PwC

Steuern & Recht

    Steuern & Recht

    Anwendungsschreiben zur Beschränkung der Kapitalertragsteuer-Anrechnung bei Cum/Cum-Geschäften


    Die Finanzverwaltung hat zur Beschränkung der Anrechenbarkeit der Kapitalertragsteuer nach § 36a Einkommensteuergesetz Stellung genommen und ein umfangreiches Anwendungsschreiben zu den bekannten Cum/Cum-Geschäften veröffentlicht. Es handelt sich um die finale Version eines Schreibens, welches bisher nur im Entwurf vorlag.

    Kapitalertragsteuerabzug bei inländischen und grenzüberschreitenden Treuhandmodellen


    Das Bundesfinanzministerium nimmt zu einem neuen Service von Kreditinstituten im Einlagengeschäft Stellung. Konkret geht es um die Nutzung von Zinsprodukten Dritter, wobei das Kreditinstitut die Anlagebeträge nicht selbst als Schuldner verzinst, sondern die dafür vorgesehenen Gelder seiner Kunden an andere Anlageinstitute weiterreicht.

    Teilwertaufholungen für Fondsanteile zuerst mit letzter Teilwertabschreibung zu verrechnen


    Wertaufholungen betreffend Anteile an Kapitalgesellschaften sind zunächst mit der zeitlich zuletzt vorgenommenen Teilwertabschreibung zu verrechnen (Verrechnungsreihenfolge „Last in – First out“). Dies hat das Finanzgericht Münster entschieden.

    Keine Besteuerung bei anstelle eines Ausgleichsanspruchs ausgezahlten Altersversorgungsbeträgen


    Leistungen aus einer kapitalgedeckten Lebensversicherung, dessen Kapitalwert aus Billigkeitsgründen auf den Ausgleichsanspruch nach § 89b HGB anzurechnen ist, sind weder als laufende noch als nachträgliche Betriebseinnahmen bei den Einkünften aus Gewerbebetrieb zu erfassen.

    Nachträgliche Kosten für Bebauung eines Grundstücks unterliegen ebenfalls der Grunderwerbsteuer


    Für den Fall, dass ein Bauerrichtungsvertrag zeitlich nach dem Grundstückskaufvertrag und nach der Festsetzung der Grunderwerbsteuer geschlossen wird, kann das Finanzamt die ursprüngliche Steuerfestsetzung ändern und auf die Bauerrichtungskosten zusätzlich zu den Kosten des Grundstückserwerbs Grunderwerbsteuer festsetzen. Damit hat der Bundesfinanzhof eine weitere Entscheidung zum Thema „einheitlicher Erwerbsgegenstand“ getroffen.

    Verlustverrechnung zwischen steuerlich unterschiedlich belasteten Kapitalerträgen möglich


    Der Bundesfinanzhof lässt eine horizontale Verlustverrechnung zwischen den dem pauschalen Abgeltungsteuertarif unterliegenden negativen Einkünften und den der tariflichen Steuer unterliegenden Einkünften aus Kapitalvermögen zu. Hierzu ist allerdings erforderlich, dass vom Steuerpflichtigen die sog. Günstigerprüfung beantragt wird.

    Wert der Gegenleistung bei Anteilsübertragung gegen Forderungsabtretung


    Wurde als Gegenleistung für die Übertragung einer GmbH-Beteiligung ein Kaufpreis vereinbart, ist dessen Nennwert zum Zeitpunkt der Anteilsübertragung für die Bestimmung des Veräußerungspreises maßgeblich. Akzeptiert der Veräußerer eine Forderungsabtretung an Erfüllung statt, hat die Werthaltigkeit der abgetretenen Forderung keine Auswirkungen auf die Höhe des Veräußerungspreises.

    Ausschluss vom Abgeltungsteuersatz für Kapitaleinkünfte nur bei beherrschendem Einfluss


    Zinsen aus dem Darlehen eines mittelbaren Gesellschafters an eine Kapitalgesellschaft können dem gesonderten Steuertarif/Abgeltungsteuersatz von 25 % unterliegen, wenn der Gläubiger der Zinserträge keine nahe stehende Person mit beherrschendem Einfluss auf die Gesellschaft ist. Dies hat der Bundesfinanzhof  – entgegen der von der Finanzverwaltung vertretenen Auffassung- entschieden.

    Beginn der Verzinsung bei nicht rechtzeitig angemeldeter Schenkung


    Der Zinslauf für Hinterziehungszinsen bei nicht rechtzeitig gezahlter Schenkungsteuer beginnt in einem vom Finanzgericht Münster entschiedenen Fall 12 Monate nach dem Übertragungsvorgang und wird wie folgt ermittelt: Durch Unterlassen nach Ablauf der Anzeigefrist von drei Monaten, der Abgabefrist für die Steuererklärung von einem Monat und der durchschnittlichen 8-monatigen Bearbeitungsdauer des Finanzamts, das die Veranlagung durchzuführen hat.