ESMA legt Erwartungen an die Anwendung von IAS 12 zu aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge fest

Die Europäische Wertpapieraufsichtsbehörde (ESMA) hat ein Public Statement zu IAS 12 Income Taxes veröffentlicht (https://www.esma.europa.eu/document/considerations-recognition-deferred-tax-assets-arising-carry-forward-unused-tax-losses). In diesem legt sie ihre Erwartungen an die Ansatz-, Bewertungs- und Ausweisanforderungen aktiver latenter Steuern (DTAs) aufgrund steuerlicher Verlustvorträge in IFRS-Abschlüssen dar.

Das Public Statement soll eine einheitliche Anwendung der IFRS in der gesamten Europäischen Union fördern. Es enthält Kernaussagen, die Emittenten, Wirtschaftsprüfer und Prüfungsausschüsse bei der Bilanzierung aktiver latenter Steuern in ihren Abschlüssen berücksichtigen sollten und bietet Einblicke zu den Themen die die europäische Enforcer regelmäßig hinterfragen und zu denen es in der Vergangenheit vermehrt zu Feststellungen gekommen ist.

Die öffentliche Erklärung geht auf die Ergebnisse und Diskussionen der European Enforcers Coordination Sessions (EECS) zurück, in denen in mehreren Fällen festgestellt wurde, dass bei der Anwendung und Durchsetzung der Anforderungen an latente Steuerverluste aus nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträgen erhebliche Unterschiede bestehen.

Die ESMA kündigt an, dass sie und die nationalen zuständigen Behörden die Anwendung der in IAS 12 festgelegten Anforderungen weiterhin überwachen und bei der Prüfung von Abschlüssen auf das in dieser öffentlichen Erklärung hervorgehobene Thema achten werden. Insofern sollten Unternehmen das Public Statement zum Anlass nehmen, ihre bisherige Bilanzierung einem Abgleich mit den Aussagen in dem Dokument zu unterziehen.

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