Neuerungen in der Quartalsberichterstattung

Die gesetzliche Pflicht für Unternehmen des Prime Standard zur Erstellung von Quartalsfinanzberichten für das erste und dritte Quartal ist mit Inkrafttreten des Gesetzes zur Umsetzung der Transparenzrichtlinie-Änderungsrichtlinie Ende November 2015 entfallen. Durch die aktualisierte Fassung der Börsenordnung der Frankfurter Wertpapierbörse (vom 30. November 2015) sind die Unternehmen für diese Stichtage nur zur Erstellung von sog. Quartalsmitteilungen verpflichtet. Quartalsmitteilungen unterliegen dabei deutlich geringeren Transparenzanforderungen.

Wir haben eine vollständige Analyse der Quartalsberichterstattung aller DAX-, MDAX- und SDAX-Unternehmen für das erste Quartal 2016 bzw. 2016/ 2017 vorgenommen. Hier zeigt sich zum einen, dass bereits in signifikantem Umfang die Unternehmen das neue Instrument der Quartalsmitteilung nutzen. Im DAX nutzten 7 von 30 Unternehmen das Instrument der Quartalsmitteilung (rd. 23%), im MDAX und SDAX waren es bereits jeweils 44% der berichtenden Unternehmen. Dabei ist ferner eine große Spannweite an Umfang und Inhalt der veröffentlichten Informationen erkennbar. Die Seitenanzahl der Quartalsmitteilungen liegt zwischen 3 und 46 Seiten. Zudem zeigt die Analyse bei Unternehmen, die weiterhin Quartalsfinanzberichte aufstellen, dass diese in Anlehnung an die Disclosure Initiative des IASB z.T. inhaltlich deutlich fokussierter dargestellt und im Umfang gestrafft wurden.

Auf unserem 16. Expertenforum am 21. September 2016 werden wir über die Ergebnisse unserer Analyse ausführlich informieren. Sehr gerne stehen wir Ihnen auch vorab zur Verfügung, wenn Sie einzelne Aspekte diskutieren möchten. Bitte sprechen Sie uns an.

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