Kategorie: Allgemein

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Neuer Kompromissvorschlag zum Ertragsteuerinformationsbericht

Seit vielen Jahren wird auf EU-Ebene diskutiert, die EU-Bilanzrichtlinie um Regelungen zu einem sogenannten Ertragsteuerinformationsbericht zu erweitern. Dessen Ziel ist eine öffentliche Kontrolle, ob in der EU tätige Unternehmen Steuern dort zahlen, wo Gewinne erwirtschaftet werden. Zu diesem Zweck wird – in Form eines „Public Country-by-Country Reporting“ – vorgeschlagen, dass multinationale Unternehmen bzw. Gruppen mit einem weltweiten Umsatz von mehr als 750 Mio. Euro einen Bericht mit umfangreichen Angaben je EU-Mitgliedstaat und je Steueroase auf ihrer Website oder in einem öffentlichen Register für mindestens fünf Jahre zugänglich machen. Zu diesen Angaben zählen beispielsweise die Anzahl der Mitarbeiter, die Umsatzerlöse, das Ergebnis vor Ertragsteuern, die gezahlten Ertragsteuern und die noch zu zahlenden Ertragsteuern.

Regierungsentwurf des FĂĽPoG II beschlossen

In 2015 ist das erste Führungspositionengesetz in Kraft getreten. Dieses sieht eine fixe Quote (mindestens 30%) an Frauen und Männern für Aufsichtsräte börsennotierter und zugleich paritätisch mitbestimmter Unternehmen sowie eine „flexible Quote“ (Zielgröße) an Frauen in Aufsichtsräten, Geschäftsführungsorganen und den obersten beiden Führungsebenen unterhalb des Geschäftsführungsorgans börsennotierter oder mitbestimmter Unternehmen vor, außerdem korrespondierende Berichtspflichten in der Erklärung zur Unternehmensführung.

Mitgliedstaatenwahlrecht zur Verschiebung der ESEF-Anforderungen

Nach dem ESEF-Umsetzungsgesetz, das entsprechende EU-Vorgaben, nämlich die Transparenzrichtlinie, in deutsches Recht umsetzt, müssen WpHG-Inlandsemittenten ihre Rechnungslegungsunterlagen (Abschlüsse, Lageberichte und „Eide“) für Geschäftsjahre, die nach dem 31. Dezember 2019 beginnen, ESEF-konform, d.h. in einem einheitlichen elektronischen Format, offenlegen. Diese ESEF-konform wiedergegebenen Unterlagen sind durch den Abschlussprüfer zu prüfen. Ich habe darüber bereits mehrfach berichtet, ausführlicher beispielsweise in meinem Blogbeitrag am 24. Januar zum Regierungsentwurf dieses Gesetzes.

Kein Ordnungsgeldverfahren für die verspätete Offenlegung von Abschlussunterlagen bis 1. März 2021

Das Bundesamt fĂĽr Justiz hat gestern in einer öffentlichen Mitteilung bekannt gegeben, dass es in Abstimmung mit dem  Bundesministerium der Justiz und fĂĽr Verbraucherschutz gegen Unternehmen, deren gesetzliche Frist zur Offenlegung von Abschlussunterlagen fĂĽr das Geschäftsjahr mit dem Abschlussstichtag 31. Dezember 2019 am 31. Dezember 2020 endet, vor dem 1. März 2021 kein Ordnungsgeldverfahren nach § 335 HGB einleiten wird. Damit sollen angesichts der andauernden COVID-19-Pandemie die Belange der Beteiligten angemessen berĂĽcksichtigt werden.

IDW zur freiwilligen vorzeitigen Erstellung eines VergĂĽtungsbericht nach ARUG II

Erstellt ein Unternehmen ausnahmsweise – trotz der vielen, derzeit noch offenen Fragen und der immer noch ausstehenden finalen Leitlinien der EU-Kommission zur Darstellung des neuen Vergütungsberichts – bereits für ein vor dem 1. Januar 2021 beginnendes Geschäftsjahr einen Vergütungsbericht nach § 162 AktG, d.h. einen Bericht über die Vergütung des Vorstands und des Aufsichtsrats nach den Vorschriften des ARUG II, braucht es im korrespondierenden Abschluss bzw. Lagebericht nicht mehr individualisiert über die Bezüge und Leistungen an Vorstandsmitglieder zu berichten und nicht mehr die Grundzüge des Vergütungssystems darzustellen.

Entwurf des ersten delegierten Rechtsakts zur EU-Taxonomie-Verordnung

Am 20. November 2020 hat die Europäische Kommission den Entwurf des ersten delegierten Rechtsakts zur Taxonomie-Verordnung für die beiden Umweltziele Klimaschutz und Anpassung an den Klimawandel vorgelegt und zur öffentlichen Konsultation gestellt. Die Taxonomie ist das neue Klassifikationssystem für ökologisch nachhaltige Wirtschaftstätigkeiten in der EU und verpflichtet bestimmte große (Mutter-)Unternehmen zu einer Erweiterung der nichtfinanziellen Berichterstattung. Ich habe über diese neuen Berichtspflichten in meinem Blogbeitrag vom 4. August 2020 berichtet.

Folge 19 der PwC Accounting and Reporting Talks online

Ein neuer Beitrag unserer Webcast-Reihe „PwC Accounting and Reporting Talks“ ist online. Gegenstand der aktuellen Folge ist DRS 27 „Anteilmäßige Konsolidierung“. Der Standard konkretisiert die Kriterien für das Vorliegen eines Gemeinschaftsunternehmens gemäß § 310 Abs. 1 HGB und enthält Regelungen zur Technik der anteilmäßigen Konsolidierung gemäß § 310 Abs. 2 HGB. DRS 27 ist erstmals für HGB- und PublG-Konzernabschlüsse anzuwenden, deren Geschäftsjahre nach dem 31.12.2019 beginnen. Michael Deubert und Dr. Stefan Lewe erläutern die wesentlichen Neuerungen, die DRS 27 im Vergleich zum Vorgängerstandard, DRS 9, mit sich bringt.

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DPR veröffentlicht nationale Prüfungsschwerpunkte für das Enforcement der Jahresfinanzberichte 2020

Die Deutsche PrĂĽfstelle fĂĽr Rechnungslegung e.V. (DPR) hat gestern auf der 12. Jahrestagung „Bilanzkontrolle und AbschlussprĂĽfung“ des Deutschen Aktieninstituts (DAI) die von der European Securities and Markets Authority (ESMA) bereits angekĂĽndigten einheitlichen europäischen PrĂĽfungsschwerpunkte (siehe hierzu meinen Blogbeitrag vom 28. Oktober) ĂĽbernommen und um zwei nationale Punkte ergänzt.

Ă–ffentliche Konsultation der ESMA: Konkretisierung der nichtfinanziellen Berichtspflichten nach Artikel 8 der Taxonomie-VO

Am 5. November 2020 hat die ESMA ein Konsultationspapier zu ihren geplanten Ratschlägen an die Europäische Kommission zur Konkretisierung der neuen nichtfinanziellen Berichtspflichten nach Artikel 8 der Taxonomie-VO veröffentlicht. Artikel 8 der Taxonomie-VO verpflichtet bestimmte große (Mutter-)Unternehmen anzugeben, wie und in welchem Umfang ihre Tätigkeiten mit als ökologisch nachhaltig einzustufenden, d.h. taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeiten verbunden sind. Dies beinhaltet auch die Angabe von drei „grünen“ Finanzkennzahlen: der Anteil der taxonomiekonformen Umsatzerlöse sowie der Anteil der taxonomiekonformen Investitions- und Betriebsausgaben. Ich habe über diese neuen nichtfinanziellen Berichtspflichten in meinem Blogbeitrag vom 4. August 2020 zuletzt berichtet.

Gemeinsame europäische Prüfungsschwerpunkte für das Enforcement der Jahresfinanzberichte 2020 veröffentlicht

Die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA) hat heute die gemeinsamen Prüfungsschwerpunkte veröffentlicht, die die europäischen Enforcer bei der Prüfung der Jahresfinanzberichte 2020 kapitalmarktorientierter Unternehmen berücksichtigen sollen (ESMA Prüfungsschwerpunkte). Zusätzlich zu diesen europäischen Themen wird die Deutsche Prüfstelle für Rechnungslegung (DPR) weitere nationale Schwerpunkte setzen. Die DPR wird trotz der aktuellen Neuregelung des Enforcements unverändert für die Jahresfinanzberichte 2020 primär zuständig sein.

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