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Verjährungsfrist bei der Berechnung der Strafe für die steuerliche Nachzahlung


Der Föderale Steuerdienst der Russischen Föderation wies darauf hin, dass die Berechnung der Verjährungsfrist für steuerliche Nachzahlungen erst mit der nachfolgenden Steuerperiode beginnt, also nach derjenigen Periode, in der die Rechtsverletzung begangen wurde.

Diese Meinung hat die Föderale Steuerbehörde im Rahmen einer Überprüfung einer Beschwerde geäußert. In dieser behauptete der Steuerpflichtige, dass man ihn aufgrund der angeblich abgelaufenen Verjährungsfrist nicht wegen einer steuerlichen Nachzahlung belangen könne. Er hatte die Gewinnsteuer für das Jahr 2012 nicht vollständig gezahlt. Die Zahlung konnte bis zum 28. März 2013 erfolgen (dies ist das Datum der letztmöglichen Steuerzahlung für das Jahr 2012 in Russland).

Die Rechtsverletzung erfolgte damit aber auch erst am 28. März 2013. Dementsprechend begann die dreijährige Verjährungsfrist erst mit dem 1. Januar 2014 (Beginn der nächsten Periode nach 2013). Daher kann auch im Jahre 2016 noch gehaftet werden.

In diesem Zusammenhang ist darauf zu achten, dass Steuerbehörden Entscheidungen über Betriebsprüfungen z. B. für das Jahr 2016 bis Ende 2019 anordnen können und, sofern festgestellt wird, dass Steuern nachgezahlt werden müssen, auch entsprechende Strafen verhängen. Diese Strafen können noch im Jahr 2020 verhängt werden (die Rechtsverletzung findet in diesem Fall im Jahr 2017 statt und die dreijährige Frist für die Berechnung der Strafe gemäß Art. 122 SteuerGB RF läuft daher von 2018 bis 2020).

Die oben genannte Beurteilung entspricht der Rechtslage gemäß Punkt 15 des Beschlusses vom Plenum des Höchsten Wirtschaftsgerichts vom 30.07.2013 Nr. 57 „Zu Fragen bei der Anwendung des Steuergesetzbuches der RF durch die Wirtschaftsgerichte“.