Kategorie: Finanzberichterstattung

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Webcast – Einführung in die EU-Taxonomie und deren Umsetzung

Das Thema Nachhaltigkeit gewinnt über die europäischen Regulierungsaktivitäten zunehmend an Bedeutung. Die EU-Taxonomie ist künftig für Unternehmen, die verpflichtet sind nichtfinanzielle Angaben nach der CSR-Richtlinie zu veröffentlichen, anzuwenden. Ab dem 1. Januar 2022 verlangt die EU-Taxonomie-Verordnung den Ausweis von taxonomiekonformen „grünen“ Umsatzerlösen, sowie „grünem“ Capex und Opex in der nichtfinanziellen Berichterstattung von Industrieunternehmen. Darüber hinaus sind auch Banken und Versicherungen verpflichtet, Ihre Finanzprodukte zu klassifizieren. Aus dieser Verpflichtung heraus werden sich auch für die bisher nicht unter die Berichtspflichten der CSR-Richtlinie fallenden Unternehmen zusätzliche Informationspflichten ergeben.

ESMA veröffentlicht den 23. Auszug aus der EECS-Datenbank

Die Europäische Wertpapieraufsichtsbehörde (ESMA) hat einen weiteren Auszug aus ihrer Datenbank mit Entscheidungen aus den European Enforcers Coordination Sessions (EECS) zu Jahresabschlüssen veröffentlicht (https://www.esma.europa.eu/document/23rd-extract-eecs%E2%80%99s-database-enforcement ).

Der Auszug enthält eine Auswahl von acht Entscheidungen, die von nationalen Enforcern im Zeitraum von Dezember 2016 bis Dezember 2018 getroffen wurden. Entscheidungen der Deutschen Prüfstelle für Rechnungslegung (DPR) sind wie immer nicht dabei. Die Entscheidungen umfassen mehrere Themen, darunter die Darstellung der Kapitalflussrechnung und Angaben zur Veränderung von finanziellen Schulden, die Wertminderung von finanziellen und nicht-finanziellen Vermögenswerten sowie die Bilanzierung von verleasten Immobilien, die zur Neuentwicklung erworben wurden.

Die ESMA veröffentlicht diese Auszüge mit dem Ziel, Emittenten und Abschlussadressaten relevante Informationen über die ordnungsgemäße Anwendung der International Financial Reporting Standards (IFRS) zu geben. Sie informieren die Marktteilnehmer darüber, welche Bilanzierungsbehandlungen die nationalen europäischen Enforcer als konform mit den IFRS betrachten können, d.h. ob die Behandlungen als innerhalb des nach IFRS zulässigen Bereichs liegend betrachtet werden.

Da bei den Diskussionen im EECS auch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht und DPR mitwirken und die Entscheidungen von den deutschen Enforcementstellen auch zu beachten sind, sollten Unternehmen sich mit den veröffentlichten Auszügen beschäftigen.