Accounting Advice Blog

Webcastreihe ESEF – Bereit für iXBRL Reporting trotz Krise?

Wir laden Sie herzlich zu unseren neuen Webcastreihe mit verschiedenen Softwareanbietern zum Thema „ESEF – Bereit für iXBRL Reporting trotz Krise?“ ein.

Ab 1. Januar 2020 müssen kapitalmarktorientierte Unternehmen ihre Jahresfinanzberichte in einem einheitlichen elektronischen Format erstellen (ESEF – European Single Electronic Format). Die Erstellung erfolgt in XHTML und iXBRL. Sämtliche Positionen der primären Bestandteile des IFRS Konzernabschlusses sind mittels ESEF (IFRS) Taxonomie zu „etikettieren“.

Gemeinsam mit Softwareanbietern zeigen wir Ihnen anhand praktischer Beispiele, wie Sie die technischen und organisatorischen Herausforderungen von ESEF erfolgreich meistern können und welche weiteren Vorteile sich durch den Einsatz verschiedener Tools der jeweils eingeladenen Softwareanbieter ergeben.

Die Webcasts finden an folgenden Terminen statt:

  • 28 Mai 2020, 11 – 12 Uhr:  SAP, Referent Hr. Klemens Schlottbom
  • 2. Juni 2020, 9 – 10 Uhr:  Workiva, Referenten Hr. Anton von Troyer und Hr. Tobias Ludwig
  • 3. Juni 2020, 15-16 Uhr:  AMANA, Referent Hr. Dr. Philipp Stampfuß
  • 8. Juni 2020, 9:30 – 10:30 Uhr: firesys, Referenten Fr. Diana Kaufhold und Hr. Janosch Wild

Wir freuen uns über ihre Anmeldung. Die Teilnahme ist für Sie kostenlos. www.pwc-events.com/esef

COVID-19 – Sind Sie bereit für die Folgen in der Finanzberichterstattung?

COVID-19 – Sind Sie bereit für die Folgen in der Finanzberichterstattung? Wir laden Sie ein am 8. April 2020 von 9:30 bis 11 Uhr an unserem Webinar zum Thema „COVID-19 – Sind Sie bereit für die Folgen in der Finanzberichterstattung?“ teilzunehmen. Die direkten und indirekten finanziellen Auswirkungen von COVID-19 zu erkennen, die richtigen Schritte einzuleiten und alle relevanten Stakeholder angemessen zu informieren, ist in der aktuellen Situation essenziell für alle Unternehmen. Hierzu kann die externen Rechnungslegung einen bedeutenden Beitrag leisten, steht dabei jedoch einer Vielzahl von Herausforderungen gegenüber. In unserem Webinar gehen wir auf Fragen und Aspekte zu tatsächlichen und möglichen Auswirkungen von COVID-19 auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Geschäftsbericht ein. Melden Sie sich jetzt über den folgenden Link kostenlos an:

http://www.pwc-events.com/covid19-bilanzierung

ESMA veröffentlicht 24. Auszug aus der EECS Datenbank mit Enforcement-Entscheidungen

Die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA), die EU-Wertpapiermarktregulierungsbehörde, hat am 2. April 2020 den 24. Auszug aus ihrer Datenbank mit Enforcement-Entscheidungen (EECS) zu Finanzberichten veröffentlicht.

Der Auszug enthält acht Entscheidungen, die von europäischen Enforcern im Zeitraum zwischen Mai 2018 und Oktober 2019 getroffen wurden. Die Entscheidungen decken unterschiedliche Themen ab, darunter die IFRS 15-Themen der Identifizierung von Leistungsverpflichtungen, die Bilanzierung von Rahmenverträgen oder die Aufgliederung der Umsatzerlöse im Anhang. Des Weiteren sind u.a. Entscheidungen zum Liquiditätsrisiko bei Schuldverschreibungen mit vorzeitiger Rückzahlungsoption und der Identifizierung von Komponenten bei Leasingverträgen nach IFRS 16 enthalten.

Der Zweck der Veröffentlichung dieser Beschlüsse besteht darin, Emittenten und Anwendern von Finanzberichten relevante Informationen über die Lesart der IFRS durch die europäischen Enforcer zu liefern. Die Bereitstellung dieser Informationen soll somit präventiv zu einer konsistenten Anwendung der IFRS im gesamten Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) beitragen. Da auch die DPR und die BaFin grundsätzlich an diese Entscheidungen gebunden ist, sollten auch deutsche Bilanzierer sich mit den Entscheidungen auseinandersetzen. Entscheidungen der DPR oder BaFin sind allerdings in den EECS-Auszügen aufgrund rechtlicher Restriktionen nicht enthalten.

ESMA veröffentlicht Tätigkeitsbericht für 2019 – Ein Blick auf die nichtfinanzielle Berichterstattung

Am 2. April 2020 hat die European Security and Market Authority (ESMA) ihren Tätigkeitsbericht für das Jahr 2019 veröffentlicht. In diesem gibt sie, wie auch in Vorjahren, einen Überblick über ihre Aktivitäten u.a. im Zusammenhang mit der Prüfung der finanziellen und nichtfinanziellen Berichterstattung der Emittenten. Anders als in Deutschland werden in vielen anderen Ländern des EWR auch die nichtfinanzielle Berichterstattung einer Prüfung durch die jeweiligen Enforcer unterzogen. Am 20. Februar 2020 hat die EU-Kommission eine öffentliche Konsultation zur Überarbeitung der CSR-Richtlinie (EU-Richtlinie 2014/95/EU) gestartet, in der es u.a. auch darum geht, ob die Prüfungspflicht und der Prüfungsumfang erweitert werden sollen (siehe dazu mein Accounting Aktuell Blog vom 21. Februar 2020). Dies könnte dann auch zu einer Prüfung durch die DPR bzw. BaFin in Deutschland führen. Insofern lohnt sich ein Blick darauf, welches Bild sich in den anderen Ländern aus dem Enforcement der nichtfinanziellen Berichterstattung ergibt.

Insgesamt haben im Jahr 2019 die europäischen Enforcer bei 937 Emittenten die nichtfinanzielle Berichterstattung geprüft, was ca. 35 % der Gesamtzahl der Emittenten entspricht, die eine solche Berichterstattung veröffentlichen müssen. In 97 Fällen kam es zu Verstößen, die die ESMA zu Maßnahmen veranlasst hatten. Die Fehlerquote erscheint damit zur finanziellen Berichterstattung relativ niedrig. Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass die Intensität der Prüfung noch nicht derjenigen der finanziellen Berichterstattung entspricht.

Darüber hinaus haben die lokalen Enforcer für die EMSA auch untersucht, inwieweit die Emittenten die Überlegungen der ESMA zur nichtfinanziellen Berichterstattung berücksichtigt haben, die diese im Rahmen der Veröffentlichung der gemeinsamen europäischen Prüfungsschwerpunkte 2018  dargelegt hatte (insbesondere in Bezug auf die Berichterstattung von Umwelt- und Klimabelangen und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren). Zu diesem Zweck wurden die nichtfinanziellen Berichte von 145 Emittenten untersucht, was zu 29 Durchsetzungsmaßnahmen gegenüber Emittenten führte, die die von der ESMA gestellten Anforderungen nicht erfüllten. Hier ergibt sich somit eine Beanstandungsquote von 20%.

Auch die gemeinsamen europäischen Prüfungsschwerpunkte für 2019 enthalten eine Reihe von Überlegungen zur nichtfinanziellen Berichterstattung. Diese beziehen sich sowohl auf allgemeine Aspekte der Berichterstattung, wie die Perspektive der doppelten Wesentlichkeit, als auch auf spezifische Themen, nämlich umwelt- und klimawandelbezogene Belange, die Offenlegung relevanter Leistungsindikatoren (KPIs), die Verwendung von Rahmenwerken und Aspekte von Lieferketten. Auch diese werden in 2020 wiederum auf ihre Umsetzung hin angeschaut werden.

Veranstaltung: Save the Date – 20. Expertenforum

Vom 15. bis 16. September 2020 findet zum 20. Mal unsere Veranstaltung „Expertenforum – Trends und Perspektiven der Rechnungslegung“ statt, zu der wir Sie herzlich einladen.

PwC-Experten nehmen Stellung zu den aktuellen und den zukünftigen Themen der Internationalen und Nationalen  Rechnungslegung. Zahlreiche Foren bieten Ihnen Einblicke und Erfahrungen aus der Praxis. Von aktuellen IFRS- und HGB-Themen bis hin zur Bedeutung von Sustainability für die Rechnungslegung – wir informieren Sie umfassend aus der Sicht der Anwender!

Die Veranstaltung ist auch tageweise buchbar. Das vollständige Programm erhalten Sie voraussichtlich im Mai.

DPR veröffentlicht Tätigkeitsbericht für 2019: Gestiegene Anzahl von Anlassprüfungen führt zu höherer Fehlerquote

Die Fehlerquote, die sich bei der Überprüfung der Jahres- und Konzernabschlüsse deutscher kapitalmarktorientierter Unternehmen durch die DPR ergeben hat, liegt im Jahr 2019 mit 20% sowohl über dem Niveau des Vorjahres als auch der vergangenen drei Jahre. Zu diesem Ergebnis kommt die DPR in ihrem am 20. Januar 2020 veröffentlichten Tätigkeitsbericht für das Jahr 2019. Der Anstieg der Fehlerquote wird mit der doppelten Anzahl der Anlassprüfungen im Berichtsjahr begründet. Unternehmen ohne Index-zugehörigkeit weisen mit 13% weiterhin eine deutlich höhere Fehlerquote auf. Über dem Vorjahr lag auch die Anzahl der fallbezogenen Voranfragen (Pre-Clearance), die von Unternehmen genutzt wurde.

DPR_Tätigkeitsbericht2019

Regierungsentwurf zur Umsetzung der ESEF-Verordnung in das HGB

Die Umsetzung der sogenannten ESEF-Verordnung der EU-Kommission in das nationale Recht nimmt Fahrt auf. Das ist gut so, müssen doch WpHG-Inlandsemittenten ihre Rechnungslegungsunterlagen für nach dem 31. Dezember 2019 beginnende Geschäftsjahre für Zwecke der Offenlegung ESEF-konform erstellen.

Über den Referentenentwurf des Umsetzungsgesetzes habe ich bereits in meinem Blogbeitrag vom 25. September 2019 berichtet. Gestern wurde der am 22. Januar 2020 vom Kabinett beschlossene Regierungsentwurf des Gesetzes veröffentlicht. Danach wurde die im Referentenentwurf vorgesehene „Aufstellungslösung“ zugunsten einer „Offenlegungslösung“ mit Prüfungspflicht aufgegeben. Im Klartext bedeutet dies für die betroffenen Unternehmen Folgendes:

  • An den derzeitigen Regelungen zur Aufstellung von (Jahres- und Konzern-)Abschlüssen und (Konzern-)Lageberichten ändert sich materiell nichts.
  • Die Offenlegung der Abschlüsse und Lageberichte hat ESEF-konform zu erfolgen, d.h. im XHTML-Format inklusive taxonomischer Auszeichnung der IFRS-Konzernabschlüsse nach Maßgabe der ESEF-Verordnung mit Hilfe der iXBRL-Technologie („Tagging“).
  • Die für Zwecke der ESEF-konformen Offenlegung wiedergegebenen Abschlüsse und Lageberichte sind durch den Abschlussprüfer zu prüfen. Über das Prüfungsergebnis ist in einem gesonderten Abschnitt des Bestätigungsvermerks zu berichten.
  • Die ESEF-konform offengelegten Abschlüsse und Lageberichte können Prüfungsgegenstand des Bilanzkontrollverfahrens nach § 342b HGB sein.

Die geänderten Vorschriften sollen erstmals auf Rechnungslegungsunterlagen anzuwenden sein, die für das nach dem 31. Dezember 2019 beginnende Geschäftsjahr aufgestellt werden.

Brennpunkt – DPR veröffentlicht Prüfungsschwerpunkte für 2020

Die Deutsche Prüfstelle für Rechnungslegung (DPR) hat auf der 11. Jahrestagung Bilanzkontrolle und Abschlussprüfung „Bilanzierung, Berichterstattung und Enforcement in Recht und Praxis“ des Deutschen Aktieninstituts e.V. (DAI) am 18. November 2019 die von der ESMA bereits angekündigten einheitlichen europäischen Schwerpunkte übernommen und um zwei nationale Prüfungsschwerpunkte ergänzt.

Gemeinsame Europäische Prüfungsschwerpunkte

Die gemeinsamen europäischen Schwerpunkte bilden die Themen

  • Ausgewählte Aspekte der Anwendung von IFRS 16 „Leasingverhältnisse“
  • “Follow-up“ von ausgewählten Aspekten der Anwendung von IFRS 9 „Finanzinstrumente“ (nur bei Kreditinstituten) und IFRS 15 „Erlöse aus Verträgen mit Kunden“ (bei Nicht-Finanzinstituten)
  • Ausgewählte Aspekte der Anwendung von IAS 12 „Ertragsteuern“ (inkl. Anwendung von IFRIC 23 „Unsicherheit bezüglich der ertragsteuerlichen Behandlung“)

Im Rahmen des Prüfungsschwerpunkts IFRS 16 wird sich die DPR einen Überblick über die Implementierung des Standards im Unternehmen verschaffen und in diesem Zusammenhang Unterlagen wie die Bilanzierungsrichtlinien, Vertragsinventare oder Berichterstattungen an den Vorstand und Aufsichtsrat anfordern. Auf dieser Grundlage wird die DPR ausgewählte Aspekte der Anwendung des IFRS 16 wie die Bestimmung der Laufzeit von Leasingverhältnissen oder der Abzinsungssätze hinterfragen. Auch die Einhaltung der umfangreichen Angabepflichten, angefangen von Erläuterungen zur gewählten Übergangsmethode bis hin zur Darstellung der Ausübung von Wahlrechten, wird im Fokus der Prüfungen der DPR stehen. Das „follow-up“ zu IFRS 9 wird sich insbesondere auf Kreditinstitute beziehen. Die Expected Credit Losses mit den Unterpunkten der eigentlichen Bewertung und den Angaben dazu bilden den Kern dieses Schwerpunkts. Die Prüfung der Anwendung des IFRS 15 soll vornehmlich Nicht-Finanzinstitute betreffen und je nach Bedeutung für das Unternehmen verschiedene Aspekte vertiefen, darunter Prinzipal-Agenten-Beurteilungen, Fragen der Zusammenfassung von Verträgen oder das Zusammenspiel von Allianzen und Kooperationen und der Umsatzrealisierung.

Bei den ausgewählten Aspekten der Anwendung von IAS 12 „Ertragsteuern“ wird es insbesondere um die Erfassung aktiver latenter Steuern auf Verlustvorträge gehen, die bei Vorliegen einer Verlusthistorie erhöhten Anforderungen genügen müssen. In diesem Zusammenhang wird sowohl von der ESMA als auch der DPR auf das im Juli diesen Jahres veröffentlichte ESMA-Public Statement zu dem Thema (https://www.esma.europa.eu/sites/default/files/library/esma32-63-743_public_statement_on_ias_12.pdf) verwiesen. Auch die Anwendung des IFRIC 23 und die Notwendigkeit eines separaten Ausweises von Ertragsteuerschulden und -forderungen ist bei diesem Prüfungsschwerpunkt von Bedeutung.

Flankiert werden die gemeinsamen europäischen Prüfungsschwerpunkte von weiteren möglichen Themen, die aus Sicht der ESMA von Relevanz für die nationalen Enforcer sein können: Die potenziellen Auswirkungen der IBOR Reform, Angaben zu Änderungen bei alternativen Leistungskennziffern, z. B. durch IFRS 16, Angaben zu möglichen Auswirkungen des Brexit, die Umsetzung des Europäischen einheitlichen elektronischen Berichtsformats sowie die Wesentlichkeit und Vollständigkeit der Berichterstattung über nichtfinanzielle Informationen. Letzteres Thema spielt für die DPR nur insoweit eine Rolle, als dass sie das Vorhandensein solcher Informationen überprüft.

Nationale Prüfungsschwerpunkte

Als nationale Schwerpunkte wurden von der DPR die Themenbereiche

  • Wertminderungstest beim Geschäfts- oder Firmenwert sowie bei immateriellen Vermögenswerten mit unbestimmter Nutzungsdauer, insbesondere Marken – IAS 36 sowie
  • Konzernlagebericht

festgelegt.

Der Wertminderungstest des Geschäfts- oder Firmenwerts war zuletzt 2014 schwerpunktmäßiger Gegenstand der DPR-Prüfungen, wenn auch dennoch seitdem regelmäßig Fragen dazu gestellt wurden. Eingedenk der sich eintrübenden wirtschaftlichen Entwicklung, die zuletzt auch zu vermehrten Gewinnwarnungen geführt hat, geht die DPR von sinkenden „Headrooms“ bei Werthaltigkeitstests aus. Daher sollten die Bilanzierer für die Abschlüsse 2019 sensibilisiert sein und u.a. ihre dem Werthaltigkeitstest zu Grunde gelegten Cash Flow Prognosen hinterfragen. Konkret gehen wird es unter anderem um die korrekte Testebene (einzelner Vermögenswert, zahlungsmittelgenerierende Einheit oder Segment) und die Abgrenzung der einzubeziehenden Vermögenswerte (z. B. Einhaltung von Segmentgrenzen oder Corporate Assets), die zutreffende Ermittlung von beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert sowie die bei der Ermittlung dieser Werte zu Grunde gelegten Annahmen. Ein weiteres Augenmerk wird auf den Folgewirkungen des IFRS 16 auf den Werthaltigkeitstest liegen, z. B. in Bezug auf die Einbeziehung von Nutzungsrechten in den Buchwert einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit, auf die Kapitalstruktur oder die Ermittlung des Diskontierungszinssatzes.

Der Prüfungsschwerpunkt Konzernlagebericht beschäftigt sich insbesondere mit den Auswirkungen des IFRS 16 „Leasingverhältnisse“ auf den Lagebericht, da die bilanzielle Erfassung aller Leasingverhältnisse wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, auf bedeutsamste Leistungsindikatoren oder Covenants haben kann. Im Fokus der DPR wird die transparente und angemessene Darstellung der Effekte des IFRS 16 auf bedeutsamste Leistungsindikatoren bzw. deren Entwicklung stehen. Sollte der neue Leasingstandard zu Veränderungen in der Ermittlungsmethodik von Leistungsindikatoren führen, werden hierzu Erläuterungen verlangt, ggf. einschließlich von Überleitungen auf im Konzernabschluss ausgewiesene Beträge. Auch hier wird die DPR prüfen, ob diese Anforderungen eingehalten wurden.

Keine Bindung an veröffentlichte Schwerpunkte

Unverändert schließen die Prüfungsschwerpunkte die Prüfung anderer Themenbereiche nicht aus, da die DPR jeden Abschluss unter Beachtung branchentypischer Besonderheiten oder wesentlicher Geschäftsvorfälle individuell prüft. Daher sollten auch Themen wie die Segmentberichterstattung, die Kapitalflussrechnung oder die Bilanzierung möglicher Unternehmenszusammenschlüsse nicht aus den Augen gelassen werden. Vor dem Hintergrund der Prüfung auch der Einhaltung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung durch die DPR ist eine ausführliche Dokumentation auch ermessensbehafteter Sachverhalte anzuraten, z.B. bei der Bewertung von Rückstellungen, bei der Berücksichtigung von Risiken beim Impairmenttest oder dem Nachweis der Werthaltigkeit latenter Steuern auf Verlustvorträge.

Aufsichtsrat, Vorstand und das Rechnungswesen der Unternehmen sollten die Prüfungsschwerpunkte im Hinblick auf eine erwartete Prüfung bei der Aufstellung des Konzernabschlusses und Konzernlageberichts bzw. bei dessen Prüfung berücksichtigen. Dabei sollte die Dokumentation der bilanziellen Abbildung dieser Themen, aber auch anderer wesentlicher Geschäftsvorfälle nochmals dahingehend beurteilt werden, ob sie im Rahmen eines DPR Verfahrens einer Nachweisführung genügen.

Weitere Informationen zu den ESMA-Prüfungsschwerpunkten finden Sie auf der Internetseite der ESMA (https://www.esma.europa.eu/sites/default/files/library/esma32-63-791_esma_european_common_enforcement_priorities_2019.pdf), die DPR-Prüfungsschwerpunkte sind auf der Internetseite der DPR abrufbar (https://www.frep.info/docs/pressemitteilungen/2019/20191118_pm.pdf).

 

WP StB Dr. Bernd Kliem                                                               WP Michael Herr   
Tel.: +49 89 5790 5549                                                                        Tel.: + 49 69 9585 1686
E-Mail: bernd.kliem@pwc.com                                                          E-Mail: michael.herr@pwc.com

WP StB Jens Hillemeyer                                                                WP StB Jan Kosma
Tel.: + 49 511 5357-5529                                                                      Tel.: +49 511 5357-5492
E-Mail: jens.hillemeyer@pwc.com                                                    E-Mail: jan.kosma@pwc.com

WP Nicole Optenkamp
Tel.: +49 69 9585-5720
E-Mail: nicole.optenkamp@pwc.com

DPR veröffentlicht Prüfungsschwerpunkte 2020

Die Deutsche Prüfstelle für Rechnungslegung (DPR) hat auf der 11. Jahrestagung „Bilanzkontrolle und Abschlussprüfung“ – Bilanzierung, Berichterstattung und Enforcement in Recht und Praxis am 18. November 2019 folgende nationale Schwerpunkte für die Prüfungen der Abschlüsse 2019 im kommenden Jahr 2020 veröffentlicht:

Wertminderungstest beim Geschäfts- oder Firmenwert sowie bei immateriellen Vermögenswerten mit unbestimmter Nutzungsdauer, insbesondere Marken – IAS 36

  • Bestimmung der sachgerechten Ebene des Wertminderungstests
  • Ermittlung des Nutzungswerts mit Hilfe plausibler Annahmen und unter Berücksichtigung des speziellen Risikos des Vermögenswerts bzw. der ZGE
  • Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts abzüglich der Kosten der Veräußerung aus der Perspektive eines unabhängigen Marktteilnehmers und unter Beachtung der Fair-Value-Hierarchie. Erfordernis einer Kalibrierung der Inputparameter anhand des Transaktionspreises beim erstmaligen Ansatz
  • Auswirkungen von IFRS 16 auf den Wertminderungstest beim Geschäfts- oder Firmenwert

 

Konzernlagebericht

  • Darstellung der Auswirkungen von IFRS 16 auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
  • Darstellung und Berechnung von bedeutsamsten Leistungsindikatoren unter Berücksichtigung der Erstanwendung von IFRS 16, insbesondere Bereinigung von Effekten bei alternativen Leistungskennziffern, Anfertigung einer Überleitungsrechnung zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

 

Diese beiden Schwerpunkte ergänzen die drei gemeinsamen europäischen Prüfungsschwerpunkte zum IFRS 16 Leasing, IFRS 9 Finanzinstrumente bzw. 15 Erlöse aus Verträgen mit Kunden und IAS 12 Ertragsteuern, die von der ESMA am 22. Oktober 2019 veröffentlicht wurden und über die ich am 23. Oktober 2019 bereits berichtet habe.

Künstliche Intelligenz im Finanz- und Rechnungswesen – 22. November 2019 auf Schloss Birlinghoven

Sehr geehrte Damen und Herren,

das Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme IAIS und PwC laden Sie herzlich zur Veranstaltung „Künstliche Intelligenz im Finanz- und Rechnungswesen“ am 22. November 2019 auf Schloss Birlinghoven ein.
Experten von PwC und Fraunhofer IAIS zeigen aktuelle Entwicklungen und Potenziale für den strategischen Einsatz von KI im Unternehmen auf. Sie erhalten Einblicke in innovative Anwendungen wie KI beim Bearbeiten von Checklisten, im Benchmarking, in Chatbots sowie vertrauenswürdige KI-Systeme zur Qualitätssicherung. Im Anschluss diskutieren wir mit Unternehmensvertretern die Zukunft der Finanzfunktion im Hinblick auf KI.   Die Teilnahmegebühr beträgt 200 Euro zzgl. gesetzlicher Umsatzsteuer inklusive Trainingsunterlagen, Getränke, Mittagessen und Kaffeepausen. Die Teilnehmeranzahl ist begrenzt.

Alle weiteren Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier: www.pwc-events.com.

Wir freuen uns über Ihre Teilnahme!

Mit freundlichen Grüßen

Prof. Dr. Rüdiger Loitz
WP/StB/CPA
PwC Technology & Innovations Assurance

Dr. Dirk Hecker
Stv. Institutsleiter Fraunhofer IAIS
Geschäftsführer Fraunhofer-Allianz BIG DATA AI

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