis der Gewerbearten bezüglich der Geschäftstätigkeit (OKWED) usw.

        Ukraine-News: Aktuelle Fragen für ausländische Investoren und Handelspartner


        A. Geschäftsbeziehungen mit Unternehmen auf der Krim /Rechtliche Situation

        1. Die ukrainische Sichtweise und Sichtweise der EU / USA

        Die Krim als Bestandteil des Hoheitsgebietes der Ukraine

        Sowohl die Ukraine als auch die EU und USA betrachten die Krim als Bestandteil des ukrainischen Hoheitsgebietes. Die EU und die USA erkennen das Krim-Referendum sowie weitere Schritte zur Angliederung an Russland nicht an und haben russische Personen und auf der Krim ansässige Unternehmen mit Sanktionen belegt. Sämtliche Gelder und wirtschaftliche Ressourcen, die diesen Personen gehören oder von ihnen kontrolliert werden, wurden eingefroren. Dementsprechend sind Geschäftsbeziehungen mit solchen Personen oder Unternehmen derzeit verboten oder zumindest problematisch. Die Abwicklung von Geschäftsbeziehungen mit Unternehmen auf der Krim bereitet derzeit erhebliche Schwierigkeiten.

        Reise und Güterverkehr zwischen der Ukraine und der Krim

        Das Gesetz zur „Bestimmung von Rechten und Freiheiten der Einwohner des vorübergehend besetzten Gebiets der Ukraine“ – in Kraft seit dem 27. April 2014 – legt ein besonderes Rechtssystem für das Gebiet der Krim und der Stadt föderaler Bedeutung Sewastopol fest. Es sieht ein uneingeschränktes Ein- und Ausreiserecht ukrainischer Staatsangehöriger für die Krim vor. Ausländer und staatenlose Personen benötigen dagegen eine besondere Erlaubnis zur Ein- und Ausreise in das bzw. aus dem besetzten Gebiet.

        Aktuell ist noch kein Verfahren für den Güterverkehr festgelegt. Das Gesetz legt u. a. dar, dass die wirtschaftliche Tätigkeit in dem vorübergehend besetzten Gebiet durch ein separates Gesetz der Ukraine geregelt werden soll. Dieser separate Gesetzesentwurf plant derzeit für die Krim eine freie Zollzone „industrieller Art“ zu schaffen. Danach gelten Waren, die auf der Krim von in der Ukraine registrierten Unternehmen hergestellt werden, zwar als Waren ausländischer Herkunft. Bei der Einfuhr in das übrige Staatsgebiet der Ukraine werden jedoch keine Zollgebühren erhoben.