Kategorie: Handelsrecht

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Folge 33 der PwC Accounting and Reporting Talks online

Ein neuer Beitrag unserer Webcast-Reihe “PwC Accounting and Reporting Talks” ist online – zum neuen VergĂĽtungsbericht gemäß § 162 AktG ĂĽber die individuelle Vorstands- und AufsichtsratsvergĂĽtung börsennotierter Gesellschaften. Das IDW hat kurz vor Weihnachten ein Papier mit Antworten auf eine Vielzahl drängender Fragen veröffentlicht. Sandra Roland und Dirk Rimmelspacher erläutern die wichtigsten, die fast jede Gesellschaft betreffen.

Neugierig? Dann schauen Sie rein, auf unserer Homepage wie immer nur das Wesentliche, auf den Punkt gebracht.

Überarbeitete IDW-Verlautbarung zur Klassifizierung und Umwidmung von Wertpapieren nach HGB veröffentlicht

Anlässlich der Finanzkrise 2008 hatte das IDW Anfang 2009 eine Verlautbarung zur Umwidmung und Bewertung von Forderungen und Wertpapieren nach HGB (IDW RH HFA 1.014) veröffentlicht. Dieser wurde nun umfassend überarbeitet und Ende letzter Woche unter derselben Nummerierung als „IDW Rechnungslegungshinweis: Zugangsklassifizierung und Umwidmung von Wertpapieren nach HGB“ in Heft 1/2022 der IDW Life veröffentlicht. Die Ausführungen zu Forderungen, zur Bewertung bei illiquiden Märkten und zu branchenspezifischen Besonderheiten bei Instituten und Versicherungsunternehmen wurden bei dieser Gelegenheit gestrichen, die allgemeinen Ausführungen aber weitestgehend bestätigt.

Vergütungsbericht gemäß § 162 AktG – IDW gibt Antworten auf wichtige Fragen

Börsennotierte Gesellschaften, deren Geschäftsjahr mit dem Kalenderjahr übereinstimmt, müssen erstmals zum 31. Dezember 2021 einen Vergütungsbericht gemäß § 162 AktG bzw. ARUG II – d.h. einen Bericht rund um die Vorstands- und Aufsichtsratsvergütung – erstellen. Während die seit langem angekündigten unverbindlichen EU-Leitlinien, von denen sich Viele Hilfe versprochen haben, unverändert auf sich warten lassen, hat das IDW heute auf seiner Homepage ein Papier mit Fragen und Antworten zur Erstellung des Vergütungsberichts veröffentlicht.

Folge 32 der PwC Accounting and Reporting Talks online

Ein neuer Beitrag unserer Webcast-Reihe „PwC Accounting and Reporting Talks“ ist online. Die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA) hat Ende Oktober die gemeinsamen europäischen PrĂĽfungsschwerpunkte fĂĽr die finanzielle Berichterstattung bekannt gegeben. Ende November hat die Bundesanstalt fĂĽr Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) diese um einen nationalen Schwerpunkt ergänzt. Bernd Kliem und Robert Linder geben einen Ăśberblick ĂĽber die PrĂĽfungsschwerpunkte der Bilanzkontrolle fĂĽr 2022. 

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Verhandlungen zur CSRD: erste Stellungnahmen des EU-Parlaments zu Zeitplan, Anwendungsbereich und internationaler Zusammenarbeit

Nachdem die Europäische Kommission im April 2021 ihren Vorschlag für eine Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) zur umfassenden Überarbeitung der Nachhaltigkeitsberichterstattung veröffentlicht hat und die politischen Verhandlungen mit den Mitgliedstaaten begonnen haben (hierzu mein Blogbeitrag vom 18. November 2021), liegen mittlerweile auch erste Äußerungen von Mitgliedern des Europäischen Parlaments vor. Diese betreffen u.a. die intensiv diskutierten Themen Zeitplan, Anwendungsbereich und Konsistenz mit internationalen Initiativen.

Der Berichterstatter des für die CSRD federführenden Rechtsausschusses weist in seinem Berichtsentwurf darauf hin, dass den Unternehmen für die Umsetzung der neuen Berichtsanforderungen ein Jahr mehr Zeit eingeräumt werden sollte. Der Vorschlag der Europäischen Kommission sieht eine Erstanwendung für am oder nach dem 1.1.2023 beginnende Geschäftsjahre vor. Dies ist ein sehr ambitionierter Zeitplan, soll die Nachhaltigkeitsberichterstattung doch künftig auf der Grundlage von EU-Sustainability Reporting Standards erfolgen, mit deren Erarbeitung die EFRAG derzeit betraut ist. Es ist damit zu rechnen, dass zahlreiche und umfangreiche Standards zu den einzelnen ESG-Themen veröffentlicht werden. Eine spätere Erstanwendung würde den Unternehmen mehr Zeit zur Umsetzung der erforderlichen Prozess- und Systemanpassungen geben

Delegierter Rechtsakt zu den Klimazielen im Amtsblatt veröffentlicht – somit keine Verschiebung der erstmaligen Berichtspflichten der EU-Taxonomie

Mit Ablauf des 8. Dezember 2021 verstrich die Frist für das Europäische Parlament und den Rat der EU zur Ablehnung des von der Europäischen Kommission vorgelegten delegierten Rechtsakts zu den Klimazielen (sog. Klima-Taxonomie). Dieser Rechtsakt legt die technischen Bewertungskriterien für die beiden Klimaziele „Klimaschutz“ und „Anpassung an den Klimawandel“ fest, über die gemäß Artikel 8 der Taxonomie-Verordnung von bestimmten Unternehmen zu berichten ist. Der delegierte Rechtsakt wurde bereits im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht. Er tritt damit nach zwanzig Tagen in Kraft, wodurch es zu keiner Verschiebung des Erstanwendungszeitpunkt der Berichterstattung nach der Taxonomie-Verordnung kommen wird. Somit haben Unternehmen im Anwendungsbereich bereits ihre im Jahr 2022 zu veröffentlichende nichtfinanzielle Berichterstattung um die jeweils einschlägigen Kennzahlen zu ergänzen.

Neuregelungen zum Ertragsteuerinformationsbericht im EU-Amtsblatt veröffentlicht

Am 11. November hatte das EU-Parlament eine Richtlinie angenommen, die die EU-Bilanzrichtlinie um Regelungen zum sogenannten Ertragsteuerinformationsbericht erweitert. Ziel dieses ertragsteuerbezogenen „Public Country-by-country Reporting“ ist eine öffentliche Kontrolle, ob in der EU tätige Unternehmen Steuern dort zahlen, wo Gewinne erwirtschaftet werden. Ich hatte darüber in meinem Blogbeitrag am 12. November berichtet.

GrĂĽnes Licht fĂĽr den Ertragsteuerinformationsbericht

Jahrelang wurde diskutiert, die EU-Bilanzrichtlinie in Form einer Änderungsrichtlinie um Regelungen zu einem sogenannten Ertragsteuerinformationsbericht zu erweitern. Dessen Ziel ist eine öffentliche Kontrolle, ob in der EU tätige Unternehmen Steuern dort zahlen, wo Gewinne erwirtschaftet werden. Ich habe darüber schon mehrfach berichtet, das letzte Mal in meinem Blogbeitrag am 2. Juni. Laut Pressemitteilung hat das EU-Parlament gestern die Richtlinie angenommen und damit einen Schlussstrich unter den Gesetzgebungsprozess auf EU-Ebene gezogen.

IDW zu weiteren bilanziellen Konsequenzen der IBOR-Reform

EONIA, EURIBOR und andere IBOR-Zinssätze werden häufig als Referenzzinssätze für Finanzinstrumente, z.B. variabel verzinsliche Darlehen oder Zinsswaps, verwendet. Mit deren Änderung oder Ablösung – die sogenannte IBOR-Reform – und sich daraus ergebende Auswirkungen auf die Finanzberichterstattung nach HGB und IFRS haben sich der Fachausschuss Unternehmensberichterstattung (FAB) und der Bankenausschuss (BFA) des IDW schon mehrfach beschäftigt. Mein Kollege Bernd Kliem und ich haben darüber insbesondere in unseren Blogbeiträgen vom 11. November 2019 und vom 6. Juli 2020 berichtet.