ESMA veröffentlicht Entwurf des technischen Regulierungsstandards zur Umsetzung von ESEF

Wie bereits im Januar in diesem Blog berichtet, sind ab 1. Januar 2020 alle IFRS-Konzernabschlüsse in einem einheitlichen Format zu erstellen – und nun wurde der zugehörige Entwurf für die technischen Rechnungsstandards veröffentlicht.

Damit sollen Geschäftsberichte europaweit vergleichbar gemacht werden – so lautet die Forderung der European Securities and Markets Authority (ESMA) (vgl. Beitrag „ESMA schlägt neues digitales Format zur Finanzberichterstattung vor„).

Nach einer rund viermonatigen öffentlichen Konsultation und der Durchführung eines Feldtests (field testing) hat die ESMA am 18. Dezember 2017 den finalen Entwurf der technischen Regulierungsstandards zur Umsetzung von ESEF veröffentlicht. Die ESMA schlägt darin vor, den Bericht in iXBRL (Inline Extensible Business Reporting Language) zu erstellen und im XHTML (Extensible Hypertext Markup Language)-Format zu veröffentlichen.

Demnach wären ab 1. Januar 2020 zunächst die primären Abschlussbestandteile (Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und sonstiges Ergebnis, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung) sowie grundsätzliche Unternehmensinformationen wie Name, Sitz und Zweck des Unternehmens in der Zuordnungspflicht. Ab 1. Januar 2022 würde sich die ESEF-Berichtspflicht auf umfangreiche Anhangangaben erweitern, die als Textblock einem Element der Taxonomie zuzuordnen sind.

Der Entwurf wurde der Europäischen Kommission vorgelegt. Diese hat einen Zeitraum von drei Monaten, um dem Entwurf zuzustimmen und dem Europäischen Parlament im Rahmen des Gesetzgebungsverfahrens vorzulegen.

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