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Steuern & Recht

    Steuern & Recht

    Notwendigkeit eines häuslichen Arbeitszimmers bei einem Selbständigen


    Nicht jeder nur außerhalb von regulären Praxiszeiten nutzbare Schreibtischarbeitsplatz in einem Praxisraum steht zwangsläufig als ein „anderer Arbeitsplatz“ zur Nutzung zur Verfügung mit der Folge, dass das Abzugsverbot für ein häuslich eingerichtetes Arbeitszimmer greift. Die Beurteilung, ob ein außerhäuslicher Arbeitsplatz zumutbar ist, ist als klassische Tatsachenfrage den konkreten Umständen des Einzelfalls vorbehalten.

    Vermietung eines häuslichen Arbeitszimmers führt zu gewerblichen Einkünften


    Der Bundesfinanzhof hat zur Frage der Vermietung eines Arbeitszimmers eines Gewerbetreibenden an dessen Auftraggeber Stellung bezogen. Die Steuerpflichtige war dort ausschließlich für den Auftraggeber tätig und muss die Mieteinnahmen als gewerbliche Einkünfte, und nicht als solche aus Vermietung und Verpachtung, versteuern. Darüber hinaus sind die Aufwendungen für diesen Raum nach Meinung der obersten Steuerrichter auch keine Betriebsausgaben.

    Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer bei Nutzung durch mehrere Steuerpflichtige


    Nutzen mehrere Steuerpflichtige ein häusliches Arbeitszimmer gemeinsam, kann jeder Nutzende die Aufwendungen für das häusliche Arbeitszimmer, die er getragen hat, einkünftemindernd geltend machen. Die daran geknüpfte Bedingung: Die Voraussetzungen des § 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 6b Satz 2 Einkommensteuergesetz liegen in seiner Person vor. Der Bundesfinanzhof (BFH) hat damit seine Rechtsprechung in zwei Streitfällen zugunsten der Steuerpflichtigen geändert.

    Aufteilungs- und Abzugsverbot für betrieblich genutzte Räume der Privatwohnung


    In einem weiteren Urteil wendet der 3. Senat des Bundesfinanzhofes erneut die vom Großen Senat im Juli 2015 aufgestellten Grundsätze zum Abzugsverbot bei gemischt genutzten Räumen an. Der aktuelle Fall betrifft ein Zwei-Zimmerapartment mit teilweise offener Bauweise.

    Häusliches Arbeitszimmer rechtfertigt nicht Berücksichtigung der Aufwendungen für Nebenräume


    Bei einem steuerlich anzuerkennenden Arbeitszimmer sind Aufwendungen für Nebenräume (Küche, Bad und Flur), die in die häusliche Sphäre eingebunden sind und zu einem nicht unerheblichen Teil privat genutzt werden, nicht als Betriebsausgaben oder Werbungskosten abziehbar.

    Kein Abzug der Aufwendungen für häusliches Arbeitszimmer bei gemischt genutzten Räumen


    Der Begriff des häuslichen Arbeitszimmers setzt voraus, dass der jeweilige Raum ausschließlich oder nahezu ausschließlich für betriebliche bzw. berufliche Zwecke genutzt wird. Eine Aufteilung und anteilige Berücksichtigung im Umfang der betrieblichen oder beruflichen Verwendung scheidet aus. Dies hat der Große Senat des Bundesfinanzhofes in einer Grundsatzentscheidung bekanntgegeben.

    Kosten für ein häusliches Arbeitszimmer bei nicht nutzbarem „anderen Arbeitsplatz“


    Ein anderer Arbeitsplatz, der die Abzugsfähigkeit der Aufwendungen für ein Arbeitszimmer ausschließt, steht erst dann zur Verfügung, wenn der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer den Arbeitsplatz auch tatsächlich zugewiesen hat. Ein Raum ist nicht zur Erledigung büromäßiger Arbeiten geeignet, wenn wegen Sanierungsbedarfs Gesundheitsgefahr besteht. So die vom Bundesfinanzhof in einem weiteren aktuellen Fall zu dieser Thematik aufgestellten Kriterien.

    Aufwendungen für häusliches Arbeitszimmer bei Poolarbeitsplatz bzw. Telearbeitsplatz


    Der Bundesfinanzhof hat sich in zwei Urteilen zur Abzugsfähigkeit von Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer geäußert – mit für die betroffenen Steuerpflichtigen jeweils unterschiedlichem Ergebnis.