Accounting Advice Blog

Veranstaltung „IFRS 15: Meet your peers!“

Wir laden Sie herzlich zu unserer Veranstaltung „IFRS 15: Meet your peers!“ am 20. März 2017 von 10:00 bis 16:45 Uhr in Frankfurt am Main ein.

Freuen Sie sich auf Dr. Andreas Duhr (thyssenkrupp AG), Andreas Röderer (SAP SE), Christian Tümmler (Evonik Industries AG), Dr. Robert Walter (ProSieben Sat. 1 Media SE) und Dr. Markus Weinreis (E.ON SE), die Ihnen Einblick in ihre IFRS 15-Umstellungsprojekte geben.

Unter www.pwc-events.com/ifrs15meetyourpeers finden Sie weitere Informationen sowie die Anmeldemöglichkeit.

Wir freuen uns über Ihre Teilnahme!

DPR veröffentlicht Tätigkeitsbericht 2016

Gestern hat die Deutsche Prüfstelle für Rechnungslegung (DPR) ihren Tätigkeitsbericht für das Jahr 2016 veröffentlicht. Die Fehlerquote, die sich bei der Überprüfung der Jahres- und Konzernabschlüsse deutscher kapitalmarktorientierter Unternehmen durch die DPR ergeben hat, liegt im Jahr 2016 mit 16% auf einem ähnlichen Niveau wie in den vergangenen drei Jahren. Insgesamt wurden 96 Unternehmen von der DPR überprüft, bei denen in fünfzehn Fällen ein Fehler in der Rechnungslegung festgestellt wurde. Die Fehlerquote bei den Stichprobenprüfungen blieb mit 11% konstant zum Vorjahr, bei den abgeschlossenen Anlass- und Verlangensprüfungen liegt die Fehlerquote bei um die 50% und bleibt damit unvermindert hoch. Die Fehlerquote bei kleineren Unternehmen ohne Indexzugehörigkeit liegt bei 25% (Vorjahr: 20%) und ist somit deutlich höher als bei Unternehmen mit Indexzugehörigkeit (5%, Vorjahr: 8%).

Die festgestellten Fehler lassen sich erneut auf den Umfang und die Anwendungsschwierigkeiten bei den IFRS bei der Abbildung komplexer Geschäftsvorfälle sowie der unzureichenden Berichterstattung im Anhang und Lagebericht zurückführen. Im Anhang waren in zwei Fällen die Angaben zur Segmentberichterstattung fehlerhaft, in einem Fall die Angaben zu einem Unternehmenserwerb. Die drei Einzelfehler im Lagebericht betrafen die Angaben zu Financial Covenants sowie die Prognose- und Risikoberichterstattung. Bei der Abbildung komplexer Geschäftsvorfällen bezogen sich die Fehler vor allem auf die Themen Finanzinstrumente und Unternehmenserwerb und -verkauf / Goodwill. Bei den Finanzinstrumenten waren unter anderem die Ansatzvoraussetzungen für eine Forderung sowie der Ansatz einer Verbindlichkeit aus einer Verkaufsoption im Rahmen einer Unternehmenstransaktion fehlerhaft. Zudem hat die DPR vier Einzelfehler zu Unternehmenserwerb, -verkauf / Goodwill festgestellt, in zwei Fällen bezog sich das auf die Kaufpreisallokation.

IFRS 16 ist und bleibt eine Herausforderung

Die Implementierung des neuen Leasingstandards bleibt eine große Herausforderung für Unternehmen. Insbesondere die Fragen nach Anzahl und Verortung von Verträgen sowie Gestaltung der zukünftigen Prozesse und Verantwortlichkeiten und die Auswahl einer geeigneten Softwarelösung stehen hierbei im Vordergrund.

Das ergab eine Umfrage zu IFRS 16, die wir im Frühjahr 2016 durchgeführt haben und an der sich 135 Unternehmen in Deutschland beteiligt haben.

Über die Hälfte der Befragten hatten sich zu diesem Zeitpunkt bereits mit dem neuen Standard beschäftigt, ein weiteres Drittel sogar sehr intensiv. Ein Überblick über Leasingverträge auf internationaler und nationaler Ebene ist allerdings bei vielen noch nicht vorhanden. Der Prozess an sich und die Organisation der Einführung des neuen Standards werden als besonders problematisch im Rahmen der Umsetzung gesehen, wobei ein Viertel der befragten Unternehmen auch eine enorme Herausforderung hinsichtlich der IT-Systeme wahrnimmt.

Sehr große Auswirkungen der neuen Leasingbilanzierung werden bei den Anhangangaben und bei der Trennung von Leasing- und Nicht-Leasingkomponenten erwartet. In Bezug auf Organisation und Prozesse erwartet man im Rechnungswesen/Controlling, sowie im Einkauf/Vertrieb die stärkste Betroffenheit. Was die IT-Systeme angeht, rechnet die Mehrheit der Unternehmen mit Auswirkungen auf die Vertrags- und Datenerfassung, die Datenqualität und notwendige Schnittstellen durch die neue Leasingbilanzierung.

Auf unserer Webseite finden Sie detailliertere Informationen zur Kurzstudie.

Veröffentlichung von Enforcement-Entscheidungen zur Bilanzierung nach IFRS

Die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA, European Securities and Markets Authority) hat zum zwanzigsten Mal Kurzfassungen ihrer Enforcement-Entscheidungen zur Bilanzierung nach IFRS veröffentlicht. Dabei handelt es sich um 14 Entscheidungen von nationalen Enforcern aus der Zeit von März 2014 bis Juni 2016. Darunter ist beispielsweise eine Entscheidung zur Abgrenzung zahlungsmittelgenerierender Einheiten. Dies wiederum stellt einen DPR-Prüfungsschwerpunkt 2017 dar.

Ziel ist es, bilanzierenden Unternehmen und Adressaten von Abschlüssen relevante Informationen zur richtigen Anwendung der IFRS zu geben.

Europäische Enforcer überwachen Abschlüsse, die nach IFRS aufgestellt wurden, und beurteilen, ob sie mit den IFRS und anderen anwendbaren Berichterstattungserfordernissen übereinstimmen, einschließlich nationaler Vorschriften.

Die Veröffentlichung von Enforcement-Entscheidungen soll die Marktteilnehmer darüber informieren, welche Bilanzierungsmethoden nationale Enforcer innerhalb der EU als mit den IFRS übereinstimmend beurteilen, d.h. ob die Vorgehensweise innerhalb des von den IFRS akzeptierten Rahmens liegt. Die Veröffentlichung sowie die dazugehörige Begründung trägt zu einer konsistenten Anwendung der IFRS im Europäischen Wirtschaftsraum bei.

Die ESMA wird weiterhin in regelmäßigen Abständen Auszüge aus den Entscheidungen veröffentlichen; der nächste Auszug wird für Ende des ersten Halbjahres 2017 erwartet.

ESMA schlägt neues digitales Format zur Finanzberichterstattung vor

Die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA, European Securities and Markets Authority) möchte auf die Veränderung der Grundlagen zur Strukturierung und Formatierung der jährlichen Finanzberichterstattung hinwirken. So veröffentlichte sie 2015 erstmals ihren Vorschlag einer einheitlichen, vergleichbaren Richtlinie zur Gestaltung von Finanzberichten. Gefordert wird ein einheitliches elektronisches Format, das sog. European Single Electronic Format (ESEF), das von Standardbrowsern ohne spezielle Tools gelesen werden kann. Nun sprach sich die ESMA in einer jüngsten Stellungnahme für Inline XBRL als elektronisches Format speziell für IFRS-Konzernabschlüsse aus. Es sei die passendste Technologie, da sie sowohl von Maschinen als auch von Menschen lesbar ist. Im Zuge dessen sei auch die IFRS Taxonomie (herausgegeben durch die IFRS Foundation) als Grundstruktur für den IFRS-Konzernabschluss anzuwenden, was die Vergleichbarkeit der Abschlüsse stärkt. Mehr Transparenz für Analysten und Investoren soll hierbei das Ziel sein. Für Unternehmen ergibt sich allerdings zunächst ein großer Umstellungsaufwand, um die IFRS Taxonomie als auch die maschinenlesbare Formatierung zu adaptieren.

Mit einer endgültigen Entscheidung ist Ende 2017 zu rechnen. Hier erfahren Sie mehr zu dem Thema. Sprechen Sie uns hierzu jederzeit an.

 

EU endorsed nun auch IFRS 9!

Die Europäische Union hat im Amtsblatt vom 29. November 2016 die Verordnungen (EG) Nr. 2016/2067 vom 22. November 2016 zur Änderung der Verordnung (EG) Nr. 1126/2008 veröffentlicht und dadurch IFRS 9 Finanzinstrumente übernommen. Der neue Standard ist für Berichtsperioden anzuwenden, die am oder nach dem 01. Januar 2018 beginnen und ersetzt die bisher unter IAS 39 Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung vorgenommene Bilanzierung nun vollständig.

ESMA bereitet auf IFRS 9 vor

Die European Securities and Markets Authorities (ESMA) hat eine Stellungnahme zur Umsetzung von IFRS 9 veröffentlicht. Darin betont die ESMA die Bedeutung einer konsistenten und qualitativ hochwertigen Umsetzung des IFRS 9 sowie die Notwendigkeit der Transparenz hinsichtlich der Auswirkungen für die Finanzberichtsadressaten. Deshalb fordert die ESMA bereits für den Jahresabschluss 2016 sowie den Zwischenabschluss 2017 erste Einschätzungen zu den Auswirkungen des neuen Standards, auch wenn der Standard erst für Geschäftsjahre ab 1. Januar 2018 anzuwenden ist (vgl. Blogbeitrag zu den Prüfungsschwerpunkten der ESMA).

IFRS 9 ersetzt zum Großteil IAS 39 Financial Instruments: Recognition and Measurement und enthält neue Regelungen zur Erfassung von Wertminderungen und Änderungen zur Klassifizierung und Bewertung finanzieller Vermögenswerte.

Die Stellungnahme finden Sie hier auf der Internetseite der ESMA.

DPR veröffentlicht Prüfungsschwerpunkte für 2017

Die Deutsche Prüfstelle für Rechnungslegung (DPR) hat heute auf der 8. Jahrestagung Bilanzkontrolle und Abschlussprüfung des Deutschen Aktieninstituts (DAI) die von der ESMA bereits angekündigten einheitlichen europäischen Schwerpunkte übernommen und um zwei nationale Prüfungsschwerpunkte ergänzt: Anteile an anderen Unternehmen und Werthaltigkeitstest von Sachanlagevermögen. Bereits am 28.10.2015 hat die European Securities and Markets Authority (ESMA) die europäischen Prüfungsschwerpunkte bekanntgegeben: Darstellung der finanziellen Leistungskennzahlen des Unternehmens, Unterscheidung zwischen Eigenkapitalinstrumenten und finanziellen Verbindlichkeiten, sowie Anhangangaben zu den Auswirkungen der neuen IFRS auf den Konzernabschluss. Diese werden bei den Prüfungen im Jahr 2017 im Rahmen von Enforcement-Verfahren im Fokus stehen. Des Weiteren sollen sich die nationalen Enforcer mit den Auswirkungen des Brexit auf die Unternehmen beschäftigen. HIER gelangen Sie zur Webseite der DPR mit den Prüfungsschwerpunkten.

EU endorsed IFRS 15!

Nach diversen Diskussionen und Klarstellungen wird eine der größten Reformen der IFRS in den letzten Dekaden zu EU-Recht. Die Europäische Union hat im Amtsblatt vom 29. Oktober 2016 die Verordnungen (EG) Nr. 1126/2008 vom 22. September 2016 zur Änderung der Verordnung (EG) Nr. 1126/2008 veröffentlicht und dadurch IFRS 15 Erlöse aus Verträgen mit Kunden übernommen. Der neue Standard ist für Berichtsperioden anzuwenden, die am oder nach dem 01. Januar 2018 beginnen.

ESMA: Bekanntgabe europäischer Prüfungsschwerpunkte beim Bilanz-Enforcement

Die European Securities and Markets Authority (ESMA) hat heute die europäischen Prüfungsschwerpunkte bekanntgegeben: Darstellung der finanziellen Leistungskennzahlen des Unternehmens, Unterscheidung zwischen Eigenkapitalinstrumenten und finanziellen Verbindlichkeiten sowie Anhangangaben zu den Auswirkungen der neuen IFRS auf den Konzernabschluss. Diese werden bei den Prüfungen im Jahr 2017 im Rahmen von Enforcement-Verfahren im Fokus stehen. Des Weiteren sollen sich die nationalen Enforcer mit den Auswirkungen des Brexit auf die Unternehmen beschäftigen. Hinzu kommen noch von der Deutschen Prüfstelle für Rechnungslegung (DPR) festgelegte Schwerpunkte, die voraussichtlich am 3. November veröffentlicht werden.

Hier gelangen Sie zur Webseite der ESMA mit den Prüfungsschwerpunkten.