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ESMA und europäische Enforcer fokussierten sich auf neue Standards und nichtfinanzielle Informationen

Die ESMA ver√∂ffentlichte diese Woche ihren Jahresbericht 2018 √ľber die Aktivit√§ten der Enforcement-Institutionen im europ√§ischen Wirtschaftsraum zur √úberwachung von Gesch√§ftsberichten.

Die nationalen Enforcer kontrollierten 2018 die Konzernabschl√ľsse von ca. 950 Unternehmen (ungef√§hr 16% der kapitalmarktorientierten Unternehmen in der EU) hinsichtlich der Beachtung der IFRS und der im Jahr 2017 ver√∂ffentlichten Schwerpunkte. Gegen 328 Unternehmen (33% der untersuchten Abschl√ľsse) wurden in der Folge Ma√ünahmen ergriffen.

In anderen europ√§ischen L√§ndern erstreckten sich die Kontrollen auch auf die nichtfinanziellen Berichte √ľber Umwelt, soziale Belange und Unternehmensf√ľhrung, die f√ľr das Gesch√§ftsjahr 2018 erstmals zu ver√∂ffentlichen waren. So √ľberpr√ľften die Kontrolleure die nichtfinanziellen Berichte von 819 Unternehmen, ca. 31% der von den neuen Regelungen betroffenen Unternehmen. In 51 F√§llen wurde Ma√ünahmen eingeleitet. In Deutschland wird von der DPR lediglich gepr√ľft, ob eine nichtfinanzielle Berichterstattung ‚Äď sofern erforderlich ‚Äď erfolgt ist. Mit 746 Unternehmen wurden in einem vergleichbaren Umfang Abschl√ľsse im Hinblick auf die Vereinbarkeit dargestellter Alternative Performance Measures mit der von der ESMA ver√∂ffentlichten Guideline untersucht. Hier kam es zu 136 Ma√ünahmen. 

In 2019 werden sich die ESMA und die nationalen Enforcer weiterhin auf die einheitliche Anwendung und √úberwachung der IFRS, insbesondere der neuen Standards IFRS 9 und 15, sowie die erwarteten Auswirkungen der erstmaligen Anwendung von IFRS 16 Leases fokussieren. Daneben erstreckt sich die Ausrichtung der ESMA zunehmend auf die nichtfinanzielle Berichterstattung und alternative Kennzahlen, f√ľr die eine st√§ndige Arbeitsgruppe eingerichtet wurde und sich die ESMA auch aktiv in den Gesetzgebungsprozess einbringt.