Kategorie: Accounting Compliance

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Einladung zum PwC-Webcast – Finanzberichterstattung in der Krise: aktuelle Praxisberichte

Die letzte Ausgabe unserer Reihe „Finanzberichterstattung in der Krise“ für dieses Jahr steht an! Diesmal stehen Praxisberichte der letzten Monate unserer Mandanten seit dem ersten Lockdown im Mittelpunkt.

Wir laden Sie herzlich ein am 27. November 2020 von 9 Uhr bis 12 Uhr live an unserem Webcast zum Thema „Finanzberichterstattung in der Krise – aktuelle Praxisberichte“ teilzunehmen.

COVID-19 dominiert auch die gemeinsamen europäischen Prüfungsschwerpunkte der ESMA für die Jahresfinanzberichte 2020

Die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA) hat die gemeinsamen Prüfungsschwerpunkte der europäischen Enforcer für die Jahresfinanzberichte 2020 veröffentlicht (ESMA Prüfungsschwerpunkte). Weitere nationale Schwerpunkte sind von der Deutschen Prüfstelle für Rechnungslegung (DPR) Anfang November auf der Veranstaltung des Deutschen Aktieninstituts (DAI) zu erwarten. Die DPR wird ungeachtet der aktuellen Neuregelung des Enforcements für die Jahresfinanzberichte 2020 auf der ersten Stufe zuständig sein.

Die PrĂĽfungsschwerpunkte 2020 spiegeln die Notwendigkeit wider, angemessene Transparenz hinsichtlich der Folgen der COVID-19-Pandemie zu schaffen. Die festgelegten Schwerpunkte sind daher:

  • die Anwendung von IAS 1 Darstellung des Abschlusses, mit Schwerpunkt auf der UnternehmensfortfĂĽhrung, wesentlichen Beurteilungen und Schätzungsunsicherheiten sowie die Darstellung von COVID-bezogenen Themen in den AbschlĂĽssen;
  • die Anwendung von IAS 36 Wertminderung von Vermögenswerten, da der erzielbare Betrag eines Goodwill, immaterieller und materieller Vermögenswerten durch die Verschlechterung der wirtschaftlichen Aussichten in verschiedenen Sektoren beeinflusst sein kann;
  • die Anwendung von IFRS 9 und IFRS 7 zu Finanzinstrumenten: Offenlegungen, einschlieĂźlich der Ăśberlegungen zu Risiken, die sich aus Finanzinstrumenten ergeben, insbesondere Liquiditätsrisiken, sowie spezifische Aspekte zur Anwendung von IFRS 9 bei Kreditinstituten bezĂĽglich der Expected Credit Losses;
  • spezifische Fragen im Zusammenhang mit der Anwendung von IFRS 16 Leasingverhältnisse, einschlieĂźlich expliziter Angaben von Leasingnehmern, die die durch COVID-19 ausgelösten Erleichterungsvorschriften des Standards zur Abbildung von Mietkonzessionen angewendet haben.

Zudem wurden gemeinsame Schwerpunkte in Bezug auf die nicht-finanzielle Erklärung für das Jahr 2020 festgelegt. Die Deutsche Prüfstelle für Rechnungslegung prüft allerdings hinsichtlich der nicht-finanziellen Erklärung lediglich, ob diese gemacht wurde und wertet ansonsten die Informationen kritisch im Hinblick auf Anhaltspunkte für ihre Prüfung aus. Ansatzpunkte dürften hier die Auswirkungen der COVID-19 Pandemie als auch die Risiken des Klimawandels bieten, die von der ESMA als gemeinsame nicht-finanzielle Schwerpunkte genannt werden.

Ferner hat die ESMA Überlegungen zur Anwendung der ESMA-Richtlinien über alternative Leistungskennzahlen (APM) in Bezug auf COVID-19 angestellt. Schließlich hebt die ESMA hervor, dass es nach wie vor wichtig ist, die Verhandlungen über den Brexit zu verfolgen. Es ist offenzulegen, welche Auswirkungen sich daraus auf die Aktivitäten der Emittenten und ihre finanziellen und nichtfinanziellen Informationen ergeben.

Angesichts des derzeitigen wirtschaftlichen Umfelds unterstreicht die ESMA außerdem die Verantwortung der Management- und Aufsichtsorgane. Die Aufsichtsfunktion von Prüfungsausschüssen ist für die Qualität der Abschlüsse bedeutend.

Die ESMA erinnert die Unternehmen daran, dass ab dem Geschäftsjahr 2020 Jahresfinanzberichte in Ăśbereinstimmung mit dem European Single Electronic Format (ESEF) erstellt werden mĂĽssen (siehe hierzu aber der Blog-Beitrag vom 27.10.2020).

Accelerate Change – Digitales Expertenforum 2020

Wir möchten gemeinsam mit Ihnen 2020 als Chance begreifen! Das bedeutet für uns, auch das Expertenforum neu zu denken.

Wir haben uns bewusst dagegen entschieden, das Expertenforum ins Digitale schlichtweg zu übersetzen. Stattdessen möchten wir gemeinsam mit Ihnen ein neu geschaffenes Format vorantreiben. Das Expertenforum 2020 soll interaktiv, kurzweilig und vor allem getrieben von inhaltlichem Mehrwert sein.

Wir wĂĽrden uns freuen, diesen Neuanfang gemeinsam mit Ihnen zu bestreiten und laden Sie hiermit herzlich ein, am
Digitalen Expertenforum 2020 unter dem Motto „Accelerate Change“ dabei zu sein.

Weitere Informationen zur detaillierten Agenda und zur Anmeldung finden Sie unter www.pwc-events.com/expertenforum.
Wir freuen uns, Sie auf unserer Onlineveranstaltung begrĂĽĂźen zu dĂĽrfen!

Webcastreihe ESEF – Bereit für iXBRL Reporting trotz Krise?

Wir laden Sie herzlich zu unseren neuen Webcastreihe mit verschiedenen Softwareanbietern zum Thema „ESEF – Bereit fĂĽr iXBRL Reporting trotz Krise?“ ein.

Ab 1. Januar 2020 müssen kapitalmarktorientierte Unternehmen ihre Jahresfinanzberichte in einem einheitlichen elektronischen Format erstellen (ESEF – European Single Electronic Format). Die Erstellung erfolgt in XHTML und iXBRL. Sämtliche Positionen der primären Bestandteile des IFRS Konzernabschlusses sind mittels ESEF (IFRS) Taxonomie zu „etikettieren“.

Gemeinsam mit Softwareanbietern zeigen wir Ihnen anhand praktischer Beispiele, wie Sie die technischen und organisatorischen Herausforderungen von ESEF erfolgreich meistern können und welche weiteren Vorteile sich durch den Einsatz verschiedener Tools der jeweils eingeladenen Softwareanbieter ergeben.

Die Webcasts finden an folgenden Terminen statt:

  • 28 Mai 2020, 11 – 12 Uhr:  SAP, Referent Hr. Klemens Schlottbom
  • 2. Juni 2020, 9 – 10 Uhr:  Workiva, Referenten Hr. Anton von Troyer und Hr. Tobias Ludwig
  • 3. Juni 2020, 15-16 Uhr:  AMANA, Referent Hr. Dr. Philipp StampfuĂź
  • 8. Juni 2020, 9:30 – 10:30 Uhr: firesys, Referenten Fr. Diana Kaufhold und Hr. Janosch Wild

Wir freuen uns ĂĽber ihre Anmeldung. Die Teilnahme ist fĂĽr Sie kostenlos. www.pwc-events.com/esef

COVID-19 – Sind Sie bereit für die Folgen in der Finanzberichterstattung?

COVID-19 – Sind Sie bereit für die Folgen in der Finanzberichterstattung? Wir laden Sie ein am 8. April 2020 von 9:30 bis 11 Uhr an unserem Webinar zum Thema „COVID-19 – Sind Sie bereit für die Folgen in der Finanzberichterstattung?“ teilzunehmen. Die direkten und indirekten finanziellen Auswirkungen von COVID-19 zu erkennen, die richtigen Schritte einzuleiten und alle relevanten Stakeholder angemessen zu informieren, ist in der aktuellen Situation essenziell für alle Unternehmen. Hierzu kann die externen Rechnungslegung einen bedeutenden Beitrag leisten, steht dabei jedoch einer Vielzahl von Herausforderungen gegenüber. In unserem Webinar gehen wir auf Fragen und Aspekte zu tatsächlichen und möglichen Auswirkungen von COVID-19 auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Geschäftsbericht ein. Melden Sie sich jetzt über den folgenden Link kostenlos an:

http://www.pwc-events.com/covid19-bilanzierung

ESMA veröffentlicht 24. Auszug aus der EECS Datenbank mit Enforcement-Entscheidungen

Die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA), die EU-Wertpapiermarktregulierungsbehörde, hat am 2. April 2020 den 24. Auszug aus ihrer Datenbank mit Enforcement-Entscheidungen (EECS) zu Finanzberichten veröffentlicht.

Der Auszug enthält acht Entscheidungen, die von europäischen Enforcern im Zeitraum zwischen Mai 2018 und Oktober 2019 getroffen wurden. Die Entscheidungen decken unterschiedliche Themen ab, darunter die IFRS 15-Themen der Identifizierung von Leistungsverpflichtungen, die Bilanzierung von Rahmenverträgen oder die Aufgliederung der Umsatzerlöse im Anhang. Des Weiteren sind u.a. Entscheidungen zum Liquiditätsrisiko bei Schuldverschreibungen mit vorzeitiger Rückzahlungsoption und der Identifizierung von Komponenten bei Leasingverträgen nach IFRS 16 enthalten.

Der Zweck der Veröffentlichung dieser Beschlüsse besteht darin, Emittenten und Anwendern von Finanzberichten relevante Informationen über die Lesart der IFRS durch die europäischen Enforcer zu liefern. Die Bereitstellung dieser Informationen soll somit präventiv zu einer konsistenten Anwendung der IFRS im gesamten Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) beitragen. Da auch die DPR und die BaFin grundsätzlich an diese Entscheidungen gebunden ist, sollten auch deutsche Bilanzierer sich mit den Entscheidungen auseinandersetzen. Entscheidungen der DPR oder BaFin sind allerdings in den EECS-Auszügen aufgrund rechtlicher Restriktionen nicht enthalten.

ESMA veröffentlicht Tätigkeitsbericht für 2019 – Ein Blick auf die nichtfinanzielle Berichterstattung

Am 2. April 2020 hat die European Security and Market Authority (ESMA) ihren Tätigkeitsbericht für das Jahr 2019 veröffentlicht. In diesem gibt sie, wie auch in Vorjahren, einen Überblick über ihre Aktivitäten u.a. im Zusammenhang mit der Prüfung der finanziellen und nichtfinanziellen Berichterstattung der Emittenten. Anders als in Deutschland werden in vielen anderen Ländern des EWR auch die nichtfinanzielle Berichterstattung einer Prüfung durch die jeweiligen Enforcer unterzogen. Am 20. Februar 2020 hat die EU-Kommission eine öffentliche Konsultation zur Überarbeitung der CSR-Richtlinie (EU-Richtlinie 2014/95/EU) gestartet, in der es u.a. auch darum geht, ob die Prüfungspflicht und der Prüfungsumfang erweitert werden sollen (siehe dazu mein Accounting Aktuell Blog vom 21. Februar 2020). Dies könnte dann auch zu einer Prüfung durch die DPR bzw. BaFin in Deutschland führen. Insofern lohnt sich ein Blick darauf, welches Bild sich in den anderen Ländern aus dem Enforcement der nichtfinanziellen Berichterstattung ergibt.

Insgesamt haben im Jahr 2019 die europäischen Enforcer bei 937 Emittenten die nichtfinanzielle Berichterstattung geprüft, was ca. 35 % der Gesamtzahl der Emittenten entspricht, die eine solche Berichterstattung veröffentlichen müssen. In 97 Fällen kam es zu Verstößen, die die ESMA zu Maßnahmen veranlasst hatten. Die Fehlerquote erscheint damit zur finanziellen Berichterstattung relativ niedrig. Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass die Intensität der Prüfung noch nicht derjenigen der finanziellen Berichterstattung entspricht.

Darüber hinaus haben die lokalen Enforcer für die EMSA auch untersucht, inwieweit die Emittenten die Überlegungen der ESMA zur nichtfinanziellen Berichterstattung berücksichtigt haben, die diese im Rahmen der Veröffentlichung der gemeinsamen europäischen Prüfungsschwerpunkte 2018  dargelegt hatte (insbesondere in Bezug auf die Berichterstattung von Umwelt- und Klimabelangen und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren). Zu diesem Zweck wurden die nichtfinanziellen Berichte von 145 Emittenten untersucht, was zu 29 Durchsetzungsmaßnahmen gegenüber Emittenten führte, die die von der ESMA gestellten Anforderungen nicht erfüllten. Hier ergibt sich somit eine Beanstandungsquote von 20%.

Auch die gemeinsamen europäischen Prüfungsschwerpunkte für 2019 enthalten eine Reihe von Überlegungen zur nichtfinanziellen Berichterstattung. Diese beziehen sich sowohl auf allgemeine Aspekte der Berichterstattung, wie die Perspektive der doppelten Wesentlichkeit, als auch auf spezifische Themen, nämlich umwelt- und klimawandelbezogene Belange, die Offenlegung relevanter Leistungsindikatoren (KPIs), die Verwendung von Rahmenwerken und Aspekte von Lieferketten. Auch diese werden in 2020 wiederum auf ihre Umsetzung hin angeschaut werden.

Veranstaltung: Save the Date – 20. Expertenforum

Vom 15. bis 16. September 2020 findet zum 20. Mal unsere Veranstaltung „Expertenforum – Trends und Perspektiven der Rechnungslegung“ statt, zu der wir Sie herzlich einladen.

PwC-Experten nehmen Stellung zu den aktuellen und den zukünftigen Themen der Internationalen und Nationalen  Rechnungslegung. Zahlreiche Foren bieten Ihnen Einblicke und Erfahrungen aus der Praxis. Von aktuellen IFRS- und HGB-Themen bis hin zur Bedeutung von Sustainability für die Rechnungslegung – wir informieren Sie umfassend aus der Sicht der Anwender!

Die Veranstaltung ist auch tageweise buchbar. Das vollständige Programm erhalten Sie voraussichtlich im Mai.

DPR veröffentlicht Tätigkeitsbericht für 2019: Gestiegene Anzahl von Anlassprüfungen führt zu höherer Fehlerquote

Die Fehlerquote, die sich bei der Überprüfung der Jahres- und Konzernabschlüsse deutscher kapitalmarktorientierter Unternehmen durch die DPR ergeben hat, liegt im Jahr 2019 mit 20% sowohl über dem Niveau des Vorjahres als auch der vergangenen drei Jahre. Zu diesem Ergebnis kommt die DPR in ihrem am 20. Januar 2020 veröffentlichten Tätigkeitsbericht für das Jahr 2019. Der Anstieg der Fehlerquote wird mit der doppelten Anzahl der Anlassprüfungen im Berichtsjahr begründet. Unternehmen ohne Index-zugehörigkeit weisen mit 13% weiterhin eine deutlich höhere Fehlerquote auf. Über dem Vorjahr lag auch die Anzahl der fallbezogenen Voranfragen (Pre-Clearance), die von Unternehmen genutzt wurde.

DPR_Tätigkeitsbericht2019

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