DPR veröffentlicht Prüfungsschwerpunkte 2019

Die Deutsche Prüfstelle für Rechnungslegung (DPR) hat auf der 10. Jahrestagung Bilanzkontrolle und Abschlussprüfung „Bilanzierung, Berichterstattung und Enforcement in Recht und Praxis“ des Deutschen Aktieninstituts e.V. (DAI) am 15. November 2018 die von der ESMA bereits angekündigten einheitlichen europäischen Schwerpunkte übernommen und um zwei nationale Prüfungsschwerpunkte ergänzt.
 
Auf europäischer Ebene wurden von der European Securities and Markets Authority (ESMA) gemeinsam mit den nationalen Enforcern (z.B. für Deutschland die DPR) einheitliche Prüfungsschwerpunkte erarbeitet, die bei den Prüfungen im Jahr 2019 im Rahmen der Enforcement-Verfahren im Fokus stehen werden.
 
  • Ausgewählte Aspekte der Anwendung von IFRS 15 Erlöse aus Verträgen mit Kunden
  • Ausgewählte Aspekte der Anwendung von IFRS 9 Finanzinstrumente
  • Anhangangaben zu den erwarteten Auswirkungen der Erstanwendung von IFRS 16 Leasingverhältnisse
Zudem gibt es zwei ergänzende nationale Prüfungsschwerpunkte:
Konzernlagebericht
Segmentberichterstattung
 
Beim Konzernlagebericht stehen vor allem die Darstellung und Analyse des Geschäftsverlaufs und der Ertragslage entsprechend dem Umfang und der Komplexität der Geschäftstätigkeit im Fokus. Bei der Segmentberichterstattung legt die DPR bei der Bestimmung der operativen Segmente und Zusammenfassung zu berichtspflichtigen Segmenten sowie erläuternden Angaben einen Schwerpunkt. Gleichfalls betont sie die Darstellung des Segmentergebnisses v.a. hinsichtlich der Verwendung alternativer Leistungskennziffern. Ferner verweist die DPR auf die Differenzierung zwischen Informationen in der Kategorie „alle sonstigen Segmente“ und sonstigen Abstimmungsposten in der Überleitungsrechnung und die Information über geografische Gebiete differenziert nach Herkunftsland und Drittländern sowie über Kundenabhängigkeiten.

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