IDW zu weiteren Zweifelsfragen zu den Auswirkungen der Corona-Krise auf die Rechnungslegung nach HGB

Am Freitag wurde im Mitgliederbereich der IDW-Homepage ein Update des fachlichen Hinweises des IDW zu Zweifelsfragen zu den Auswirkungen der Ausbreitung des Coronavirus auf die Rechnungslegung und deren Prüfung (Teil 3) veröffentlicht. Ich hatte über den bisherigen Hinweis in meinem Blogbeitrag vom 14. April 2020 berichtet.

Zur Rechnungslegung nach HGB enthält das Update folgende drei neue FAQs:

  • Aufstockungsbeträge zum Kurzarbeitergeld: Leistet ein Arbeitgeber an die Arbeitnehmer Aufstockungsbeträge zum Kurzarbeitergeld, führt dies nach Auffassung des IDW zu laufendem Personalaufwand, d.h. eine Drohverlustrückstellung ist nicht zu bilden. Dies entspricht der schon bisher von uns vertretenen Auffassung (siehe HGB direkt/IFRS direkt, Ausgabe 8, April 2020).
  • Abschlagszahlung auf den voraussichtlichen Bilanzgewinn einer AG: Das IDW weist darauf hin, dass sich eine solche Abschlagszahlung (§ 59 AktG) weder auf die Bilanz noch auf die GuV des abgelaufenen Geschäftsjahrs auswirkt, insbesondere auch nicht auf die GuV-Verlängerungsrechnung.
  • Umgliederungen von Finanzinstrumenten in den oder aus dem Handelsbestand bei Kreditinstituten: Das HGB lässt eine Umgliederung in den Handelsbestand nicht und eine Umgliederung aus dem Handelsbestand nur ausnahmsweise zu (§ 340e Abs. 3 HGB). Das IDW weist darauf hin, dass ein Preisverfall allein kein solcher Ausnahmefall ist.
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