Accounting Aktuell Blog

EFRAG veröffentlicht erstes Arbeitspapier fĂŒr einen europĂ€ischen Klimastandard

Die EFRAG-Arbeitsgruppe fĂŒr europĂ€ische Standards zur Nachhaltigkeitsberichterstattung (PTF-ESRS) hat ein ausfĂŒhrliches Arbeitspapier des Prototyps fĂŒr einen Klimastandard veröffentlicht. Das Papier ist kein öffentliches Konsultationsdokument, sondern dient der Information der Öffentlichkeit und gewĂ€hrt Einblicke in den aktuellen Stand der fachlichen Arbeit. So ist z.B. das AnknĂŒpfen des Arbeitspapiers an international verbreitete Standards, insbesondere der TCFD, zu beachten.

Parallel hierzu arbeitet die PTF-ESRS weiterhin an EntwĂŒrfen zu allen anderen im Vorschlag zur Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) der EuropĂ€ischen Kommission genannten Nachhaltigkeitsaspekten, die bis Mitte 2022 vorgelegt werden sollen. In diesem Zusammenhang ist zu beachten, dass die PTF-ESRS ErklĂ€rungen zur Zusammenarbeit mit GRI und Shift unterzeichnet hat. Im Rahmen der Zusammenarbeit sollen die Erfahrungen von GRI im Bereich der Nachhaltigkeitsberichterstattung und von Shift im Bereich der Menschenrechte bei der Entwicklung der StandardentwĂŒrfe genutzt werden.

Folge 29 der PwC Accounting and Reporting Talks online

Eine neue Folge unserer Webcast-Reihe “PwC Accounting and Reporting Talks” ist online – diesmal zur Überarbeitung von DRS 18 “Latente Steuern” durch DRÄS 11. Nachdem DRS 18 im Zuge des BilMoG verabschiedet und viele Jahre unverĂ€ndert angewendet wurde, hatte sich das DRSC dazu entschieden, DRS 18 zu ĂŒberarbeiten. Michael Deubert und Dr. Henning D. Meyer erlĂ€utern in der neuesten Folge die wichtigsten Änderungen am Standard. 

Neugierig? Dann schauen Sie rein, auf unserer Homepage oder auf YouTube, wie immer nur das Wesentliche, auf den Punkt gebracht.

Neues Diskussionspapier der EFRAG zur Verbesserung der Berichterstattung ĂŒber „immaterielle Werte“ (intangibles)

Die Berichterstattung ĂŒber immaterielle Vermögenswerte steht immer wieder in Diskussion. Dies insbesondere aufgrund der stark zunehmenden Bedeutung selbsterstellter immaterieller Vermögenswerte und der bestehenden Diskrepanz zwischen ihrer bilanziellen Erfassung und der Erfassung erworbener immaterieller Vermögenswerte im Abschluss bzw. entsprechenden Angaben im Lagebericht.

Folge 28 der PwC Accounting and Reporting Talks online

Ein neuer Beitrag unserer Webcast-Reihe “PwC Accounting and Reporting Talks” ist online – diesmal zu einem wichtigen, öffentlichkeitswirksamen Reporting Thema, dem neuen VergĂŒtungsbericht gemĂ€ĂŸ § 162 AktG ĂŒber die individuelle Vorstands- und AufsichtsratsvergĂŒtung. Börsennotierte Gesellschaften mĂŒssen ihn erstmals fĂŒr das GeschĂ€ftsjahr erstellen, das ab dem 1. Januar 2021 beginnt, und er wirft eine Vielzahl von Fragen auf. Simon Brameier und Dirk Rimmelspacher erlĂ€utern zehn wesentliche Knackpunkte, ĂŒber die praktisch jede Gesellschaft stolpert.

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Erste VorschlĂ€ge fĂŒr technische Bewertungskriterien zu den verbleibenden Umweltzielen der EU-Taxonomie veröffentlicht

Die Platform on Sustainable Finance (PSF) hat am 3. August 2021 einen ersten Entwurf fĂŒr technische Bewertungskriterien („technical screening criteria“) zu den verbleibenden Umweltzielen der EU-Taxonomie veröffentlicht. Dabei handelt es sich um:

  • die nachhaltige Nutzung und den Schutz von Wasser- und Meeresressourcen;
  • den Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft,
  • die Vermeidung und Verminderung der Umweltverschmutzung und
  • den Schutz und die Wiederherstellung der BiodiversitĂ€t und Ökosysteme.

Forschungszulagengesetz: IDW zu wesentlichen HGB-Fragen

Mit dem am 1. Januar 2020 in Kraft getretenen Forschungszulagengesetz werden bestimmte FuE-Vorhaben begĂŒnstigt.

Rechtlich entsteht der Anspruch auf eine Forschungszulage mit Ablauf des Wirtschaftsjahres, in dem die förderfĂ€higen Lohnaufwendungen von den Arbeitnehmern bezogen wurden oder die anderen förderfĂ€higen Aufwendungen entstanden sind. Um diesen Anspruch geltend zu machen, muss in einem ersten Schritt eine Bescheinigung ĂŒber das Vorliegen eines begĂŒnstigten Vorhabens bei der zustĂ€ndigen Bescheinigungsstelle und mit dieser Bescheinigung in einem zweiten Schritt die Festsetzung der Forschungszulage beim zustĂ€ndigen Finanzamt beantragt werden. Letztgenanntes ist seit dem 1. April 2021 möglich. Die festgesetzte Forschungszulage wird sodann bei der nĂ€chsten Veranlagung zur Einkommen- oder Körperschaftsteuer auf die festgesetzte Steuer angerechnet.

BFA zur Abzinsung nach IDW RS BFA 7

In seiner 323. Sitzung hat sich der Bankenfachausschuss des IDW (BFA) zu der Frage geĂ€ußert, welcher Zinssatz im Rahmen der Ermittlung der Pauschalwertberichtigungen fĂŒr die Ermittlung des Zeitwerts des Geldes (Abzinsung) heranzuziehen ist.

Der BFA erachtet die Verwendung eines risikolosen Marktzinssatzes fĂŒr die Diskontierung des erwarteten Kreditrisikos und der zukĂŒnftigen BonitĂ€tsprĂ€mien als sachgerecht. Der Ermittlung des Zeitwerts des Geldes liegt eine stichtagsbezogene Betrachtungsweise zugrunde; dies impliziert nach Auffassung des BFA die Verwendung eines aktuellen Marktzinssatzes. FĂŒr unterschiedliche Laufzeiten gelten jeweils andere (Markt-)ZinssĂ€tze, d.h. es gilt eine laufzeitadĂ€quate Zinsstrukturkurve.

Weiterhin keine zwingenden Angaben zur Frauenquote fĂŒr Gesellschaften im Sinne des § 264 Abs. 3 HGB

Nach herrschender Meinung mĂŒssen nach der bisherigen Rechtslage mitbestimmte Kapitalgesellschaften, die nach § 264 Abs. 3 HGB von der Aufstellung eines Lageberichts befreit sind, nicht zwingend Angaben zur Frauenquote in einer sogenannten „partiellen“ ErklĂ€rung zur UnternehmensfĂŒhrung (§ 289f Abs. 4 Satz 2 HGB) veröffentlichen.

Entwurf zur Reduzierung von Angabepflichten fĂŒr bestimmte Tochterunternehmen von IASB veröffentlicht

Der IASB hat am 26.07.2021 den Entwurf ED/2021/7 „Tochterunternehmen ohne öffentliche Rechenschaftspflicht: Angaben“ veröffentlicht. Die vorgesehenen Regelungen sollen es Tochterunternehmen, 

  • deren Schuld- oder Eigenkapitalinstrumente nicht an einem öffentlichen Markt gehandelt werden oder die hierfĂŒr keine Zulassung beantragt haben (no public accountability), 
  • deren HauptgeschĂ€ftstĂ€tigkeit nicht darin besteht, Vermögenswerte fĂŒr eine breite Gruppe Dritter treuhĂ€nderisch zu verwalten (wie die meisten Banken, Kreditgenossenschaften, Versicherungsgesellschaften, Wertpapiermakler/-hĂ€ndler, Investmentfonds und Investmentbanken) und 
  • die an ein Mutterunternehmen IFRS-Zahlen berichten, welches fĂŒr öffentliche Zwecke einen IFRS-Konzernabschluss veröffentlicht, 

erlauben, in ihren eigenen Einzel- oder TeilkonzernabschlĂŒssen, die IFRS-Standards mit einer reduzierten Anzahl von Angabepflichten anzuwenden. 

Folge 27 der PwC Accounting and Reporting Talks online

Ein neuer Beitrag unserer Webcast-Reihe „PwC Accounting and Reporting Talks“ ist online. SPACs begegnen uns derzeit regelmĂ€ĂŸig in der Tagespresse. Allein in den USA wurden in 2021 bis Ende April rund 90 Mrd. USD ĂŒber SPAC-Transaktionen erlöst. Diese Transaktionen sind nicht zuletzt auch aufgrund ihrer Abbildung in der Rechnungslegung herausfordernd. Ulrike Schmitz-Renner und Dr. Matthias Heinrichs weisen auf zentrale Bilanzierungsthemen hin.

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