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ESMA veröffentlicht Übersicht an Entscheidungen europäischer Enforcer

Die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA, European Securities and Markets Authority) hat zum 22. Mal Kurzfassungen ihrer Enforcement-Entscheidungen zur Bilanzierung nach IFRS veröffentlicht. Dabei handelt es sich um zehn Entscheidungen von nationalen Enforcern aus der Zeit von August 2016 bis Juli 2017. Darunter ist beispielsweise eine Entscheidung zur IAS 7 Kapitalflussrechnung zu Zahlungsmitteln mit Verfügungsbeschränkungen. Dies wiederum stellt einen DPR-Prüfungsschwerpunkt 2018 dar.

Ziel ist es, bilanzierenden Unternehmen und Adressaten von Abschlüssen relevante Informationen zur richtigen Anwendung der IFRS zu geben.

Europäische Enforcer überwachen Abschlüsse, die nach IFRS aufgestellt wurden, und beurteilen, ob sie mit den IFRS und anderen anwendbaren Berichterstattungserfordernissen übereinstimmen, einschließlich nationaler Vorschriften.

Die Veröffentlichung von Enforcement-Entscheidungen soll die Marktteilnehmer darüber informieren, welche Bilanzierungsmethoden nationale Enforcer innerhalb der EU als mit den IFRS übereinstimmend beurteilen, d.h. ob die Vorgehensweise innerhalb des von den IFRS akzeptierten Rahmens liegt. Die Veröffentlichung sowie die dazugehörige Begründung trägt zu einer konsistenten Anwendung der IFRS im Europäischen Wirtschaftsraum bei.

Die ESMA wird weiterhin in regelmäßigen Abständen Auszüge aus den Entscheidungen veröffentlichen, der nächste wird für das zweite Halbjahr 2018 erwartet. Zu dem Auszug der ESMA gelangen Sie hier.

IASB veröffentlicht das Diskussionspapier „Principles of Disclosures“

Das International Accounting Standards Board (IASB) hat das Diskussionspapier „Principles of Disclosures“ veröffentlicht. Dies ist Teil der Disclosure-Initiative, mit der das IASB die Rahmenbedingungen geschaffen hat, die Berichterstattung unternehmensindividueller, fokussierter und damit auch effizienter vorzunehmen. Das Diskussionspapier schlägt u.a. sieben in Abschlüssen anzuwendende Leitlinien für effektive Kommunikation („Principles of effective communication“) vor und gibt Hinweise, an welcher Stelle bestimmte Informationen im Geschäftsbericht zu verorten sind. Des Weiteren werden mögliche Ansätze für eine Verbesserung der Veröffentlichungsgrundsätze diskutiert. Außerdem wird die Verwendung von Leistungskennzahlen, die sich nicht aus den IFRS Standards ergeben und in Jahresabschlüssen veröffentlicht werden, sowie die Darstellung von Bewertungsmethoden im Anhang thematisiert.

Ziel ist es, klare Prinzipien zur Offenlegung von Informationen im Jahresabschluss zu entwickeln. Hierfür sollen entweder die allgemeinen Regelungen des IAS 1 „Darstellung des Abschlusses“ überarbeitet oder ein neuer allgemeiner Disclosure Standard entwickelt werden.

Stellungnahmen zum Diskussionspapier sind bis zum 2. Oktober 2017 beim IASB einzureichen.

Das Diskussionspapier ist ein weiterer wichtiger Schritt zur Verbesserung der Art und Weise, wie Informationen in IFRS-Abschlüssen dargestellt werden. Die dort aufgeführten Vorschläge werden sowohl den Unternehmen helfen, ihre Berichterstattung effizienter und verständlicher zu gestalten bzw. die für die Abschlussadressaten relevanten Informationen zu identifizieren. Von der Kommentierung erwartet sich das IASB zudem eine Unterstützung bei der Verbesserung der Veröffentlichungsgrundsätze in den IFRS Standards.

IASB schlägt Änderungen an IFRS 8 und IAS 34 vor

Das International Accounting Standards Board (IASB) hat am 29. März 2017 als Zwischenergebnis des Post-implementation Reviews einen Entwurf für Änderungen an IFRS 8 Geschäftssegmente (ED/2017/2) veröffentlicht, der verschiedene Verbesserungen vorsieht. Dies betrifft im Wesentlichen die Identifikation und Funktion des Hauptentscheidungsträgers (sog. Chief Operating Decision Maker), die Angabepflicht zur Erklärung der Unterschiede zwischen den Segmentinformationen im IFRS-Abschluss und in der sonstigen Berichterstattung (z.B. Lagebericht, Pressemitteilungen), sowie eine Klarstellung bezüglich sonstiger Angaben in der Segmentberichterstattung. Zudem werden der Detailierungsgrad und die Beschreibung der sonstigen Abstimmungsposten der Überleitungsrechnung thematisiert.

Auch schlägt das IASB Änderungen zu IAS 34 Zwischenberichterstattung vor. Ändert sich die Zusammensetzung der berichtspflichtigen Geschäftssegmente, so sind die Segmentinformationen für alle Zwischenperioden des laufenden und des vorherigen Berichtsjahres anzupassen. Von dieser rückwirkenden Anpassung wäre nur abzusehen, wenn die Informationen nicht vorhanden oder die Kosten zu hoch sind.

Stellungnahmen zu dem Änderungsentwurf sind bis zum 31. Juli 2017 auf der Internetseite des IASB einzureichen.

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