ARUG II im Bundesgesetzblatt verkündet

Gestern wurde das Gesetz zur Umsetzung der zweiten Aktionärsrechterichtlinie (ARUG II) im Bundesgesetzblatt verkündet und tritt, abgesehen von der Änderung der Verordnung über den Ersatz von Aufwendungen der Kreditinstitute, am 1. Januar 2020 in Kraft.

Neuregelungen ohne expliziten Erstanwendungszeitpunkt gelten damit ab diesem Zeitpunkt. Dies betrifft beispielsweise die neuen Veröffentlichungs- und Zustimmungsbestimmungen für Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen („related party transactions“) nach §§ 111a ff. AktG n.F. oder die befreiende Offenlegung der Unterlagen eines Mutterunternehmens mit Sitz außerhalb der EU/EWR in englischer Sprache, um als Teilkonzern-Mutterunternehmen auf die Aufstellung, Prüfung und Offenlegung eines Konzernabschlusses und -lageberichts zu verzichten (§ 292 HGB n.F.). Ich habe darüber bereits in meinem Blogbeitrag vom 14. November 2019 berichtet.

Die übrigen Neuregelungen gelten ab dem jeweiligen Erstanwendungszeitpunkt. So ist beispielsweise der Vergütungsbericht nach den neuen aktienrechtlichen Vorschriften (§ 162 AktG n.F.) erstmals für nach dem 31. Dezember 2020 beginnende Geschäftsjahre zu erstellen. Unser HGB direkt, Ausgabe 11, Dezember 2019, enthält dazu umfangreiche Informationen.

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