Kategorie: Handelsrecht

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Keine Sofortabschreibung digitaler Vermögensgegenstände in der Handelsbilanz

Nach einem BMF-Schreiben vom 26. Februar 2021 ist es steuerlich zulässig, in Gewinnermittlungen für Wirtschaftsjahre, die nach dem 31. Dezember 2020 enden, sogenannte digitale Wirtschaftsgüter – im BMF-Schreiben näher spezifizierte Computerhardware und für die Dateneingabe und -verarbeitung erforderliche Betriebs- und Anwendersoftware – sofort aufwandswirksam als Betriebsausgabe geltend zu machen. Dieses Wahlrecht darf nicht nur auf entsprechende neu angeschaffte oder hergestellte Wirtschaftsgüter, sondern auch auf entsprechende Wirtschaftsgüter angewandt werden, die in früheren Wirtschaftsjahren angeschafft oder hergestellt wurden.

European Corporate Reporting Lab @EFRAG: Arbeitsgruppe legt Abschlussbericht über Empfehlungen für europäische nichtfinanzielle Berichtsstandards vor

Die Project Task Force (PTF) des European Corporate Reporting Lab @EFRAG (European Lab) hat ihren Abschlussbericht mit Empfehlungen zur Entwicklung möglicher EU-Standards zur Nachhaltigkeitsberichterstattung vorgelegt. Diese Empfehlungen werden in die endgĂĽltigen Ăśberlegungen der Europäischen Kommission zur Ăśberarbeitung der CSR-Richtlinie einflieĂźen, die fĂĽr den 21. April 2021 geplant ist. Ăśber die Bildung der Arbeitsgruppe hatten wir zuvor am 08. September 2020 an dieser Stelle informiert. 

Europäische Aufsichtsbehörden veröffentlichen finale Empfehlungen zu den Berichtspflichten der Taxonomie-Verordnung

Am 1. März 2021 haben die drei europäischen Aufsichtsbehörden ESMA (für Unternehmen der Realwirtschaft und Asset Manager), EBA (für Kreditinstitute) und EIOPA (für Versicherungsunternehmen) ihre finalen Empfehlungen an die Europäische Kommission zur Konkretisierung der nichtfinanziellen Berichtspflichten nach Artikel 8 der Taxonomie-Verordnung veröffentlicht. Diesen Empfehlungen waren entsprechende Entwürfe und im Fall der ESMA auch eine öffentliche Konsultation vorausgegangen, über die ich in meinem Blogbeitrag vom 9. November 2020 berichtet habe.

Empfehlungen des Sustainable Finance-Beirats der Bundesregierung fĂĽr eine zukunftsgerichtete Unternehmensberichterstattung

Der Sustainable Finance-Beirat der Bundesregierung hat gestern seinen Abschlussbericht „Shifting the Trillions“ mit 31 Empfehlungen für ein nachhaltiges und zukunftsfähiges Finanzsystem vorgelegt. Eines der zentralen Ziele ist es, durch eine zukunftsgerichtete, vergleichbare und transparente Berichterstattung der Unternehmen Kapitalströme in Innovationen und nachhaltige Geschäftsmodelle zu lenken. Dementsprechend empfiehlt der Beirat eine Ausweitung von Anwendungsbereich und Inhalt der nichtfinanziellen Berichtspflichten in Deutschland. Vor dem Hintergrund der anstehenden Überarbeitung der CSR-Richtlinie auf europäischer Ebene (lesen Sie dazu meinen Blogbeitrag vom 30. Juli 2020) kommt den Empfehlungen besondere Bedeutung zu.

Deutsches Lieferkettengesetz kommt noch in der aktuellen Legislaturperiode

Nach langem Ringen hat die Bundesregierung am Freitag eine Einigung zum Lieferkettengesetz verkĂĽndet. Das Gesetz soll noch in der laufenden Legislaturperiode verabschiedet werden. Wie ich berichtete, zeichnete sich bereits zum Abschluss des Monitorings des Nationalen Aktionsplans fĂĽr Wirtschaft und Menschenrechte im Juli 2020 ab, dass allein eine freiwillige Verpflichtung von Unternehmen nicht zu einer ausreichenden Umsetzung unternehmerischer Sorgfaltspflichten fĂĽr die Achtung der Menschenrechte gefĂĽhrt haben soll. Gesetzlich verbindliche Vorgaben wurden seitdem intensiv hinter den Kulissen diskutiert. 

Folge 22 der PwC Accounting and Reporting Talks online

Der neueste Beitrag unserer Webcast-Reihe “PwC Accounting and Reporting Talks” ist nun verfĂĽgbar. In der aktuellen Folge sprechen Peter Flick und Christian Mertes erneut ĂĽber das Thema IBOR-Reform. Aufbauend auf den Inhalten unseres ersten Beitrags zu diesem Thema steht diesmal – anlässlich des kĂĽrzlich erfolgten Endorsements – die Phase 2 des IASB-Projekts zur IBOR-Reform im Fokus. DarĂĽber hinaus wird auch die Verlautbarung des IDW zur Abbildung des sog. „Discounting Switch“ nach HGB thematisiert.

Neugierig? Dann schauen Sie rein, auf unserer Homepage oder auf YouToube, wie immer auf Deutsch und nur das Wesentliche, auf den Punkt gebracht.

Neuer Kompromissvorschlag zum Ertragsteuerinformationsbericht

Seit vielen Jahren wird auf EU-Ebene diskutiert, die EU-Bilanzrichtlinie um Regelungen zu einem sogenannten Ertragsteuerinformationsbericht zu erweitern. Dessen Ziel ist eine öffentliche Kontrolle, ob in der EU tätige Unternehmen Steuern dort zahlen, wo Gewinne erwirtschaftet werden. Zu diesem Zweck wird – in Form eines „Public Country-by-Country Reporting“ – vorgeschlagen, dass multinationale Unternehmen bzw. Gruppen mit einem weltweiten Umsatz von mehr als 750 Mio. Euro einen Bericht mit umfangreichen Angaben je EU-Mitgliedstaat und je Steueroase auf ihrer Website oder in einem öffentlichen Register für mindestens fünf Jahre zugänglich machen. Zu diesen Angaben zählen beispielsweise die Anzahl der Mitarbeiter, die Umsatzerlöse, das Ergebnis vor Ertragsteuern, die gezahlten Ertragsteuern und die noch zu zahlenden Ertragsteuern.