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Steuern & Recht

    Steuern & Recht

    Nachweis über Versteuerung im Ausland kein rückwirkendes Ereignis


    Die Vorlage eines Nachweises über die Versteuerung des Arbeitseinkommens im Ausland nach § 50d Abs. 8 Einkommensteuergesetz ist kein – zur Änderung des ursprünglichen Steuerbescheids berechtigendes – rückwirkendes Ereignis, wenn der ausländische Steuerbescheid vor dem inländischen ergangen ist und die Versteuerung im Ausland daher bereits bei dessen Erlass hätte berücksichtigt werden müssen. Dementsprechend muss auch die Berechnung der Zinsen erfolgen.

    Gewinntantieme bis zu 50% des Jahresüberschusses angemessen?


    Eine Gewinntantieme, die 50 v. H. des Jahresgewinns übersteigt, ist insoweit grundsätzlich als verdeckte Gewinnausschüttung zu qualifizieren. Bemessungsgrundlage für die Berechnung der Tantieme ist der steuerliche Gewinn vor Abzug der Steuern und der Tantieme.

    Vermietung eines häuslichen Arbeitszimmers führt zu gewerblichen Einkünften


    Der Bundesfinanzhof hat zur Frage der Vermietung eines Arbeitszimmers eines Gewerbetreibenden an dessen Auftraggeber Stellung bezogen. Die Steuerpflichtige war dort ausschließlich für den Auftraggeber tätig und muss die Mieteinnahmen als gewerbliche Einkünfte, und nicht als solche aus Vermietung und Verpachtung, versteuern. Darüber hinaus sind die Aufwendungen für diesen Raum nach Meinung der obersten Steuerrichter auch keine Betriebsausgaben.

    Finanzverwaltung konkretisiert Grundsätze zur Aufteilung des Arbeitslohns nach DBA


    Im einem aktuellen 20 Seiten umfassenden Schreiben ergänzt die Finanzverwaltung ihr aus 2014 stammendes Anwendungsschreiben zur steuerlichen Behandlung des Arbeitslohns nach den Doppelbesteuerungsabkommen und nimmt Änderungen in dem aus 1983 stammenden Auslandstätigkeitserlass vor.

    Pauschale Vergütungen für ärztlichen Bereitschaftsdienst nicht steuerfrei


    Werden Bereitschaftsdienste pauschal zusätzlich zum Grundlohn ohne Rücksicht darauf vergütet, ob die Tätigkeit an einem Samstag oder einem Sonntag erbracht wird, handelt es sich nicht um steuerfreie Zuschläge für Sonntags-, Feiertags- oder Nachtarbeit.

    Zuzahlungen des Arbeitnehmers bei privater Kfz-Nutzung mindern geldwerten Vorteil


    In zwei Urteilen hat der Bundesfinanzhof zur Firmenwagenbesteuerung bei Zuzahlungen (d. h. Übernahme individueller Kosten) des Arbeitnehmers Stellung genommen und dabei seine Rechtsprechung zugunsten der Steuerpflichtigen insoweit modifiziert, als nunmehr nicht nur ein pauschales Nutzungsentgelt, sondern auch einzelne (individuelle) Kosten des Arbeitnehmers –entgegen der Auffassung der Finanzbehörden– bei Anwendung der sog. 1 %-Regelung steuerlich zu berücksichtigen sind.

    Bemessungsgrundlage für 1%-Regelung bei Nutzung eines ausländischen Kfz


    Existiert für das betrieblich genutzte Kfz kein inländischer Bruttolistenpreis und ist das Fahrzeug auch nicht mit einem Modell bau- oder typengleich, für welches ein inländischer Bruttolistenpreis existiert, muss der inländische Bruttolistenpreis geschätzt werden.

    Abgeltungswirkung der Entfernungspauschale ist verfassungsgemäß


    Die Abgeltungswirkung der Entfernungspauschale veranlasst Steuerpflichtige immer wieder zu deren rechtlicher Überprüfung. Stets aber mit wenig Aussicht auf Erfolg. So auch jüngst in einem Fall vor dem Bundesfinanzhof: Die Abgeltungswirkung ist hinnehmbar und auch der grundgesetzlich verankerte Gleichheitssatz wird nicht verletzt.

    Bundesfinanzhof zur Tarifermäßigung für mehrjährige Tätigkeit


    Die einem Arbeitnehmer gewährte Prämie für einen Verbesserungsvorschlag stellt keine (tarifbegünstigte) Entlohnung für eine mehrjährige Tätigkeit dar, wenn sie nicht nach dem Zeitaufwand des Arbeitnehmers, sondern ausschließlich nach der Kostenersparnis des Arbeitgebers in einem bestimmten künftigen Zeitraum berechnet wird. Ebensolches gilt nach Einschätzung der obersten Steuerrichter für Versorgungsleistungen, die anstelle einer Bonuszahlung gewährt werden.