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COVID-19 dominiert auch die gemeinsamen europ├Ąischen Pr├╝fungsschwerpunkte der ESMA f├╝r die Jahresfinanzberichte 2020

Die Europ├Ąische Wertpapier- und Marktaufsichtsbeh├Ârde (ESMA) hat die gemeinsamen Pr├╝fungsschwerpunkte der europ├Ąischen Enforcer f├╝r die Jahresfinanzberichte 2020 ver├Âffentlicht (ESMA Pr├╝fungsschwerpunkte). Weitere nationale Schwerpunkte sind von der Deutschen Pr├╝fstelle f├╝r Rechnungslegung (DPR) Anfang November auf der Veranstaltung des Deutschen Aktieninstituts (DAI) zu erwarten. Die DPR wird ungeachtet der aktuellen Neuregelung des Enforcements f├╝r die Jahresfinanzberichte 2020 auf der ersten Stufe zust├Ąndig sein.

Die Pr├╝fungsschwerpunkte 2020 spiegeln die Notwendigkeit wider, angemessene Transparenz hinsichtlich der Folgen der COVID-19-Pandemie zu schaffen. Die festgelegten Schwerpunkte sind daher:

  • die Anwendung von IAS 1 Darstellung des Abschlusses, mit Schwerpunkt auf der Unternehmensfortf├╝hrung, wesentlichen Beurteilungen und Sch├Ątzungsunsicherheiten sowie die Darstellung von COVID-bezogenen Themen in den Abschl├╝ssen;
  • die Anwendung von IAS 36 Wertminderung von Verm├Âgenswerten, da der erzielbare Betrag eines Goodwill, immaterieller und materieller Verm├Âgenswerten durch die Verschlechterung der wirtschaftlichen Aussichten in verschiedenen Sektoren beeinflusst sein kann;
  • die Anwendung von IFRS 9 und IFRS 7 zu Finanzinstrumenten: Offenlegungen, einschlie├člich der ├ťberlegungen zu Risiken, die sich aus Finanzinstrumenten ergeben, insbesondere Liquidit├Ątsrisiken, sowie spezifische Aspekte zur Anwendung von IFRS 9 bei Kreditinstituten bez├╝glich der Expected Credit Losses;
  • spezifische Fragen im Zusammenhang mit der Anwendung von IFRS 16 Leasingverh├Ąltnisse, einschlie├člich expliziter Angaben von Leasingnehmern, die die durch COVID-19 ausgel├Âsten Erleichterungsvorschriften des Standards zur Abbildung von Mietkonzessionen angewendet haben.

Zudem wurden gemeinsame Schwerpunkte in Bezug auf die nicht-finanzielle Erkl├Ąrung f├╝r das Jahr 2020 festgelegt. Die Deutsche Pr├╝fstelle f├╝r Rechnungslegung pr├╝ft allerdings hinsichtlich der nicht-finanziellen Erkl├Ąrung lediglich, ob diese gemacht wurde und wertet ansonsten die Informationen kritisch im Hinblick auf Anhaltspunkte f├╝r ihre Pr├╝fung aus. Ansatzpunkte d├╝rften hier die Auswirkungen der COVID-19 Pandemie als auch die Risiken des Klimawandels bieten, die von der ESMA als gemeinsame nicht-finanzielle Schwerpunkte genannt werden.

Ferner hat die ESMA ├ťberlegungen zur Anwendung der ESMA-Richtlinien ├╝ber alternative Leistungskennzahlen (APM) in Bezug auf COVID-19 angestellt. Schlie├člich hebt die ESMA hervor, dass es nach wie vor wichtig ist, die Verhandlungen ├╝ber den Brexit zu verfolgen. Es ist offenzulegen, welche Auswirkungen sich daraus auf die Aktivit├Ąten der Emittenten und ihre finanziellen und nichtfinanziellen Informationen ergeben.

Angesichts des derzeitigen wirtschaftlichen Umfelds unterstreicht die ESMA au├čerdem die Verantwortung der Management- und Aufsichtsorgane. Die Aufsichtsfunktion von Pr├╝fungsaussch├╝ssen ist f├╝r die Qualit├Ąt der Abschl├╝sse bedeutend.

Die ESMA erinnert die Unternehmen daran, dass ab dem Gesch├Ąftsjahr 2020 Jahresfinanzberichte in ├ťbereinstimmung mit dem European Single Electronic Format (ESEF) erstellt werden m├╝ssen (siehe hierzu aber der Blog-Beitrag vom 27.10.2020).

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