Kategorie: Finanzberichterstattung

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ESMA veröffentlicht den 23. Auszug aus der EECS-Datenbank

Die Europ√§ische Wertpapieraufsichtsbeh√∂rde (ESMA) hat einen weiteren Auszug aus ihrer Datenbank mit Entscheidungen aus den European Enforcers Coordination Sessions (EECS) zu Jahresabschl√ľssen ver√∂ffentlicht (https://www.esma.europa.eu/document/23rd-extract-eecs%E2%80%99s-database-enforcement ).

Der Auszug enth√§lt eine Auswahl von acht Entscheidungen, die von nationalen Enforcern im Zeitraum von Dezember 2016 bis Dezember 2018 getroffen wurden. Entscheidungen der Deutschen Pr√ľfstelle f√ľr Rechnungslegung (DPR) sind wie immer nicht dabei. Die Entscheidungen umfassen mehrere Themen, darunter die Darstellung der Kapitalflussrechnung und Angaben zur Ver√§nderung von finanziellen Schulden, die Wertminderung von finanziellen und nicht-finanziellen Verm√∂genswerten sowie die Bilanzierung von verleasten Immobilien, die zur Neuentwicklung erworben wurden.

Die ESMA ver√∂ffentlicht diese Ausz√ľge mit dem Ziel, Emittenten und Abschlussadressaten relevante Informationen √ľber die ordnungsgem√§√üe Anwendung der International Financial Reporting Standards (IFRS) zu geben. Sie informieren die Marktteilnehmer dar√ľber, welche Bilanzierungsbehandlungen die nationalen europ√§ischen Enforcer als konform mit den IFRS betrachten k√∂nnen, d.h. ob die Behandlungen als innerhalb des nach IFRS zul√§ssigen Bereichs liegend betrachtet werden.

Da bei den Diskussionen im EECS auch die Bundesanstalt f√ľr Finanzdienstleistungsaufsicht und DPR mitwirken und die Entscheidungen von den deutschen Enforcementstellen auch zu beachten sind, sollten Unternehmen sich mit den ver√∂ffentlichten Ausz√ľgen besch√§ftigen.

ESMA veröffentlicht Entwurf des technischen Regulierungsstandards zur Umsetzung von ESEF

Wie bereits im Januar in diesem Blog berichtet, sind ab 1. Januar 2020 alle IFRS-Konzernabschl√ľsse in einem einheitlichen Format zu erstellen ‚Äď und nun wurde der zugeh√∂rige Entwurf f√ľr die technischen Rechnungsstandards ver√∂ffentlicht.

Damit sollen Gesch√§ftsberichte europaweit vergleichbar gemacht werden ‚Äď so lautet die Forderung der European Securities and Markets Authority (ESMA) (vgl. Beitrag ‚ÄěESMA schl√§gt neues digitales Format zur Finanzberichterstattung vor„).

Nach einer rund viermonatigen √∂ffentlichen Konsultation und der Durchf√ľhrung eines Feldtests (field testing) hat die ESMA am 18. Dezember 2017 den finalen Entwurf der technischen Regulierungsstandards zur Umsetzung von ESEF ver√∂ffentlicht. Die ESMA schl√§gt darin vor, den Bericht in iXBRL (Inline Extensible Business Reporting Language) zu erstellen und im XHTML (Extensible Hypertext Markup Language)-Format zu ver√∂ffentlichen.

Demnach w√§ren ab 1. Januar 2020 zun√§chst die prim√§ren Abschlussbestandteile (Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und sonstiges Ergebnis, Eigenkapitalver√§nderungsrechnung, Kapitalflussrechnung) sowie grunds√§tzliche Unternehmensinformationen wie Name, Sitz und Zweck des Unternehmens in der Zuordnungspflicht. Ab 1. Januar 2022 w√ľrde sich die ESEF-Berichtspflicht auf umfangreiche Anhangangaben erweitern, die als Textblock einem Element der Taxonomie zuzuordnen sind.

Der Entwurf wurde der Europäischen Kommission vorgelegt. Diese hat einen Zeitraum von drei Monaten, um dem Entwurf zuzustimmen und dem Europäischen Parlament im Rahmen des Gesetzgebungsverfahrens vorzulegen.

Feldtest zur Einf√ľhrung eines einheitlichen elektronischen Berichtsformats – ESEF

Gesch√§ftsberichte sollen europaweit vergleichbar gemacht werden ‚Äď so lautet die Forderung der European Securities and Markets Authority (ESMA) und gibt mit ESEF (European Single Electronic Format) unter Verwendung des iXBRL-Formats und der IFRS-Taxonomie auch gleich einen L√∂sungsansatz vor (vgl. Beitrag „ESMA schl√§gt neues digitales Format zur Finanzberichterstattung vor„).

Die ESMA ruft nun kapitalmarktorientierte Unternehmen, die ihren Konzernabschluss nach IFRS aufstellen, sowie Softwareanbieter zur Teilnahme an einem Feldtest auf. Bewerbungen f√ľr den Feldtest werden bis zum 14. Juli 2017 entgegen genommen.

Im Rahmen von Workshops sollen die teilnehmenden Unternehmen ihre Jahresfinanzberichte in ein elektronisches Format auf Basis der entwickelten ESEF-Spezifikationen der ESMA √ľberf√ľhren. Die ESMA unterst√ľtzt die Teilnehmer bei der Umsetzung in Form von vorbereitenden Webinaren, eines zweit√§gigen Workshops in Paris sowie durch Einrichtung eines Helpdesks. Auf Basis der Ergebnisse des Feldtests m√∂chte die ESMA weitere Einzelheiten entwickeln und Detailfragen kl√§ren, um schlie√ülich den Vorschlag eines technischen Regulierungsstandards bis Ende 2017 an die Europ√§ische Kommission √ľbermitteln zu k√∂nnen.

IASB ver√∂ffentlicht das Diskussionspapier „Principles of Disclosures“

Das International Accounting Standards Board (IASB) hat das Diskussionspapier „Principles of Disclosures“ ver√∂ffentlicht. Dies ist Teil der Disclosure-Initiative, mit der das IASB die Rahmenbedingungen geschaffen hat, die Berichterstattung unternehmensindividueller, fokussierter und damit auch effizienter vorzunehmen. Das Diskussionspapier schl√§gt u.a. sieben in Abschl√ľssen anzuwendende Leitlinien f√ľr effektive Kommunikation („Principles of effective communication“) vor und gibt Hinweise, an welcher Stelle bestimmte Informationen im Gesch√§ftsbericht zu verorten sind. Des Weiteren werden m√∂gliche Ans√§tze f√ľr eine Verbesserung der Ver√∂ffentlichungsgrunds√§tze diskutiert. Au√üerdem wird die Verwendung von Leistungskennzahlen, die sich nicht aus den IFRS Standards ergeben und in Jahresabschl√ľssen ver√∂ffentlicht werden, sowie die Darstellung von Bewertungsmethoden im Anhang thematisiert.

Ziel ist es, klare Prinzipien zur Offenlegung von Informationen im Jahresabschluss zu entwickeln. Hierf√ľr sollen entweder die allgemeinen Regelungen des IAS 1 „Darstellung des Abschlusses“ √ľberarbeitet oder ein neuer allgemeiner Disclosure Standard entwickelt werden.

Stellungnahmen zum Diskussionspapier sind bis zum 2. Oktober 2017 beim IASB einzureichen.

Das Diskussionspapier ist ein weiterer wichtiger Schritt zur Verbesserung der Art und Weise, wie Informationen in IFRS-Abschl√ľssen dargestellt werden. Die dort aufgef√ľhrten Vorschl√§ge werden sowohl den Unternehmen helfen, ihre Berichterstattung effizienter und verst√§ndlicher zu gestalten bzw. die f√ľr die Abschlussadressaten relevanten Informationen zu identifizieren. Von der Kommentierung erwartet sich das IASB zudem eine Unterst√ľtzung bei der Verbesserung der Ver√∂ffentlichungsgrunds√§tze in den IFRS Standards.

IASB schl√§gt √Ąnderungen an IFRS 8 und IAS 34 vor

Das International Accounting Standards Board (IASB) hat am 29. M√§rz 2017 als Zwischenergebnis des Post-implementation Reviews einen Entwurf f√ľr √Ąnderungen an IFRS 8 Gesch√§ftssegmente (ED/2017/2) ver√∂ffentlicht, der verschiedene Verbesserungen vorsieht. Dies betrifft im Wesentlichen die Identifikation und Funktion des Hauptentscheidungstr√§gers (sog. Chief Operating Decision Maker), die Angabepflicht zur Erkl√§rung der Unterschiede zwischen den Segmentinformationen im IFRS-Abschluss und in der sonstigen Berichterstattung (z.B. Lagebericht, Pressemitteilungen), sowie eine Klarstellung bez√ľglich sonstiger Angaben in der Segmentberichterstattung. Zudem werden der Detailierungsgrad und die Beschreibung der sonstigen Abstimmungsposten der √úberleitungsrechnung thematisiert.

Auch schl√§gt das IASB √Ąnderungen zu IAS 34 Zwischenberichterstattung vor. √Ąndert sich die Zusammensetzung der berichtspflichtigen Gesch√§ftssegmente, so sind die Segmentinformationen f√ľr alle Zwischenperioden des laufenden und des vorherigen Berichtsjahres anzupassen. Von dieser r√ľckwirkenden Anpassung w√§re nur abzusehen, wenn die Informationen nicht vorhanden oder die Kosten zu hoch sind.

Stellungnahmen zu dem √Ąnderungsentwurf sind bis zum 31. Juli 2017 auf der Internetseite des IASB einzureichen.

ESMA schlägt neues digitales Format zur Finanzberichterstattung vor

Die Europ√§ische Wertpapier- und Marktaufsichtsbeh√∂rde (ESMA, European Securities and Markets Authority) m√∂chte auf die Ver√§nderung der Grundlagen zur Strukturierung und Formatierung der j√§hrlichen Finanzberichterstattung hinwirken. So ver√∂ffentlichte sie 2015 erstmals ihren Vorschlag einer einheitlichen, vergleichbaren Richtlinie zur Gestaltung von Finanzberichten. Gefordert wird ein einheitliches elektronisches Format, das sog. European Single Electronic Format (ESEF), das von Standardbrowsern ohne spezielle Tools gelesen werden kann. Nun sprach sich die ESMA in einer j√ľngsten Stellungnahme f√ľr Inline XBRL als elektronisches Format speziell f√ľr IFRS-Konzernabschl√ľsse aus. Es sei die passendste Technologie, da sie sowohl von Maschinen als auch von Menschen lesbar ist. Im Zuge dessen sei auch die IFRS Taxonomie (herausgegeben durch die IFRS Foundation) als Grundstruktur f√ľr den IFRS-Konzernabschluss anzuwenden, was die Vergleichbarkeit der Abschl√ľsse st√§rkt. Mehr Transparenz f√ľr Analysten und Investoren soll hierbei das Ziel sein. F√ľr Unternehmen ergibt sich allerdings zun√§chst ein gro√üer Umstellungsaufwand, um die IFRS Taxonomie als auch die maschinenlesbare Formatierung zu adaptieren.

Mit einer endg√ľltigen Entscheidung ist Ende 2017 zu rechnen. Hier erfahren Sie mehr zu dem Thema. Sprechen Sie uns hierzu jederzeit an.

 

Veranstaltung: Geschäftsberichterstellung per Knopfdruck

Wir laden Sie herzlich zu unserem Webinar ‚ÄěGesch√§ftsberichterstellung per Knopfdruck“ am 17. November 2016 von¬†10:00 bis¬†11:00 Uhr ein. Im Rahmen des Webinars zeigen wir Ihnen, wie Sie mit Reporting-Softwarel√∂sungen effizient die Vollst√§ndigkeitspr√ľfung Ihrer Angabepflichten erf√ľllen und Ihren Gesch√§ftsbericht schnell und sicher online publizieren k√∂nnen. Zudem stellen wir Ihnen in objektiver Weise bew√§hrte Reporting-Softwarel√∂sungen (Disclosure Management-L√∂sungen) vor.

Unter www.pwc-events.com/reportingloesungen¬†k√∂nnen Sie sich informieren und¬†anmelden. Wir freuen uns √ľber Ihre Teilnahme!

Neuerungen in der Quartalsberichterstattung

Die gesetzliche Pflicht f√ľr Unternehmen des Prime Standard zur Erstellung von Quartalsfinanzberichten f√ľr das erste und dritte Quartal ist mit Inkrafttreten des Gesetzes zur Umsetzung der Transparenzrichtlinie-√Ąnderungsrichtlinie Ende November 2015 entfallen. Durch die aktualisierte Fassung der B√∂rsenordnung der Frankfurter Wertpapierb√∂rse (vom 30. November 2015) sind die Unternehmen f√ľr diese Stichtage nur zur Erstellung von sog. Quartalsmitteilungen verpflichtet. Quartalsmitteilungen unterliegen dabei deutlich geringeren Transparenzanforderungen.

Wir haben eine vollst√§ndige Analyse der Quartalsberichterstattung aller DAX-, MDAX- und SDAX-Unternehmen f√ľr das erste Quartal 2016 bzw. 2016/ 2017 vorgenommen. Hier zeigt sich zum einen, dass bereits in signifikantem Umfang die Unternehmen das neue Instrument der Quartalsmitteilung nutzen. Im DAX nutzten 7 von 30 Unternehmen das Instrument der Quartalsmitteilung (rd. 23%), im MDAX und SDAX waren es bereits jeweils 44% der berichtenden Unternehmen. Dabei ist ferner eine gro√üe Spannweite an Umfang und Inhalt der ver√∂ffentlichten Informationen erkennbar. Die Seitenanzahl der Quartalsmitteilungen liegt zwischen 3 und 46 Seiten. Zudem zeigt die Analyse bei Unternehmen, die weiterhin Quartalsfinanzberichte aufstellen, dass diese in Anlehnung an die Disclosure Initiative des IASB z.T. inhaltlich deutlich fokussierter dargestellt und im Umfang gestrafft wurden.

Auf unserem 16. Expertenforum am 21. September 2016 werden wir √ľber die Ergebnisse unserer Analyse ausf√ľhrlich informieren. Sehr gerne stehen wir Ihnen auch vorab zur Verf√ľgung, wenn Sie einzelne Aspekte diskutieren m√∂chten. Bitte sprechen Sie uns an.

Veranstaltung: 16. Expertenforum

Vom 20. bis 21. September 2016 findet zum 16. Mal unsere Veranstaltung „Expertenforum – Trends und Perspektiven der Rechnungslegung“ statt, zu der wir Sie herzlich einladen.

Hochrangige Vertreter aus Wirtschaft und Gremien sowie PwC-Experten nehmen Stellung zu aktuellen Entwicklungen rund um IFRS und HGB sowie zur Transparenz in der Unternehmensberichterstattung.

Am zweiten Veranstaltungstag bieten Ihnen zahlreiche Foren Einblicke und Erfahrungen aus der Praxis. Ob Ertragsrealisierung, Leasing, Finanzinstrumente oder¬†HGB¬†‚Äď Sie werden umfassend informiert!

Die Veranstaltung ist auch tageweise buchbar.

Unter www.pwc-events.com/expertenforum erfahren Sie mehr zur Veranstaltung und können sich anmelden.

 

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